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Krimis besonders günstig - jetzt bei Jokers.at!


Vom Geheimtipp bis zum Bestsellerautor: Bei Jokers.at gibt es aktuell erstklassige Krimi-Unterhaltung zum besonders günstigen Preis! Spannende Lektüre ab 4.50 Euro - gleich zugreifen!

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20.01.2012, 08.56 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: | Tags: Krimi, Spannung, Thriller, Unterhaltung, ,

Die schönsten Kalender für 2012

Die schönsten Kalender für 2012 jetzt besonders günstig! Wir haben reduziert: Ob Literatur-Kalender, Postkarten-Kalender, Kinder-Kalender oder Panorama-Kalender, die schönsten Kalender für 2012 gibt es jetzt bei Jokers.at als besonders günstiges Angebot!

05.01.2012, 16.33 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Bücher allgemein | Tags: Kalender, günstig, 2012,

Weihnachten bei Jokers - Geschenke mit Geschmack!

Weihnachtsgeschenke nicht nur für Bücherfreunde - bei Jokers.at werden Wünsche wahr!

Ob besondere Bücher, festliche Deko, stimmungsvolle Musik, schöne Kalender 2012, traumhafte Filme oder Rezepte für ein Menü am Heiligen Abend - stöbern Sie durch die bunte Weihnachtswelt und die Geschenke-Hitliste von Jokers und lassen Sie sich inspirieren!

Lassen Sie sich verzaubern und finden Sie das passende Geschenk für Frauen, Männer oder Kinder bei Jokers.at!

30.11.2011, 14.30 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: | Tags: Geschenke 2011, Geschenkideen, Backbücher, Kochbücher,

Weltliteratur: Das Beste zum besten Preis

Von Goethe üner Dostojewskij bis Stifer: Diese wunderschönen Dünndruck-Ausgaben von Klassikern der Weltliteratur werden nicht nur die Herzen von Literaturliebhabern höher schlagen lassen!

Genießen Sie "Dichtung und Wahrheit" von Goethe, "Madame Bovary" von Flaubert oder "Die Dämonen" von Dostojewskij - jetzt als besonders günstige Angebote statt 50 Euro ab nur 9.99 Euro bei Jokers.at.

19.10.2011, 14.24 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Bücher allgemein | Tags: Goethe, Klassiker, Schiller, Puschkin, Stifter,

Wickie ist zurück

Wickie ist wieder da! Gemeinsam mit seinen Wickinger-Freunden erobert er seit 29. September wieder die heimischen Kinos. Wickie auf großer Fahrt heißt das neue Abenteuer, bei dem der kleine Nordmann seine Tapferkeit beweisen muss.

Bei Jokers gibt es noch bis 17. Oktober 10 Filmpakete zu gewinnen - bestehend aus einem 3D-Filmbuch, einem Original-Filmhörspiel und einen Filmplakat.

"Die Wikiniger kommen!" heißt es jetzt auch bei Jokers!

03.10.2011, 08.30 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Kino & Film | Tags: Wickie, Gewinnspiel, Wickie auf großer Fahrt,

Jetzt bei Jokers: Was kann ich eigentlich?

Dieses Coaching-Seminar zielt auf die Fähigkeiten jedes Einzelnen ab: Darauf, diese zu entdecken und bewusst einzusetzen. Was kann ich eigentlich? wurde im Januar 2011 im Institut für Philosophie und Ethik in Zürich aufgezeichnet.

Wissen, Können und Kompetenz - so setzen Sie es am Besten ein und überzeugen andere damit.

Als Jokers-Edition jetzt nur 9.99 Euro!

28.09.2011, 09.27 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Kino & Film | Tags: Wissen, Kompetenz, Können, Coaching,

Gespenstisch schöne Ideen für die Herbstzeit

Vielseitiger Herbst: Herbstzeit ist Bastelzeit! Und Backzeit, Suppenzeit, Eintopfzeit und - nicht zu vergessen - Zeit für Halloween!

Die aktuelle Jokers-Aktion bietet tolle Tipps zum Basteln, Rezepte für wärmende Suppe und Eintöpfe, für schmackhaftes Wild und außerdem die besten Dekos für Halloween. Gleich reinschauen und in die farbenfrohe Herbstwelt eintauchen!

16.09.2011, 15.53 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Bücher allgemein | Tags: Halloween, Herbst, Kochen, Kochbuch, Küche,

Jetzt bei Jokers: 1 von 3 iPads 2 gewinnen!

Das Herbstzuckerl bei Jokers: Gewinnen Sie eines von 3 iPads 2 im Wert von rund 800 Euro oder einen von insgesamt 100 Warengutscheinen im Wert von 30 Euro. Gleich mitspielen auf Jokers.at und Gewinnchance nutzen!

Profitieren Sie außerdem von den günstigen Angeboten von Jokers - Bücher, Musik, Film und Geschenke zum Sonderpreis!

12.09.2011, 15.47 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: | Tags: Gewinnspiel, iPad, IPAD, i Pad 2, gewinnen,

Letzte Exemplare - Schnell zugreifen!

Günstige Angebote bei Jokers- die letzten Stücke! Schnell zugreifen und von den Jokers-Angeboten profitieren! Zum Beispiel Dr. Karls neue Geschichten aus der Wissenschaft oder warum Hühnen nicht auf Pink Floyd stehen. In diesem Buch zeigt Karl Kruszelnicki, einer der populärsten Wissenschafter Australiens, wie spannend Naturwissenschaften sein können - witzig, geistreich und unterhaltsam.

Außerdem bei den "Letzten Exemplaren" von Jokers: "Talk to Me - Französisch 2 um nur 4.99 EUR, die DVD "Maria Stuart - Königin von Schottland" um 8.99 EUR oder "Freuds Interpretation der Träume", die DVD um nur 3.99 EUR.

Viel Spaß beim günstigen Online-Shopping mit Jokers!

09.09.2011, 08.02 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Belletristik | Tags: Pink Floyd, Hühner, Angebote, günstig, Schnäppchen,

Menschen, Tiere, Katastrophen - Loriot

Zur Erinnerung an den Großmeister des subtilen Humors: Zeichnungen und Texte von Loriot, gewohnt scharfsinnig und immer mit einer guten Prise Liebenswürdigkeit. Ob "Szenen einer Ehe", "Das Tier als solches" oder "Sport" - Loriot weiß in allen Bereichen des modernen Lebens zu begeistern.

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Mehr zu Loriot bei Jokers.at

31.08.2011, 12.05 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Belletristik | Tags: Loriot, Humor, Comic,

Best of Klassiker-Verfilmungen

Zeitlose Film-Klassiker bei Jokers.at: Entdecken Sie DVDs wie Sherlock Holmes - Der Hund von Baskerville um nur 2.99 Euro, Homo Faber in der exklusiven Jokers-Edition oder den französischen Film Zusammen ist man weniger allein - inklusive Buch um nur 9.99 Euro.

Die besten Angebote für Sie: Film-Highlights zum günstigen Jokers-Preis. So macht Online-Shopping Spaß!

17.08.2011, 08.09 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Kino & Film | Tags: Sherlock Holmes, Doktor Faustus, Anna Karenina, Homo Faber, DVD-Klassiker, Filmklassiker ,

Neu bei Jokers: Im Sommer des Todes

Ein Alan-Banks-Roman. Yorkshire, im Oktober des Jahres 2005: Detective Chief Inspector Alan Banks wird nach Fordham gerufen. Der Musikjournalist Nick Barber wurde tot im Moorview Cottage gefunden. Barber arbeitete an einer Story über die berühmten Mad Hatters, die zu ihrem 40. Jahrestag eine große Rivival-Tour starten wollen. Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Ermordung Barbers und der eines Mädchens vier Jahrzehnte zuvor, während eines Musikfestivals? Melancholische Atmosphäre und vielschichtige Figuren - ein Highlight britischer Kriminalliteratur!

Peter Robinson, gebürtiger Engländer, hat mit "Im Sommer des Todes" ein Highlight britischer Kriminallitertatur geschrieben. Düster, melancholisch und vielschichtig - der Krimi-Wochentipp aus der Jokers-Redaktion!

Yorkshire 2005: Im Oktober wird Detective Chief Inspector Alan Banks nach Fordham gerufen, wo er den Tod des Musikjournalisten Nick Barber untersuchen soll. Barber wurde leblos im Moorview Cottage gefunden. Vor seinem Tod arbeitete der Journalist an einer Story über eine berühmte Band, die Mad Hatters, die eine Revival-Tour zum 40-jährigen Bestehen starten wollen. Für Banks stellt sich nun die Frage: Gibt es womöglich einen Zusammenhang zwischen dem aktuellen Todesfall und der Ermordung eines Mädchens vor 40 Jahren, während eines Festivals?

"Im Sommer des Todes" ist ein atmosphärisch-dichter Krimi-Leckerbissen, einfühlsam und hart zugleich.

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02.08.2011, 15.40 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Belletristik | Tags: Krimi, England, Alan Banks, Yorkshire,

Diese Woche: Nobelpreisträger ab 4.50 Euro

Von Thomas Mann über Günter Grass bis hin zu Gabriel García Márquez und Doris Lessing: Bei Jokers.at gibt es diese Woche die berühmten Werke der Nobelpreisträger ab 4.50 Euro - so sparen Sie bis zu 82 Prozent!

Wie wäre es beispielsweise mit dem Hörbuch "Der Butt", gelesen von Günter Grass? Oder "Ben in der Welt" von Doris Lessing? Gleich reinklicken und in die literarische Welt der Nobelpreisträger eintauchen.

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21.07.2011, 15.47 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Bücher allgemein | Tags: Nobelpreis, Thomas Mann, Günter Grass, Doris Lessing, Gabriel García Márquez ,

Das Haus in den Wolken

Eine unkonventionelle Liebe inmitten des Ersten Weltkriegs im idyllischen Irland: Judith Lennox präsentiert mit "Das Haus in den Wolken" einen meisterhaft geschriebenen Gesellschaftsroman, dem es an nichts fehlt.

Es ist eine Liebe gegen alle Konventionen: Richard, der reiche Sohn eines irischen Gutsbesitzers und Frauenschwarm des Ortes, heiratet die schöne und mittellose Isabel, die er aufgrund einer Autopannen kennenlernt.

Liebe trotz Hindernisse

Trotz aller Widrigkeiten führen die beiden eine glückliche Ehe, aus der drei Kinder entstehen. Doch das alles droht zu zerbrechen, als der Erste Weltkrieg die Idylle in Irland einholt. Und da ist auch noch Isabels Geheimnis, dass sie Richard schon längst anvertrauen wollte. Denn eines Tages wird es sie alle einholen...

Mehr Bücher von Judith Lennox bei Jokers.at kaufen.

Judith Lennox, geboren 1953 in Salisbury, wuchs in Hampshire auf. Nach ihrem Englischstudium in Lancester arbeitete sie unter anderem als Pianistin in einer Ballettschule, bevor sie sich ganz aufs Schreiben verlegte und zur Bestsellerautorin avancierte. Sie lebt mit ihrem Mann und dem jüngsten ihrer drei Söhne auf dem Land bei Cambridge. Zahlreiche Veröffentlichungen.

13.07.2011, 16.35 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Belletristik | Tags: Irland, Gesellschaft, Romantik,

Letzte Exemplare: Top 20 der Alpen

Letzte Exemplare - Schnell zugreifen!

Diesmal erwartet Sie bei den letzten Exemplaren unter anderem ein Tourenführer der besonderen Art: Die wichtigsten Anstiege auf die bekanntesten Berge mit detaillierten Karten, zusätzlichen Topos und vielen Extra-Informationen.

Zudem überzeugt Bruckmanns Tourenführer - Top 20 der Alpen mit einem fantastischen Bildmaterial von den Königen der Berge wie beispielsweise dem Montblanc, dem Großglockner oder dieHaute Cime. Außerdem: selten beschriebene Extremanstiege, die anspruchsvolle Bergsteiger begeistern werden.

Berg Heil!

Rasch zugreifen - Diesen Tourenführer gibt es um nur 4.50 EUR statt 19.99 EUR!
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08.07.2011, 11.08 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: | Tags: Alpen, Berge, Aufstiege, Wanderungen, Gipfel, Bergsteiger, Montblanc, Großglockner,

Zukunft: Polargebiete

Herrlicher Bildband, der die vielfältige, grandiose Natur der sensiblen Polargebiete zeigt und sich sachkundig mit der Frage auseinandersetzt, welche Zukunft die weißen Paradiese überhaupt noch haben. Spannende Reportagen und Hintergrundberichte plus atemberaubende Fotos & informative Grafiken!

Lassen Sie sich entführen in die fasziniernde Welt der Polargebiete. Der Band "Zukunft: Polargebiete" informiert über die grandiose Natur der eisigen Schönheiten und diskutiert die Frage, ob und wenn ja welche Zukunft den weißen Paradiesen beschieden ist.

Inklusive spannender Reportagen, informativen Hintergrundberichten, atemberaubenden Fotos und detaillierten Grafiken.

Zum Themenspecial "Mensch, Natur und Umwelt" von Jokers.at

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30.06.2011, 10.34 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Sachbücher | Tags: Umweltschutz, Naturschutz, Klimawandel, Klimaveränderung, Ewiges Eis, Nordpol, Südpol,

Bossa Nova Cafe - Die Sixties auf CD!

Willkommen in den 1960er-Jahren! Unsterbliche Bossa-Nova-Legenden wie Luiz Bonfa, Sylvia Telles und Antonio Carlos Jobim geben sich die Ehre. Ihre Songs fingen erstmals das moderne brasilianische Lebensgefühl ein. Luiz Bonfa steuerte beispielsweise die Filmmusik zu Marcel Camus Klassiker »Black Orpheus« bei... Lassen Sie sich rhythmisch verführen von 22 Songs: - Uma Prece - Adios - Minha Saudade - Perfidia - Violao no Samba - Carnival de Ontem - E Quiero... Dijiste - Agora e Cinza - Trinidad - Perdido de Amor - Duvida - Foi a Noite - u.v.a.
Willkommen in den 1960er-Jahren! Unsterbliche Bossa-Nova-Legenden wie Luiz Bonfa, Sylvia Telles und Antonio Carlos Jobim geben sich die Ehre. Ihre Songs fingen erstmals das moderne brasilianische Lebensgefühl ein. Luiz Bonfa steuerte beispielsweise die Filmmusik zu Marcel Camus Klassiker »Black Orpheus« bei... Lassen Sie sich rhythmisch verführen von 22 Songs: - Uma Prece - Adios - Minha Saudade - Perfidia - Violao no Samba - Carnival de Ontem - E Quiero... Dijiste - Agora e Cinza - Trinidad - Perdido de Amor - Duvida - Foi a Noite - u.v.a.
Willkommen in den 1960er-Jahren! Unsterbliche Bossa-Nova-Legenden wie Luiz Bonfa, Sylvia Telles und Antonio Carlos Jobim geben sich die Ehre. Ihre Songs fingen erstmals das moderne brasilianische Lebensgefühl ein. Luiz Bonfa steuerte beispielsweise die Filmmusik zu Marcel Camus Klassiker »Black Orpheus« bei... Lassen Sie sich rhythmisch verführen von 22 Songs: - Uma Prece - Adios - Minha Saudade - Perfidia - Violao no Samba - Carnival de Ontem - E Quiero... Dijiste - Agora e Cinza - Trinidad - Perdido de Amor - Duvida - Foi a Noite - u.v.a.

Die Musik der 1960er ist legendär. Mit der CD "Bossa Nova Cafe" holen Sie sich das moderne brasilianische Lebensgefühl ins Haus - für einen Sommer voll Musik.

Auf der CD "Bossa Nova Cafe" geben sich Legenden wie Luiz Bonfá oder Sylvia Telles die Ehre - brasilianisches Lebensgefühl pur. Holen Sie sich das brasilianische Bossa Nova-Feeling zu Ihnen nach Hause - Willkommen in den 1960er Jahren!

Mehr Bossa Nova bei Jokers.at.
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22.06.2011, 11.22 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Musik | Tags: Musik, 1960er, Sixties, Luiz Bonfa, Sylvia Telles, Antonio Carlos Jobim, Brasilien ,

Letzte Exemplare - Schnell zugreifen!

Kennen Sie schon unsere Aktion "Letzte Exemplare"? Hier präsentieren wir Ihnen unsere Top-Schnäppchen: Exemplare, von denen nur noch wenige TItel auf Lager sind. Top-Produkte zum Schnäppchen-Preis - gleich durchklicken!

Wechselnde Schnäppchen-Angebote, quer durch das literarische Angebot von Jokers.at. Wir wünschen viel Spaß bei der Schnäppchen-Jagd!

20.06.2011, 09.23 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Bücher allgemein | Tags: Schnäppchen, Restposten, Aktion,

Iceland Panorama - Island im Großformat

Island, das Land aus Feuer und Eis, ist eine Reise wert. Besonders nachdem man in den traumhaften Bilder von "Iceland Panorama" geschwelgt ist, wird der Wunsch, Island zu besuchen, beinahe übermächtig. Autor Markus Aebischer zeigt bekannte Sehenswürdigkeiten genauso wie Motive abseits des Tourismus.

50 beeindruckende Panorama-Farbfotografien finden sich in dem 120-seitigen Bildband des Schweizers. Aebischer ist nach vielen Reisen in das wildromantische Land ein Kenner der Insel und versteht es, deren Charme auf Bild zu bannen.

"Iceland Panorama" ist ein wahrer Augenschmaus, nicht nur für Island-Liebhaber. Jetzt zum Spitzenpreis von 4.99 EUR - bei Jokers.at!

18.06.2011, 15.09 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Naturwissenschaften | Tags: Bildband, Natur, Island, Panorama, Fotografie,

Das Schöne und die Wissenschaft

Die Verschmelzung von Kunst und Wissenschaft: "Das Schöne und die Wissenschaft" verzaubert mit ungewöhnlichen Eindrücken.

Die Gegenüberstellung von Aufnahmen aus dem Weltraum oder Computertomografien Kunstwerken von Bosch bis Kandinksy machen diesen ungewöhnlichen Bildband zu etwas ganz Besonderem.

Ob Sie nun die Kunst oder die Wissenschaft fasziniert - dieser einzigartige Bildband ist mehr als einen Blick wert!

Mehr Bücher zum Thema Wissenschaft bei Jokers.at.
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14.06.2011, 16.53 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Kunst | Tags: Kunst, Bildband, Kandinsky, ,

Humanomics

Dies ist ein Buch über die Erforschung der Wirtschaft. Und es ist ein Buch über Sie. Wie kann das sein, sagen Sie vielleicht, Ökonomie ist nicht lebensnah. Und die Antwort lautet: Doch. Heute schon.

Dies ist ein Buch über die Erforschung der Wirtschaft. Und es ist ein Buch über Sie. Wie kann das sein, sagen Sie vielleicht, Ökonomie ist nicht lebensnah. Und die Antwort lautet: Doch. Heute schon.

