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Tag: Kindle

Wasserdicht bis 20 Meter

Über E-Books, Kindle und iPad kann man geteilter Meinung sein. Jetzt in der Urlaubszeit allerdings tritt der große Vorteil „analoger“ Literatur wieder deutlich zu Tage. Denn bei allen Vorzügen, die elektronische Reader bieten, habe ich in Freibädern, an Seen und Stränden die letzten Wochen fast ausschließlich Gedrucktes gesehen.

Klar: Sand, (Salz-)Wasser und tropfendes Eis richten auf Papier weniger Schaden an als auf Touchscreen, Platinen oder in Lüftungsschlitzen. Auch auf der Liegewiese gepflügte Blumen trocknen schöner zwischen Papierseiten als im Batterie-Fach oder zwischen Lesegerät und Schutzhülle. Und doch bin ich mir sicher, dass die Technik auch gegen diese Nachteile bald ein Mittelchen entwickelt.

Wahrscheinlich sind die E-Books dieser Welt wie viele Uhren bald wasserdicht bis zu 20 Meter Tiefe, stemmen einen Druck von vier Zentnern und können Urlaubsmitbringsel wie Muscheln und Blumen täuschend echt in Bild und Ton nachahmen. Doch bis es so weit ist, werde ich mich auch dieses Jahr wieder lange nach Urlaubsende an meinem vom Meerwasser gezeichneten Buch erfreuen. Noch nach vielen Wochen rieseln Grashalme und Sandkörnchen heraus und erinnern mich an sonnige Strandtage.


Bild: Rainer Sturm/pixelio.de

19.08.2010, 12.39 | (0/0) Kommentare | PL

Ein neues Dateiformat für E-Books

Amazons Kindle scheint kein großer Erfolg beschieden zu sein. Das Unternehmen hüllt sich bislang noch in Schweigen, was die Verkaufszahlen des E-Book-Lesegeräts angeht. Besonders sexy ist das Design des Readers nicht. Manche Kritiker sprachen sogar von einer designerischen Sünde, weit entfernt von Apple-Produkten. Kindle ist kein iPod für Bücher.

e-booksAber vielleicht liegt es auch an den unterschiedlichen Formaten, dass sich E-Books und entsprechende Lesegeräte nicht durchsetzen. Bisher gibt es etwa zehn unterschiedliche Formate für E-Book-Lesegeräte. Das ist noch verwirrender als auf dem Markt für Video-Speicherformate und wahrscheinlich auch ein Grund für die nur leicht steigenden Umsätzen mit E-Books.

Jetzt soll ein universales Format durchgesetzt werden. Das International Digital Publishing Forum (IDPF), das ist die Vertretung von 90 amerikanischen Verlagen, Produzenten, Dienstleistern und verschiedenen Institutionen, hat einen neuen Standard namens Open Publication Structure 2.0 definiert. Die Dateien tragen die Endung .epub. Mal sehen, ob .epub hilft oder nur das elfte Format für E-Books ist. Immerhin hat die Hachette Book Group USA laut Börsenblatt 44-2007 erklärt, dass sie zukünftig alle digitalen Titel in diesem Format ausliefern will. Ein Erfolg des Formats hängt aber natürlich davon ab, dass alle Verlage dafür votieren.


01.02.2008, 09.55 | (0/0) Kommentare | PL

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