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Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Nobelpreis

Diese Woche: Nobelpreisträger ab 4.50 Euro

Von Thomas Mann über Günter Grass bis hin zu Gabriel García Márquez und Doris Lessing: Bei Jokers.at gibt es diese Woche die berühmten Werke der Nobelpreisträger ab 4.50 Euro - so sparen Sie bis zu 82 Prozent!

Wie wäre es beispielsweise mit dem Hörbuch "Der Butt", gelesen von Günter Grass? Oder "Ben in der Welt" von Doris Lessing? Gleich reinklicken und in die literarische Welt der Nobelpreisträger eintauchen.

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21.07.2011, 15.47 | (0/0) Kommentare | PL

Überraschende Auszeichnungen

Natürlich haben Sie es mitbekommen, dass der diesjährige Nobelpreis für Literatur an die in Rumänien geborene Deutsche Herta Müller ging. Die Königlich-Schwedische Akademie in Stockholm begründete ihre Auswahl unter anderem mit der „Reinheit der Dichtung“, die Müllers Werke beinhalten. Die Autorin Herta Müller zeichne "mittels der Verdichtung der Poesie und der Sachlichkeit der Prosa Landschaften der Heimatlosigkeit".

Bereits 1987 war sie mit ihrem Ehemann, dem Schriftsteller Richard Wagner, von Rumänien nach Deutschland ausgewandert, sie ließ damit ein von ihr verabscheutes politisches System zurück, das sie in vielen Erzählungen beschrieb. Müllers Werke sind hauptsächlich von jenen Erfahrungen im totalitären System des rumänischen Ceausescu-Regimes geprägt.

Wichtige Werke sind die Bände "Niederungen" (1984), "Der Mensch ist ein großer Fasan auf der Welt" (1986) und "Barfüßiger Februar" (1987). Ihre bedeutendsten Romane sind: "Der Fuchs war damals schon der Jäger" (1992), "Herztier" (1994), "Heute wär ich mir lieber nicht begegnet" (1997) und ihr letztes Werk "Atemschaukel" (2009).

Herta Müller publizierte auch die Essay-Sammlungen "Der fremde Blick oder Das Leben ist ein Furz in der Laterne" (1999), "Der Teufel sitzt im Spiegel" (1991), "Hunger und Seide" (1995) und "Der König verneigt sich und tötet" (2003).
Mit Herta Müller ist zum 13. Mal ein deutschsprachiger Autor mit dem Literatur-Nobelpreis ausgezeichnet worden. Hier eine Übersicht über ihre deutschsprachigen Vorgänger:

1902 Theodor Mommsen
1908 Rudolph Eucken
1910 Paul Heyse
1912 Gerhart Hauptmann
1919 Carl Spitteler (Schweiz)
1929 Thomas Mann
1946 Hermann Hesse (Schweiz)
1966 Nelly Sachs (schwedisches Exil)
1972 Heinrich Böll
1981 Elias Canetti (Bulgarien)
1999 Günter Grass
2004 Elfriede Jellinek (Österreich)
2009 Herta Müller

Die Auszeichnung Herta Müllers ist genauso viel diskutiert worden wie die Ehrung des amerikanischen Präsidenten Barack Obama mit dem Friedensnobelpreis. Der „Hoffnungsträger für eine friedlichere Welt“ ist der dritte US-Präsident, der während seiner Amtszeit den Friedensnobelpreis erhält. Vor ihm hatten Theodore Roosevelt im Jahr 1906 und Woodrow Wilson 1919 die Ehre. Nach ihrem Ausscheiden aus dem Weißen Haus erhielten Jimmy Carter (2002) und Ex-Vizepräsident Al Gore die Auszeichnung.

Egal, wie sehr die beiden frisch gekürten Nobelpreisträger polemisiert werden: Ich finde, beide haben ihren Preis verdient. Und ich gratuliere ihnen aus ganzem Herzen.

