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Ein junger Brauch

WeihnachtsbaumBräuche sind oft viele Jahrhunderte alt: Einer unserer beliebtesten Weihnachtsbräuche, das Aufstellen des Christbaums, gehört zu den jüngeren. Bis vor ungefähr 400 Jahren waren es keine Nadelbäume, die für den Heiligabend geschmückt wurden, sondern man befestigte zur Weihnachtszeit immergrüne Zweige an den Decken der Räume. Erst im 17 Jahrhundert fanden die Christbäume ihren Platz, den sie bis heute haben: Meist stellt man sie mitten in den Raum und putzt sie mit buntem Schmuck heraus. Früher bestand die Dekoration aus roten Äpfeln (ein Fruchtbarkeitssymbol zur Erinnerung an Adam und Eva), duftenden Lebkuchen, die für ein langes und unbeschwertes Leben standen, und aus Seide wurden Blüten in Form von Rosen angefertigt, um den Christbaum erblühen zu lassen. Die Krippe mit der nachgestellten Bibelszene bildete den Mittelpunkt des Geschehens. Sie wurde unter dem geschmückten Baum aufgestellt.

Doch auch wenn der Christbaum als Tanne, Fichte oder Föhre ab dem 19. Jahrhundert weite Verbreitung fand, gibt es auch heute noch Ausnahmen: Was zum Beispiel die Sylter am Weihnachtstag in ihren Zimmern schmücken, lesen Sie im nächsten Blog.

06.01.2008, 21.12

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