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Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Wirtschaft

Humanomics

Dies ist ein Buch über die Erforschung der Wirtschaft. Und es ist ein Buch über Sie. Wie kann das sein, sagen Sie vielleicht, Ökonomie ist nicht lebensnah. Und die Antwort lautet: Doch. Heute schon.

Dies ist ein Buch über die Erforschung der Wirtschaft. Und es ist ein Buch über Sie. Wie kann das sein, sagen Sie vielleicht, Ökonomie ist nicht lebensnah. Und die Antwort lautet: Doch. Heute schon.

Mit diesen Worten beginnt das Buch "Humanomics" von Uwe J. Heuser. Sehr unterhaltsam und packend, vor allem aber mit sehr viel Fachwissen erklärt Heuser die Entdeckung des Menschen in der Wirtschaft. Er schreibt über die neuesten Erkenntnisse im Bereich der Ökonomie und erklärt, wie die Wirtschaft politisch und gesellschaftlich so gestaltet werden kann, dass sie wirklich dem Wohle der Menschen dient.

Der promovierte Volkswirtschafter Uwe J. Heuser ist Leiter der Wirtschaftsredaktion der Wochenzeitung "Die Zeit": Außerdem schreibt er für die Zeitschrift Merkur die Ökonomiekolumne.

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Uwe Jean Heuser leitet die Wirtschaftsredaktion der Wochenzeitung "Die Zeit" und schreibt die Ökonomiekolumne der Zeitschrift Merkur. Der promovierte Volkswirtschaftler studierte in Bonn, Berkeley, Köln und Harvard und lehrt heute unter anderem an der Universität St. Gallen.

24.05.2011, 12.29 | (0/0) Kommentare | PL

Präsidenten-Fiktion

Die letzte Liebe des PraesidentenWahrscheinlich haben auch Sie die amerikanische Präsidentschaftswahl aufmerksam in den Medien verfolgt: Wer macht das Rennen? Obama oder McCain? Der Demokrat oder der Republikaner? Schlussendlich geschah das, was noch vor einigen Jahren als Unmöglichkeit galt: Die USA haben den ersten schwarzen Präsidenten der Geschichte!

Wir Nicht-Amerikaner konnten nicht mitbestimmen, wir konnten nur gespannt den Ausgang der Wahlen verfolgen. Den Umfragen zufolge war ein dringendes Anliegen der Amerikaner, das entscheidend den Wahlentscheid beeinflusste, die Sorge um die US-Wirtschaft – hier liege einiges im Argen, meinte die Bevölkerung.

Einen Einblick in das amerikanische System zu erhalten, um tatsächlich kompetent mitreden zu können, ist nicht einfach. Meine amerikanischen Bekannten erzählen mir von 16-Stunden-Arbeitstagen, davon, dass sie keinen Tag Urlaubsanspruch in den ersten beiden Jahren der Betriebszugehörigkeit haben, von maximal einer Woche bezahlter Krankheitszeit pro Jahr. Ich höre bei solchen Erzählungen aufmerksam und erstaunt zu – und bin froh in Europa zu leben.

Sehen wir einmal, welche Flügel nun der neue Präsident dem amerikanischen Traum verleiht. Und was die Präsidentschaft mit den Träumen (und Wahlversprechen) des Kandidaten anstellt. Und nicht nur ich habe mir schon mehrmals die Frage gestellt, weshalb jemand überhaupt ein solches politisches Mandat tragen will. Was geschieht mit einem Menschen, der eine derartige Machtposition hat? Was bleibt von der Person?

Die letzte Liebe des Präsidenten“ heißt der Roman von Andrej Kurkow, der die fiktive Geschichte des ukrainischen Präsidenten des Jahres 2013 erzählt. Wer weiß: Manchmal nimmt die Fiktion die Wirklichkeit vorweg...

