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Tag: Bücher
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30.11.2011, 14.30 | (0/0) Kommentare | PL
Glückswolke geschrumpft
"Glückswolke geschrumpft" ist ein wunderbares Buch für junge Mädchen von der Ingeborg-Bachmann-Preisträgerin Cornelia Manikowsky: lustig und einfühlsam zugleich. Ab 9 Jahren!
Katja und Kristin sind ein Herz und eine Seele: nichts und niemand kann die zwei quirligen Mädels trennen. Dachten sie. Doch dann zieht Kristin mit ihrer Mutter in eine andere Stadt und plötzlich ist alles anders. Die gemeinsam geplante Zukunft scheint sich in Luft aufzulösen und zu allem Überfluss verliebt sich Katja auch noch in Jon. Streit und Eifersüchteleien herrschen zwischen den Mädchen, bis plötzlich alles ganz anders kommt als erwartet...
21.02.2011, 15.58 | (0/0) Kommentare | PL
„Bücher“ von Hermann Hesse
Schon des öfteren habe ich Sie an dieser Stelle an meiner Leidenschaft für die Poesie teilhaben lassen: Ich habe Ihnen von und zu meinen Lieblingsautoren Gedichte vorgestellt, Lebensläufe, Anekdoten und Geschichten. Ein Name kam dabei immer wieder vor: Hermann Hesse, der große Dichter und Autor mit dem ausgefüllten und nicht immer einfachen Leben und dem Hang zur Melancholie. Als Folge vieler bewegender und dramatischer Ereignisse war Hermann Hesse sogar in psychotherapeutischer Behandlung bei einem der Schüler von C.G. Jung. Er überstand nicht nur einen Nervenzusammenbruch, der durch die Erkrankung seiner ersten Frau an Schizophrenie mit verursacht wurde, er erlebte auch zwei Eheschließungen und zwei Kriege. Aufgrund politischer Umstände schrieb Hesse später unter dem Pseudonym Sinclair, auch seine vielen Umzüge zeugen von seiner inneren Zerrissenheit.
Die meisten kennen und schätzen Hesse aufgrund seiner Erzählungen und Geschichten, und doch verspricht ein Blick in seine zahlreichen Verse und Gedichte einen Kunstgenuss ohnegleichen: Hermann Hesse trifft ins Herz. Seinen 133. Geburtstag möchte ich nutzen, um Ihnen eines seiner Gedichte nahe zu bringen. Denn wenn ein Bücherfreund ein Gedicht vor allen anderen kennen muss, dann ist es Hesses „Bücher“:
Alle Bücher dieser Welt
Bringen dir kein Glück,
Doch sie weisen dich geheim
In dich selbst zurück.
Dort ist alles was du brauchst,
Sonne, Stern und Mond,
Denn das Licht, danach du frugst,
In dir selber wohnt.
Weisheit, die du lang gesucht
In den Büchereien,
Leuchtet jetzt aus jedem Blatt –
Denn nun ist sie dein.
09.08.2010, 16.06 | (0/0) Kommentare | PL
Die Welt der verbrannten Bücher
Erich Kästner gehört zu den deutschen Kinderbuch-Autoren, die in der ganzen Welt bis heute am meisten gelesen werden. Seine bekanntesten Werke “Emil und die Detektive”, “Pünktchen und Anton” und “Das doppelte Lottchen” wurden in über 100 Sprachen übersetzt und teilweise mehrfach verfilmt.Doch seine bezaubernden Kinderbücher, die auch noch Erwachsene verzücken, waren nicht immer so beliebt, wie sie heute sind: In der Nazizeit hatte der deutsche Literat nicht nur Publikationsverbot, seine Bücher wurden sogar verbrannt. Es lag sicher auch an seinen Antikriegs-Gedichten, die trefflich die kalte Sinnlosigkeit von Waffengewalt beschreiben. Das folgende Gedicht sollte man kennen:
Kennst Du das Land, wo die Kanonen blühn
Kennst Du das Land, wo die Kanonen blühn?
Du kennst es nicht? Du wirst es kennenlernen!
Dort stehn die Prokuristen stolz und kühn
in den Büros, als wären es Kasernen.
Dort wachsen unterm Schlips Gefreitenknöpfe.
Und unsichtbare Helme trägt man dort.
Gesichter hat man dort, doch keine Köpfe.
Und wer zu Bett geht, pflanzt sich auch schon fort!
Wenn dort ein Vorgesetzter etwas will
- und es ist sein Beruf etwas zu wollen -
steht der Verstand erst stramm und zweitens still.
Die Augen rechts! Und mit dem Rückgrat rollen!
Die Kinder kommen dort mit kleinen Sporen
und mit gezognem Scheitel auf die Welt.
Dort wird man nicht als Zivilist geboren.
