Jokers Blog Österreich
Sie können in diesem Blog mitschreiben. Laden Sie einfach Ihren Text oder ihr Bild hoch!
Hier mitmachen!
Suchmaschine
Es wird in allen
Einträgen gesucht.

Einträge ges.: 1000
ø pro Tag: 0,6
Kommentare: 10
ø pro Eintrag: 0
Online seit dem: 10.03.2006
in Tagen: 1640

Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Lyrik

Hermann-Hesse-Preis

Literaturzeitschriften gibt es viele: Nur wenige werden über einen kleinen Fan-Kreis hinaus bekannt. Der Leipziger „Poet“ ist eine der wenigen Ausnahmen, die das schaffte. Ein Grund mag auch der neuartige Ansatz sein, die Zeitschrift mit einem Internetportal (www.poetenladen.de) zu ergänzen. Das Konzept und der Inhalt treffen den Zeitgeist so sehr, dass der diesjährige Calwer Hermann-Hesse-Preis an die Leipziger Macher des „Poeten“ geht.

Am Geburtstag Hermann Hesses, also am 2.Juli, wird der Preis alle zwei Jahre vergeben. Er ist mit 15.000 Euro dotiert und wird seit 1990 verliehen. Abwechselnd geht er an eine deutschsprachige Literaturzeitschrift und an einen Übersetzer der Werke Hermann Hesses. Getragen wird die Auszeichnung von der Calwer Hermann-Hesse-Stiftung und dem Land Baden-Württemberg. Ausgezeichnete Zeitschriften waren zuletzt „Sprache im technischen Zeitalter“ und „EDIT“.

Der diesjährige Gewinner, die halbjährlich erscheinende Zeitschrift „Poet“, ist die Printausgabe des 2005 gestarteten Literatur-Internetportals poetenladen.de. Die Jury begründet ihre Wahl so: Sowohl die Zeitschrift wie die Webseite seien „eigenständige Foren, die das jeweilige Medium in herausragender Weise nutzen“, zusammen böten sie „ein beispielhaftes Konzept für die Förderung und Verbreitung junger Literatur“. „Es beeindruckt nicht nur durch sein frisches Layout, sondern auch durch seine inhaltliche Konzeption“, teilte Kunststaatssekretär Dietrich Birk (CDU) anlässlich der Preisverleihung mit.

Auch ich finde, dass sich ein Blick in den „Poetenladen“ lohnt. Er ist ein virtueller Raum für Dichtung, in den Regalen findet der Besucher Storys und Gedichte, Erzählungen und Kurzprosa unterschiedlicher Spielart. Ergänzt wird der literarische Teil durch aktuelle Buchkritiken, Essays und Nachrichten zur Poesie, wesentlich für den Internetauftritt ist auch der grafische Bereich, der Illustrationen und Arbeiten darstellender Künstler einschließt. Ich finde es immer wieder schön, auf diese Weise unkonventionelle Lyrik und Texte (noch) unbekannter Nachwuchskünstler zu lesen. Klicken Sie doch auch mal rein!


12.08.2010, 16.30 | (0/0) Kommentare | PL

Gedichte gegen die WM

Friedrich_hoelderlin_kl.jpgAlso jetzt, wo so langsam an Urlaub und faule Nachmittage auf der Gartenliege zu denken ist (und gerade mal kein WM-Fußball läuft), brauchen Sie natürlich eine entsprechende Lese-Empfehlung. Eine, die nicht schwer im Magen liegt und trotzdem anspruchsvoll ist. Da passt die kurze Form doch besonders gut – sprich: Gedichte.

Friedrich Hölderlin „Hundert Gedichte“ möchte ich Ihnen da ans Herz legen. Ob Dichtung über Natur oder Freundschaft, über die Liebe oder die Jahreszeiten, alles ist in diesem wunderschönen Bändchen zu finden.

Um 1800 entstanden gelten Hölderlins Werke in der Literaturgeschichte als einer der Höhepunkte der europäischen Poesie. Der Poet machte auch die Bekanntschaft der Dichtergrößen Goethe und Schiller. Aber ich möchte hier nicht zu viel Ehrfurcht verbreiten, die sprachliche Schönheit der Dichtung Friedrich Hölderlins erschließt sich auch so.

