
Ausgewählter Beitrag
Ein Journalist mit Format
Am 18. Juli wäre einer der interessantesten amerikanischen Schriftsteller, Hunter S. Thompson, 71 Jahre alt geworden. Ein Alter, das dem Autor des legendären 70er-Jahre-Romans „Fear and Loathing in Las Vegas“ unerträglich gewesen wäre. Denn seinen Freitod im Januar 2005 wählte er gezielt. Fürs Leben fühlte er sich nämlich zu alt. Zumindest legt das sein Abschiedsbrief, den er seiner Frau hinterließ, nahe. Darin schrieb er: „67. Das ist 17 Jahre nach 50. 17 mehr, als ich brauchte oder wollte. Langweilig. Ich bin nur noch gehässig. Kein Spaß - für niemanden. 67. Du wirst gierig. Benimm dich deinem hohen Alter entsprechend. Entspann' dich - dies wird nicht wehtun." Kurz nachdem er den Brief geschrieben hatte, schoss sich Thomson, noch an seinem Schreibtisch sitzend, eine Kugel in den Kopf.
Thompson war ein Lebemann und pflegte einen ausschweifenden Lebensstil, den er in „Fear and Loathing in Las Vegas“ autobiographisch und unverblümt beschreibt. Als einer der ersten Autoren des Magazins „Rolling Stone“, begründete er den so genannten „Gonzo-Journalismus“. Dieser rein subjektive Schreibstil, lässt sich streng genommen nicht zum Journalismus zählen, sondern ist eher ein literarisches Stilmittel. Charakteristisch sind die hervorgehobene Rolle des Autors, autobiographische und erfundene Ereignisse und die polemische Sprache.
In den 1970ern kandidierte Thompson als Sheriff in Aspen (Colorado). In seinem Programm forderte er die Legalisierung von Drogen, den Umbau aller Straßen in Radwege und einen neuen Namen für Aspen, nämlich „Fat City“. Ein schönes Beispiel für Thompsons Humor ist die Tatsache, dass er sich vor einer Wahlrede eine Glatze schneiden ließ, damit er seinen republikanischen Gegner als „langhaarigen Hippie“ beschimpfen konnte. Allerdings verlor er die Wahl.
Zu Thompsons bekanntesten Werken zählt der legendäre Roman „Hell’s Angels“ aus dem Jahr 1966 über den gleichnamigen Motorradclub. Für die Recherchen arbeitete er über ein Jahr im nahen Umfeld der gefährlichen Clubmitglieder. Respekt erwarb er sich nicht zuletzt mit der Aussage, dass er nicht viel auf einen Faustkampf gebe, sondern es bevorzuge seine Streitereien mit einer doppelläufigen Schrotflinte zu lösen. Einige Zeit später wurde er allerdings von einigen Hell’s Angels schwer zusammengeschlagen. Das war das Ende seiner Recherchen – aber auch der Beginn seiner schriftstellerischen Laufbahn begann. Echt heavy!
Thompson war ein Lebemann und pflegte einen ausschweifenden Lebensstil, den er in „Fear and Loathing in Las Vegas“ autobiographisch und unverblümt beschreibt. Als einer der ersten Autoren des Magazins „Rolling Stone“, begründete er den so genannten „Gonzo-Journalismus“. Dieser rein subjektive Schreibstil, lässt sich streng genommen nicht zum Journalismus zählen, sondern ist eher ein literarisches Stilmittel. Charakteristisch sind die hervorgehobene Rolle des Autors, autobiographische und erfundene Ereignisse und die polemische Sprache.
In den 1970ern kandidierte Thompson als Sheriff in Aspen (Colorado). In seinem Programm forderte er die Legalisierung von Drogen, den Umbau aller Straßen in Radwege und einen neuen Namen für Aspen, nämlich „Fat City“. Ein schönes Beispiel für Thompsons Humor ist die Tatsache, dass er sich vor einer Wahlrede eine Glatze schneiden ließ, damit er seinen republikanischen Gegner als „langhaarigen Hippie“ beschimpfen konnte. Allerdings verlor er die Wahl.
Zu Thompsons bekanntesten Werken zählt der legendäre Roman „Hell’s Angels“ aus dem Jahr 1966 über den gleichnamigen Motorradclub. Für die Recherchen arbeitete er über ein Jahr im nahen Umfeld der gefährlichen Clubmitglieder. Respekt erwarb er sich nicht zuletzt mit der Aussage, dass er nicht viel auf einen Faustkampf gebe, sondern es bevorzuge seine Streitereien mit einer doppelläufigen Schrotflinte zu lösen. Einige Zeit später wurde er allerdings von einigen Hell’s Angels schwer zusammengeschlagen. Das war das Ende seiner Recherchen – aber auch der Beginn seiner schriftstellerischen Laufbahn begann. Echt heavy!
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