(Geschrieben von Matthias Stöbener) 

31.10.2009, 09.26 | (0/0) Kommentare | PL

Die Blechtrommel vertont

Es war ein doppelter Geburtstag: Am 3. Tag der Frankfurter Buchmesse, also am 16.10., feierte der Autor Günter Grass seinen 82. Geburtstag und gleichzeitig den „Runden“ seines wohl bekanntesten Werks: „Die Blechtrommel“ wurde 50 Jahre alt.

Die BlechtrommelGünter Grass wurde am 16. Oktober 1927 in Danzig-Langfuhr geboren: Er ließ wohl keine Kunstrichtung aus, probierte sich mit großem Erfolg in den veschiedenen Künsten. So betätigte er sich im Laufe seines Lebens als Schriftsteller, Bildhauer, Maler und Grafiker.
Für seine „Blechtrommel“ erhielt er im Jahr 1999 den Nobelpreis für Literatur.Nicht nur in deutschsprachigen Ländern sondern weltweit gilt diese Erzählung als ein wichtiges Stück Literaturgeschichte. Heute ist das Buch in 52 Sprachen übersetzt.

Im großen Kino der Buchmesse fand eine Geburtstagsfeier der besonderen Art statt: Günter Grass und der Free-Jazzer Baby Günter Sommer traten zusammen auf und begeisterten mit einer unglaublichen Performance zur „Blechtrommel“ das Publikum. Schon vor rund 20 Jahren stand das Team zusammen auf der Bühne, um die „Blechtrommel“ den Lesern mit allen Sinnen nahe zu bringen: „Es war einmal ein Land“ war der Titel der musikalischen Lesung.

Wir haben zwar leider nicht den genialen Auftritt des unglaublichen Künstler-Gespanns im Mitschnitt, dafür aber „Die Blechtrommel“ als vertontes Meisterwerk im Angebot: Sehen Sie selbst!


http://www.jokers.de/3/15767159-1/hoerbuch/die-blechtrommel-3-mp3-cds.html
(Geschrieben von Matthias Stöbener)

25.10.2009, 08.08 | (0/0) Kommentare | PL

Berufswunsch Nobelpreisträger

Meine Schwester hatte geladen: Rund 15 Kinder sammelten sich um den Geburtstagstisch meiner Nichte, die 10 Jahre alt wurde. Nachdem die Torte gegessen war und die Geschenke ausgepackt waren, wollten die Kids natürlich spielen. Doch bei den jungen Gymnasiasten kann man mit Würstchenschnappen oder Topfschlagen nicht mehr punkten. Also wurde kurzerhand „Beruferaten“ gespielt: Die Jungs und Mädchen sollten pantomimisch ihren Traumberuf nachstellen, die anderen Gäste sollten ihn erraten.

NobelpreistraegerEs war eine lustige Runde: Einige der Mädchen hüpften Pirouetten drehend auf einem Bein (Balletttänzerin), ein Junge hielt die Hände um ein imaginäres Lenkrad und „brummte“ (Formel-1-Fahrer), ein anderer reckte sich empor und hob den Zeigefinger (Lehrer). Doch ein Mädchen, so sehr es sich auch mühte, scheiterte an der künstlerischen Darstellung ihres Berufswunsches: Sie legte die Stirn in Falten, verdrehte die Augen, öffnete den Mund halb und zog die Augenbrauen hoch. Keiner wusste, was sie darstellen wollte.

„Ich will Friedensnobelpreisträger werden!“ rief sie schließlich empört. „Das ist doch nicht so schwer!“ Und wirklich: Jetzt, da ich es wusste, meinte ich eine gewisse Ähnlichkeit zu Martti Ahtisaari, dem ehemaligen finnischen Präsidenten und diesjährigen Träger des Friedensnobelpreises, zu erkennen. Weltweit wurde der Diplomat in zahlreichen politischen Vermittlungsmissionen eingesetzt – und mit dem hoch dotierten Preis geehrt.