Um das Leben des Dichters aus Lauffen am Neckar ranken sich viele Geschichten und Mythen. Kein Wunder, denn immerhin verbrachte er 36 Jahre im später nach ihm benannten „Hölderlin-Turm“ in Tübingen, offenbar dem Wahnsinn verfallen. Jahrelang hatte er sich zuvor als Hauslehrer bei vermögenden Familien durchgeschlagen und nebenbei seine Werke verfasst. Auf einer dieser Stellen traf er auch seine große Liebe Susette Gontard, eine Frankfurter Bankiersgattin. In der Figur der „Diotima“ seines berühmten Briefromans „Hyperion“ erlangte sie literarische Unsterblichkeit.

Friedrich Hölderlin hat viele spätere Dichter mit seinem Werk beeinflusst, etwa Stefan George oder Ingeborg Bachmann. Eine schillernde Dichterpersönlichkeit also, die uns ein Werk von großer Intensität und Schönheit hinterlassen hat. Genießen Sie die „Hundert Gedichte“ des Ausnahme-Dichters – quasi als literarisches Ausgleichsprogramm zur WM.

http://www.jokers.de/3/14788316-2/buch/hundert-gedichte.html

„Hundert Gedichte“ von Friedrich Hölderlin bei Jokers

Bild Friedrich Hölderlin: wikimedia


12.07.2010, 17.16 | (0/0) Kommentare | PL

Was man an Tucholsky kaum kennt

Sehnsucht nach der SehnsuchtVielleicht der eloquenteste Journalist der Weimarer Republik: Kurt Tucholsky. Schon zu Lebzeiten teilten sich die Deutschen in Bewunderer und Neider. Das Wort "Soldaten sind Mörder" wird ihm zugeschrieben. Selbst heute sorgt es noch für Zündstoff. Tucholsky verstand es wie kein anderer, die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse aufs Korn zu nehmen. Er verließ Deutschland, wanderte nach Paris aus, doch suchte er sein ganzes Leben nach diesem Gefühl der „Heimat“, das ihm verwehrt blieb. Er litt unter diversen körperlichen und psychischen Krankheiten. 1933 wurde er von den Nazis ausgebürgert. Im schwedischen Exil beging Kurt Tucholsky im Jahre 1935 Selbstmord.

In unserem Kulturportal finden Sie viele Details zum Leben und Wirken des Autors. http://www.jokers-kultur.at/kulturportal/kurt-tucholsky....2.//

Wenigen ist Tucholsky als Lyriker bekannt. Diese Strophen beleuchten meiner Meinung nach vortrefflich das künstlerische Schaffen des Poeten Tucholsky:

In stiller Nacht und monogamen Betten
denkst du dir aus, was dir am Leben fehlt.
Die Nerven knistern. Wenn wir das doch hätten,
was uns, weil es nicht da ist, leise quält.
Du präparierst dir im Gedankengange
das, was du willst - und nachher kriegst das nie ...
Man möchte immer eine große Lange,
und dann bekommt man eine kleine Dicke –
C'est la vie -!

Sie muss sich wie in einem Kugellager
in ihren Hüften biegen, groß und blond.
Ein Pfund zu wenig - und sie wäre mager,
wer je in diesen Haaren sich gesonnt ...
Nachher erliegst du dem verfluchten Hange,
der Eile und der Phantasie.
Man möchte immer eine große Lange,
und dann bekommt man eine kleine Dicke –
Ssälawih -!

Man möchte eine helle Pfeife kaufen
Und kauft die dunkle - andere sind nicht da.
Man möchte jeden Morgen dauerlaufen
und tut es nicht. Beinah ... beinah ...
Wir dachten unter kaiserlichem Zwange
an eine Republik ... und nun ist´s die!
Man möchte immer eine große Lange,
und dann bekommt man eine kleine Dicke –
Ssälawih -!

Ja, Kurt Tucholsky verfasste sogar zahlreiche Liebesgedichte – bzw. das, was er darunter verstand. Denn auch hier fehlt es ihm keineswegs an Wortwitz, gnadenlos ehrlich bleibt er auch in der Liebe, zynisch manchmal und doch wiederum sehnsuchtsvoll beschreibt er das Werden und Vergehen von Leidenschaft. In „Sehnsucht nach der Sehnsucht“ finden Sie die besten seiner „Liebesgedichte“ – jetzt zum Valentins-Sonderpreis!

(geschrieben von Matthias Stöbener)

28.02.2009, 12.38 | (0/0) Kommentare | PL

Nachruf

Peter RühmkorfEiner meiner Lieblingsautoren ist gestorben: Peter Rühmkorf.

