
Blogeinträge (Tag-sortiert)
Tag: Abenteuer
Trend-Sport nicht nur für Menschen
Wer etwas auf sich hält, kommt heutzutage um eine Trendsportart nicht mehr herum. Inline-Skating etwa, Streetball oder Snowboarding stehen ganz oben auf der Beliebtheitsliste. Dabei muss man nicht einmal durch besondere sportliche Leistungen glänzen. Das richtige Outfit und ab und an hingeworfene Sätze wie: "Neulich beim Freeclimbing..." genügen völlig.
Das gilt übrigens auch für Hunde. Des Menschen treuster Vierbeiner glänzt beim Agility, Dogdancing oder Hunderennen. Und die ganz mutigen Zamperl treibt es zum Rettungshundetraining oder Leistungshüten. Und wer hat's erfunden? Lassie war's! Sie erinnern sich: der clevere Collie mit dem Helfersyndrom, der mit Vorliebe Menschen aus reißenden Fluten rettete, Bösewichte in die Flucht schlug und Familien zusammenbrachte. Und bei all den mit Bravour gemeisterten Katastrophen aussah, wie frisch geföhnt: stets das Langhaar perfekt in Form, niemals zerzaust, niemals wirklich nass - eine echte Hunde-Diva eben!
1938 erschuf der US-Schriftsteller Eric Knight den Schwanzwedler in der Geschichte "Lassie come home". Seitdem wurden unzählige Lassie-Filme gedreht, der erste 1943 mit der damals zehnjährigen Liz Taylor. Ein leuchtendes Beispiel für unsere Hunde, die statt echten Abenteuern ihr Glück auf dem Hundeplatz suchen müssen. Und wenn Ihnen beim Spazierengehen mal wieder ein gefühlter zwei Meter großer und 100 kg schwerer "Dertutnix" ins Gesicht hechelt, denken Sie positiv - und an Lassie. Wahrscheinlich hat das bellende Ungetüm nur zuviel Fernsehen geguckt und möchte Sie gerne retten...
Wer vom perfekten Hund träumt, greift zur DVD und genießt noch einmal die Lassie-Klassiker - ein großer Filmspaß für die ganze Familie!
Lassie-DVD-Box bei Jokers
Bild: Olaf Bucher/pixelio.de
31.08.2010, 07.47 | (0/0) Kommentare | PL
Auf Schatzsuche
Auch wenn der Sommer 2010 zickt, lässt sich mein Bedürfnis nach Sonne, Strand und Meer nicht verhageln. An einem verregneten Juni-Wochenende, an dem der Wind besonders kalt um die Häuser pfiff, schnappte ich mir deshalb „Der Goldsucher“ von J.M.G. Le Clézio, der vor zwei Jahren den Literaturnobelpreis erhielt. Wie der Klappentext versprach, sollte es ein Abenteuerroman um einen Jungen sein, der den sagenhaften Goldschatz des Korsaren finden möchte.
Besser hätte ich es nicht treffen können. Denn das Buch beginnt im tropischen Paradies der Insel Mauritius. In unendlich poetischen Bildern beschreibt Le Clézio, wie sogar im Winter die Tage sonnendurchflutet dahin fließen, die Wellen sich warm und sanft am Muschelstrand brechen. Die Handlung nimmt eine jähe Wendung, als die Familie durch den Geschäftsbankrott des Vaters verarmt und ein Zyklon die Idylle verwüstet. Um der Familie den alten Wohlstand zurückzubringen, macht sich Protagonist Alexis mit einem Segelschoner auf die Suche nach dem Gold des Korsaren, dessen Versteck sein Vater ihm kurz vor seinem Tod verraten hatte. Doch bis auf die Liebe zu Uma, einer jungen Schwarzen, findet er nichts.
Als der erste Weltkrieg ausbricht, meldet sich Alexis freiwillig bei der englischen Armee. Der Traum vom Paradies scheint endgültig zerstört, als er nach „toten Jahren“ im Krieg in die Heimat zurückkehrt. Dort ist nichts mehr, wie es war, die Familie ist ihm fremd, Uma nicht mehr da, die Suche nach dem Schatz gescheitert. Doch hier tritt die poetische Leistung Le Clézios hervor. Denn anstatt an Verlorenem zu verzweifeln, entdeckt Alexis etwas viel Wertvolleres als das Gold des Korsaren: den eigenen Schatz in sich selbst.
http://www.jokers-buecherboerse.de/app/detail.php?id=612821710&setMediaType=0
06.07.2010, 15.59 | (0/0) Kommentare | PL
Abenteuer oder Expedition in den Irrsinn?
Ich bin ein Fan von Abenteuerberichten. Ja, ich liebe es, von gewagten Ausflügen in den Urwald, in die Gebirge, in die Wildnis zu lesen. Es kann vorkommen, dass ich mich einen ganzen Abend zurückziehe, weil ich unbedingt zu Ende lesen muss, wie XY seinen 15. Berggipfel innerhalb von 24 Stunden schaffte.
Manchmal war diese eher passive Begeisterung für gefährliche Expeditionen schon Zielscheibe freundschaftlichen Spotts: Ob ich denn wirklich glauben würde, dass all diese Extremtouren so umgesetzt worden wären? Die meisten Abenteuer, die man in Büchern lesen könne, würden doch der puren Fantasie des Autors entspringen.
Bis vor kurzem glaubte ich im Großen und Ganzen an den Wahrheitsgehalt solcher Berichte. Schließlich hießen sie ja auch „Berichte“ und nicht „Erzählungen“. Aber an Heiligabend wurde ich eines Besseren belehrt. Ich fand „Globus Dei“ auf dem Gabentisch. In diesem „Expeditionsroman“ plappert Helge Schneider fröhlich schreibend von seiner gewagten Weltreise vom Nordpol bis Patagonien. Natürlich hat er sie ganz allein unternommen. Sie begann mit einer Heißluftballonfahrt an den Pol.
Nach vier Seiten der zwar lustigen, aber dann doch bald enervierenden Schilderung war selbst mir klar, dass es sich um bloße Fiktion handelte. Anfangs ist sie zwar ganz amüsant zu lesen, aber dann wird sie zu viel, zu übertrieben. Deshalb stürzte ich mich freudig auf ein anderes Geschenk meiner Frau: „Mit dem Wind zum Nordpol“. Das Buch beschreibt die (wirkliche!) Fahrt von David Hempleman-Adams im Jahre 2000. Er wagte es tatsächlich, ganz alleine in einem Heißluftballon das gewaltige Abenteuer dreier schwedischer Ballonfahrer nachzustellen, die anno 1897 bei ihrer Heißluftballon-Expedition zum Nordpol den Tod fanden. Das Buch fanden anscheinend auch unsere Einkäuferinnen so mitreißend, dass sie es in unser Programm aufgenommen haben.
(geschrieben von Matthias Stöbener)
31.01.2009, 11.57 | (0/0) Kommentare | PL



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