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Tag: Spannung

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20.01.2012, 08.56 | (0/0) Kommentare | PL

Sonderurlaub wäre keine schlechte Idee gewesen

DeaverAm Wochenende besuchte ich mal wieder meine Mutter. Sie liest mit Vorliebe Thriller. Ich stöberte ihre Regale durch, Hunderte von Krimis drängen sich hier Rücken an Rücken. Ich wollte mir ein Buch ausleihen, um mir einen gemütlichen Nachmittag am See zu machen, wurde aber nicht fündig. Da drückte sie mir ein schon etwas abgegriffenes Taschenbuch in die Hand, ein richtiger Schmöker, es hatte über 500 Seiten. „Der letzte Tanz“ hieß der Thriller und ich nahm ihn mit. Denn schon oft hatte ich festgestellt: Was meiner Mutter gefällt, trifft auch meistens meinen Geschmack.

Ich legte mich also mit dem Jeffrey-Deaver-Krimi an den Strand, es war ungefähr 14 Uhr. Und ich begann zu lesen. Ab und an huschte der Gedanke durch meinen Kopf, dass ich noch nie, noch nie einen derart packenden Thriller gelesen habe. Wie konnte Deaver nur diese ganzen DeaverJahre hindurch an mir vorbei gehen? Als es dunkel wurde, bemerkte ich, dass ich nicht nur sieben Stunden wie gebannt gelesen, sondern mir auch einen heftigen Sonnenbrand eingefangen hatte. Das war die passende Ausrede, meine Verabredung am Sonntag abzusagen: Viel lieber wollte ich „Den letzten Tanz“ fertig lesen.

Montag in der Arbeit setzte ich mich gleich an meinen Computer und durchforstete unser Programm: Und siehe da, ich wurde fündig – wir haben sogar ein 3er-Set des Protagonisten meines eben beendeten Buchs im Original im Angebot! „Lincoln Rhyme Collection, 3 Bände“ heißt das Package. Ich eilte sofort ins Lager und suchte es mir raus. Vielleicht hätte ich meinen Chef aufsuchen und Sonderurlaub beantragen sollen: Ich habe abends einfach zu wenig Zeit, um so richtig vorwärts zu kommen …


(geschrieben von Matthias Stöbener)

30.09.2008, 15.28 | (0/0) Kommentare | PL

Stress ade

Entspannung„Endlich ist der Stress vorbei!“, hört auf den Fluren unserer neuen Jokers-Heimat: Letzte Woche räumten wir unser altes Bürogebäude und zogen samt Kisten und Kästen um. Es gab keinen, dem der Umzug wirklich Spaß gemacht hätte, von unseren Werkstudenten, die begeistert ihre Bücherburg bauten, einmal abgesehen: Doch wir anderen fanden es überhaupt nicht spannend, hunderte von Büchern und persönlichen Krimskrams in Umzugkartons zu verstauen.

Als ich am Morgen des ersten Tages in unserer neuen Kaffeestube eintrudelte, um mich mit Koffein zu versorgen, staunte ich nicht schlecht: Gleich drei meiner Kollegen saßen da auf dem Boden. In verschiedenen Winkeln hatten sie ihre Glieder mitten auf dem (noch glänzenden, da sauberen) Boden verrenkt! Ich bin bei dem Anblick fast erschrocken, weil er so ungewohnt war.

Auf dem Tisch entdeckte ich dann den Grund solch seltsamen Treibens: Eine Schachtel mit fünfzig Karten, die diverse Entspannungsmethoden vorstellen – und obenauf lag die Karte, die Yoga vorstellte! Unser Chef hatte das „Slow&relaxed“-Kistchen mit den 50 Karten beim Aufräumen seines Büros entdeckt und jemandem als kleines Präsent auf den Tisch gelegt.

Keine Angst: Die Zusammenstellung von Entspannungs-Tipps zwingt niemanden dazu, sich Arme und Beine zu verdrehen. Man findet auch zahlreiche Anregungen, wie man mit Kräutern, Ölen, Wasserdampf und Co. die Seele baumeln lassen kann. Ich habe gleich selbst ein paar Ideen ausprobiert und muss nun sagen: entspannend, entspannend!

27.05.2008, 16.20 | (0/0) Kommentare | PL

Entspannung für mich

ZENJede Zeit hat ihren Trend – anscheinend auch in der Lebensführung. In den 70er Jahren war es die Befreiung von Normen und Regeln, in den 80ern die Wendung zur Ökologie, in den 90ern die Rückbesinnung aufs Ich inmitten der Technologisierung des Lebens, und in den 2000er – tja, was prägt heute unsere Suche nach dem „wahren“ Leben?

Manchmal unterhalte ich mich mit Freunden über den Zeitgeist, vielfältig sind unsere Meinungen. Die einen stellen den neu gewonnen Individualismus in den Vordergrund, die anderen die Selbstverwirklichung außerhalb des Jobs, einig sind wir uns allein in dem Gedanken, dass die Sehnsucht nach einer „höheren“ Selbsterfahrung gestiegen ist. Dies macht sich in übervollen Yoga-Kursen bemerkbar, darin, dass Esoterik-Hotlines mehr Umsatz als Erotik-Hotlines machen, und auch darin, dass immer mehr Menschen autogenes Training und Entspannungstechniken lernen. Kein Wunder in dieser hektischen Zeit!

Auch „Zen-Buddhismus“ ist im Schwange. Es gibt wohl niemanden, der nicht davon gehört hätte, kaum jemanden, der nicht irgendjemanden in seinem Bekanntenkreis hätte, der „Experte“ in Meditation und transzendentaler Erfahrung wäre. Ich selbst tue mir schwer, über körperliche Entspannung zu geistiger Ruhe zu gelangen. Ich habe es früher versucht, ich schaffe es einfach nicht, etwa im Yoga-Sitz abzuschalten.

Ich helfe mir auf meine Art. Ich muss zuerst meinen Geist zufrieden stellen, bevor mein Körper seinen Stress abbauen kann. Mir gelingt das, natürlich, mit einem guten Buch. Zum Beispiel. Vor allem Gedichte und Poesie haben es mir angetan: Schon nach den ersten Zeilen kann ich entspannen, die Welt bleibt außen vor und ich tauche hinein in diese anderen Welten des Gedichts. Im Moment lese ich in den „Zen Gedichten“: Mehr als 500 Gedichte aus aller Welt finden sich in diesem einzigartigen Werk, das dabei hilft, Geist und Körper zu beruhigen.


20.12.2007, 14.38 | (0/0) Kommentare | PL

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