Rühmkorf zählte zu den bedeutendsten Nachkriegs-Lyrikern Deutschlands: Als Mitglied der "Gruppe 47" publizierte er im Eigenverlag Literaturzeitschriften. Gerade am Vormittag seines Todestages hatte die Stadt Kassel dem Literaten den mit 10.000 Euro dotierten Preis für grotesken Humor zuerkannt. "Mit seinem unübertroffen vielstimmigen Werk“ habe er „auch dem literarisch Komischen neue Wege bereitet", hieß es in der Begründung der Jury.

Ich persönlich liebe vor allem seine Gedichte, insbesondere dieses hat es mir angetan:
Wir turnen in höchsten Höhen herum ...
Wir turnen in höchsten Höhen herum,
selbstredend und selbstreimend,
von einem I n d i v i d u u m
aus nichts als Worten träumend.

Was uns bewegt - warum? wozu? –
den Teppich zu verlassen?
Ein nie erforschtes Who-is-who
im Sturzflug zu erfassen.

Wer von so hoch zu Boden blickt,
der sieht nur Verarmtes / Verirrtes.
Ich sage: wer Lyrik schreibt, ist verrückt,
wer sie für wahr nimmt, wird es.

Ich spiel mit meinem Astralleib Klavier,
v i e r f ü ß i g - vierzigzehig –
Ganz unten am Boden gelten wir
für nicht mehr ganz zurechnungsfähig.

Die Loreley entblößt ihr Haar
am umgekippten Rheine ...
Ich schwebe graziös in Lebensgefahr
grad zwischen Freund Hein und Freund Heine.

Wenn auch Sie wunderbare Momente mit dem von uns gegangenen Lyriker genießen möchten: In dem Werk „Außer der Liebe nichts“ finden Sie die schönsten Liebesgedichte Peter Rühmkorfs versammelt.


(geschrieben von Matthias Stöbener)

13.07.2008, 15.02 | (0/0) Kommentare | PL

Die Qual der Wahl

Schreibwettbewerb„Gib mir doch mal einen Tipp, wie ich endlich mit dem Geschichten-Schreiben anfangen kann“, bat mich neulich meine gute Freundin Susanne. Ich erinnerte mich an meine ersten Schritte und riet ihr: „Mach doch bei einem Schreibwettbewerb mit! Das ist ein guter Anreiz, du hast eine anspornende Deadline, eine kompetente Jury und gewinnen kannst du auch noch was dabei.“ Wir mussten nicht lange suchen und fanden gleich in ihrem Lieblingsmagazin einen Schreibkontest zum Thema „Ist es Liebe?“

Kurz darauf entdeckte ich gleich mehrere Möglichkeiten, die Schreibfeder mit anderen zu kreuzen, denn viele Webseiten und Magazine locken zum Vergleich der eigenen Schreibkunst. Auf Spiegel online kann man sich mit eigenen Zeitzeugen-Erinnerungen verewigen, und sogar die Wikipedia lädt derzeit zum 8. Schreibwettbewerb ein, bei dem sich Autoren in spielerischer Weise messen können.

„Egal, ob du als Beste gekürt wirst oder nicht, du gewinnst auf jeden Fall“, spornte ich Susanne an. „Zum einen hast du endlich mit dem Schreiben angefangen und zum anderen wirst du bestimmt genug Material und Erfahrung sammeln, um daraus gleich mehrere Geschichten zu basteln.“ So kam es in der Tat. Der Schreibwettbewerb ihres Lieblings-Magazins ist noch nicht zu Ende, und Susanne hat schon fünf Geschichten zum Thema Liebe verfasst. Doch jetzt haben wir ein anderes Problem: Welche sollen wir nur nehmen?

Übrigens: Dichter rufen wir im Moment auf, ihr schönstes Gedicht einzusenden. Es winken Preise im Wert von mehr als 5.000 Euro. Hier gleich mitdichten:

http://www.jokers.at/lyrikpreis


31.03.2008, 17.38 | (0/0) Kommentare | PL

Totgesagt, doch quicklebendig: die Lyrik

Von Lyrik kann man anscheinend wieder leben. Sie findet immer mehr Anhänger, nachdem ihr schon oft in den letzten Jahren das Totenglöckchen geläutet wurde. Aber neben Lyrikern wie Durs Grünbein sind viele andere aufgestanden und veröffentlichen in Anthologien, in kleinen Literaturzeitschriften oder im Internet. Noch ist es selten, dass größere Verlage sich der Lyrik widmen. Wozu auch? Lyrik gilt nicht als bestsellerfähig. Wenn mal 10.000 Exemplare von einem Lyrikband verkauft werden, ist das ein Grund Sekt zu trinken. Am ehesten traut man sich in den großen Verlagshäusern an Anthologien heran: Da ist für jeden was drin und sie eignen sich als Hausbücher oder zum Verschenken.