Mit diesen Worten beginnt das Buch "Humanomics" von Uwe J. Heuser. Sehr unterhaltsam und packend, vor allem aber mit sehr viel Fachwissen erklärt Heuser die Entdeckung des Menschen in der Wirtschaft. Er schreibt über die neuesten Erkenntnisse im Bereich der Ökonomie und erklärt, wie die Wirtschaft politisch und gesellschaftlich so gestaltet werden kann, dass sie wirklich dem Wohle der Menschen dient.

Der promovierte Volkswirtschafter Uwe J. Heuser ist Leiter der Wirtschaftsredaktion der Wochenzeitung "Die Zeit": Außerdem schreibt er für die Zeitschrift Merkur die Ökonomiekolumne.

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Uwe Jean Heuser leitet die Wirtschaftsredaktion der Wochenzeitung "Die Zeit" und schreibt die Ökonomiekolumne der Zeitschrift Merkur. Der promovierte Volkswirtschaftler studierte in Bonn, Berkeley, Köln und Harvard und lehrt heute unter anderem an der Universität St. Gallen.

24.05.2011, 12.29 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Naturwissenschaften | Tags: Ökonomie, Wirtschaft, Psychologie,

Projektmanagement - erfolgreich planen

Grundlagen, Methoden und Techniken. Welche Ziele sollen erreicht werden? Wie stellt man Teams zusammen? Wie funktioniert die Qualitätssicherung? Was gehört in den Abschlussbericht? Dr. Rolf Meier zeigt, wie sie in 5 Schritten komplexe Projekte zum Erfolg führen.
Zu jedem Schritt erläutert Meier praxiserprobte Tools, deren Anwendung mit Übungen trainiert wird: Sie erfahren, wie Sie Projektideen prüfen, Projekte initiieren, planen, durchführen, steuern und abschließen. Mit interaktivem Internet-Workshop!
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Grundlagen, Methoden und Techniken des modernen Projektmanagements, anschaulich vermittelt: "Projektmanagement" bietet professionelle Tipps und Schritt-für-Schritt-Anleitungen für erfolgreiche Projekte.

Wie überprüft man, ob eine Projektidee etwas taugt? Wie werden Projekte geplant, duchgeführt und gesteuert? Und wie funktioniert eigentlich die Qualitätssicherung, was muss alles in den Abschlussbericht?

Antworten auf diese Fragen finden sich in dem praxisnahen Handbuch Projektmanagement - mit interaktivem Internet-Workshop!

Exklusive Jokers-Edition, jetzt um nur 8.50 Euro!

11.05.2011, 11.24 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: | Tags: Projekte, Qualitätssicherung, Projektideen, Tools,

Meine große Gartenküche

Gärntern, kinderleicht! Mit dem lievevoll gestaltetem Mitmach-Buch "Meine große Gartenküche" gelingen die ersten selbstgezogenen Erbsen, Karotten oder Kresse bestimmt! Ob im Garten oder auf der Fensterbank: Die bunt bebilderten Kochrezepte machen Lust zum Ausprobieren!

Das erste selbstgezogene Gemüse ist für jedes Kind etwas besonderes. Damit die erste Pflanzaktion auch wirlich gelingt, gibt der Sammelband "Meine große Gartenküche" viele hilfreiche Tipps und Rezeptvorschläge für das ganze Jahr. Pflanzen, ernten, genießen - jetzt kinderleicht!

Ein liebevoll illustriertes Buch für Kinder ab 3 Jahren.

Und bunt bebilderte Kochrezepte locken vom Garten in die Küche... Dieser Sammelband ist prallgefüllt mit Gartentipps, Rezepten und Spielvorschlägen für das ganze bunte Gartenjahr. Hier erfahren Kinder nicht nur, wie sie Erbsen, Möhren, Kresse oder Chicorée im Garten oder auf der Fensterbank selbst anbauen können. Die schmecken und sind obendrein gesund! Ein liebevoll ausgestattetes Mitmach-Buch.
Und bunt bebilderte Kochrezepte locken vom Garten in die Küche... Dieser Sammelband ist prallgefüllt mit Gartentipps, Rezepten und Spielvorschlägen für das ganze bunte Gartenjahr. Hier erfahren Kinder nicht nur, wie sie Erbsen, Möhren, Kresse oder Chicorée im Garten oder auf der Fensterbank selbst anbauen können. Die schmecken und sind obendrein gesund! Ein liebevoll ausgestattetes Mitmach-Buch.

02.05.2011, 14.45 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Kinder und Jugend | Tags: Kinder-Kochbuch, Kochrezepte für Kinder,

1089 oder Das Wunder der Zahlen

Tauchen Sie ein in die Wunderwelt der Mathematik! Es ist eine Welt voll Geheimnisse und Wundern, die nur darauf wartet, von Ihnen entdeckt zu werden. "1089 oder Das Wunder der Zahlen" jetzt bei Jokers.at!

Sie sind noch nicht überzeugt? Hier ist eine kleine Kostprobe: Nehmen Sie eine 3-stellige Zahl von beliebigem Wert. Die erste Ziffer dieser Zahl muss sich um mindestens zwei von der dritten Ziffern unterscheiden. Kehren Sie sie jetzt um. Ziehen Sie anschließend die kleinere von der größeren Zahl ab. Addieren Sie die Umkehrung des Ergebnisses und rechnen Sie stets mit dem Betrag. Am Ende werden Sie als Ergebnis immer 1.089 haben.

Versuchen Sie es! Und Sie werden sehen: Die Welt der Zahlen wird auch Sie in ihren Bann schlagen!

Bei Jokers.at um nur 4.95 Euro!

Weiterer Bücher zum Thema Mathematik finden Sie hier.

15.04.2011, 09.22 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Naturwissenschaften | Tags: Mathematik, Zahlenlogik, Zahlen, Lernen, Schule, Studium,

Das Evangelium nach Pilatus, 3 CDs

Die Anfänge des Christentums auf drei CDs gebannt und unkonventionell erzählt.

Eric-Emmanuel Schmitt, preisgekrönter Erfolgsautor und nach eigenen Angaben "gläubiger Philosoph und zweifelnder Christ", erzählt "Das Evangelium nach Pilatus" auf seinen eigene, unkonventionelle Art. Erfrischend anders, vertraut und doch so ganz anders. Eine Geschichte, die man glaubt, gut zu kennen, wird so erzählt, als hörte man sie zum ersten Mal.

Eric-Emmanuel Schmitt studierte in Lyon und Paris Musik und Philosophie. Mit dem Buch »Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran« wurde er zum weltweit gefeierten Autor.

Weitere Bücher zum Thema "Christentum" bei Jokers.at!

21.03.2011, 16.13 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: | Tags: Religion, Evangelium, Eric-Emmanuel Schmitt, Christentum,

Das Geheimnis der roten Maske

Lex Barker als Ritter im 16. Jahrhundert:  Der Film-Klassiker "Das Geheimnis der roten Maske" aus den 1960er Jahren bei Jokers um nur 9.99 Euro!

16. Jahrhundert: Ein tapferer Ritter kämpft gegen die Tyrannei eines Fürsten. Was niemand weiß: Hinter der roten Maske verbirgt sich eine Frau! Zwischenzeitlich wird Marco, ein junger Landsknecht, der sein Geld bei der Truppe des Ritters verdient, von den Feinden gefangengenommen und grausam gefoltert. Ein Kampf um Leben und Tod und um seine Liebe zu Jolanda beginnt...

Ein Klassiker der Filmgeschichte mit "Old Shatterhand" Lex Barker in der Hauptrolle!
Weitere Historische Filme bei Jokers.at finden Sie hier!

02.03.2011, 16.41 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Kino & Film | Tags: Film-Klassiker, Lex Barker, Ritter, ,

Durchs Reich der Mitte zum Land der Himmelsberge

Die Seidenstraße: ein klingender Name, von Legenen überrankt. Lange Zeit galt eine Reise entlang der Seidenstraße als eine Reise in das Mystische, Unbekannte. Der preisgekrönte Reiseschriftsteller Stanley Stewart unternahm einen Trip entlang der Seidenstraße, quer durch Asien. Es entstand mit Durchs Reich der Mitte zum Land der Himmelsberge eine Reisereportage, nach der man nur noch eines möchte: ein Mal China erleben.

Von Shanghai Richtung Islamabad reiste Stanley Stewart und erkundete dabei halb Asien. Er durchquerte die Wüsten Gobi und Takla Makan und erzählt von den Menschen, die er auf seinem Weg traf, beschreibt verlorene Städte und buddhistische Klöster. Und nicht zuletzt spürt er der Faszination der Chinesischen Mauer nach, die für die Chinesen die Grenze zwischen Zivilisation und Barbarei darstellte. Wunderbar geschrieben, mit Witz und Charme - absolut empfehlenswert!

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28.02.2011, 15.56 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Kulturgeschichte | Tags: China, National Geographic, Asien, Shanghai, Seidenstraße,

Das größere Glück

Mutig, zärtlich, weise: Richard Powers liefert mit "Das grössere Glück" eine wunderbare Liebesgeschichte, die man nicht mehr aus der Hand legen möchte. Sie handelt von Glück und der Selbstbestimmtheit unseres Lebens.

Gibt es so etwas wie ein Glücks-Gen? Wenn ja, dann muss sie es wohl haben: Eine junge Frau, die nur knapp der Gewalt in Algerien entging, lebt in Chicago ein glückliches und befreites Leben, ohne Angs und Zorn, vor Glück nur so strahlend. Kennt sie vielleicht das Geheimnis des Glücks? Laboratorien versuchen, ihrem Wesen auf den Grund zu gehen, TV-Shows reißen sich um sie. Wird es ihnen gelingen, ihr Geheimnis zu lüften?

Richard Powers ist ein wahres Meisterwerk gelungen: ein großer Roman über die Frage, wer oder was unser Leben bestimmt - wir selbst, unsere Eltern oder doch die Sterne?

"Das größere Glück" jetzt bei Jokers.at kaufen!

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24.02.2011, 17.09 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Belletristik | Tags: Schicksal, Algerien, Glück,

Die Welt ohne uns

Vom Urwald überwachsene Stadtviertel, ehemalige architektonische Meisterwerke zu Schutt zerfallen: Die Natur erobert ihr angestammtes Territorium zurück. In seinem Bestseller "Die Welt ohne uns"  zeigt Alan Weisman eine Welt nach dem Menschen. Was bleibt vom Homo sapiens?

In 20 Jahren gibt es in Manhattan statt den schicken Avenues nur Flüsse. Nach 50, spätestens 100 Jahren werden unsere Häuser nicht mehr stehen. In 300 Jahren werden Großstädte wie Hamburg, Nahe von Flussdeltas, von den Fluten fortgewaschen. Und 500 Jahre nach den Menschen wächst Urwald über die Stadtviertel. Wenn die Menschheit verschwindet, kehrt die Natur zurück - Alan Weisman beschreibt, wie dies aussehen kann.

Die Vorstellungskraft des US-Journalisten gepaart mit den neuesten Erkenntissen der Naturwissenschaften machen sein Buch zu einem faszinierenden Bestseller, der einen Bogen spannt von zwei Tagen bis rund 6,5 Milliarden Jahren. Eine Hommage an die Macht der Natur - absolut lesenswert!

Den faszinierenden Bestseller "Die Welt ohne uns "des US-amerikanischen Wissenschaftsjournalisten Alan Weisman gibt es bei Jokers.at jetzt zum Spitzenpreis von 4.99 Euro!

Hier gibt´s weitere Bücher zum Thema Erde bei Jokers.at!

23.02.2011, 15.50 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Naturwissenschaften | Tags: Natur, Menschheit, ,

Glückswolke geschrumpft

"Glückswolke geschrumpft" ist ein wunderbares Buch für junge Mädchen von der Ingeborg-Bachmann-Preisträgerin Cornelia Manikowsky: lustig und einfühlsam zugleich. Ab 9 Jahren!

Katja und Kristin sind ein Herz und eine Seele:  nichts und niemand kann die zwei quirligen Mädels trennen. Dachten sie. Doch dann zieht Kristin mit ihrer Mutter in eine andere Stadt und plötzlich ist alles anders. Die gemeinsam geplante Zukunft scheint sich in Luft aufzulösen und zu allem Überfluss verliebt sich Katja auch noch in Jon. Streit und Eifersüchteleien herrschen zwischen den Mädchen, bis plötzlich alles ganz anders kommt als erwartet...

Cornelia Manikowsky veröffentlich seit 1988 Erzählungen und Kurzprosa in Literaturzeitschriften und Anthologien. Unter anderem erhielt sie für ihre Texte zahlreiche Preise und Stipendien. "Glückswolke geschrumpft" ist ihr erstes Kinderbuch.

"Glückswolke geschrumpft" bei Jokers.at kaufen.

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21.02.2011, 15.58 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: | Tags: Mädchenbücher, Jugendbuch, ,

Laienspiel - Kommissar Kluftinger ermittelt wieder

Da hat der eigenbrötlerische Kommissar Kluftinger wieder alle Hände voll zu tun: Ein Terror-Verdächtigter hat sich auf der Flucht vor der österreichischen Polizei erschossen. Und das ausgerrechnet, während Kluftinger für das Freilichtspiel "Wilhelm Tell" probt!

Dass das dem Allgäuer Urgestein gar nicht passt, ist klar. Noch viel weniger passt ihm aber, dass er im Rahmen eines eilig zusammengestellten Sonderkommandos unter die Leitung eines Spezialisten für internationalen Terrorismus gestellt wird. Doch schnell wird klar, dass in diesem Fall für persönliche Eitelkeit kein Platz ist: Gemeinsames Handeln ist nun nötig, um die drohende Katastrophe zu verhindern - doch die Zeit läuft gegen Kluftinger und die Ermittler...

"Laienspiel" von Volker Klüpfel und Michael Kobr jetzt bei Jokers.at kaufen - um nur 4.99 Euro!

Bei Jokers.at gibt´s außerdem "Seegrund" von dem beliebten Autorenduo Klüpfel & Kobr!

17.02.2011, 16.21 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Belletristik | Tags: Krimi, Bayern, Allgäu, ,

Mit dem Ballon auf Reisen

Malerische Landschaften aus einer ganz anderen Perspektive erleben: Ballon-Safaris erweitern den Horizont - im wahrsten Sinne des Wortes!

Mit dem Ballon über die einzigartige Landschaft Kenias treiben, blutrote Sonnenaufgänge erleben und die wilden Tiere bei ihren Wanderungen beobachten. Im Herzen Anatoliens, in Kappadokien bizarre Felsformationen und tiefe Schluchten bewundern und sich von der wilden Romantik des Landes verzaubern lassen. Mit der DVD "Erlebnisreisen - Ballon-Safari Kenia und Kappadokien" lassen sich diese beiden bezaubernden Ländern aus der Vogelperspektive erleben - ganz bequem von der Wohnzimmercouch aus.

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17.02.2011, 14.59 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Sachbücher | Tags: Ballon, Reisen, Safari, Kenia, Ballon-Safari, Anatolien,

Körpersprache als Erfolgsfaktor

Körpersprache ist sowohl im Berufs- wie auch im Privatleben ein oft viel zu wenig beachtetes Kommunikationstool. Zu unrecht: Mit Körpersprache, Gestik und Wortwahl kann man beispielsweise Vertrauen erzeugen oder auch den Gesprächspartner manipulieren. Im Buch "Kommunikative Kompetenz" wird gezeigt, wie´s geht!

Wie setzt man Pausen in Gesprächen am effektivsten? Wann ist es besser, zu Schweigen und wie wirkt die Stimme am glaubhaftesten? Wie solche kommunikativen Mikromuster am Besten eingesetzt werden, erläutert Prof. Dr. Wolfgang Linker in seinem Buch "Kommunikative Kompetenz: Weniger ist mehr!".

Relevant und praxisnah

Mit vielen praktischen Beispielen demonstriert der Autor, wie man die Aufmerksamkeit seines Gesprächspartners beeinflussen und lenken kann, Gesprächspartner gezielt manipulieren kann und Manipulationen erkennt. Sowohl für das Privatleben wie auch für den beruflichen Alltag interessant!

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16.02.2011, 15.56 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Sachbücher | Tags: Kommunikation, Kommunikative Kompetenz, Körpersprache, Mimik, Gestik,

Wie Gott in Frankreich

Das Frankreich mehr zu bieten hat als den Eiffelturm, ist kein Geheimnis. Blättert man jedoch durch diesen wunderbaren Bildband, so entlocken die großformatigen Fotos selbst Frankreich-Kennern noch sehnsüchtige Seufzer.

Von der farbenprächtigen Provence über die wilde Bretagne bis hin zum romantischen Loire-Tal mit seinen unzähligen Schlössern: das ländliche Frankreich ist allemal eine Reise wert!

Doch wer lieber Stadtluft schnuppert, kommt auch  nicht zu kurz: großartige Aufnahmen von Paris oder Str. Tropez, von den beeindruckenden Bauwerken wie dem Schloss Versailles oder dem Place Stanislas in Nancy.

"Frankreich - Die schönsten Bilder" von GEO ist ein Ausflug im Kopf zu den schönsten Orten Frankreichs - so lässt sich die Zeit bis zum nächsten Urlaub angenehm verkürzen!

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27.01.2011, 12.23 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Sachbücher | Tags: Frankreich, Bildband, GEO,

Geschichten für den allerliebsten Liebling

Was passiert eigentlich, wenn ein Schmetterling mit dem Fuß aufstampft?
Woher hat das Kamel seinen Höcker und wer hat dem Elefanten einen derart
langen Rüssel verpasst?
Literaturnobelpreisträger Rudyard Kipling eröffnet mit seinem Buch eine neue, wunderschöne Märchenwelt - nicht nur für Kinder.

Der Literaturnobelpreisträger von 1907 erzählt in "Geschichten für den allerliebsten Liebling" seiner Tochter unter anderem vom Steinzeitmädchen Taffimai Metallumai, die mitgeholfen hat, den allerersten Brief zu verfassen. Oder er erklärt, warum Katzen am liebsten alleine um die Häuser ziehen und warum Leoparden so schöne Flecken haben. Diese Geschichten gibt er so wieder, wie sie ihm in seiner Kindheit von seiner indischen Amme erzählt wurden.

Wunderbar, magisch und ungemein zärtlich

"Geschichten für den allerliebsten Liebling" ist ein wunderschönes Vorlesebuch für Eltern, die ihren Kindern zur Abwechslung gerne etwas anders vorlesen als "gewöhnliche Märchen".
157 Seiten voll zauberhafter Erzählungen mit schwarz-weiß-Abbildungen illustriert - ein wertvolles Buch, das Groß und Klein entzücken wird!

Bei Jokers jetzt zum Spitzenpreis von nur 4.99 Euro!

