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„Na Servus“

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MuenchenVon Köln ins schöne Bayern verschlagen hat es neulich Rita, eine Freundin meiner Frau. Genauer gesagt nach München. Dort fand die junge Kölnerin einen neuen Job als Produktmanagerin in einem großen Verlag und zog kurzerhand mit Sack und Pack in die Landeshauptstadt Bajuwariens. Zur Freude meiner Frau, die jetzt in Augsburg gleich viel näher bei Rita wohnt und sich ergo öfter mit ihr treffen kann. Doch beim nächsten Treff der beiden beschwerte sich Rita fürchterlich.

Zu groß sei der Unterschied zwischen Kölnern und Münchnern. Alle Vorurteile fand sie bestätigt: Das Leben in München sei viel zu teuer, die „Eingeborenen“ arrogant, schnöselig und ignorant. Nebenbei ergänzte die Freundin, dass Sie kaum ein Wort verstünde.

Dieses Dilemma kam mir bekannt vor. Vor nicht allzu langer Zeit hatte ich aus Neugier, wie Bayern und seine Bewohner vom „Rest“ Deutschlands wahrgenommen werden, „Na Servus“ von Sebastian Glubrecht gelesen. Darin schildert der Berliner seinen Umzug nach München sowie alle klassischen Probleme eines „Zugroastn“. Denn dass die Bayern einem „Preißn“ das neue Leben in ihrer Umgebung nicht gerade leicht machen, ist bekannt. Eben jene Hassliebe thematisiert Glubrecht, wenn er seinen Hauptdarsteller Ochsen reiten oder auf dem Oktoberfest schuhplatteln lässt. Köstlich.

(geschrieben von Matthias Stöbener)

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