Aber immerhin: Die Poesie lebt wieder. Der Deutschlandfunk z. B. präsentiert drei Mal am Tag ein Gedicht, was dort eine Lawine an Zustimmung auslöst. Oder ein Verlag wie Kookbooks veröffentlicht in der Zwischenzeit so viele Lyrikwerke wie Prosabücher – mit Auflagen um die 2.000 Exemplare. Die reine Geldvernichtung scheint es nicht mehr zu sein, ein Lyrikbuch zu veröffentlichen. Das haben auch Hörverlage entdeckt. Dort findet Lyrik immer mehr Zuspruch und Produktionen.

Und noch ein Trend, der mit Lyrik zusammenhängt: Immer öfter werden Gedichte aufgeführt. In Poetry-Slam-Veranstaltungen kommen Gedichte auf die Bühne, werden aufgeführt, nähern sich der Musik. Faszinierend!

11.02.2008, 15.52 | (0/0) Kommentare | PL

Mal was ganz anderes

Karol WojtylaKarol WojtylaWussten Sie, dass Karol Wojtyla gedichtet hat? Bevor er als Oberhaupt der katholischen Kirche in den Vatikan einzog, lebte der Priester und Professor in der Nähe des polnischen Krakau. Schon früh begann er, seine Gedanken und Gefühle in bewegenden, sensiblen Gedichten festzuhalten, seine künstlerischen Aktivitäten umfassten sogar die Mitwirkung in einer Experimentaltheatergruppe. Und daneben war Krieg und herrschten die Nazis in Polen.

Man kann es ihnen nicht absprechen: Die Texte des späteren Doktors der Philosophie und Professors der Moraltheologie sind schon im Jugendalter geprägt von der tiefen Ein- und Weitsicht eines außergewöhnlichen Menschen.

Es gibt seine Gedichte sogar vertont auf CD. Kein anderer als der geniale Schauspieler Peter Fitz liest die Strophen mit seiner eindringlichen Stimme. Untermalt von einer angenehmen Musik wird dieses Hörbuch zum Kunstgenuss für Freunde des unvergessenen Papstes. Einige wenige Exemplare dieses ungewöhnlichen Werkes haben wir für Sie noch auf Lager – wenn Sie also den ehemaligen Papst von seiner ganz persönlichen Seite her kennen lernen wollen, sollten Sie zugreifen.

30.04.2007, 00.28 | (0/0) Kommentare | PL

Trommeln für die Poesie

Welttag der PoesieWenn Sie heute um 11.30 Uhr plötzlich Trommeln hören, wundern Sie sich nicht! Heute ist der Welttag der Poesie, an dem Literaten aus aller Welt, insbesondere auch die Nachwuchsautoren, aufgerufen sind, nicht nur ihre Gedanken und Gefühle in Worte zu fassen, sondern ihnen laut Nachdruck zu verleihen: mit Trommeln eben.

Schon zum siebten Mal huldigt die UNESCO an diesem Tag der Poesie. Sie will damit an den "Stellenwert der Poesie, an die Vielfalt des Kulturguts Sprache und an die Bedeutung mündlicher Traditionen erinnern“. Das Wunderbare an dem Welttag der Poesie ist, dass nicht nur bekannten und beliebten Autoren gehuldigt wird, sondern auch unbekannte "Newcomer" der Sprache die Chance bekommen, gehört zu werden. Eigens zu diesem Zweck wurde http://www.lyrikline.org/ geschaffen - hier werden auf beeindruckende Weise Gedichte online hörbar gemacht.

Was Poesie ist und bedeuten kann, hat für mich Gustavo Adolfo Bécquer wunderschön ausgedrückt:


"Was ist Poesie?", fragst du mich,
während dein tiefblauer Blick mich durchdringt.
Was ist Poesie? Du fragst mich das?
Poesie - das bist du!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen außergewöhnlichen Welttag der Poesie!

Ach ja, besuchen Sie doch auch unsere Gedichtedatenbank! Oder machen Sie mit beim Jokers Lyrikpreis: Da sind insgesamt mehrere Tausend Euro Preisgelder zu vergeben:

http://www.jokers.at/lyrikpreis

21.03.2007, 09.01 | (0/0) Kommentare | PL

RSS 2.0 RDF 1.0 Atom 0.3
TwitThisFacebookGoogleMySpaceTechnoratiMister WongDiggDeliciousYiggLinksilo
<< September 2010 >>
Mo Di Mi Do Fr Sa So
  0102030405
06070809101112
13141516171819
20212223242526
27282930