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18.01.2011, 15.07 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Kinder und Jugend | Tags: Rudyard Kipling, Kinderbuch, Vorlesebuch, Märchenbuch, Gute-Nacht-Geschichten, Erzählungen,

Zitate für die Ewigkeit

„Wenn es dir möglich ist, mit nur einem kleinen Funken die Liebe in der Welt zu bereichern, dann hast du nicht umsonst gelebt.“ (Jack London)

Ob Sprichwörter wie "Lügen haben kurze Beine" oder Zitate berühmter Persönlichkeiten wie jenes des US-amerikanischen Schritstellers Jack London: Zitate, Sprichwörter und Weisheiten begleiten uns durch unser ganzes Leben.

Fundgrube und Nachschlagewerk

Bereits 1911 ist "Zitatenschatz der Weltliteratur" zum ersten Mal erschienen. In dieser umfangreiche Sammlung finden sich mehr als 13.000 Zitate aus allen Epochen vereint. Alphabetisch nach Schlagworten geordnet ist dieses Werk für historisch wie sprachwissenschaftlich Interessierte gleichermaßen eine wunderbare Fundgrube und ein praktisches Nachschlagewerk.

Auf 864 Seiten finden sich neben Zitaten, Sprichwörter und Weisheiten auch noch

  • Redensarten
  • Aphorismen
  • geflügelte Worte
  • Epigramme
  • Inschriften
  • Kinderreime,
  • Totentanzverse
  • Grabinschriften
  • Gesundheits-, Wetter- und Bauernregeln


Viel Spaß beim Schmökern! 

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Weitere Bücher zum Thema Zitate und Redewendungen bei Jokers

13.01.2011, 11.41 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Bücher allgemein | Tags: Zitate, Redewendungen, Weisheiten, Sprichwörter, Aphorismen, Inschriften,

Fit, gesund und schlank ohne Chemie und Skalpell

Spinat spendet Energie und Tomaten machen schlank: mit dem Wissen um die Kräfte der einzelnen Nahrungsmittel ist eine gesunde und ausgewogenen Ernährung keine Hexerei mehr. 

Die wichtigsten Nahrungsmittel auf einen Blick

Medizinjournalist und Fachautor Klaus Oberbeil widmet sich in seinem Gesundheitsratgeber "
Die 12 Fitmacher aus der Natur" den Vitaminbomben, die uns Mutter Natur bietet. Richtig eingesetzt können die 12 von Oberbeil vorgestellten Lebensmitteln unterschiedliche Leiden wie zum Beispiel prämenstruale Störungen (PMS) lindern oder beim Abnehmen helfen.

Kalziumbombe Kohlrabi, Schlankmacher Tomate

Welche Kräfte sich in den einzelnen Lebensmitteln verbergen, welche Rezepte für starke Nerven sorgen und was man unter "Beauty Food" versteht, erläutert Klaus Oberbeil ausführlich und übersichtlich.

Ein kleiner Vorgeschmack: Der Top-Lieferant für Vitamin C, die Zitrone, hilft Erkältungen vorzubeugen, Eier sind richtige Fitnesspakete und Äpfel stecken voll verjüngenden Vitaminen für Zellen und Gewebe.

Außerdem in "Die 12 Fitmacher aus der Natur":

10.01.2011, 12.12 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Bücher allgemein | Tags: Gesunde Ernährung, Abnehmen, Diät, Lebensmittel, ,

2010 zum Nachlesen: Was Sie wirklich wissen sollten

2010 war ein turbulentes Jahr. Das Grubenunglück in Chile, das verheerende Erdbeben auf Haiti, die Ölpest im Golf von Mexiko, die explosiven WikiLeaks-Enthüllungen inklusive Jagd auf WikiLeaks-Gründer Julian Assange oder die omnipräsente Wirtschafts- und Finanzkrise: nur eine kleine Auswahl der Ereignisse, die uns vergangenes Jahr in Atem gehalten haben.

Was 2010 wirklich wichtig war und was Wert ist, im Gedächtnis zu bleiben, ist im umfangreichen Fischer Weltalmanach auf über 800 Seiten zusammengefasst.

Schwerpunkt Wirtschafts- und Finanzkrise

Das ausführliche Nachschlagewerk zum Zeitgeschehen bietet Zahlen, Daten und Fakten aus allen Ländern der Erde. Zusätzlich werden die wichtigsten Ereignisse des vergangenen Jahres aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Umwelt, Kultur und Sport beleuchtet. Den thematischen Schwerpunkt bildet die Wirtschafts- und Finanzkrise: Grafiken, Tabellen und Karten informieren über alles Wissenswerte rund um die wirtschaftliche und finanzielle Lage 2010.

Abgerundet wird dieser Gesamtüberblick mit einem Sonderkapitel zur Entwicklung der Staaten seit 50 Jahren mit Biografien aus jedem Jahr seit 1960 und vielen weiteren, spannenden Vergleichstabellen.

Umfangreich, genau und objektiv: Der Fischer Weltalmanach 2010 ist ein absolutes Muss für all jene, die über das relevante Weltgeschehen gut informiert und immer auf dem neuesten Stand sein möchten.

Der Fischer Weltalmanach 2010 bei Jokers

Weitere Nachschlagewerke bei Jokers

07.01.2011, 10.16 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Bücher allgemein | Tags: Jahresrückblick, Nachschlagewerk, Gesamtüberblick, 2011, ,

Tag des Kaffees

Kaffee_kl.jpgWie trinken Sie ihn am liebsten? Schwarz oder mit Zucker, als kleinen Starken oder lieber als cremigen Latte? Verlängert oder eisgekühlt als Frappé? Gemütlich zu Hause oder in der "to go"-Variante auf der Straße? Jeder hat seine eigenen Vorlieben, und das ist auch gut so. Nur, wer dem Lieblingsgetränk der Deutschen ganz abgeschworen hat, wird schräg angeschaut – alles andere ist erlaubt.
Am 24. September wird dem geliebten Getränk gehuldigt: Rund 86% der Erwachsenen trinken täglich oder mehrmals wöchentlich Kaffee, das vollmundig-bittere Gebräu ist mit 148 Litern pro Person und Jahr das am meisten konsumierte Getränk in Deutschland, sogar noch vor Wasser und Bier. 23 % des gesamten Getränkekonsums in Deutschland fällt auf Kaffee. Und dabei stehen die Deutschen nicht einmal auf Platz eins der europäischen Kaffeeliebhaber-Rangliste: Während jeder Deutsche 3 bis 4 Tassen Kaffee täglich genießt, trinkt der durchschnittliche Finne sogar bis zu 8 Tassen täglich. Kaffee belegt hinter Erdöl Platz 2 als bedeutendste Rohhandelsware der Welt.

Kaum zu glauben, oder doch?

Die Geschichte des Kaffees ist dabei uralt: Die erste schriftliche Erwähnung als Heilmittel fand Kaffee wohl unter der Bezeichnung "Bunchum" in den Schriften des Heilkundigen und Philosophen Ibn Sina (bekannt als Avicenna) im 11. Jahrhundert. Schon Sina kannte die stimulierende Wirkung der Pflanze.

Kaffee gedeiht in den Ländern, die sich zwischen dem 24. südlichen bis 24. nördlichen Breitengrad befinden. In diesen Ländern herrscht eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit und die Durchschnittstemperatur liegt bei 20 Grad. Neun bis zehn Monate nach der Blüte können die Kirschen, die normalerweise zwei Bohnen enthalten, geerntet werden. Während der drei bis vier Monate langen Haupterntezeit werden die reifen Kirschen fortlaufend von Hand gepflückt. Der Kaffeebaum als immergrüne Pflanze kann neben der Hauptblütezeit zu jeder Jahreszeit Blüten tragen.
Einer beliebten Legende nach wurde der Kaffee dadurch entdeckt, dass der Maronitenmönch Naironus Banesius eine Viehherde beobachtet, die sich wunderlich benahm. Wie die Hirten von Kaffa in Abessinien sich beklagten, waren die Tiere ungewöhnlich lebhaft, fanden bis spät in die Nacht keine Ruhe und zeigten keine Anzeichen von Müdigkeit.
Der Mönch ging diesem Rätsel nach und fand auf der Weide der Tiere eine dunkelgrüne Pflanze mit kirschähnlichen Früchten in grün, gelb und rot. Der neugierige Mönch bereitete sich einen Sud aus dieser Pflanze und stellte fest, dass seine Müdigkeit schwand. Brav nutzte er die so gewonnene Zeit, um seinen Gebeten noch länger nachzugehen.

Zum Feiertag des Kaffees am 24. September haben wir von Jokers eine ganze Reihe von Werken rund um den Kaffee für Sie ins Programm genommen: Neben stilvoller Lektüre zur Geschichte des edlen Getränks finden Sie auch allerhand Anregungen, mit welchen leckeren Beigaben es am besten zu genießen ist.

Bücher über Kaffee bei Jokers

Bild: Ibefisch/pixelio.de

03.09.2010, 07.58 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Bücher allgemein | Tags: Kaffee, Tag des Kaffees, KaffeebohneWie trinken Sie ihn am liebsten? Schwarz oder mit Zucker, als kl,

Der Ghostwriter der Poesiealben: Cäsar Flaischlen

Poesiealbum.jpgIch traue mich fast zu wetten, dass auch eingefleischten Lyrik-Freunden ein Name nur in Ausnahmefällen ein Begriff sein wird: Der des am 12.5.1864 in Stuttgart als Sohn eines Offiziers geborenen Cäsar Flaischlen nämlich.
Zunächst widmete sich der Dichter dem Buchhandel, studierte dann jedoch in Berlin, Heidelberg, Leipzig, Freiburg und Zürich, promovierte und siedelte 1890 nach Berlin über, wo er 1896 bis 1900 die Kunstzeitschrift "Pan" redigierte.

Seine ersten Gedichte erschienen im Jahr 1884, 20 Lenze zählte Flaischlen zu der Zeit.

Gestorben ist Cäsar Flaischlen am 16.10.1920 im Sanatorium Horneck, sein Ehrengrab auf dem Stuttgarter Pragfriedhof besteht noch heute.

Gut, nachdem Sie nun die groben Rahmendaten aus seinem Leben wissen, möchte ich Ihnen sein wohl berühmtestes Gedicht vorstellen – und auch hier traue ich mich zu wetten, nämlich dass Sie es ganz sicher schon einmal gehört haben, höchstwahrscheinlich sogar haben Sie selbst die erste Strophe in irgendeines der früher so beliebten Poesiebücher geschrieben: Und wahrscheinlich haben Sie auch damals nicht gewusst, wer Urheber dieser Verse war.

Hab Sonne im Herzen,

ob's stürmt oder schneit, 

ob der Himmel voll Wolken, 

die Erde voll Streit! 

Hab Sonne im Herzen,

dann komme, was mag!

das leuchtet voll Licht dir
den dunkelsten Tag! 



Hab ein Lied auf den Lippen,

mit fröhlichem Klang 
und
macht auch des Alltags

Gedränge dich bang! 

Hab ein Lied auf den Lippen, 

dann komme, was mag! 

das hilft dir verwinden

den einsamsten Tag! 



Hab ein Wort auch für andre

in Sorg und in Pein

und sag, was dich selber 

so frohgemut läßt sein: 

Hab ein Lied auf den Lippen, 

verlier nie den Mut, 

hab Sonne im Herzen,

und alles wird gut!

Erinnern Sie sich? Zumindest an die erste Strophe? Und haben diese Worte Ihnen nicht ein kleines Lächeln auf die Lippen gezaubert? Dann schenken Sie diesen Reim doch weiter: Zum Beispiel als ersten Eintrag in dem niedlichen Poesiealbum, das wir von Jokers gerade im Angebot haben.

Poesiealbum bei Jokers

02.09.2010, 16.39 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Nebensächliches | Tags: Poesie, Poesiealbum, Cäsar Flaischlen, Gedicht,

Trend-Sport nicht nur für Menschen

Lassie_kl.jpgWer etwas auf sich hält, kommt heutzutage um eine Trendsportart nicht mehr herum. Inline-Skating etwa, Streetball oder Snowboarding stehen ganz oben auf der Beliebtheitsliste. Dabei muss man nicht einmal durch besondere sportliche Leistungen glänzen. Das richtige Outfit und ab und an hingeworfene Sätze wie: "Neulich beim Freeclimbing..." genügen völlig.

Das gilt übrigens auch für Hunde. Des Menschen treuster Vierbeiner glänzt beim Agility, Dogdancing oder Hunderennen. Und die ganz mutigen Zamperl treibt es zum Rettungshundetraining oder Leistungshüten. Und wer hat's erfunden? Lassie war's! Sie erinnern sich: der clevere Collie mit dem Helfersyndrom, der mit Vorliebe Menschen aus reißenden Fluten rettete, Bösewichte in die Flucht schlug und Familien zusammenbrachte. Und bei all den mit Bravour gemeisterten Katastrophen aussah, wie frisch geföhnt: stets das Langhaar perfekt in Form, niemals zerzaust, niemals wirklich nass - eine echte Hunde-Diva eben!

1938 erschuf der US-Schriftsteller Eric Knight den Schwanzwedler in der Geschichte "Lassie come home". Seitdem wurden unzählige Lassie-Filme gedreht, der erste 1943 mit der damals zehnjährigen Liz Taylor. Ein leuchtendes Beispiel für unsere Hunde, die statt echten Abenteuern ihr Glück auf dem Hundeplatz suchen müssen. Und wenn Ihnen beim Spazierengehen mal wieder ein gefühlter zwei Meter großer und 100 kg schwerer "Dertutnix" ins Gesicht hechelt, denken Sie positiv - und an Lassie. Wahrscheinlich hat das bellende Ungetüm nur zuviel Fernsehen geguckt und möchte Sie gerne retten...

Wer vom perfekten Hund träumt, greift zur DVD und genießt noch einmal die Lassie-Klassiker - ein großer Filmspaß für die ganze Familie!

Lassie-DVD-Box bei Jokers

Bild: Olaf Bucher/pixelio.de



31.08.2010, 07.47 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: | Tags: Hund, Abenteuer, Lassie, Sport, Hundesport,

Dunkles Mittelalter?

Mittelalter_kl.jpgJetzt sprießen sie wieder wie Pilze aus dem Boden: die Mittelaltermärkte. Fast an jedem Wochenende kann man sich nun wie ein Landsknecht, eine Marketenderin oder ein edler Ritter fühlen. Ganz Passionierte hüllen sich sogar in eigens angefertigte Gewänder, setzen leinene Hauben auf und tragen spitzes Schuhwerk. Dann werden deftige Speisen aufgetischt und ein Humpen aus gebranntem Ton mit dunklem Bier oder Met gefüllt – fertig ist unser Bild vom Mittelalter. Nur dass wir für das Spektakel Eintritt zahlen, im klimatisierten Auto oder mit dem High-Tech-Fahrrad angereist sind und unter dem Leinenwams Funktionsunterwäsche tragen. Klar, dass der sommerliche Mittelalter-Zinnober in ganz Deutschland kaum ansatzweise etwas mit der realen Epoche zu tun hat.

Von dunklen Katen, strohgefüllten Bettlagern voller Ungeziefer, Armut, Hunger, Aberglauben und Krankheiten möchte man ja auch eigentlich nicht so viel wissen. Aber irgendwie übt dieses Zeitalter auf uns eine ganz große Anziehungskraft aus. Vielleicht, weil die Welt von damals so überschaubar scheint. Alles war ein paar Nummern kleiner, und jeder kannte seinen Platz in der Gesellschaft. Und außerdem gab es sie ja tatsächlich, die Ritter im Kettenhemd, die Minnesänger, Gaukler und Edeldamen. Faszinierende Gestalten einer immer noch einflussreichen Zeit.

Vielleicht haben Sie ja Lust, einmal hinter die Kulissen des Mittelalters zu blicken und mehr darüber zu erfahren, wie das Alltagsleben damals tatsächlich aussah, wie man mit der Umwelt umging, was auf dem Speiseplan stand und wie die gesellschaftliche Position von Mann und Frau war. Sehr spannend! Denn es gibt zu entdecken, dass das Mittelalter gar nicht so „dunkel“ war, wie wir meist glauben.

"Streifzüge durch das Mittelalter" bei Jokers

"Mensch und Umwelt im Mittelalter" bei Jokers

Bild: Codex manesse Heinrich von Breslau/wikimedia


27.08.2010, 07.40 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Kulturgeschichte | Tags: Mittelalter, Mittelaltermärkte, Alltagsleben,

Gegen den "Kikeriki-Journalismus": Der Otto-Brenner-Preis

45.000 Euro sind beim Otto-Brenner-Preis für kritischen Journalismus ausgeschrieben: Bis zum 13. August 2010 ist die Bewerbung für die Auszeichnung möglich. Print-, Hörfunk- oder Fernsehbeiträge werden prämiert, die dem Motto "Kritischer Journalismus - Gründliche Recherche statt bestellter Wahrheiten" folgen. Auch Publikumsvorschläge für preiswürdige Beiträge sind willkommen. Gesellschaftlich relevante aber vernachlässigte Themen sollen mit dem Journalisten-Preis ins Blickfeld der Öffentlichkeit gerückt werden. Journalistinnen und Journalisten sollen so ermutigt werden, Missstände in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu benennen oder auch unbequeme Fragestellungen zu untersuchen. Ziel ist es vor allem auch, diejenigen Beiträge hervorzuheben, die sich vom "Mainstream" der Berichterstattung durch eine eigenständige und gründliche Rechercheleistung absetzen und in Sprache, Stil und Darstellungsweise überzeugen.

Der Namensvetter des Preises war der gewerkschaftlich aktive Politiker Otto Brenner, der Zivilcourage zum Maßstab seines Handelns machte. Als langjähriger Gewerkschaftsvorsitzender der IG Metall forderte er den "aufrechten" Gang von Politikern ein. "Nicht Ruhe und Unterwürfigkeit gegenüber der Obrigkeit ist die erste Bürgerpflicht, sondern Kritik und ständige demokratisch e Wachsamkeit", polemisierte er 1968.

Der Otto-Brenner-Preis ist bereits zum sechsten Mal ausgeschrieben, die Preisverleihung findet am 2. November 2010 in Berlin statt. Eine unabhängige Jury prämiert drei intensiv recherchierte und anspruchsvolle Beiträge (1.-3. Preis, 10.000, 5000 und 3000 Euro). Hinzu kommt ein mit 2000 Euro dotierter Medienprojekt-Preis.

Der Brenner Preis "Spezial", der die beste Analyse (Leitartikel, Kommentar, Essay) mit 10.000 Euro belohnt, soll dazu beitragen, dem Trend zum "Kikeriki-Journalismus" (Heribert Prantl) und der unkritischen Übernahme einer Mehrheitsmeinung entgegenzuwirken. "Demokratie braucht Vielfalt, gerade in den kommentierenden Darstellungsformen. Der Preis will daher Texte prämieren, die Aufklärung fördern, die anregen und aufregen", lautet der Leitspruch der Jury. Träger des "Spezial"-Preises der Otto Bren ner Stiftung sind unter anderem Christian Bommarius (Berliner Zeitung) und Christian Semler.