Wenn ich groß bin, werde ich Nobelpreisträger“ heißt das zauberhafte Bilderbuch, das wir im Angebot haben: Leider ist die Freundin meiner Nichte wohl zu alt für das wunderschöne Büchlein, aber wer weiß – vielleicht kann Ihr Kind aus dem Werk eine Anregung ziehen …

(geschrieben von Matthias Stöbener)

07.12.2008, 10.49 | (0/0) Kommentare | PL

Le Clézio – noch nie gehört

Sollten Sie schon einmal etwas von Jean-Marie Gustave Le Clézio gehört haben, dann haben Sie mir etwas Entscheidendes voraus. Ja selbst unser Oberkritiker Marcel Reich-Ranicki hat noch nichts von ihm gelesen. Überraschend, so hieß es, ging der Literaturnobelpreis an Le Clézio. Der erste Franzose seit 23 Jahren, der diesen Preis erhält. Die Begründung lautete, er sei „Verfasser des Aufbruchs, des poetischen Abenteuers und der sinnlichen Exstase“. Eine Million Euro bekommt der Dichter dafür.

Als er eine Pressekonferenz gab, konnte Le Clézio es noch nicht glauben, dass er den begehrten Preis erhielt. „Das ist eine mutige Entscheidung“, sagte er, und „Ich weiß nicht, ob ich den Nobelpreis überhaupt verdient haben“.

In der Zwischenzeit habe ich mich etwas über den Autor informiert. Scheint ein Weltenbummler zu sein und ein Zivilisationskritiker. Er gehört mehreren Kulturen an und weil er mit dem Preis seine Schulden bezahlen will, gönne ich ihm die Million von Herzen.


(geschrieben von Matthias Stöbener)

25.11.2008, 14.57 | (0/0) Kommentare | PL

Der schwere Weg an die Spitze

NobelpreisMedizin galt lange als reine Männerdomäne – und nur wenige Frauen bekamen den Medizin-Nobelpreis. Doch seit gut 150 Jahren holen Frauen langsam auf. Heute ist es sogar schon so weit, dass Mädchen meist bessere Schulleistungen haben als Jungs.

Die erste Frau, die den „Nobelpreis für Medizin“ entgegennehmen konnte, war die aus der Tschechoslowakei stammende amerikanische Ärztin Gerty Cori (1896–1957), geborene Gerty Theresa Radnitz. Sie erhielt diese Auszeichnung zusammen mit ihrem Mann, dem deutsch-amerikanischen Mediziner und Physiologen Carl Ferdinand Cori, und dem argentinischen Mediziner Bernardo Alberto Houssay.

Gerty Theresa Radnitz wurde am 15. August 1896 in Prag geboren. Ihr Vater Otto Radnitz führte eine Zuckerfabrik. Gerty bestand 1914 am Tetschen-Realgymnasium in Prag die Matura. Noch im selben Jahr schrieb sie sich an der Deutschen Universität in Prag ein und studierte Medizin. 1920 promovierte Gerty Radnitz bereits zur Doktorin der Medizin, sie zog daraufhin mit ihrem Mann Carl Cori, einem Kommilitonen, nach Wien. Das Ehepaar Cori wurde im Dezember 1947 für seine Forschungen über Kohlehydratabbau im Muskel mit dem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet.

Dass Frauen sich ihre Position in Wissenschaft und Forschung hart erkämpfen mussten, zeigt ein banales Beispiel: 1931 wurde Carl Cori als Pharmakologieprofessor an die Washington University School of Medicine in St. Louis (Missouri) berufen. Seine Frau Gerty musste ihm zwölf Jahre lang für ein symbolisches Gehalt assistieren.


Gerty Cori ist nicht die einzige hochbegabte Lady, ohne deren Arbeiten die Welt heute ein Stück ärmer wäre: Frauen wie Marie Curie, Iréne Joliot-Curie•oder Dorothy Hodgkin-Crowfoo haben ebenfalls Erstaunliches geleistet. Wer diese bedeutenden Frauen waren, welchen Beitrag sie der Wissenschaft zollten und wie ihr Leben verlief: In dem Werk „Nobel-Frauen“ können sie insgesamt 15 spannende Porträts nachlesen.


