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Starkoch mit einem Herz für Tiere
Jamie Oliver ist ein guter Junge. Er kleidet sich flott, aber nicht zu verlottert, umsorgt seine Gäste vorbildlich und kocht wie ein junger Gott. Seine Ratgeber sind schon jetzt legendär und fehlen in keiner jung-modernen Küche. Doch neulich überraschte er die Zuschauer in seiner Fernseh-Show „Jamies Hühnerhölle“ mit ungewohnt drastischen Mitteln. Noch bevor es etwas auf die Teller gab, zeigte er seinen Gästen Bilder aus Legebatterien, Schlachtfabriken und Mastfarmen. Um den genauen Akt der Fleischzubereitung zu verdeutlichen, betäubte er ein an den Beinen aufgehängtes Hühnchen mit einem Elektroschocker. Er stach ihm durch den Schnabel und ließ es daraufhin verbluten.
Die geschockten Besucher mussten im Anschluss mit eigener Hand aus mehreren süßen Küken die männlichen Tiere picken, die Oliver danach mit Kohlendioxid vergaste. So wie es täglich milliardenfach in den Fleischproduktionsstätten der Welt geschieht.
Mit dieser Sendung verfolgte der Starkoch das hehre Ziel, die Zuschauer auf die Wirklichkeit der industriellen Fleischproduktion aufmerksam zu machen. Denn nur die wenigsten Menschen wissen, woher ihr Essen stammt. Und dass die Ware Fleisch schon längst nicht mehr von friedlichen Bauernhöfen kommt, sondern von industriellen Schlachtmaschinen produziert wird.
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