Jurymitglieder sind Sonia Seymour Mikich (Monitor), Prof. Dr. Heribert Prantl (Süddeutsche Zeitung), Harald Schumann (Der Tagesspiegel), Prof. Dr. Volker Lilienthal (Rudolf-Augstein-Stiftungsprofessur für Praxis des Qualitätsjournalismus an der Universität Hamburg), Prof. Dr. Thomas Leif (netzwerk recherche) und Berthold Huber (Verwaltungsratsvorsitzender der Otto Brenner Stiftung). Man darf gespannt sein, wer 2010 die Lorbeeren einheimst.


25.08.2010, 17.23 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Nebensächliches | Tags: Otto Brenner, Journalismus, Preis,

Glück in Brooklyn

Brooklyn ist keine feine Gegend. Nicht so wie die schicke New Yorker Stadtteilschwester Manhattan, wo alles glänzt und funkelt. Nein, in Brooklyn geht es bunt zu und etwas rau, hier mischen sich alle nur denkbaren ethnischen Gruppen, und die Bewohner befinden sich nicht unbedingt immer auf der Gewinnerseite des Lebens. Ein wunderbares Biotop für einen Schriftsteller, den genau diese Gegensätze und die weniger glatten Biographien von Menschen interessieren.

BrooklynBridge_kl.jpgZum Beispiel für Paul Auster, der selbst in diesem pulsierenden Stadtteil New Yorks lebt. Wer seine „Brooklyn Revue“ zur Hand nimmt, bekommt genau das, was draufsteht: eine faszinierende, schillernde, farbige, derbe, humorvolle, philosophische Großstadt-Revue voller eckiger Charaktere. Es gibt eine kleine Ausreißerin, einen Ex-Galeristen, christliche Fundamentalisten, massenhaft gescheiterte Existenzen und natürlich den Erzähler Nathan, einen krebskranken Versicherungsmann, der sich von seiner soeben überstandenen Krankheit und seinen gescheiterten Beziehungen erholen will.

Paul Auster liebt sie alle. Das spürt man beim Lesen. Er blickt nicht herab auf die Getriebenen und Gescheiterten, sondern gibt ihnen eine Stimme und zeigt uns die vielen menschlichen Gesichter dieser Riesenstadt. Der Reigen der kauzigen Brooklyner Gestalten endet an einem Tag, der Geschichte schrieb: am Morgen des 11. September 2001, wenige Stunden, bevor das World Trade Center wie ein Kartenhaus zusammenfällt. Und weil er so schön ist, gibt es in diesem speziellen Fall den letzten Satz des Romans hier im Blog: „Aber noch war es erst acht Uhr, und als ich unter dem strahlend blauen Himmel die Straße entlang spazierte, war ich glücklich, mein Freund, so glücklich wie nur je ein Mensch auf dieser Erde.“

Die „Brooklyn Revue“ bei Jokers

Bild Brooklyn Bridge: Jens Kühnemund/pixelio

24.08.2010, 14.58 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Sachbücher | Tags: Paul Auster, Brooklyn, 11. September, New York,

Hammer-Hirsch

Hirsch_kl.jpgIch gebe es unumwunden zu: Ich gehöre zu der Kategorie der Besserwisser und Klugsch... . Zu meiner Ehrenrettung möchte ich allerdings hinzufügen: aber nur, wenn es um die deutsche Sprache geht. Ansonsten halte ich mich für einen recht toleranten und freundlich gesinnten Zeitgenossen.

Wenn ich jedoch auf einem Spaziergang durch die Stadt „T-Shirt’s“ sehe oder lesen muss „Eltern haften für Ihre Kinder“ (danke, dass fremde Eltern für meinen Nachwuchs haften, das finde ich prima!), dann werde ich zum Hirsch.

Und wenn das mal keine Top-Überleitung zu dem Titel ist, den ich Ihnen heute empfehlen möchte, weiß ich auch nicht weiter. Denn es handelt sich um das Buch „Deutsch kommt gut – Sprachvergnügen für Besserwisser“ von Eike Christian Hirsch. Der erfahrene Journalist hat hier einen Sezierblick auf das heutige Deutsch verschiedener Gruppen geworfen. Er zeigt uns, mit welchen Phrasen die Bosse und Politiker um sich werfen, wie die Jugendlichen sprechen und wie auch die Presse uns mit falschem sprachlichem Bilderreichtum „beglückt“.

Das macht so richtig Laune! Und das Erstaunliche ist, dass man sich schon so an die verschwurbelten Sätze und Wortungetüme insbesondere des Politikjargons gewöhnt hat, dass man so manches zweimal lesen muss, um das Kuriose daran zu entdecken. Hier reiht sich Anekdote an Anekdote über den heutigen witzig-absurden Sprachgebrauch in allen Lebenslagen – eine wahre Fundgrube für Sprachenthusiasten. Kurz: einfach Hammer!

„Deutsch kommt gut – Sprachvergnügen für Besserwisser“ bei Jokers

Bild: siepmannH/pixelio.de

23.08.2010, 09.17 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Bücher allgemein | Tags: Eike Christian Hirsch, Sprachvergnügen, Besserwisser,

Unkraut kann köstlich sein!

Kein Hobbygärtner gibt es gerne zu, aber es ist verdammt einfach, den Kampf gegen die "grüne Hölle" zu verlieren. Und dann ist es vorbei mit teppichflauschigen Rasenflächen, bunt blühenden Blumenbeeten und ordentlich geharkten Kieswegen. Einmal nachlässig gewesen, schon erobert sich die Natur unerbittlich jeden Millimeter Kulturgarten zurück. Man kann dann fassungslos zusehen, wie es in kürzester Zeit aus allen Ecken sprießt: Löwenzahn setzt gelbe Tupfer in den vormals englischen Rasen, Sauerampfer wuchert mit den Stauden um die Wette und wo gar nichts mehr wächst, fühlen sich Brennnesseln bald richtig wohl.

Brennnessel_kl.jpgEntspannen Sie sich, die Angst vor Unkraut war gestern! Der gelassene Mensch mit grüner Seele spricht von "Wildkräutern" - und die sind nicht nur wichtig für allerlei nützliche Insekten wie Bienen und Schmetterlinge, sondern schmecken auch noch köstlich. Ja, Sie haben richtig gelesen, die umwelt- und nervenschonende Devise heißt: Essen Sie Ihr Unkraut einfach auf! Die Brennnessel etwa wird zubereitet wie Spinat und schmeckt unnachahmlich würzig. Vorsicht: Beim Pflücken Gummi- oder Lederhandschuhe tragen, Stoffhandschuhe kapitulieren vor den "Stacheln". Löwenzahnblüten ergeben ein köstliches Gelee und Giersch und Sauerampfer verkocht man kurzerhand zu einer leckeren Sauce.

Na, auf den Geschmack gekommen? Dann finden Sie sicher auch noch einige Pilze und wilde Beeren in Ihrem Gartenparadies. Auch wenn wir von Kindesbeinen an darauf trainiert wurden, nicht alles in den Mund wandern zu lassen, was so kreucht und fleucht - man kann mehr (gefahrlos) verspeisen, als man denkt! Und damit das kulinarische Experiment nicht mit einer Magenverstimmung endet, gibt es ein praktisches Rezept- und Bestimmungsbüchlein für alle Freunde der "wilden Küche".

"Pilze, Beeren und Wildkräuter" bei Jokers

Bild Brennnessel: Ute Zimmermann/pixelio.de

20.08.2010, 15.39 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Bücher allgemein | Tags: Unkraut, Pilze, Hobbygärtner, Gartenparadies,

Rätselhaft

Dürer ist 43 Jahre alt, als er 1514 das Blatt "Melencolia I" sticht. Der Kupferstich ist und bleibt in seiner Gegenständlichkeit und Deutung rätselhaft. Die Forschung zur "Melencolia" hat zahlloses Material zum geistes- und ikonologiegeschichtlichen Hintergrund und zur Wirkungsgeschichte hervorgebracht.

Die Probleme beginnen mit der Identifizierung der Gegenstände auf dem Bild: Wer oder was ist die sitzende Figur? Eine Frau, ein Engel, ein Mann, ein Genius? Ist das Bauwerk ein Haus, eine Baustelle, ein Turm? Ist die geflügelte kleine Figur ein Putto, ein unschuldiges malendes Kind, gar ein Dämon, eine Muse, die Eingebungen der Melancholie notiert? Ist das Tier, auf dessen Flügel "Melencolia I" steht, eine Fledermaus, ein Echsenwesen oder der Drache des Saturns? Ist das Zeichen "I" im Schriftzug der Flügel die Zahl "Eins", die Ordnungszahl "Erstens", der Buchstabe "I" in der Bedeutung des Imperativs des lateinischen "ire" (gehen), womit sich die Bedeutung: "Melencolia - geh weg!" ergeben würde? Was stellt der Bogen im Hintergrund dar? Den Regenbogen, Mondbogen oder den Saturnring?

Melencolia_I_(Duerer).jpgAuch alle anderen Darstellungen des Stichs sind keineswegs eindeutig. Doch genau das macht die Faszination des Kunstwerks aus. Nicht zuletzt verewigte Dürer ein „diabolisches magisches Quadrat“ in diesem Stich. Ein Magisches Quadrat ist eine wiederholungsfreie Anordnung positiver ganzer Zahlen von 1 bis n², bei der jede Reihe, Spalte und Diagonale dieselbe Summe bilden. Dabei ist n die Ordnung, Basis, das Modul oder die Wurzel des Quadrats. Natürlich gibt es bei magischen Quadraten ganz harte Sonderfälle, so genannte diabolische Quadrate. Sie haben noch zusätzliche Eigenschaften, zum Beispiel die Summe der zentralen Kästchen oder das gleiche Ergebnis bei der Addition der vier Ecken.

Bis heute entstehen Lösungen magischer Quadrate durch Versuch und Irrtum – es konnte noch nicht geklärt werden, nach welchen mathematischen Gesetzen sich die Zahlen in magischen Quadraten verteilen. Spannend, nicht? Wenn Sie sich ein wenig weiter in die unglaubliche Welt logischer Rätsel wagen wollen, ist das Buch „BrainMatics. Definitiv Logische Rätsel“ genau das Richtige für Sie: Ähnlich wie bei Dürers „Melencolia“ gibt es hier unglaublich viele faszinierende Denkanstöße zu entdecken! Auch sein diabolisches magisches Quadrat wird hier beschrieben.

„BrainMatics. Definitiv Logische Rätsel“ bei Jokers


Bilder: Selbstportrait Albrecht Dürer/wikimedia, Melencolia I/wikimedia



20.08.2010, 12.53 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Bücher allgemein | Tags: Melencolia, Dürer, magisches Quadrat,

Wasserdicht bis 20 Meter

Über E-Books, Kindle und iPad kann man geteilter Meinung sein. Jetzt in der Urlaubszeit allerdings tritt der große Vorteil „analoger“ Literatur wieder deutlich zu Tage. Denn bei allen Vorzügen, die elektronische Reader bieten, habe ich in Freibädern, an Seen und Stränden die letzten Wochen fast ausschließlich Gedrucktes gesehen.

Klar: Sand, (Salz-)Wasser und tropfendes Eis richten auf Papier weniger Schaden an als auf Touchscreen, Platinen oder in Lüftungsschlitzen. Auch auf der Liegewiese gepflügte Blumen trocknen schöner zwischen Papierseiten als im Batterie-Fach oder zwischen Lesegerät und Schutzhülle. Und doch bin ich mir sicher, dass die Technik auch gegen diese Nachteile bald ein Mittelchen entwickelt.

Wahrscheinlich sind die E-Books dieser Welt wie viele Uhren bald wasserdicht bis zu 20 Meter Tiefe, stemmen einen Druck von vier Zentnern und können Urlaubsmitbringsel wie Muscheln und Blumen täuschend echt in Bild und Ton nachahmen. Doch bis es so weit ist, werde ich mich auch dieses Jahr wieder lange nach Urlaubsende an meinem vom Meerwasser gezeichneten Buch erfreuen. Noch nach vielen Wochen rieseln Grashalme und Sandkörnchen heraus und erinnern mich an sonnige Strandtage.


Bild: Rainer Sturm/pixelio.de

19.08.2010, 12.39 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Autoren | Tags: E-Books, Kindle, iPad, Touchscreen, Buch,

Bettwäsche: der neue (literarische) Bezug zu Arthur Miller

Die Kaufentscheidungen mancher Frauen werde ich wohl nie ganz verstehen. So erzählte mir zum Beispiel Susanne neulich, dass sie vor drei Jahren ein Buch gekauft hatte, nur weil sie der Titel an ihre Lieblingsbettwäsche erinnerte. Ja, der Zusammenhang erschloss sich auch mir erst spät. Nämlich erst dann, als sie mir den Buchtitel („Pippa Lee“ von Rebecca Miller) und den Designernamen (Pip Studio) ihrer Bettwäsche nannte.

Ohne meine Freundin wäre ich wohl nie im Leben auf die beiden Namen gestoßen. Denn weder kann ich mit den großformatigen, bunten Blumenmotiven der Amsterdamer Designerin etwas anfangen, noch kannte ich bis dato Rebecca Miller. Spätestens nach der jüngsten Kino-Verfilmung des Romans weiß ich aber, dass es sich bei Letzterer um die Tochter des amerikanischen Schriftstellers Arthur Miller und der deutschen Fotografin Inge Morath handelt. Auch die Handlung des Romans rund um die lebenslustige Pippa ist mir mittlerweile aus Programmheften geläufig. Nach 20 Ehejahren bricht sie noch einmal aus, um das wilde Leben ihrer Jugend zu genießen.

In die Verlegenheit, mit Susanne zusammen den Film anzusehen, werde ich wohl nicht kommen. Denn das Buch hat sie schon längst wieder vergessen. Auch die bunte Bettwäsche ist wieder out. Sie steht jetzt nach eigenen Worten „mehr auf Clean Chick“. Bin ja gespannt, welcher literarische Bezug sich daraus noch entwickelt …



18.08.2010, 12.22 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Nebensächliches | Tags: Pippa Lee, Rebecca Miller, Pip Studio, Bettwäsche,

Stendal und Stendha

Stendhal_kl.jpgStendal ist eine kleine Hansestadt in Sachsen-Anhalt unweit von Magdeburg und hat besonders geringe Niederschlagsmengen. Ansonsten scheint es sich um ein nicht sonderlich auffälliges Städtchen im Osten der Republik zu handeln. Aber es hat doch eine besondere Bewandtnis mit Stendal. Denn dieser Ort ist die Geburtsstadt des Begründers der deutschen Archäologie Johann Joachim Winckelmann.

Bevor Sie gleich anfangen zu gähnen: Der berühmte französische Autor Stendhal benannte sich nach dieser Stadt in der Altmark, möglicherweise war er ein Bewunderer Winckelmanns. Und Stendhal verfasste so wichtige Romane der Weltliteratur wie „Rot und Schwarz“ oder „Die Kartause von Parma“. Einer der großen Franzosen der Literatur des 19. Jahrhunderts.

Eigentlich hieß der französische Schriftsteller Marie-Henri Beyle und stammte aus Grenoble. Sein Werk „Die Kartause von Parma“ blieb das einzige Buch Stendhals, das noch zu seinen Lebzeiten Erfolg hatte. Und es ist auch wirklich ein großartiges Stück Literatur – nicht nur sein Zeitgenosse Honoré de Balzac äußerte sich begeistert über dieses in nur gut 50 Tagen niedergeschriebene Werk Stendhals.

Die_Kartause_von_Parma_kl.jpgDer junge Adlige Fabrizio del Dongo bringt es in der Zeit der napoleonischen Kriege zu einigem: er nimmt an der Schlacht von Waterloo teil, entschließt sich aber schließlich, eine kirchliche Laufbahn einzuschlagen, weil eine militärische Karriere in diesen Zeiten wenig erfolgversprechend scheint. Durch eine Intrige landet er in der Festung von Parma, wo er sich in die Tochter des Kerkermeisters verliebt. Die verheiratete Frau und der Geistliche haben einen Sohn miteinander, der jedoch ebenso stirbt wie seine Mutter. Daraufhin zieht sich Fabrizio del Dongo in die Kartause von Parma zurück.

Warum ein Kloster in Italien und nicht etwa in Frankreich, wo doch die erste Kartause, ein Kloster des Kartäuserordens, gegründet wurde? Stendhal liebte Italien und sah in der damaligen italienischen Gesellschaft mehr Möglichkeiten als in seiner französischen Heimat. Den interessanten französischen Autor mit dem deutschen Namen und der Vorliebe für Italien sollten Sie sich merken, wie ich finde. Sein vielschichtiges Buch „Die Kartause von Parma“ können Sie hier bei uns entdecken.

„Die Kartause von Parma“  bei Jokers

Bild Stendhal: wikimedia

17.08.2010, 12.12 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Belletristik | Tags: Stendal, Stendhal, Kartause, Parma, Maire-Henri Beyle,

Der kleine Nick – ab 26. August 2010 im Kino

nick1.jpgDer kleine Nick (Maxime Godart) führt ein friedliches Leben: Er hat Eltern, die ihn lieben, eine Clique von fabelhaften Freunden – und er hat überhaupt kein Bedürfnis, daran irgendetwas zu ändern.

Doch eines Tages belauscht Nick ein Gespräch seiner Eltern (Kad Merad und Valérie Lemercier) und denkt fortan, seine Mutter sei schwanger. Er gerät in Panik und fürchtet das Schlimmste: ein kleiner Bruder! Nicks Eltern werden keine Zeit mehr für ihn haben. Vielleicht werden sie ihn sogar aussetzen, im Wald, wie den Däumling im Märchen. Um diesem unglücklichen Schicksal zu entgehen, entwirft der kleine Nick eine Strategie, um sich für seine Eltern unentbehrlich zu machen. Doch obwohl er sich alle Mühe gibt, tritt er in ein Fettnäpfchen nach dem anderen und beschwört mit der Zeit immer mehr Ärger herauf…

nick2.jpgEndlich kommt DER KLEINE NICK ins Kino! Die Geschichten um den vorwitzigen Grundschüler und seine Bande begeistern seit Jahrzehnten junge und jung gebliebene Leser und machten die 1960 erstmals in Buchform erschienenen Geschichten zu einem internationalen Bestseller. Die Abenteuer von Nick und seinen Kameraden Roland, Chlodwig, Otto, Franz, Georg und Adalbert stammen aus der Feder des „Asterix“- und „Lucky Luke“-Erfinders René Goscinny und wurden von Jean-Jacques Sempé illustriert.

nick4.jpgSempé und Goscinnys Tochter Anne, die Ideen zu einem Nick-Film stets abgelehnt hatten, ließen sich von Regisseur Laurent Tirard (MOLIÈRE) schließlich doch überzeugen – und das Ergebnis gibt ihnen recht: Die Neuentdeckung Maxime Godart in der Titelrolle führt ein hochkarätig besetztes Ensemble an, so sind in den Hauptrollen u.a. Kad Merad (WILLKOMMEN BEI DEN SCH’TIS) als Nicks Vater, Valérie Lemercier (EIN PERFEKTER PLATZ) als Nicks Mutter und Sandrine Kiberlain (HABEN (ODER NICHT)) als die Klassenlehrerin zu sehen.