(geschrieben von Matthias Stöbener)


13.07.2008, 15.29 | (0/0) Kommentare | PL

Ungelesen

LessingManchmal, na ja eigentlich meistens, wenn ich einen Buchladen betrete, komme ich bis obenhin bepackt mit Büchern wieder heraus. Normalerweise lese ich sie dann nach und nach hintereinander weg. Doch manchmal verschwindet ein Buch aus Platznot ungelesen von meinem Nachtkästchen direkt ins Bücherregal. Wo ich es schließlich vergesse. Bis ich es eines Tages im Vorbeigehen neu entdecke und beschämt von meiner eigenen Ungerechtigkeit dem Buch gegenüber, sofort beginne zu lesen.

Eines dieser Exemplare war jüngst „Ein Kind der Liebe“ von Doris Lessing. Ich muss gestehen, dass ich bis dahin noch nicht viel von der frisch gekürten Literatur-Nobelpreis-Trägerin gelesen hatte. Weshalb ich mir auch eben jenes Buch gekauft hatte. Was soll ich sagen? Ich war begeistert. Dass ich von dieser fabelhaften Autorin noch so gut wie nichts gelesen hatte, wurde mir fast möchte ich sagen peinlich. Ihr Schreibstil ist so komplex und dabei doch kristallklar, ihre Figuren so liebevoll und doch so voller Tücke gezeichnet, die Handlung so außergewöhnlich und doch so einfach.

Ich habe mir gleich den nächsten Stapel Bücher gekauft. Dieses Mal ist wieder eine Doris Lessing dabei. Wer mehr über sie wissen will, ist hier gut aufgehoben:

http://www.buecher-wiki.at/index.php/BuecherWiki/LessingDoris

19.02.2008, 16.56 | (0/0) Kommentare | PL

Pearl S. Buck

Amerikanerin und stark chinesisch geprägt, traditionsbewusst und äußerst fortschrittlich, Autorin von Trivial-Literatur und großen Meisterwerken - das Leben der US-Schriftstellerin Pearl Sydenstricker Buck war voll von scheinbaren Widersprüchen.

Geboren wurde die außergewöhnliche Schriftstellerin am 26. Juni 1892 im amerikanischen Hillsboro in West-Virginia; sie starb nach einem bewegten und sicher nicht einfachen Leben am 6. März 1973 in Danby.

DIe Frau des MissionarsSie veröffentliche 85 Werke, darunter fünf, die sie unter dem männlichen Pseudonym John Sedges laufen ließ, doch vor allem ihre Biografie "Die Frau des Missionars" eroberte die Herzen ihrer Leser: In dieser wunderbaren Geschichte erzählt sie das Leben ihrer Mutter. Pearl S. Buck verbrachte einen Großteil ihres Lebens im Kaiserreich China, ihr Vater war dort als Missionar tätig. Später, nachdem Buck in den USA studiert hatte, arbeitete sie als Professorin für Englische Literatur in Nanking.

Neben dem Pulitzer-Preis, den die engagierte Autorin im Jahr 1932 für ihr Werk "Die gute Erde" erhielt, wurde ihr 1938 der Literatur-Nobelpreis überreicht. Diese Ehrung war Anlass für heftige Diskussionen in der Literaturszene. Schließlich betitelten viele Kritiker Pearl S. Buck alias John Sedges als Trivial-Schreiberin. Doch das Argument der Preisverleiher, sie besteche mit "reichen und wahrhaft epischen Schilderungen des chinesischen Bauernlebens und biographischen Meisterwerken" überzeugte schließlich auch ihr internationales Publikum.

Wenn Sie sich selbst einen Eindruck von dem literarischen Können der amerikanisch-chinesischen Autorin machen möchten: Bei Jokers finden Sie "Die Frau des Missionars" zum bekannten Jokers Preis.



02.07.2007, 09.51 | (0/0) Kommentare | PL

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