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Tag: China

Durchs Reich der Mitte zum Land der Himmelsberge

Die Seidenstraße: ein klingender Name, von Legenen überrankt. Lange Zeit galt eine Reise entlang der Seidenstraße als eine Reise in das Mystische, Unbekannte. Der preisgekrönte Reiseschriftsteller Stanley Stewart unternahm einen Trip entlang der Seidenstraße, quer durch Asien. Es entstand mit Durchs Reich der Mitte zum Land der Himmelsberge eine Reisereportage, nach der man nur noch eines möchte: ein Mal China erleben.

Von Shanghai Richtung Islamabad reiste Stanley Stewart und erkundete dabei halb Asien. Er durchquerte die Wüsten Gobi und Takla Makan und erzählt von den Menschen, die er auf seinem Weg traf, beschreibt verlorene Städte und buddhistische Klöster. Und nicht zuletzt spürt er der Faszination der Chinesischen Mauer nach, die für die Chinesen die Grenze zwischen Zivilisation und Barbarei darstellte. Wunderbar geschrieben, mit Witz und Charme - absolut empfehlenswert!

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28.02.2011, 15.56 | (0/0) Kommentare | PL

Ehrengast China

ChinaAm 14. Oktober öffnet die Frankfurter Buchmesse ihre Pforten für Abertausende von Besuchern, deren Herzen für Bücher schlagen. China: Alleine bei diesem Ländernamen gerät so mancher ins Träumen, ins Schwärmen! Die wenigsten von uns waren dort, und doch haben wir alle eine Vorstellung von Mandarinenhainen, anmutigen Tanzaufführungen, hochmodernen Milliardenstädten und zerbrechlichem Teegeschirr im Kopf. Wir denken an die farbenprächtigen Trachten, wir stellen uns Hightech-Computer in jeder Wohnzimmerwand vor, die es erlauben, per Stimme das Licht zu dimmen. Wir schwelgen in Vorstellungen der Verbotenen Stadt, wir lassen uns das Wort „Shanghai“ auf der Zunge zergehen.

Doch was wissen wir über dieses ferne Land, welche Fakten kennen wir? China liegt im Osten Asiens und hat eine Landesfläche von 9,6 Millionen Quadratkilometern, das ist etwas weniger als die Größe des europäischen Kontinents. Die Hauptstadt Peking heißt auf Chinesisch Beijing, was der Bedeutung von „Nördlicher Hauptstadt“ entspricht.

Die Chinesen rühmen sich einer 5000-jährigen Geschichte. Gerechnet vom Jahr 2698 v. Chr. an, in dem der Gelbe Kaiser (Huang Di), Chinas erstes "Staatsoberhaupt", sein Reich gründete, bis zum Jahr 1911, in dem der letzte Kaiser der letzten Dynastie Chinas, Aisin-Gioro Pu Yi, aus der Verbotenen Stadt vertrieben wurde. Daraufhin wurde die Republik ausgerufen, die bis heute währt.

In diesen 5 Jahrtausenden erlebte China 83 Dynastien unterschiedlicher Größenordnung und verschiedener Lebensdauer mit 559 Herrschern: China hatte 397 Kaiser, darunter eine Kaiserin, und 162 Könige. 95 Hauptstädte wurden in dieser Zeit errichtet.

Ja, ich freue mich darauf, ein wenig mehr über dieses geschichtsträchtige und gleichzeitig hochmoderne Land zu erfahren, wenn ich über die Buchmesse streife und die Veranstaltungen besuche. Und für alle, die nicht persönlich zu dem großen Frankfurter Event reisen können: Klicken Sie doch mal in unserem Programm, welche Filme und Bücher wir über China anbieten!

(Geschrieben von Matthias Stöbener) 

25.10.2009, 08.47 | (0/0) Kommentare | PL

Horizonterweiterung

LaterneSchon im Vorfeld der Buchmesse gab es kürzlich die ersten Kontroversen mit dem Ehrengast. Es ging um die Anreise von Autoren, die der Regierung Chinas unliebsam sind. Häufig bleiben im Kopf solche Diskussionen hängen und man hat schnell ein Urteil dazu parat. Was dabei manchmal auf der Strecke bleibt, ist die Literatur selbst, die auf einer Veranstaltung wie der Buchmesse neben der Kultur des Landes im Mittelpunkt stehen sollte. Und die Literatur Chinas ist ebenso wie die Bücher über China auf jeden Fall einen Blick wert.

Das riesige Land ist faszinierend und verblüfft die Besucher mit wundervollen Landschaften, fremden Gepflogenheiten und erstaunlichen Bauten wie der Chinesischen Mauer. Auch medizinisches und philosophisches Wissen hat in vielen Fällen seinen Ursprung im Reich der Mitte. Wie in wenigen anderen Regionen der Welt treffen in China hochmoderne Wirtschaft und Tradition unmittelbar aufeinander.