 

17.08.2010, 09.54 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: | Tags: Kino, Gewinnspiel, Der kleine Nick,

Rauchst du noch oder liest du schon?

Das neue Rauchverbot in Bayern trifft auch meinen Freundeskreis hart. Vor allem, nachdem „Nichtraucherclubs“ als letzte Bastion einiger Freunde geschlossen werden, bewegt das Thema bald mehr als die Fußball-WM. Rauchst du noch oder schimpfst du schon, heißt die neue Devise. Kollegen werden selbst bei Sturm und Hagel zum Rauchen vors Haus verbannt. Bierzelte auf Sommerfesten verwaisen. Und Allen Carrs „Endlich Nichtraucher!“ erlebt einen neuen Boom. Allein nach meinem Exemplar, mit dem ich selbst vor einigen Jahren zum Nichtraucher wurde, fragten schon drei Kollegen. Der einzige Lichtblick für Bayerns Raucher scheint das Oktoberfest zu sein. Denn dort darf zumindest dieses Jahr noch in den Festzelten nach Herzenslust geraucht werden.

So verhärten sich die Fronten. Spätestens beim Feierabendbier trennen sich Raucher von Nichtrauchern. Die einen lästern im „Rauchereck“ fernab vom Krug über die intoleranten Gesundheitsfanatiker. Die anderen trinken fröhlich weiter und preisen die neue, saubere Atmosphäre.

Ein Glück, dass ich schon vor einigen Jahren mit dem Rauchen aufgehört habe. Denn neben gesundheitlichen Aspekten hat das auch meinem Geldbeutel genutzt. Und von dem Geld, das ich noch vor fünf Jahren für Zigaretten ausgegeben habe, finanziere ich heute so manches schöne Buch.

"Auferstanden aus der Asche" bei Jokers

Bild: Claudia Hautumm/pixelio



16.08.2010, 11.49 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: | Tags: Nichtraucherschutzgesetz, Endlich Nichtraucher, Allen Carr, Asche,

Jane Austen und die Zombies

Zombie_kl.jpgIch gebe zu: Auch ich habe eine dunkle Seite. Zu meinem Faible literarische Experimente gesellt sich eine leicht anarchische Ader. Diese bekam jüngst neues Futter, als ich von „Stolz und Vorurteil und Zombies“ las. Wie der Titel des gruselig gestalteten Buches vermuten lässt, stützt sich das Werk auf Jane Austens „Stolz und Vorurteil“. In schönster Mash-up-Technik vermischt Seth Grahame-Smith, der sich bislang nur als Drehbuchautor verdient gemacht hat, den Klassiker der Weltliteratur mit Horror- und Splatter-Elementen zu einem Zombie-Roman erster Güte. Der Grund für diese freche, aber witzige Kombination liegt nach Angaben des Autors in seiner Jugend, in der er den Klassiker widerwillig als Pflichtlektüre lesen musste.

Stolz_und_Vorurteil_und_Zombies.jpgWohl als Rache posthum bereicherte er jetzt die Handlung, die er selbst als „langsam und freudlos“ empfand, um trashige Handlungsstränge. Anstatt mit Eheversprechen, Standesproblemen und Rollenverteilung kämpfen die Hauptakteure Elisabeth Bennet und Fitzwilliam Darcy nun gegen Untote. Aus einem leisen und anspruchsvollen Entwicklungsroman wird ein Action-Abenteuer in Splatter-Manier.

Damit trifft Grahame-Smith zumindest in Amerika den Nerv der Jugend und landete spontan einen Bestseller. Auch ein Autor namens Ben H. Winters hat mit „Sense and sensibility and seamonsters“ und „Android Karenina“ literarischen Klassikern neues „Leben“ eingehaucht. Dem Anspruch des Buchmarktes scheint diese Form der Anarchie jedoch nicht zu schaden. Wie Spiegel online schreibt, steigt in den USA auch die Nachfrage nach Austens Originalromanen.


Stolz und Vorurteil und Zombies bei Jokers

Bild Zombiekatze: Peter Ochsenkühn/pixelio


13.08.2010, 11.24 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Belletristik | Tags: Jane Austen, Mash-up-Technik, Seth Grahame-Smith, Ben H. Winters,

Hermann-Hesse-Preis

Literaturzeitschriften gibt es viele: Nur wenige werden über einen kleinen Fan-Kreis hinaus bekannt. Der Leipziger „Poet“ ist eine der wenigen Ausnahmen, die das schaffte. Ein Grund mag auch der neuartige Ansatz sein, die Zeitschrift mit einem Internetportal (www.poetenladen.de) zu ergänzen. Das Konzept und der Inhalt treffen den Zeitgeist so sehr, dass der diesjährige Calwer Hermann-Hesse-Preis an die Leipziger Macher des „Poeten“ geht.

Am Geburtstag Hermann Hesses, also am 2.Juli, wird der Preis alle zwei Jahre vergeben. Er ist mit 15.000 Euro dotiert und wird seit 1990 verliehen. Abwechselnd geht er an eine deutschsprachige Literaturzeitschrift und an einen Übersetzer der Werke Hermann Hesses. Getragen wird die Auszeichnung von der Calwer Hermann-Hesse-Stiftung und dem Land Baden-Württemberg. Ausgezeichnete Zeitschriften waren zuletzt „Sprache im technischen Zeitalter“ und „EDIT“.

Der diesjährige Gewinner, die halbjährlich erscheinende Zeitschrift „Poet“, ist die Printausgabe des 2005 gestarteten Literatur-Internetportals poetenladen.de. Die Jury begründet ihre Wahl so: Sowohl die Zeitschrift wie die Webseite seien „eigenständige Foren, die das jeweilige Medium in herausragender Weise nutzen“, zusammen böten sie „ein beispielhaftes Konzept für die Förderung und Verbreitung junger Literatur“. „Es beeindruckt nicht nur durch sein frisches Layout, sondern auch durch seine inhaltliche Konzeption“, teilte Kunststaatssekretär Dietrich Birk (CDU) anlässlich der Preisverleihung mit.

Auch ich finde, dass sich ein Blick in den „Poetenladen“ lohnt. Er ist ein virtueller Raum für Dichtung, in den Regalen findet der Besucher Storys und Gedichte, Erzählungen und Kurzprosa unterschiedlicher Spielart. Ergänzt wird der literarische Teil durch aktuelle Buchkritiken, Essays und Nachrichten zur Poesie, wesentlich für den Internetauftritt ist auch der grafische Bereich, der Illustrationen und Arbeiten darstellender Künstler einschließt. Ich finde es immer wieder schön, auf diese Weise unkonventionelle Lyrik und Texte (noch) unbekannter Nachwuchskünstler zu lesen. Klicken Sie doch auch mal rein!


12.08.2010, 16.30 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Musik | Tags: Poetenladen, Lyrik, Literaturportal, Hermann-Hesse-Preis,

Brille nicht vergessen!

281.pngMal ehrlich, lieber Mann: Wo gucken Sie hin, wenn im Hochsommer wieder haufenweise Frauen in kurzen Röcken und engen Tops durch die Straßen flanieren? „Mann“ braucht kein schlechtes Gewissen haben, wenn er mal einen Blick riskiert. Es kann nämlich passieren, dass sich auch eine Frau mal umdreht, wenn ein durchtrainiert gestählter, sonnenverwöhnter Männerkörper vorbeischlendert. Sagt zumindest meine Frau, und der will ich mal glauben.

Letztes Mal habe ich bei meinem Stadtbummel die folgende Erfahrung gemacht: Ich hatte meine Brille zu Hause liegen lassen, was eigentlich nicht weiter schlimm ist. Ich muss nicht unbedingt meine Brille dabei haben, wenn ich einfach nur durch die Straßen bummeln will. So gut sehe ich immer noch. Aber dann blieb mein Blick an einem knallig orangefarbenen Shirt hängen. Nein, kein verlockender Frauenkörper steckte in dem Shirt, ein Mann trug das Shirt zur Schau. Ich konnte, so sehr ich mich auch anstrengte, einfach nicht entziffern, was auf das Shirt gedruckt war. Unauffällig versuchte ich mit zusammengekniffenen Augen, den Text doch zu entziffern, während ich langsam, ganz langsam, an dem Mann vorbei ging. Es war nicht unauffällig genug. „Kann ich helfen?“, sprach er mich grinsend an, als ich, meine Augen auf seine Brust fixiert, gegen einen Laternenpfahl stieß. Ich musste die Katze aus dem Sack lassen und fragte ihn unverblümt nach dem Aufdruck. „Read books not T-Shirts“, entgegnete der Mann lachend. Ich lachte ebenfalls laut auf: Read books, not T-Shirts! Wenn das kein gelungener Spruch für ein T-Shirt ist!

Ich habe nicht gefragt, wo der Mann das T-Shirt gekauft hat. Jetzt könnte er es auch in unserem T-Shirt-Shop bestellen, denn klar: Den Spruch habe ich gleich auf einem unserer T-Shirts verewigt. Aber auch die Zitate „Never judge a book by its movie“ oder „Gesegnet seien alle, die nichts zu sagen haben und trotzdem den Mund halten“ finde ich ganz witzig.

http://literaturshirts.spreadshirt.de/


10.08.2010, 16.21 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Zum Schmunzeln | Tags: Literaturshirts, T-Shirts, Zitate, Brille,

„Bücher“ von Hermann Hesse

Hermann_Hesse.jpgSchon des öfteren habe ich Sie an dieser Stelle an meiner Leidenschaft für die Poesie teilhaben lassen: Ich habe Ihnen von und zu meinen Lieblingsautoren Gedichte vorgestellt, Lebensläufe, Anekdoten und Geschichten. Ein Name kam dabei immer wieder vor: Hermann Hesse, der große Dichter und Autor mit dem ausgefüllten und nicht immer einfachen Leben und dem Hang zur Melancholie. Als Folge vieler bewegender und dramatischer Ereignisse war Hermann Hesse sogar in psychotherapeutischer Behandlung bei einem der Schüler von C.G. Jung. Er überstand nicht nur einen Nervenzusammenbruch, der durch die Erkrankung seiner ersten Frau an Schizophrenie mit verursacht wurde, er erlebte auch zwei Eheschließungen und zwei Kriege. Aufgrund politischer Umstände schrieb Hesse später unter dem Pseudonym Sinclair, auch seine vielen Umzüge zeugen von seiner inneren Zerrissenheit.

Die meisten kennen und schätzen Hesse aufgrund seiner Erzählungen und Geschichten, und doch verspricht ein Blick in seine zahlreichen Verse und Gedichte einen Kunstgenuss ohnegleichen: Hermann Hesse trifft ins Herz. Seinen 133. Geburtstag möchte ich nutzen, um Ihnen eines seiner Gedichte nahe zu bringen. Denn wenn ein Bücherfreund ein Gedicht vor allen anderen kennen muss, dann ist es Hesses „Bücher“:

Alle Bücher dieser Welt
Bringen dir kein Glück,
Doch sie weisen dich geheim
In dich selbst zurück.

Dort ist alles was du brauchst,
Sonne, Stern und Mond,
Denn das Licht, danach du frugst,
In dir selber wohnt.

Weisheit, die du lang gesucht
In den Büchereien,
Leuchtet jetzt aus jedem Blatt –
Denn nun ist sie dein.

09.08.2010, 16.06 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Sachbücher | Tags: Bücher, Hermann Hesse, Sinclair ,

Kommissar Beck ermittelt

Zugegebenermaßen bin ich nicht der Welt größter Krimifan, aber ein gut gemachter Kriminalroman kann mich trotzdem immer begeistern. Zumal wenn der Ermittler einer vom Schlag des Kommissar Martin Beck ist. So lakonisch, nachdenklich und mit einer so eigenen traurigen Familiengeschichte. Das gefällt mir, und offenbar nicht nur mir: Die inzwischen riesige Fangemeinde des kauzigen Kriminalers kann schließlich nicht irren.

Wenn Kommissar Beck im kühlen Stockholm ermittelt, muss man einfach dranbleiben. Denn hinter den Fällen des Schweden menschelt es oft gewaltig. Da tun sich Abgründe auf in der so heil scheinenden Welt der Nordlichter.

Zwar erschien Martin Beck schon Mitte der sechziger Jahre auf dem Markt, aber erst seit einigen Jahren – mit dem Boom der Schwedenkrimis – wird der Ahnherr dieses Krimi-Genres richtig gewürdigt. Das liegt sicherlich auch an der gut gemachten und erfolgreichen Fernsehserie mit Peter Haber in der Rolle von Kommissar Martin Beck. Hier werden immer auch die Schattenseiten der perfekt wirkenden schwedischen Gesellschaft kritisch thematisiert und Beck selbst ist oft zerknirscht und ratlos – einfach menschlich eben. Das Autorenpaar Per Wahlöö und Maj Sjöwall hat hier wirklich ganze Arbeit geleistet.

Komissar_Beck.jpgDass die Bücher um Martin Beck so einen Spaß machen, liegt auch am Ermittlungsteam. Der rüpelhafte und nicht sonderlich beliebte Gunvald Larsson etwa ist einer dieser Charaktere, mit denen man sich als Leser gern beschäftigt. Oder als Hörer. Denn den Kommissar aus dem hohen Norden gibt es auch als Hörbuch. Ein Genuss – immerhin geben sich hier Kultsprecher wie Christian Brückner oder Hannelore Hoger ein Stelldichein.

Die heutige Devise lautet also: kaufen, hören, feinsten Krimistoff genießen!

http://www.jokers.de/3/16165495-1/hoerbuch/die-neuen-faelle-kommissar-beck-ermittelt-6-audio-cds.html

16.07.2010, 13.26 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Belletristik | Tags: Kommissar Beck, Schwedenkrimis, Gunvar Larsson, Christian BrücknerKommissar Beck ermittelt Zugegebe,

Was wir schon immer über Könige wissen wollten

Royalisten auf der ganzen Welt fiebern dem Hochadel-Ereignis des Jahres entgegen: die schwedische Kronprinzessin Victoria heiratet ihren Untertan und Fitnesstrainer Daniel Westling. Ein richtiges Märchen. Es ist ein Phänomen, dass in unserer aufgeklärten Welt die königlichen Familien noch immer eine solche Anziehungskraft besitzen. Irgendwie finden wir Normalsterbliche die Blaublütigen so faszinierend, dass sich allerlei Gazetten Woche für Woche damit füllen lassen. Und die werden auch gelesen – offensichtlich nicht nur beim Friseur.

Die royale Hochzeit im Norden Europas ist ein schöner Anlass, Ihnen ein Buch vorzustellen: „Alles, was Sie schon immer über Könige wissen wollten, aber nie zu fragen wagten“. Autor ist niemand geringerer als Alexander von Schönburg, der schon mit „Die Kunst des stilvollen Verarmens“ seine Fähigkeit bewies, Launiges mit Zeitgeist zu einem unterhaltsamen Cocktail zu mixen. Und auch hier zeigt der Journalist wieder, dass er nicht nur tolle Themen entdecken, sondern sie auch gekonnt umsetzen kann. Außerdem gehört er selbst zum Adel und hat damit besten Zugang zu den gekrönten Häuptern und ihren kleinen Geheimnissen.

Wer also wissen möchte, was die Queen in ihrer Handtasche hat, ist hier goldrichtig. Zu intime Details allerdings erfahren wir nicht – man weiß schließlich, was sich gehört und möchte es sich mit den erlauchten Herrschaften auch nicht verscherzen – aber wir bekommen eine amüsante und geistreiche Mischung aus gepflegtem Klatsch und echtem Insiderwissen.

Dass das Buch zu einem ganz und gar unadligen Preis über unsere Jokers-Ladentheke geht, ist Ehrensache!

http://www.jokers.de/3/14954217-2/buch/alles-was-sie-schon-immer-ueber-koenige-wissen-wollten-aber.html





Bild Schloss Chambord: Manuel L./panthermedia

15.07.2010, 10.38 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Bücher allgemein | Tags: Könige, Adel, Alexander von Schönburg, Royalisten,

Gedichte gegen die WM

Friedrich_hoelderlin_kl.jpgAlso jetzt, wo so langsam an Urlaub und faule Nachmittage auf der Gartenliege zu denken ist (und gerade mal kein WM-Fußball läuft), brauchen Sie natürlich eine entsprechende Lese-Empfehlung. Eine, die nicht schwer im Magen liegt und trotzdem anspruchsvoll ist. Da passt die kurze Form doch besonders gut – sprich: Gedichte.

Friedrich Hölderlin „Hundert Gedichte“ möchte ich Ihnen da ans Herz legen. Ob Dichtung über Natur oder Freundschaft, über die Liebe oder die Jahreszeiten, alles ist in diesem wunderschönen Bändchen zu finden.

Um 1800 entstanden gelten Hölderlins Werke in der Literaturgeschichte als einer der Höhepunkte der europäischen Poesie. Der Poet machte auch die Bekanntschaft der Dichtergrößen Goethe und Schiller. Aber ich möchte hier nicht zu viel Ehrfurcht verbreiten, die sprachliche Schönheit der Dichtung Friedrich Hölderlins erschließt sich auch so.

Um das Leben des Dichters aus Lauffen am Neckar ranken sich viele Geschichten und Mythen. Kein Wunder, denn immerhin verbrachte er 36 Jahre im später nach ihm benannten „Hölderlin-Turm“ in Tübingen, offenbar dem Wahnsinn verfallen. Jahrelang hatte er sich zuvor als Hauslehrer bei vermögenden Familien durchgeschlagen und nebenbei seine Werke verfasst. Auf einer dieser Stellen traf er auch seine große Liebe Susette Gontard, eine Frankfurter Bankiersgattin. In der Figur der „Diotima“ seines berühmten Briefromans „Hyperion“ erlangte sie literarische Unsterblichkeit.

Friedrich Hölderlin hat viele spätere Dichter mit seinem Werk beeinflusst, etwa Stefan George oder Ingeborg Bachmann. Eine schillernde Dichterpersönlichkeit also, die uns ein Werk von großer Intensität und Schönheit hinterlassen hat. Genießen Sie die „Hundert Gedichte“ des Ausnahme-Dichters – quasi als literarisches Ausgleichsprogramm zur WM.

http://www.jokers.de/3/14788316-2/buch/hundert-gedichte.html

„Hundert Gedichte“ von Friedrich Hölderlin bei Jokers

Bild Friedrich Hölderlin: wikimedia


12.07.2010, 17.16 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Sachbücher | Tags: Lyrik, Gedichte, Friedrich Hölderlin, Lauffen am Neckar,

So muss der Himmel klingen

Frederic_Chopin_kl.jpgEin Bekannter sagte neulich zu mir „Chopin kann dein Leben verändern“. Und er erzählte mir, wie er gezeichnet von zu strenger Musik-Didaktik in der Schule viele Jahre ausschließlich Popmusik hörte. Jeder Klassik hatte er sich nach Schulabschluss beharrlich verschlossen. Als er aber bei einer nächtlichen Autofahrt „aus Versehen“ im Klassiksender Chopin hörte, fühlte er sich nach eigenen Aussagen wie verzaubert.