Dort wird befördert, wer die Schnauze hält.
Kennst Du das Land? Es könnte glücklich sein.
Es könnte glücklich sein und glücklich machen?
Dort gibt es Äcker, Kohle, Stahl und Stein.
und Fleiß und Kraft und andre schöne Sachen.
Selbst Geist und Güte gibt's dort dann und wann!
Und wahres Heldentum. Doch nicht bei vielen.
Dort steckt ein Kind in jedem zweiten Mann.
Das will mit Bleisoldaten spielen.
Dort reift die Freiheit nicht. Dort bleibt sie grün.
Was man auch baut - es werden stets Kasernen.
Kennst du das Land, wo die Kanonen blühn?
Du kennst es nicht? Du wirst es kennenlernen!
(Geschrieben von Matthias Stöbener)
19.02.2010, 02.03 | (0/0) Kommentare | PL
Hilfe, Liebeskummer!
Susanne wird von Liebeskummer geplagt. Als guten Freund fragte sie mich, welche Bücher ich ihr empfehlen kann. Bekanntlich soll gute Literatur ja jede Not lindern. Spontan fiel mir Judith Hermanns „Nichts als Gespenster“ ein. Das Folgewerk des vom Feuilleton viel gepriesenen „Sommerhaus, später“ behandelt in sieben Kurzgeschichten die unglückliche Liebe und die Verlorenheit im Leben. Ich meinte es gut und empfahl ihr das Buch. Kurze Zeit später gab sie es mir zurück, noch niedergeschlagener als zuvor. „Zu deprimierend“, war ihr Urteil. Da legte ich ihr „Kannst du“ von Benjamin Lebert ans Herz. Allerdings konnte auch die Geschichte um zwei seelisch schwer belastete Jugendliche, die auf Interrail-Reise durch Skandinavien gehen, nicht trösten. Im Gegenteil. „Mit 35 können mich die Liebesgeschichten von Menschen Anfang 20 doch nur noch niederschmettern“, erklärte sie.
Als ich meiner Frau von Susannes Kummer erzählte, empfahl sie mir „Alles Glück kommt nie“ von Anna Gavalda. Nach dem Erfolgsroman „Zusammen ist man weniger allein“ handelt das neue Werk der Autorin vom 46-jährigen Großstädter Charles Balanda. Von der Midlife-Krise gebeutelt, erfährt er, dass seine große Liebe überraschend gestorben ist. Anouk war die Mutter seines Freundes - und gute 20 Jahre älter. Er begibt sich auf Spurensuche nach seiner früheren Geliebten. Dabei nimmt sein Leben eine völlig neue, glückliche Wendung.
Mit diesem Buch traf ich bei Susanne ins Schwarze. „Das ist es!“ berichtete sie mir. „Wenn bei Liebeskummer etwas hilft, dann Bücher, die Hoffnung machen. Hoffnung, dass man sein Leben in Krisenzeiten zum Besseren wenden kann – oder dass das Gute nur auf einen wartet. Natürlich mit Happy End.“ Anna Gavalda sei Dank!
(Geschrieben von Matthias Stöbener)
12.02.2010, 09.27 | (0/0) Kommentare | PL
Wo Bücher töten können
Bücher können schrecklich heimtückisch sein. Sie können sogar töten. Das glauben Sie nicht? Dann kommen Sie mal mit in „Die Stadt der träumenden Bücher“, dort werden Sie sehen, dass ich recht habe ... Dass Lesen ein Abenteuer wird, wenn man die Tür öffnet zu Buchhaim, wo die träumenden Bücher zu Hause sind und es verführerisch nach Druckerschwärze, Papier und Leim duftet. Genau diese verlockende Tür nämlich öffnet der junge Dichter Hildegunst von Mythenmetz, der unbedingt das Geheimnis eines geerbten Manuskripts ergründen möchte. In der geheimnisvollen Stadt trifft er auf leidenschaftliche Bücherjäger und seltsame Buchlinge, bis er sich fast in der labyrinthischen Welt der Bücher verliert. Autor der herrlich verrückten Geschichte ist Walter Moers, der Tausendsassa unter den deutschen Autoren der Gegenwart. Moers, der auch als Comiczeichner und Illustrator arbeitet, ist mit „Käpt’n Blaubär“ und dem „Kleinen Arschloch“ einem großen Publikum bekannt geworden – keine Frage, der Mann hat einen brachialen Humor und Sinn fürs Groteske. Alles ist in der Regel wahnsinnig übertrieben und politische Korrektheit ist definitiv Fehlanzeige.
Was ich wirklich bewundere, ist seine überbordende, alle Grenzen sprengende Phantasie. Was Walter Moers einfällt, ist einfach kaum zu glauben: Sprachspiele, wilde Zeichnungen und eine eigentümliche Mischung alter Mythen und Sagen gemixt mit den Fakten der postmodernen Welt.