(geschrieben von Matthias Stöbener)

07.12.2008, 11.13 | (0/0) Kommentare | PL

Preisregen

„Heutzutage ist es wahrscheinlicher, irgendwann im Leben eine Auszeichnung zu bekommen als niemals geehrt zu werden“, lächelt meine Frau angesichts des „Weltwirtschaftspreises“, der nun in Kiel verliehen wurde. Irgendwie hat sie Recht – aber ich liebe diese kleinen und großen Preisverleihungen einfach. Vor allem bei undotierten Preisen interessieren mich die Begründungen des jeweiligen Ausschreibers, weshalb genau diese Person genau diese Auszeichnung bekommt.

Der Weltwirtschaftspreis wurde dieses Jahr zum vierten Mal in Kiel vom Institut für Weltwirtschaft (IfW), der IHK Schleswig-Holstein sowie der Stadt Kiel an je einen Politiker, Unternehmer und Wissenschaftler verliehen – an Menschen, die „sich als Vordenker einer weltoffenen und marktwirtschaftlichen Gesellschaft auszeichneten und die Globalisierung als Chance begriffen“.

Spannend, nicht? Vor allem, wenn man das Zitat des IfW-Präsidenten Dennis Snower beachtet: "Ohne Risiko kann nichts Kreatives geschehen." Die Namen der Preisträger: Die undotierte Auszeichnung ging dieses Jahr an die niederländische EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes, den deutschen SAP-Mitgründer Dietmar Hopp sowie den Wirtschaftsprofessor Edmund S. Phelps aus den USA.

Frau Kroes habe in ihrer Funktion stets die Marktmacht großer Unternehmen eingeschränkt und gegen Missbrauch dieser Macht gekämpft, Phelps hingegen habe die weit verbreitete Vermutung widerlegt, die Zentralbank könne dauerhaft etwas gegen die Arbeitslosigkeit tun, indem sie einfach mehr Geld drucke und eine höhere Inflation zulasse. Und wer Hopp ist, ist wohl fast jedem bekannt. Immerhin hat er innerhalb von etwa 25 Jahren seinen 5-Mann-Betrieb auf weltweit 50.000 Mitarbeiter anwachsen lassen. Was irgendwie dazu passt, dass Kroes angeblich „gleich zu Beginn ihrer Amtszeit nicht davor zurückschreckte, sich mit dem Software-Riesen Microsoft anzulegen“.

Seltsam widersprüchlich diese Preisträger Hopp und Kroes!

(geschrieben von Matthias Stöbener)

12.08.2008, 15.23 | (0/0) Kommentare | PL

Created in Germany

Made in Germany kennt jeder. Es steht für Qualitätsarbeit aus deutschen Landen. Vom Bundeswirtschaftsministerium kommt jetzt die Idee, für Kultur- und Kreativprodukte aus Deutschland das Label „Created in Germany“ einzuführen. Damit will man die Wettbewerbsfähigkeit der Kultur- und Kreativwirtschaft stärken.

Die Kreativwirtschaft ist für Deutschland enorm wichtig. Öl kann das Land ja nicht exportieren. Also leben die Deutschen besonders von ihrer Kreativität und ihren Erfindungen. Das soll jetzt stärker bewusst gemacht werden und mehr Anerkennung finden.

Made in GermanyDazu wäre es natürlich in erster Linie ratsam, die Arbeit von Erfindern, Musikern, Schriftstellern und anderen Künstlern besser vor Missbrauch zu schützen. Im Internetzeitalter ist es leicht, das geistige Eigentum von anderen durch das Kopieren zu entwenden. Davon sind viele Menschen betroffen, die in Unternehmen der Buch- und Pressebranche, der Film- und Rundfunkwirtschaft, der Architektur, Werbewirtschaft und darstellenden Kunst arbeiten.

Aber Schutz durch Gesetze und polizeiliche Maßnahmen reicht nicht. Das Wichtigste ist meines Erachtens ein breites Bewusstsein, dass ein Lied, das jemand geschrieben und komponiert hat, auch ihm selbst gehört und dass er ungefragtes und unbezahltes Aneignen nicht dulden muss.

(geschrieben von Matthias Stöbener)


15.06.2008, 15.13 | (0/0) Kommentare | PL

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