Die Literatur, die diesem Spannungsfeld entstammt, ist mit Sicherheit Wert gelesen zu werden. Die vielfältige Kultur des asiatischen Landes kann auf der Messe natürlich nur angerissen werden, aber vielleicht eröffnen sich dem Besucher ja mal wieder neue Horizonte, die den eigenen erweitern helfen …


(Geschrieben von Matthias Stöbener)

25.10.2009, 08.38 | (0/0) Kommentare | PL

Ich freue mich auf China

Die Türkei war 2008 Ehrengast der Frankfurter Buchmesse. China bereitet sich schon auf diese Rolle im Jahre 2009 vor. Doch chinesische Literatur: Wer hat schon einen chinesischen Autor gelesen? Im Original sicherlich die wenigsten, doch auch in der Übersetzung sind chinesische Werke rar.

Die Erdentage
werden nie den „sechsten Mond“ verwinden,
der sechste Mond, in dem mein Herz erstirbt
wie meine Poesie
und die Ersehnte, in unwirklich blutiger Lache erstickt.
Die Glut der Sonne sprengt im sechsten Mond die Haut,
entlarvt das wahre Bild der Wunden.
An andren Ort zur Überwinterung entfliehn dem blutgetränkten Meer
im sechsten Mond die Fische.
Im sechsten Mond verformt die Erde sich,
die Flüsse fließen tonlos.
Briefe und Karten bleiben zuhauf zurück, ohne die Hoffnung
Dass je sie die Toten erreichen.

"Der sechste Mond", ein Gedicht des chinesischen Poeten Shi Tao. Diese Zeilen wurden in mehr als 60 Sprachen übersetzt, diese Verse gehen um die Welt. Auch, weil der chinesische Verfasser 10 Jahre inhaftiert war. "Der sechste Mond" von Shi Tao, Ehrenmitglied des deutschen P.E.N., geht seit März diesen Jahres als elektronischer Staffellauf von P.E.N..-Postfach zu P.E.N.-Postfach. Hintergründe erfahren Sie unter http://www.penpoemrelay.org/ .

Ich selbst finde das Gedicht wunderbar. Und ich freue mich auf die Buchmesse 2009, wenn uns hoffentlich viele chinesische Autoren ihre Werke präsentieren werden ...

(geschrieben von Matthias Stöbener)

25.11.2008, 14.59 | (0/0) Kommentare | PL

China als Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2009

chinaNach der Türkei wird China Gastland der Frankfurter Buchmesse sein. Manchem Verantwortlichen in der Buchbranche schlägt das Gewissen. Es gibt Verlagsleiter, Buchhändler, Ehrenamtliche und Funktionäre der Buchhändler- und Verlagsverbände, denen das quer im Magen liegt und die sich dafür aussprechen, im September 2008 nicht an der chinesischen Buchmesse in Peking teilzunehmen, die ein Jahr vor der Frankfurter Buchmesse stattfindet. Angesichts des Vorgehens der chinesischen Staatsmacht gegen die Tibeter mahnt man Distanz an.

Die offizielle Haltung der Frankfurter Buchmesse und der Buchhandelsverbände ist natürlich eine andere. Man glaube an Dialog und freie Meinungsäußerung als Mittel zur Lösung von Konflikten, heißt es. Auch die chinesischen Verbände signalisierten den Wunsch zum Kontakt, gerade auch in dieser schwierigen Situation. Man sei sich einig, dass die weiter Öffnung Chinas nur über persönliche Kontakte und gegenseitiges Verständnis laufen könne. Dafür seien Buchmessen eine mögliche Plattform.

Eine schwierige Situation, gerade für eine Branche, die Freiheit, Menschenrechte, Demokratie, Gewaltlosigkeit und Offenheit mit ihrem Wirken durchsetzen will. Was ist der richtige Weg? Hätte Adolf Hitler den Zweiten Weltkrieg nicht vom Zaun gebrochen, wenn die Länder der Welt seine olympischen Spiele boykottiert hätten? Wäre ein Jude weniger vergast worden? Würde die chinesische Regierung ihre Unterdrückungsmaßnahmen in Tibet stoppen, wenn wir sie boykottieren? Wahrscheinlich ist der Weg des Dialogs der richtige. Die eigene Meinung deutlich sagen, aber den Kontakt nicht lassen. Nur so kann Veränderung geschehen – auch wenn sie uns viel zu langsam zu geschehen scheint.

15.05.2008, 15.54 | (0/0) Kommentare | PL

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