Mir war es vor vielen Jahrzehnten nicht anders ergangen. Damals hörte ich meine Jugendliebe auf einer Mitternachtsparty am Klavier die Nocturnes Nr. 7 in Cis-Moll spielen. Noch immer jagt es mir bei der Erinnerung einen Schauer über den Rücken. Doch anders als mein Bekannter fand ich so schon früh zur Klassik.

Ähnlich muss es wohl auch Maarten 't Hart ergangen sein. Eins der Lieblingsmotive seiner Romane ist die klassische Musik, vor allem Johann Sebastian Bach. Poetisch wie warmherzig erzählt der niederländische Autor zum Beispiel im „Schneeflockenbaum“ die rührende Geschichte zweier Jungen, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Da ist einerseits der charmante Mädchenschwarm Jouri und andererseits sein introvertierter Freund, der namenlose Ich-Erzähler, der „den ganzen Tag furzt wie ein Waldesel“. Auch der Erzähler erlebt eine Offenbarung, als er die Klassik entdeckt und erkennt, „Diese Musik spielt man im Himmel“. Stück für Stück erkundet er die alte Plattensammlung Jouris Vater und bemerkt dabei, „dass sich in meiner Seele Kräfte verbargen, von denen ich bis dahin nichts gewusst hatte.“ Wenn das nicht Poesie ist, die Leben verändert …

„Mozart und ich“ von Maarten 't Hart bei Jokers

http://www.jokers.de/3/13632081-1/buch/mozart-und-ich-m-audio-cd.html

09.07.2010, 17.07 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Sachbücher | Tags: Maarten 't Hart, Mozart und ich, Schneeflockenbaum, Chopin, Klassik,

Am besten, man beginnt mit dem Anfang

Blutlinie_kl.jpgNoch nie waren Thriller so angesagt wie heute. Je mehr Horror, Splatter, Gore und Blut drin vorkommt, umso besser lässt sich ein Buch anscheinend verkaufen. Nachdem auch ich erst vor wenigen Jahren mein Interesse an diesem Genre entdeckt hatte, nahm ich mir den Autor Nr. 1 auf diesem Gebiet vor: Simon Beckett. Doch bald hatte ich alle seine Werke durch und war auf der Suche nach frischem Material. Dabei stieß ich zufällig auf „Das Böse in uns“ von Cody McFadyen und griff zu.

Auch dieser amerikanische Autor ist ein Meister auf seinem Gebiet. Allerdings beging ich unbewusst einen fatalen Fehler: Ich stieg mitten in der Reihe ein anstatt mit „Die Blutlinie“ zu beginnen, und erst nach „Der Todeskünstler“ den dritten Thriller zu lesen. Ohne Vorkenntnisse fiel mir schnell auf, wie unrealistisch mitgenommen die Protagonisten waren. Denn die Hauptfigur, Agentin Smoky Barrett, hatte bereits mehr durchgemacht, als ein normaler Mensch in drei Leben. Sie hat Tochter und Ehemann verloren, wurde von üblen Psychopathen mehrfach gefoltert und schließlich aufs Grausigste entstellt. Und dennoch arbeitet sie weiter und jagt Mörder.

Sicher wäre mir der Widerspruch zur Realität nicht aufgefallen, hätte ich, wie bei Beckett, McFadyens Werk chronologisch gelesen. So aber nahm diese Realitätsfremde der Geschichte fast jede Faszination. Natürlich las ich das Buch dennoch bis zum Ende durch. Allerdings lerne ich Agentin Barrett jetzt noch mal ganz neu kennen. Und zwar mit dem ersten Band der Thrillerreihe.

„Die Blutlinie“ auf Englisch: „Shadow Man“ bei Jokers

http://www.jokers.de/3/14188140-1/buch/shadow-man.html




08.07.2010, 16.51 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Belletristik | Tags: Cody McFadyen, Blutlinie, Smoky Barrett, Thriller,

Unser Bild von Afrika

Afrika.jpgDemnächst ist Fußball-WM in Südafrika. Hand aufs Herz – was wir so über den Kontinent denken, geht oft in die Richtung: irgendwie wild, irgendwie schwarz. Unser Afrika-Bild scheint zu einem Teil noch immer aus dem imperialen 19. Jahrhundert zu stammen, in dem sich die Europäer auf den Weg in die Weiten des noch fremden Kontinents machten.

Ein Buch, das ganz entscheidend zu unserem Afrika-Bild beitrug, ist Joseph Conrads Weltbestseller „Herz der Finsternis“. Dort, in den Tiefen des Kongo, lauert ein bedrohliches Dickicht aus Wahnsinn und Verderbnis – schlicht das Unheimliche.

Wenn Marlow, ein Flusskapitän im Auftrag einer Handelskompanie, in die Tiefen des kongolesischen Dschungels eindringt, kann einem beim Lesen schon mal das Blut in den Adern gefrieren. Dabei liegt das nicht etwa daran, dass Afrika hier besonders schaurig dargestellt wird. Vielmehr entströmt dieses gruselige Gefühl der Figur des zwielichtigen Elfenbeinhändlers Kurtz. Der beutet die Einheimischen aufs Grausamste aus und ist ein absolut skrupelloser Schurke, der dem Wahnsinn nahe ist. Sein Leben haucht er mit den Worten aus: „Das Grauen! Das Grauen!“ Ich kenne kaum eine düsterere literarische Figur als Joseph Conrads Mr. Kurtz. Es ist einfach faszinierend zu sehen, wie sich unter der dünnen Kruste der Zivilisation etwas Wildes Bahn bricht. Eine Reise in die Tiefen des Ungewissen und des eigenen Ichs.

Conrad, der gebürtige Ukrainer aus polnischer Familie, hat mit „Herz der Finsternis“ ein Werk von Weltruhm erschaffen, das nicht nur Vorlage für den Film „Apocalypse Now“ war. Auch Werner Herzogs „Aguirre, der Zorn Gottes“ wurde von Joseph Conrads Buch inspiriert. Und das Beste: das berühmte Buch gibt es zu diesem Top-Preis nur bei Jokers!


http://www.jokers.de/3/14840997-1/buch/herz-der-finsternis.html


07.07.2010, 16.30 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Belletristik | Tags: Joseph Conrad, Herz der Finsternis, Elfenbeinhändler, Grauen,

Auf Schatzsuche

Der_Goldsucher.jpgAuch wenn der Sommer 2010 zickt, lässt sich mein Bedürfnis nach Sonne, Strand und Meer nicht verhageln. An einem verregneten Juni-Wochenende, an dem der Wind besonders kalt um die Häuser pfiff, schnappte ich mir deshalb „Der Goldsucher“ von J.M.G. Le Clézio, der vor zwei Jahren den Literaturnobelpreis erhielt. Wie der Klappentext versprach, sollte es ein Abenteuerroman um einen Jungen sein, der den sagenhaften Goldschatz des Korsaren finden möchte.

Besser hätte ich es nicht treffen können. Denn das Buch beginnt im tropischen Paradies der Insel Mauritius. In unendlich poetischen Bildern beschreibt Le Clézio, wie sogar im Winter die Tage sonnendurchflutet dahin fließen, die Wellen sich warm und sanft am Muschelstrand brechen. Die Handlung nimmt eine jähe Wendung, als die Familie durch den Geschäftsbankrott des Vaters verarmt und ein Zyklon die Idylle verwüstet. Um der Familie den alten Wohlstand zurückzubringen, macht sich Protagonist Alexis mit einem Segelschoner auf die Suche nach dem Gold des Korsaren, dessen Versteck sein Vater ihm kurz vor seinem Tod verraten hatte. Doch bis auf die Liebe zu Uma, einer jungen Schwarzen, findet er nichts.

Als der erste Weltkrieg ausbricht, meldet sich Alexis freiwillig bei der englischen Armee. Der Traum vom Paradies scheint endgültig zerstört, als er nach „toten Jahren“ im Krieg in die Heimat zurückkehrt. Dort ist nichts mehr, wie es war, die Familie ist ihm fremd, Uma nicht mehr da, die Suche nach dem Schatz gescheitert. Doch hier tritt die poetische Leistung Le Clézios hervor. Denn anstatt an Verlorenem zu verzweifeln, entdeckt Alexis etwas viel Wertvolleres als das Gold des Korsaren: den eigenen Schatz in sich selbst.

http://www.jokers-buecherboerse.de/app/detail.php?id=612821710&setMediaType=0


06.07.2010, 15.59 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Belletristik | Tags: Le Clézio, Goldsucher, Abenteuerroman,

Sorry

Sorry.jpg„Es tut mir leid“ war laut Elton John schon immer einer der schwierigsten Sätze. Wie schwer das Thema „Entschuldigung“ für einen Schriftsteller sein kann, zeigt Zoran Drvenkar mit seinem neuesten Werk „Sorry“. Die spannungsgeladene Geschichte dreht sich um vier Berliner, die mit ihrer Agentur für Entschuldigungen eine lukrative Geschäftsidee verwirklichen. Eines Tages liegt vor den Agenturtüren eine verstümmelte Frauenleiche. Der Auftrag: Die vier Unternehmer sollen sich bei ihr für die schweren Todesqualen entschuldigen.

Nach eigenen Aussagen nahm den Autor die eigene Geschichte so schwer mit, dass er in der Mitte des Buches aufhörte zu schreiben. Stattdessen schob Drvenkar lieber noch zwei Kinderbücher dazwischen. Erst danach nahm er das Entschuldigungshema wieder auf, rasierte sich nicht mehr und schrieb das Werk in vier Monaten zu Ende. Die brillantesten Geschichtenerzähler, wie z. B. auch Umberto Eco oder Rafik Schami, beherrschen meist mehrere höchst unterschiedliche Metiers. Und je mehr Fachgebiete der Autor kennt, desto spannender werden die einzelnen Bücher, meine ich.


05.07.2010, 15.21 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Belletristik | Tags: Zoran Drvenkar, Sorry, Entschuldigung, Frauenleiche, Thriller,

Heilkunde für Kritische

Geahnt haben wir es ja schon immer. Aber jetzt gibt es den Nachweis dafür, dass Studien zur Medikamentenwirksamkeit meist vom Finanzgeber abhängen. Eine neue Metastudie fasst deutlich zusammen, dass von Pharmafirmen finanzierte Studien deren Produkte positiver beurteilen als unabhängige Studien.

Nach einer systematischen Suche in der Datenbank PubMed wurden aus dem Zeitraum zwischen 2002 und 2009 insgesamt 57 Publikationen für die Studie ausgewählt. Der erste Teil wurde im Deutschen Ärzteblatt unter http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?id=74299 veröffentlicht.

Heilkraft aus dem Klostergarten.jpgIch will Sie hier gar nicht mit den Einzelheiten langweilen oder schockieren, denn, wie gesagt: Geahnt haben wir es ja alle schon seit langem, dass auch die Wissenschaft nicht gänzlich unbestechlich ist. Die wichtige Frage ist, wie wir denn mit diesen Ergebnissen umgehen. Solange sich die Richtlinien, unter denen Studien durchgeführt und publiziert werden, nicht ändern, werden wir wohl falsch oder sagen wir interessengeleitet über Medikamente informiert bleiben.

Eine Freundin ist in dieser Hinsicht ganz rigoros: Sie kehrt der Schulmedizin den Rücken und vertraut nur noch auf Homöopathie. Ich selbst bin da weniger homöopathiegläubig, bin ich doch nur allzu dankbar, wenn ich beispielsweise akuten Kopfschmerzen mit einem schnell wirkenden Medikament entgegenwirken kann. Aber trotzdem halte auch ich mich auf dem Laufenden, was die Heilkraft aus der Natur angeht. Zwar kenne ich nicht viele Mittelchen und Kräuter, aber seitdem ich "Heilkraft aus dem Klostergarten" entdeckt habe, steht das reich bebilderte Werk bei mir im Regal. Vielleicht gibt es ja eine pflanzliche Alternative zu manchem Produkt der Chemie.

"Heilkraft aus dem Klostergarten" bei Jokers

Bild Kräuter: Sigrid Rossmann/pixelio.de

30.06.2010, 12.52 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Bücher allgemein | Tags: Heilkraft, Homöopathie, Klostergarten, Medikamentenwirkung,

Märchenhaft-magisches Meisterwerk

TimeGypsies_SC_05_kl.jpg"Time of the Gypsies /Zeit der Zigeuner" - das klingt nach überschäumender Lebensfreude und Freiheit. Tatsächlich wird in dem Film des Regisseurs Emir Kusturica viel gelacht, getanzt und geliebt; aber auch getäuscht, betrogen, bestochen, geweint und gestorben - und das sind die Abgründe des vielfach preisgekrönten Meisterwerkes.

Irgendwo im ehemaligen Jugoslawien, in einem abgelegenen Landstrich, lebt eine Gruppe Roma. Sie haben ihr Nomadentum längst aufgegeben und sind sesshaft geworden - in einem slumähnlichen Dorf in ärmlichen Hütten. Der Waise Perhan (Davor Dujmovic), an der Schwelle zum Erwachsenenalter, hat die übersinnlichen Fähigkeiten seiner Großmutter Chaditza (Ljubica Adzovic), bei der er lebt, geerbt. Doch statt wie sie die Gabe für Sinnvolles wie die Krankenheilung zu verwenden, lässt Perhan Besteck die Wände entlang kriechen. Er ist ein bisschen faul und liederlich, hat aber ein gutes Herz und kümmert sich hingebungsvoll um seine kleine Schwester Danira (Elvira Sali) mit dem verkrüppelten Bein, seine Freundin Azra (Sinolicka Trpkova) und seinen Truthahn. Die Liebe seiner Großmutter gibt ihm Geborgenheit, macht ihn aber unselbständig. So ist es nicht verwunderlich, dass Perhan auf den Aufschneider Ahmed (Bora Todorovic) hereinfällt, der eines Tages im Dorf auftaucht: vermeintlich zu Wohlstand gekommen, mit einem großen Wagen, protzigem Schmuck, einer eleganten Frau. Perhan folgt Ahmed ins Land der Träume, nach Italien, wo dieser mit seinen Brüdern von Zuhälterei lebt. Ahmed, der Bandenchef, ist für Perhan Vorbild und Vaterersatz. Der Junge lernt stehlen, betteln, betrügen, um sich und denen, die er liebt, eine goldene Zukunft zu ermöglichen. Zu spät merkt Perhan, dass er selbst der Bestohlene und Betrogene ist. Er fällt in abgrundtiefe Verzweiflung und sinnt auf Rache, die schließlich im Showdown endet.

Emir Kusturicas bildgewaltiges Drama ist eine tragisch-komische Reise voller Wunder und Grausamkeit in eine fremde Welt, in der die Grenzen zwischen Traum und Wirklichkeit verschwimmen, eine Liebeserklärung an die Lebenskultur der Roma, magisch, märchenhaft und mörderisch - ein delirierendes Meisterwerk, vorangepeitscht durch die mitreißende Musik von Goran Bregovic und den ewig heulenden Wind, der über die Szenen fegt. Es ist eine Geschichte vom Erwachsenwerden und Dazugehören, von der Einsamkeit und Andersartigkeit, von Liebe, Familie und Heimat. Auf eine seltsame Art wirkt der Film wie aus der Zeit gefallen. Zur Entstehungszeit 1988/89 begann der Untergang Jugoslawiens - der zusammenbrechende Vielvölkerstaat schimmert, obwohl nicht direkt angesprochen, durch die Handlung mit ihrer seltsam surrealen Endzeitstimmung. „Time of the Gypsies“ ist nicht nur ein Film über die Roma – es ist ein Film mit ihnen, sie sind ein Teil davon. Kusturica lebte fast ein Jahr lang im Roma-Dorf Schutka, einem Ghetto in der Nähe von Skopje im heutigen Mazedonien. Dort drehte er auch seinen „Zigeunerfilm“ mit vielen Laiendarstellern.

Die DVD „Time of the Gypsies /Zeit der Zigeuner“ ist ab
02. Juli im Handel erhältlich.

29.06.2010, 13.07 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: | Tags: Gypsies, Jugoslawien, Emir Kusturica, Roma,

Netzkarte

Bahnschiene_klein.jpgIch mag Bücher über Taugenichtse, Flaneure und Hochstapler. Warum? Vielleicht weil diese Herrschaften einfach tun, was sie möchten und nichts darauf geben, was die Gesellschaft von ihnen erwartet. Sie sind lässig und unabhängig, selbstironisch, entspannt und nachdenklich ohne Grübler zu sein. Manchmal suchen sie auch nach dem für sie richtigen Lebensweg.

Angefangen hat meine große Sympathie für Nichtstuer und Schlitzohren mit der Lektüre von Thomas Manns „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ – spritzig, leicht und mit einem faszinierenden Protagonisten, der das Leben liebt. Auch bei Wilhelm Genazino tauchen solche Herren gern auf – komisch, diese Sorte Mensch wird in der Literatur meist von Männern verkörpert. Offensichtlich trauen Autoren eher Männern als Frauen diese liebenswerte Unverfrorenheit zu ...

Netzkarte.jpgEin weiterer Vertreter dieser Spezies taucht bei Sten Nadolny in seinem Roman „Netzkarte“ auf. Er heißt Ole Reuter und begibt sich mit besagter Fahrkarte, die dem Buch den Titel gibt, einen Monat auf die Reise. Kreuz und quer durch Deutschland fährt der junge Mann, lässt sich treiben und mag sich so gar nicht festlegen. Ein windiger Filou ist dieser Ole Reuter aber nicht. Er steht kurz vor seinem Lehramts-Staatsexamen, als er sich zu der Fahrt entschließt. Ein letzter, wenn auch eher zahmer „Ausbruch“, bevor die Berufstätigkeit beginnt? Oder eher eine Suche? Nach Erlebnissen, vielleicht sogar nach sich selbst? Sicher spielt hier all das eine Rolle.

Sten Nadolny gelingt es bravourös, das Nachdenken über das eigene Leben, über Entscheidungen oder Entscheidungsvermeidungen zu schildern. Ein bisschen schimmert in diesem frühen Werk Nadolnys schon das Thema des Lebenstempos hindurch, das dann in seinem späteren Bestseller „Die Entdeckung der Langsamkeit“ zum Hauptmotiv wird. Ein spannendes Buch also, diese „Netzkarte“, und ich empfehle es nicht nur als Zuglektüre!


