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Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Liebesroman

Eine weniger bekannte Seite von Precht

kosmonauten.jpg"Wer bin ich - und wenn ja, wie viele?" Das ist einfach ein genialer Titel, das muss man Autor und Verlag lassen. Gefragt haben wir uns das doch schon alle mal zu dem einen oder anderen Zeitpunkt. Mit dieser scharfsinnigen Frage, hinter der sich ein Bestseller verbirgt, überraschte uns vor drei Jahren der Autor Richard David Precht. Da er nicht nur gut schreiben kann, sondern darüber hinaus ausgesprochen telegen ist, kann man ihn häufig in Talkshows erleben. Dort äußert sich Precht nicht nur druckreif über philosophische Fragen, sondern auch zu Zwischenmenschlichem. „Liebe: Ein unordentliches Gefühl“ ist ein weiterer erfolgreicher Titel des Autors aus Solingen.

Dass sich der promovierte Germanist auch im belletristischen Bereich mit diesem Thema beschäftigt, ist nicht ganz so bekannt – vielleicht weil seine Sachbücher mit ihrer Popularität und Verkaufsstärke alles überstrahlen. Jedenfalls hat Richard David Precht mit „Die Kosmonauten“ eine veritable Liebesgeschichte geschrieben.

Sie spielt zu Beginn der neunziger Jahre in Berlin, wo die Wiedervereinigung mit ihrer ganzen Aufregung und der brodelnden Aufbruchstimmung eine prima Kulisse für die Geschichte zweier Frischverliebter abgibt. Georg und Rosalie sind Ende zwanzig und lernen sich in Köln kennen. Es zieht sie jedoch aus dem Westen der Republik ins pulsierende Nachwende-Berlin, das mehr Bohème, mehr Zeitgeist verspricht. In der Hauptstadt stürzen sie sich mitten hinein ins Leben, treffen auf Künstler, Nachtschwärmer und allerlei wunderliche Gestalten. Ein Leben wie im Rausch. Doch plötzlich stellen Georg und Rosalie fest, dass ihnen das Gefühl füreinander abhanden gekommen ist.

Großstadtroman und Liebesgeschichte in einem, von einem der derzeit angesagtesten deutschen Autoren und das Ganze zum portemonnaiefreundlichen Taschenbuchpreis – was will man mehr?

29.03.2010, 15.34 | (0/0) Kommentare | PL

Eine spanische Bestsellerautorin

Corín Tellado ist tot: Im Alter von 81 Jahren starb die berühmte Autorin von Liebesromanen in einem Krankenhaus in Gijón, der nordspanischen Hafenstadt. Am 12 Oktober 1946 wurde ihr Erstlingswerk veröffentlicht, bis heute verfasste sie mehr als 4000 Titel, von denen mehr als 400.000.000 Stück verkauft wurden.

Colín Tellado, die unter dem Namen María del Socorro Tellado geboren wurde, ist die meist gelesene spanische Schriftstellerin. Nur Miguel de Cervantes, der berühmte Autor von Don Quijote kann sich in der spanischen Literatur an Reichweite mit ihr messen. Am 25. April 1927 wurde die Liebesroman-Autorin in Asturias geboren, ihre literarische Karriere dauerte mehr als ein halbes Jahrhundert. Unter ihrem Alias Ada Miller verfasste sie auch erotische Geschichten, doch ihr Hauptwerk umfasst neben Kinder- und Jugendbüchern romantische Erzählungen.

Dabei machte sie jedoch trotz ihrer rosaroten Liebesromane keinen Hehl aus ihrer ambivalenten Einstellungen gegenüber der von Männern dominierten Welt. In Interviews betonte sie beispielsweise stets, dass auch noch ihre Enkelinnen keineswegs vollständige Gleichberechtigung erleben würden und sie prangerte an, dass die Welt von einer männlichen Gesetzgebung regiert wird.

Für alle Jokers Freunde, die des Spanischen mächtig sind, habe ich als besonderen Link-Tipp die Homepage von Corín Tellado: Unter http://www.corintellado.com finden sich zahlreiche Informationen und einige Interviews, die mit der wunderbaren Autorin geführt wurden. Für ihr gesamtes Werk erhielt sie mehrere Auszeichnungen, vor allem in ihrer Heimatregion Asturien in Nordspanien.



(geschrieben von Matthias Stöbener)

24.05.2009, 19.31 | (0/0) Kommentare | PL

Loves

„Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.“ So endet manches Märchen. Erinnern Sie sich noch an die wunderbaren Liebesgeschichten von Dornröschen, Aschenputtel oder Froschkönig? Für mich als Kind war klar, dass die Paare dieser Märchen in alle Ewigkeit glücklich zusammen lebten.

Für mich als Erwachsenen ist das heute wirklich ein Märchen angesichts der Scheidungs- und Trennungsstatistiken. Denn heutzutage kann man sich ja bereits glücklich schätzen, wenn eine Beziehung das berühmt-berüchtigte 7. Jahr erreicht und nicht schon vorher in die Brüche geht.

LiebenJa, die meisten Liebesromane und –märchen lassen uns glauben, dass mit dem Ende der Geschichte das Glück des Paares besiegelt ist. Dass dem nicht so ist, wissen wir aus dem täglichen Leben, doch nicht alle Autoren trauen sich an die Schattenseite von Romanzen. Es bedarf eines klaren und wagemutigen Geistes, um uns Leser auch mit tragischen Love-Stories verzaubern zu können. Es bedarf einer Autorin wie Irene Dische, um einer breiten Leserschaft die Wahrheit über die Liebe nahe zu bringen.

Irene Dische ist eine der außergewöhnlichsten Schriftstellerinnen, die ich je gelesen habe: Als 17-Jährige verließ sie ihr Heim in New York, um durch die Welt zu trampen, 1970 blieb sie dann in Ostafrika hängen, um dort für zwei Jahre ethnologisch zu arbeiten. Zurück in den USA studierte die 1952 Geborene an der Harvard University, bevor sie im Jahre 1977 nach Berlin zog, wo sie heute noch lebt und schreibt.

Anlässlich ihres Geburtstages am 13.02. habe ich ein besonderes Schmankerl für Sie ausgesucht: „Lieben“ von Irene Dische erzählt in 25 fesselnden Geschichten vom Glück und Leiden der Liebenden.


29.02.2008, 16.23 | (0/0) Kommentare | PL

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