Da ich auch Sie als Bücherjäger einschätze – sonst wären Sie ja nicht bei Jokers unterwegs, oder? – lege ich Ihnen diesen über 400 Seiten feinsten Lesestoff zum fantastischen Preis gern ans Herz!
(Geschrieben von Matthias Stöbener)
22.12.2009, 09.58 | (0/0) Kommentare | PL
Billy wird 30!
Selbstverständlich machen wir hier keine Werbung für irgendwelche skandinavischen oder sonstigen Einrichtungshäuser. Aber wer Bücher hat, vielleicht wie Sie und ich sogar ein paar mehr, hat auch Bücherregale. Man möchte seine Schätze ja schließlich um sich haben und nicht in irgendwelchen Schränken einsperren.Seit drei Jahrzehnten jedenfalls dominiert besagtes Regal mit fünf Buchstaben viele Arbeitszimmer, Wohnzimmer und Bücherstuben, die ich kenne. Es scheint der kleinste gemeinsame Nenner von Bücherverstauern rund um den Erdball zu sein. Ich habe die Angewohnheit, bei Besuchen in fremden Wohnungen mehr oder weniger unverhohlen das Bücherregal in Augenschein zu nehmen. Dabei ist es mir völlig egal, aus welchem Möbelhaus es stammt, ob es beleuchtet ist oder eine kleine Staubschicht hat. Mich interessiert nur der Inhalt.
Ich finde, aus dem, was jemand liest, kann man eine Menge über ihn erfahren. Was ich außerdem spannend finde: Wie ist das Regal sortiert? Nach Genre? Nach Epochen? Gar nicht? Oder vielleicht nach Größe oder Farbe? Mein Freund Götz beispielsweise sortiert nach dem Herkunftsland des Autors. Ich fand das so pfiffig, dass ich diese Methode nun teilweise auch mit großem Vergnügen anwende (in der Belletristik). Sollten Sie Ihr Regal auffüllen wollen, etwa mit Büchern aus oder über Schweden, gibt es hier reichlich Material. Und besonders günstig, versteht sich.
(Geschrieben von Matthias Stöbener)
30.09.2009, 08.33 | (0/0) Kommentare | PL
Der Mond bleibt faszinierend
Nun hat der Mond schon immer die Menschen, die Kunst und auch die Literatur beeinflusst. Man denke etwa an die bronzezeitliche Himmelsscheibe von Nebra, an Jules Vernes „Reise zum Mond“, Pink Floyds berühmtes Album „Dark Side of the Moon“, einschlägige Ratgeber und Mondkalender oder an Caspar David Friedrichs stimmungsvolle Mondscheinbilder. Dessen Malerfreund Carl Gustav Carus fasste die Wirkung des Mondes poetisch zusammen: „Denn wie der die Erde umkreisende Mond den Pulsschlag der Gewässer der Erde, die Ebbe und Flut des Meeres bestimmt, so wirkt die Erscheinung des Mondlichts mit sehr entschiedener Sicherheit auf den Herzschlag unseres Seelenlebens, auf das Gemüt!“Viel Vergnügen also mit unseren Büchern zum Thema Mond, natürlich mit Bestpreis und ohne Verschwörungstheorie...
(Geschrieben von Matthias Stöbener)
31.08.2009, 08.43 | (0/0) Kommentare | PL
Das Buch und der Fortschritt
http://www.youtube.com/watch?v=brAlzKHYFnA
28.07.2009, 13.58 | (0/0) Kommentare | PL
Die Maus ist wieder da!
Haben Sie als Kind auch oft „Die Sendung mit der Maus“ gesehen? Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht, ob dieses Kinderprogramm immer noch läuft. Ich habe die kluge Maus und den witzigen Elefanten jedenfalls geliebt!Heute würde man die Sendung „pädagogisch wertvoll“ nennen. Ich kann mich an keine andere Kindersendung, die so viele Fragen altersgerecht beantwortet hat wie „Die Sendung mit der Maus“. Vor allem dann, wenn es um komplizierte Fragen ging, auf die Erwachsene oft keine Antwort haben, sprang das orangene Nagetier gerne ein. Da wurde erläutert, wie Gott da sein kann, wenn man ihn doch nicht sieht oder Geheimnisse des Universums erklärt. Aber die Maus wusste auch Rat zur modernen Technik oder kannte sich mit der Geschichte aus.
Jetzt habe ich die Maus in unserem Programm wieder entdeckt: als Buch. Die Maus zum Blättern, Anfassen und einfach Liebhaben!
(Geschrieben von Matthias Stöbener)
30.06.2009, 08.16 | (0/0) Kommentare | PL



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