Bild Schienen: Thorben Wengert/pixelio.de

29.06.2010, 12.35 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Belletristik | Tags: Netzkarte, Sten Nadolny, Ausbruch, Zuglektüre,

Golfbälle im All

Satellit_klein.jpgRein äußerlich betrachtet scheint es, als ob zwei überdimensionale Golfbälle unsere Erde umkreisen. Und das schon seit vielen Jahren! Denn es ist bereits acht bzw. 34 Jahre her, dass die Satelliten LAGEOS I und II als Variante der überholten Flaschenpost auf einer stabilen Umlaufbahn um den Globus vagabundieren. Das werden sie auch noch eine Weile tun, wenn nicht vorher eine extraterrestrische Zivilisation die gut 400 Kilo schweren Kapseln mit einem Durchmesser von 60 Zentimeter einfängt. Acht Millionen Jahre haben die LAGEOS-Satelliten noch, bevor sie ihr programmiertes Ende finden. Ihre Aufgabe ist es, die irdische Kontinentalverschiebung auszumessen.

Fast 6.000 Kilometer sind LAGEOS I und II von der Erde entfernt: Sie registrieren die Bewegungen und Stauchungen der Erdkrustenplatten und gehen auch den Ursachen von Vulkanismus und Erdbeben auf den Grund. Die Kugelsonden umrunden den Erdball binnen 225 Minuten einmal.

Außerdem sollen die beiden Satelliten eine Botschaft übermitteln. Auf Stahlplatten sind historische und aktuelle Weltkarten eingeätzt, der Abflug des Satelliten wie auch ein Zukunftsentwurf, wie die Erde beim geplanten Absturz des Satelliten in acht Millionen Jahren aussehen könnte, sind ebenfalls vermerkt. Oder wie der Urkontinent Pangäa aussah.

Ein bisschen crazy, finden Sie nicht? Was sollte das ein außerirdisches Lebewesen interessieren? Nun gut, wer weiß. In der "National Geographic Enzyklopädie Weltall" habe ich die Informationen zu den beiden LAGEOS-Satelliten gelesen. Ein geniales Werk für alle, die sich ein wenig für "Überirdisches" begeistern können.


"National Geographic Enzyklopädie Weltall" bei Jokers

Bild: David R./panthermedia.de

28.06.2010, 12.13 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: | Tags: National Geographic, Enzyklopädie Weltall, Satelliten, Lageos,

Lob der Leidenschaft

Buch_Herz.jpgSie wissen es, ich weiß es und Stefan Bollmann weiß es auch: Lesen macht glücklich. Wenn man sich im Zug, in der Sofaecke oder sogar im Wartezimmer in ein Buch vertieft, ist man ganz weit weg und vergisst alles um sich herum. Wer die Fähigkeit hat, sich auf eine faszinierende Geschichte, einen gefühlvollen Roman oder einen spannenden Krimi einzulassen, der kann in seinem Kopf mal kurz Urlaub machen und hat damit Nichtlesern etwas voraus. Schließlich ist man bei seiner persönlichen Lese-Auszeit völlig frei und absolut ortsunabhängig.

Der Autor Stefan Bollmann hat aus dieser Einsicht ein kleines Werk gemacht. Es führt uns vor Augen, dass unser Zufriedenheitsgefühl beim Lesen nicht trügt. „Warum Lesen glücklich macht“ heißt das kluge Brevier, in dem er schildert, was beim Lesen das Wohlbefinden auslöst, wie sich unsere Lesegewohnheiten ändern, wie unterschiedlich Männer und Frauen lesen und was das Schöne am Vorlesen ist.

Wir sollten Stefan Bollmanns Analysen vertrauen, denn der Mann ist nicht nur Germanist und somit Fachmann in Sachen Sprache und Literatur, sondern hat auch Philosophie studiert. Das qualifiziert ihn für den geisteswissenschaftlichen und eben philosophischen Hintergrund der Lesepassion. Also nicht, dass das jetzt abschreckend theoretisch klingt: das Buch ist spritzig, humorvoll und unterhaltsam. So wie wir es von Stefan Bollmann schon kennen, denn der hat mit „Frauen, die lesen, sind gefährlich“ bereits zuvor einen Überraschungs-Bestseller gelandet.

Und warum sollte es uns Lesern anders gehen als anderen Passionierten: wir beschäftigen uns gern mit dem, was uns froh macht und lesen gern etwas darüber, warum das so ist. Eine tolle Lektüre für bekennende Buchfreunde! Dass man außerdem noch Jokers-typisch sparen kann, ist da fast Nebensache ...

http://www.jokers.de/3/14911516-1/buch/warum-lesen-gluecklich-macht.html


18.06.2010, 10.14 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Autoren | Tags: Stefan Bollmann, Passion, Lesepassion, Lesen,

Kabbalistik gegen die Krise?

Bei manchen Menschen herrscht zurzeit Weltuntergangsstimmung. Die Ölkatastrophe in den USA, die Kirchenkrise hierzulande, die Angst um den Euro, die Prophezeiungen der Maja, Skandale und Tragödien allenthalben. Gestern meinte meine Frau, als wir die Nachrichten sahen: 2010 ist kein gutes Jahr. Es ist nicht leicht, sich im Moment nicht von düsteren Stimmungen anstecken zu lassen. Da fällt unser Freund Markus ganz aus dem Rahmen. Wir philosophierten mit erhitzten Gemütern über den angeblich schlimmen Lauf der Welt, nur er blickte gelassen in die Runde: „Habt ihr die Kabbala gelesen?“. Sofort verstummten alle, blickten ihn fragend an: Die jüdische Geheimlehre? Nein, keiner von uns wusste mehr von der Kabbala, als dass sie Jahrtausende alt war und etwas mit dem Judentum zu tun hatte.

Da fing Markus an zu erzählen: von Sephiroth, von Lebensbäumen, von Emanationen, von Malkuth und von anderen fremd klingenden Dingen. Keiner verstand ein Wort. Aber er sprach auch von Selbstbewusstsein, von Kraft und von Gnade. Und davon, dass die Kabbala und der christliche Glaube sehr ähnlich seien. Zu Hause schlug ich nach, wovon Markus berichtete. „Empfangen“, „Erhalten“ oder „Annehmen bedeutet das hebräische „Kabbalah“: Adam, Symbol für die Menschheit, soll die Kabbalah durch Raziel, den Erzengel der Weisheit, empfangen haben. Dies geschah, so berichtet die Überlieferung, nach dem Fall aus dem Garten Eden.

Das vom Engel überlieferte Wissen, die geheime Weisheit um die praktische Anwendung von magischen Namen der Kraft sollten Adam als Instrumente dienen. Instrumente, die es dem Menschen möglich machen, wieder in das verlorene Paradies zurück zu finden und auch in der irdischen Welt Zugang zu höheren Welten zu haben.

Seit Jahrtausenden wird die Kabbalah von Mund zu Ohr weitergegeben, und fast so lange stand das so weitergegebene Wissen in keinem Buch. Erst 1900 erschien „Die Kabbala“, die Geheimlehre der jüdischen Mystik, im französischen Original in Paris. Der „Balzac des Okkultismus“, ein damals bedeutender Gelehrter, hielt die theosophischen Annahmen in seinem Werk fest. In der Übersetzung von Prof. Julius Nestler liefert uns „Die Kabbala“ einen Schlüssel zum Verständnis kabbalistischer Theorie und Praxis; sie ist wohl auch als Versuch einer Synthese religiöser Traditionen in Juden- und Christentum zu sehen. Aber ob kabbalistisches Wissen gegen Weltuntergangsstimmungen hilft? Ich weiß nicht, finde das Thema aber zumindest interessant.

http://www.jokers.de/suche/index.html?com=kabbala&search.x=0&search.y=0&f=search.getsearch&tracksearch=true


17.06.2010, 13.44 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Kulturgeschichte | Tags: Kabbala, Raziel, Engel, Weisheit, Weltuntergangsstimmung,

Auf der Suche nach einem geglückten Leben

Ein hergelaufener Hund und eine wunderliche russische Aristokratin. Diese beiden bringen das Leben der nicht mehr ganz jungen Johanna komplett durcheinander. Der Hund heißt Bredow, weil Johanna ihn an der gleichnamigen Autobahnauffahrt findet, und sein neues Frauchen liebt ihn innig. Denn er sprudelt vor Lebensfreude und Zuneigung – und das sind genau die Dinge, die Johanna in ihrem Leben zu vermissen beginnt. Seit 30 Jahren ist die Biografienschreiberin mit Achim verheiratet, der sich als Forscher hinter seinen Büchern verschanzt. Beide arbeiten zu Hause, man kennt sich in- und auswendig, die Tage ähneln einander, Bekanntenkreis und Freizeitgestaltung im Berlin der Nachwendezeit bergen kaum Überraschungen. Und so fragt sich Johanna, ob es nicht noch mehr gibt im Leben. So etwas wie Glück.

Nach dem zotteligen Vierbeiner ist es ein russischer Galerist, der diese geheime Sinnsuche Johannas anfeuert; er stellt nämlich den Kontakt zu Natalia Timofejewna her. Die alte Aristokratin ist auf der Suche nach ihrer Jugendfreundin Leonora Carrington, einer schrulligen, etwas verrückten Künstlerin, die in Mexiko lebt. Johanna bekommt das Angebot, die selbstbewusste alte Dame zu begleiten. Und das Erstaunliche ist: Sie tut es tatsächlich, sie geht das Wagnis ein, mit einer ihr fast unbekannten Frau eine zwölfstündige Flugreise ins Ungewisse zu unternehmen. Zurück lässt sie einen zutiefst verunsicherten Ehemann, der ruhelos umherstreift und sich fragt, warum sich seine Frau plötzlich so merkwürdig verhält.

Monika Maron schildert die Gefühlslage des Ehepaares durchweg sensibel und klug. Alles, was sich bereits im Titel ausdrückt, kommt in dem Roman zum Tragen: „Ach Glück“ – das sind Wehmut, Selbstironie, ein Hauch Verbitterung und eine Prise Spott. Der Ausgang, soviel sei verraten, bleibt offen. Das macht nichts, denn um ein Ergebnis kann es in einer solchen Gefühls-Gemengelage nicht gehen. Aber das, worum es geht, die Schilderung der Suche nach einem geglückten Leben, das gelingt Monika Maron in diesem Buch wirklich meisterhaft.

http://www.jokers.de/3/15936359-1/buch/ach-glueck.html


16.06.2010, 13.27 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Belletristik | Tags: Belletristik, Monika Maron, Ach Glüc,

Bücher als Strafe?

Wie ich neulich auf Spiegel online las, greift in Fulda ein Jugendrichter zu recht ungewöhnlichen Erziehungsmaßnahmen. Anstatt Sozialarbeit verordnet er jugendlichen Straftätern die Lektüre eines Buches. Je nach Straftat müssen die Jugendlichen ein Buch lesen, das ihnen die Konsequenzen für sich und die Opfer verdeutlicht. Sexualstraftäter müssen z. B. „Kurzer Rock“ von Christina Wahlden lesen. Es geht darin um die Vergewaltigung einer Frau durch zwei junge Männer. Schläger bekommen hingegen „Evil“ von Jan Guillou aufgebrummt.

Wie der Jugendrichter Christoph Mangelsdorf sagt, wirkt die Buchlektüre zum Thema besser als Arbeiten, die mit der eigentlichen Straftat wenig zu tun haben. Die Lektüre scheint die jungen Menschen deutlich mehr zu berühren und Prozesse des Nachdenkens über die Tat in Gang zu setzen. Erschütternd finde ich nur, dass es tatsächlich auch schon Jugendliche gegeben haben soll, die lieber arbeiten wollten als lesen.

Aber vielleicht sollte man die Sache missionarisch sehen. Wenn nur ein paar junge Menschen den Geschmack an Gewalt verloren und dafür an Büchern gewonnen haben, ist die Welt schon ein bisschen schöner und besser geworden.

15.06.2010, 13.12 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: | Tags: Strafe, Jugendrichter, Erziehungsmaßnahmen, Fulda, Sozialarbeit,

Männerdomänen

Vor kurzem stand eine Freundin mit ihrem 1980er-Jahre-Kadett in der Pampa. Nichts ging mehr. Sie rief mich an, ihr zu helfen. Als ungefähre Wegbeschreibung erhielt ich vage Angaben wie „da ist ein LKW-Parkplatz in der Nähe“ und „ein Spargelhäuschen ist auch da“. So dauerte es fast 2 Stunden, bis ich sie gefunden hatte. Sie war bis zu den Ellbogen ölverschmiert und doch strahlte sie vor Freude, als sie mir kundtat, sie hätte die vermeintlichen Fehlerquellen aufgetan.

Super, dachte ich. Ich hätte den ADAC angerufen. Doch da war sie natürlich nicht Mitglied. Ich sah mir die Sache an. Aber helfen konnte ich nicht. Inzwischen war es dunkel. Da kam ihr, dass sie bei ihrer Versicherung einen Schutzbrief abgeschlossen hatte. Ein Glück: Die Versicherung bestätigte meiner Freundin, dass sie tatsächlich stolze Inhaberin eines Schutzbriefes sei. Und es würde auch nur etwa eine Stunde dauern, bis der Abschleppdienst vor Ort wäre.

Nun gut, es dauerte dann doch fast zwei Stunden, bis uns der Service-Wagen im Nirvana fand. Nachdem meine Freundin dem Mechaniker vom Dienst berichtete, dass die Benzinleitung total trocken sei, fragte er: „Haben Sie da auch Benzin drin?“ Eine Frage, die meine Freundin völlig unangebracht fand und sich schmollend zurückzog. Ja, es war genug Benzin im Tank und der Mechaniker stellte bald schon fest, dass der Schaden an der Pumpe und an der Zündspule lag. Der alte Kadett musste abgeschleppt werden.

Meine Freundin beschwerte sich hinterher bitter bei mir: „Glaubst du, dass ein Mann auch gefragt worden wäre, ob er Benzin im Tank hat? Solche dämlichen Fragen bekommen nur wir Frauen gestellt.“ Stimmt, musste ich zugeben. Mit der Gleichberechtigung und Gleichbehandlung ist es auch heute oft gar nicht so weit her, wie man annimmt.

14.06.2010, 12.35 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: | Tags: Gleichberechtigung, Gleichbehandlung, Männerdomänen, Geschlechterverhältn,

Ein Pole, der mir ans Herz gewachsen ist

Gäbe es einen Preis für den kompliziertesten Autorennamen, wäre dieser hier einer meiner Favoriten: Andrzej Szczypiorski. Ausgesprochen klingt der polnische Name wunderbar melodisch, beim Schreiben muss man sich allerdings richtig konzentrieren.

Literarisch ist Szczypiorski einer meiner Favoriten, seitdem ich seinen wohl bekanntesten Titel, „Die schöne Frau Seidenman“ gelesen habe. Was da aus dem Warschau während des Zweiten Weltkriegs geschildert wird, ist nichts weniger als ein ganzes Universum an menschlichen Empfindungen – Feigheit, Mitgefühl, Hass, Wahnsinn und Hoffnung. Viele Einzelschicksale spiegeln sich in der Verhaftung der jüdischen Arztwitwe Irma Seidenman und erzählen dabei Polens wechselvolle Geschichte zu dieser Zeit.

Dass Andrzej Szczypiorski ein philosophischer Chronist und sensibler Beobachter ist, zeigt sich auch in seinem Buch „Der Teufel im Graben“. Hier wirft die Vergangenheit des Krieges erneut Schatten auf das Dasein der handelnden Personen und lässt die Zeiten verschwimmen. In einem Nest in der polnischen Provinz trifft der durchreisende Stanislaw Ruge auf Rostocki, der in diesem Dorf lebt und Ruge für einen ehemaligen Kollaborateur hält. Der Verdächtige wird am folgenden Tag tot auf den Bahngleisen aufgefunden – war es tatsächlich Selbstmord?

Das bei Andrzej Szczypiorski immer wiederkehrende Motiv der Kriegs- und Nachkriegszeit erklärt sich aus seiner Biographie: Er erlebte als Jugendlicher die Besetzung seiner Heimatstadt Warschau durch die Deutschen, zeitweise war er im KZ Sachsenhausen inhaftiert. Rastlose politische Aktivität kennzeichnete sein ganzes Leben, noch in den neunziger Jahren war er Mitglied des polnischen Parlaments.

Szczypiorskis Todestag jährt sich in diesen Tagen zum zehnten Mal – Grund genug, den polnischen Autor und ein Stück literarisches Europa (wieder)zu entdecken.

http://www.jokers.de/3/14603605-1/buch/der-teufel-im-graben.html

Autoren

Andrzej Szczypiorski, KZ Sachsenhausen, Chronist, polnischer Autor

08.06.2010, 15.09 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in:

Ist Liebe lauter nichts...

Ist Liebe lauter nichts, wie dass sie mich entzündet?
Ist sie dann gleichwohl was, wem ist ihr Tun bewusst?
Ist sie auch recht und gut, wie bringt sie böse Lust?
Ist sie nicht gut, wie dass man Freud aus ihr empfindet?
Lieb ich gar williglich, wie dass ich Schmerzen trage?
Muss ich es tun, was hilft´s, dass ich solch Trauren führ?
Tu ich´s nicht gern, wer ist´s, der es befiehlet mir?
Tu ich´s gern, warum, dass ich mich dann beklage?
Ich wanke wie das Gras, so von den kühlen Winden
Um Vesperzeit bald hin geneiget wird, bald her.
Ich walle wie ein Schiff, das in dem wilden Meer
Von Wellen umgejagt nicht kann zu Rande finden.
Ich weiß nicht was ich will, ich will nicht was ich weiß,
Im Sommer ist mir kalt, im Winter ist mir heiß.

(aus dem Italienischen von Martin Opitz)

Jedes Mal, wenn ich diese Zeilen lese, entsteht vor meinem inneren Auge das Bild jenes einsamen Manns, der im Staub Italiens durch die Provinzen zieht, immer auf der Suche nach Linderung seines Liebesleids. Ja, er wusste, was ein gebrochenes Herz bedeuten kann, er spürte am eigenen Leib, wie schmerzvoll eine unmögliche Liebe sein kann. Sein Leben lang liebte Francesco Petrarca Madonna Laura. Sie war es, die ihn Jahrzehnte lang inspirierte, sie war es, die er nicht vergessen konnte. Doch im 14. Jahrhundert war es unmöglich, dass eine verheirate Frau wie Madonna Laura einen Liebhaber erhören würde.

Der großartige Poet Francesco Petrarca wurde 1304 in Arezzo geboren. 1310 folgte er seinem Vater, einem florentinischen Notar, in die politische Verbannung; zunächst nach Pisa, später nach Avignon. Dort erhielt er Unterricht in Grammatik, Rhetorik und Dialektik. Schließlich nahm er ein Studium der Rechtswissenschaften auf, das er zeitweilig in Bologna und Montpellier fortsetzte; er schloss es jedoch nicht ab. 1326 kehrte er nach Avignon zurück. Es war sein Schicksalsjahr: In Avignon traf er die verheirateten Madonna Laura zum ersten Mal. Ihr widmete er sein berühmtes Werk "Canzoniere", eine Gedichtsammlung, die von nichts anderem als seiner unerfüllten Liebe zu ihr handelt.

Mit dieser neuartigen Form der Liebesdichtung übte Petrarca so großen Einfluss auf die europäische Dichtung des Mittelalters aus, dass diese Stilform nach ihm benannt wurde: der Petrarkismus. Er löste den Minnegesang ab und lebte bis weit in die Neuzeit hinein.

Anno 1337 zog sich der Weitgereiste schließlich nach Vaucluse zurück, um sich nun vollständig seinem Schaffen zu widmen. Petrarcas Werk stellt in der italienischen Literatur den Übergang von einer mittelalterlichen, Dante verpflichteten Tradition zur neuzeitlichen Literatur dar, wobei Italienisch als lyrische Sprache verwendet wird.

Suesses_UebeljpgPetrarca war von großer humanistischer Gesinnung, die vor allem in seinem Werk "Epistulae" deutlich wird. Vollkommen neu ist in diesem Werk auch die erste literarische Naturschilderung: Petrarca beschreibt den Aufstieg auf den Mont Ventoux. Vor vielen Jahren habe ich diese Schilderung einmal gelesen.

1341 führte Rom zur Ehrung Petrarcas die altrömische Tradition der Krönung des "Poeta laurentis" wieder ein, was unter anderem auf das religiös-humanistische Werk "Trionfi", eine allegorisch-didaktische Dichtung, zurückgeht.

1353 schließlich ging Petrarca nach Mailand, um als Diplomat im Dienst der Visconti zu arbeiten. 1368 kehrte er zurück nach Argua, wo er am 18. Juli 1374 starb.

"Süßes Übel, süßes Leid und süße Lust" bringt Ihnen auf klangvolle Weise die zarte Poesie Petrarcas näher: Die Audio-CD zum Dahinschmelzen bietet mit 70 Minuten Laufzeit das Schönste, was uns die Liebeslyrik des 14. Jahrhunderts schenkt.

"Süßes Übel, süßes Leid und süße Lust" bei Jokers

Bild Francesco Petrarca: wikimedia.de

01.06.2010, 13.52 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Hörothek | Tags: Petrarca, Liebesleid, Petrarkismus,

Fordern wir das Realistische!

Fordern wir das Realistische!

„Seien wir realistisch: Fordern wir das Unmögliche“. Dieses Zitat stammt von Che Guevara. Der Revolutionär gilt vielen als moderner Robin Hood, schon zu Lebzeiten war der Guerillero eine Legende. Auch heute noch ist er die Vorzeigefigur und das Leitbild vieler Vertreter der Arbeiterbewegung oder auch Anarchisten. Vor allem am 1. Mai schwenken sie seine Fahnen.

Für mich ist der 1. Mai, den wir grad passiert haben, nicht nur ein Feiertag, sondern steht im Zeichen seiner Geschichte. Was für uns heute selbstverständlich ist, nämlich ein 8-Stunden-Arbeitstag, war im Jahre 1884 eine Utopie. In diesem Jahr nämlich forderten die "Föderierten Gewerkschaften und Arbeitervereine der USA und Kanadas", dass ab dem 1.Mai 1886 der Arbeitstag nicht mehr als 8 Stunden betragen sollte. Um diese Forderung zu unterstreichen, traten am 1. Mai 1884 in den USA 340.000 Arbeiter in den Streik, allein in Chicago waren es 40.000. Chicago war einige Tage später der grausige Schauplatz des „Massakers vom Haymarket“, bei dem durch einen von Provokateuren angezettelten Bombenanschlag ein Polizist und in einer folgenden Schießerei sechs Polizisten und mehrere Arbeiter getötet wurden. In einem anschließenden Schauprozess wurden sieben Personen, die sich selbst zu den Anarchisten zählten, zum Tode verurteilt. Diese Tragödie trug dazu bei, dass am 14. Juli 1889 auf dem internationalen Arbeiterkongress in Paris auf Vorschlag der amerikanischen Delegation in Erinnerung an die Opfer von Chicago der 1. Mai zum internationalen Arbeitertag erklärt wurde.

Bis zu unseren heutigen Arbeitsbedingungen war der Weg jedoch noch lang und steinig: Erst 1900 wurde der 10-Stunden-Arbeitstag und die 6-Tage-Woche und in den Jahren 1918/19 der 8-Stunden-Arbeitstag gesetzlich geregelt. 1955/56 wurde in der damaligen Bundesrepublik schrittweise die 5-Tage-Woche eingeführt, 1965 die 40-Stunden-Woche. Seit 1990 dürfen sich einige Angestellte über eine 35-Stunden-Woche freuen.

Was hätte Che Guevara dazu gesagt? Vielleicht: „Seid vor allem immer fähig, jede Ungerechtigkeit gegen jeden Menschen an jedem Ort der Welt im Innersten zu fühlen. Das ist die schönste Eigenschaft eines Revolutionärs.“ Wenn Sie mehr über Ernesto Che Guevara erfahren wollen, lege ich Ihnen unsere beiden Audio-CD „Che Guevara“ nahe. Hier erfahren Sie wirklichkeitsnah und nicht beschönigend viel Wissenswertes aus dem Leben des weltberühmten Kämpfers.


http://www.jokers.de/3/14267857-1/hoerbuch/che-guevara-2-audio-cds.html


Hör-Bar

Che Guevara, 1. Mai, Arbeitertag

13.05.2010, 11.51 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Hörothek | Tags: Che Guevara, 1. Mai, Arbeitertag,

Eine ungewöhnliche Freundschaft

Warum müssen so viele Romanen über frustrierte Großstadtsingles um die 30 geschrieben werden? Nicht alle Singles sind frustriert und nicht alle alten Leute haben Alzheimer. Das zeigt Marina Lewycka mit „Das Leben kleben“. Darin trifft die frisch getrennte Georgie Sinclair auf die exzentrische Greisin Mrs. Shapiro. Diese bewohnt mit ihren sieben Katzen ein altes Haus, um das sich trotz mangelnder Hygiene in den Räumen bald alle Immobilienmakler der Stadt reißen. Als die alte Frau schließlich gegen ihren Willen in ein Heim gesperrt werden soll, nimmt Georgie den Kampf gegen Immobilienhaie und unfähige Sozialarbeiterinnen auf.

Unaufgeregt und wunderbar poetisch beschreibt Lewycka die ungewöhnliche Freundschaft der beiden Frauen. Wenn Mrs. Shapiro zum Beispiel im Supermarkt auf Schnäppchenjagd geht und Rentnern die reduzierten Würstchen aus den Fingern reißt oder sich das Katzenpärchen Violetta und Mussorgski vor dem tyrannischen Kater Wonder Boy in seinem heimlichen Liebesnest versteckt, dann ist das wahre Liebe zu den Romanfiguren. Wer Menschen sucht, die nahe an der Hysterie mit dem Älterwerden hadern und manisch dem Liebesglück hinterher jagen, wird hier nicht fündig. Im Gegenteil. Wenn Mrs. Shapiro in ihren Peeptoes mit viel zu grellen Make-up und verrutschtem Lippenstift von ihrer großen Liebe erzählt, fühlt man sich fast schon stolz, selbst bereits einige Jahrzehnte auf dem Buckel zu haben …

12.05.2010, 11.08 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Belletristik | Tags: Marina Lewycka, Das Leben kleben, alt werden, Großstadtsingles,

Für alle, die einen Knacks haben

Egal, wie spät es ist, egal, wie früh man am nächsten Morgen aufstehen muss – erst, wenn die letzte Zeile verschlungen ist, legt man gewisse Werke beiseite. So ein Buch war „Der Knacks“ von Roger Willemsen für mich. Dabei kann ich nicht einmal sagen, ob diese Geschichte ein Essay, ein Roman, eine autobiografische Geschichte ist.

Ich denke, es ist eine Erzählung, eine Erzählung, die von den großen und den kleinen Momenten im Leben handelt, von jenen Augenblicken, die, einmal vorbei, die eigene Zukunft gnadenlos auf den Kopf stellen. Zumindest das, was man bis dato von der Zukunft glaubte, von ihr erhoffte. „Der Knacks“ erzählt von großen Brüchen, aber vor allem von der monoton anmutenden Malocherei der Zeit: Nämlich all den unmerklichen, namenlosen Veränderungen, den hauchdünnen Rissen in einer Beziehung, dem Altern von Menschen, von Orten, von Kunstwerken, nicht zu vergessen von der Enttäuschung, den Niederlagen, den Zweifeln… Ja, „der Knacks“ beschreibt, wie unser Leben von einem Moment auf den anderen die Richtung wechselt.

In einem Interview berichtet Roger Willemsen von dem ersten tiefen Knacks, den er selbst bekam. 15 Jahre war der Autor alt, als sein Vater starb. Ausgesehen hat er wie Janis Joplin und musste gerade eine Ehrenrunde in der Schule drehen. Heute ist der 1955 geborene Schriftsteller ein promovierter Alleskönner. Er beendete sein Studium mit dem Doktor über die Ästhetik Robert Musils. Nach Tätigkeiten als Übersetzer und Korrespondent hatte er 1991 seine erste eigene Fernsehsendung bei „Premiere“, anschließend machte er sich mit „Willemsens Woche“, „Nachtkultur mit Willemsen“ und „Willemsens Musikszene“ einen Namen. Er publizierte mehrere Bücher, drehte und produzierte zahlreiche Filme und zeichnete verantwortlich für das EXPO-Projekt „Welcome home. Künstler sehen Deutschland“.

Seine eigenen Erfahrungen spielen sicher in „Der Knacks“ eine bedeutende Rolle, doch immer ist sein Werk so, als ob es dem Leser über die Schulter blickt.

http://www.jokers.de/3/15928911-1/buch/der-knacks.html

11.05.2010, 10.46 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Belletristik | Tags: Roger Willemsen, Knacks, Enttäuschung,

Ideale Meereslektüre

Beim Durchstöbern meines Lieblingsbuchladens fällt die Entscheidung meist sehr schnell. Ein Blick auf Klappentext und Buchrücken, schnell die ersten Seiten überflogen und ich weiß, ob ich das Buch brauche oder nicht. Erst neulich wieder fräste ich mich auf diese Art durch eine Reihe von Regalen. Eine um die andere Neuerscheinung legte ich zurück: zu langweilig, Thema schon zehnmal da gewesen, schon gelesen, nicht interessant. Doch dann geschah, worauf ich gehofft hatte. Die Lektüre der ersten Sätze eines bestimmten Buches ergriff mich plötzlich so sehr, dass ich mitgerissen wurde. Bei „Wir Ertrunkenen“ von Carsten Jensen.

„Larudis Madsen war im Himmel gewesen, doch dank seiner Stiefel war er auch wieder heruntergekommen. Er war nicht bis hoch zum Masttopp geflogen, eher so auf die Höhe der Großrahe eines Vollschiffs.“ So beginnt ein wunderschöner Roman über Seefahrer und das Meer, über Träume, Abenteuer und Freiheit, und über Frauen, die sich an der See rächen, die ihnen ihre Männer und Söhne genommen hat. Ein herrlich dicker Schmöker, der mir das Warten auf den nächsten Urlaub versüßt. Ein Urlaub, den ich dieses Jahr ganz sicher wieder am Meer verbringen möchte.

10.05.2010, 10.15 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Belletristik | Tags: Carsten Jensen, Wir Ertrunkenen, Neuerscheinung,

Hinter verschlossenen Türen

Was haben Joanne K. Rowling und Simon Beckett gemein? Beide mussten erst einmal viele Klinken putzen, bevor sie mit ihren Büchern erfolgreich wurden. So hatte Simon Beckett mit „Voyeur“ bereits alle wichtigen Verlagshäuser in Großbritannien abgeklappert, bis ihn der Independent-Verlag Allison & Busby entdeckte. Das Erstlingswerk reicht zwar noch nicht ganz an den Thrill seiner späteren Romane um den Forensiker David Hunter, ist aber ebenso leicht lesbar und hält den Leser von der ersten bis zur letzten Seite in Atem.

Dabei verliebt sich der Schöngeist und Kunsthändler Donald Ramsey in seine jugendliche Assistentin Anna. Doch diese ist mit Marty liiert und lässt sich auch vom attraktiven, aber eitlen Zeppo nicht dazu verführen, Marty zu verlassen. Seine Obsession treibt Ramsey schließlich sogar zu Mord und Totschlag, bis er schließlich bekommt, was er will. Doch das ist etwas völlig anderes, als der Leser vermutet hätte …

Ähnlich wie in „Obsession“ lässt Beckett den Leser wieder aus der Außenseiterperspektive hinter verschlossene Türen blicken. Dabei entdeckt er menschliche Abgründe, die in jedem schlummern könnten. Für mich noch immer der beste „Gruselfaktor“ moderner Literatur.

07.05.2010, 09.53 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Sachbücher | Tags: Simon Beckett, Obsession, Voyeur,

Am Strand

Florence liebt Edward und Edward liebt Florence. So weit so gut. Dass das Verharren in dieser Ausgangssituation keinen guten Roman ergeben würde, ist unschwer zu erkennen. Da es sich bei Ian McEwans „Am Strand“ aber um einen sehr guten Roman handelt, muss hier also noch etwas kommen. Florence und Edward also, ein frisch verheiratetes junges Paar, verbringen 1962 ihre Flitterwochen im südenglischen Chesil Beach. Die Hochzeitsnacht steht bevor und das Paar läutet den bedeutenden Abend mit einem mehrgängigen Festessen ein.

Die Nerven der beiden sind zum Zerreißen gespannt, aus lauter Nervosität führt man eine belanglose Smalltalk-Konversation, schließlich steht die erste körperliche Annäherung der unerfahrenen Eheleute an – Anfang der 60er Jahre im prüden England durchaus die Regel.

Während Edward die Intimität kaum erwarten kann, kämpft Florence jedoch gegen Widerwillen, ja regelrechten Ekel an. Für sie ist allein die Vorstellung, sich ihrem Mann körperlich zu nähern, ein Alptraum. Das ganze Unterfangen endet folgerichtig in einem Desaster und der raschen Trennung des Paares. Und all das tragischerweise, obwohl sich die Eheleute aufrichtig lieben und Edward auch als alter Mann seine damalige Ehefrau nicht vergessen kann. Eine traurige Geschichte, aber faszinierend und brillant erzählt.

Wie in seinen anderen Werken, etwa „Abbitte“ oder „Saturday“, schafft es McEwan, eine ganz persönliche Geschichte zu schildern und damit gleichzeitig den Zeitgeist einer Epoche einzufangen. Und genau das ist zweifellos Ian McEwans große Kunst, denn viele seiner Bücher wurden erfolgreich verfilmt und Literaturpreise gab es für den britischen Schriftsteller schon zuhauf.

Britisches Understatement herrscht bei uns natürlich, was den Preis des Buches angeht. Aber ganz ohne Understatement sage ich Ihnen: dieses Buch ist großartig!

http://www.jokers.de/3/13875690-1/buch/am-strand.html

30.04.2010, 11.24 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: | Tags: McEwan, Am Strand, Flitterwochen, Desaster,

Enfant terrible

Mal wieder hat es eine Klassiker-Neuverfilmung ins Kino geschafft: „Das Bildnis des Dorian Gray“, Oscar Wildes großer – und übrigens einziger – Roman, ist derzeit in den Lichtspielhäusern zu sehen. Ben Barnes gibt den jungen Mann, der im London Ende des 19. Jahrhunderts sein Leben völlig dem schönen Schein widmet und statt seiner selbst sein Bild altern lässt. Eine faszinierende Geschichte!

Als der ebenso reiche wie gutaussehende Dorian Gray das Porträt, das der Maler Basil Hallward von ihm angefertigt hat, sieht, wünscht er sich, niemals zu altern. Sein Wunsch, stattdessen mögen die Spuren seines Lebens nur auf seinem Abbild zu entdecken sein, erfüllt sich. Von dem Dandy Lord Henry Wotton wird der noch unverdorbene Jüngling zu einem Leben voller Genuss verführt. Es ist ausschweifend und voller Reize, aber da es auch voller Herzlosigkeit und ohne Moral ist, nimmt das Porträt des schönen Dorian bald unverkennbar scharfe Züge an. Der junge Aristokrat nämlich schreckt vor nichts mehr zurück, verliert alle moralischen Schranken und führt über zwanzig Jahre lang ein rücksichtsloses Leben in Saus und Braus. Sein Bildnis wird in dieser Zeit immer scheußlicher – und zwar so sehr, dass er es schließlich wegen seiner Hässlichkeit verstecken muss. Am Ende bereut Dorian Gray zwar den teuflischen Pakt, auf den er sich eingelassen hat, doch es ist bereits zu spät ...

Der Ire Oscar Wilde, der das Buch 1890 verfasste, war ein bunter Vogel, das enfant terrible des prüden viktorianischen England. Kein Wunder also, dass er in seinem Roman die Dekadenz der britischen Oberschicht mit größter Scharfsichtigkeit porträtiert. „Das Bildnis des Dorian Gray“galt bei seinem Erscheinen als überaus anrüchig und unmoralisch. Wildes Zeitgenossen wussten das Buch, heute ein Klassiker der Weltliteratur, noch nicht wirklich zu schätzen.
Aber Sie wissen es sicher zu schätzen, dass wir dieses hervorragende Buch nicht nur im Angebot haben, sondern auch noch in hochwertiger Ausstattung und zu einem fast skandalös niedrigen Preis.

http://www.jokers.de/3/15851875-1/buch/das-bildnis-des-dorian-gray.html

27.04.2010, 15.10 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Sachbücher | Tags: Dorian Gray, Oscar Wilde, London, Bild,

Ein Kater im xten Frühling

Vom Kater auf die Katzenherde gekommen ist meine Freundin Susanne. Nach drei Jahren harmonischen Zusammenlebens mit dem betagten Stubentiger begann dieser nach Vollendung seines 19. Katzenjahres müde zu werden. Doch sein Frauchen ertrug den Gedanken nicht, auf ihren lieb gewonnen Wohnungsgenossen verzichten zu müssen. So ging sie schnurstracks ins Tierheim und holte noch zwei zehnjährige Wohnungskatzen ins Haus. Diese sollten, so der Plan, den Lebensabend des alten Herrn versüßen und wenn möglich verlängern.

Doch selbst „Das große Felidae-Katzenbuch“ von Akif Pirincci, „Nero Corleone“ von Elke Heidenreich, „Schmitz´ Katze“ von Ralf Schmitz oder „Die Katze, die rückwärts lesen konnte“ von Lilian Jackson Braun hatten Susanne nicht auf das Pelztheater vorbereiten können, das nun folgte.

Denn die neue Bewohnerin „Blacky“ ist zwar lieb und anhänglich. Allerdings auch nicht kastriert. Den gesetzten Herrn bringt das völlig aus dem Häuschen. Halbblind, stocktaub und zeugungsunfähig sollte er eigentlich längst über den Dingen stehen. Doch die jüngeren Katzendamen bescheren ihm den dritten Frühling. Trotz schmerzender Hüfte und kurzem Atem jagt er die Damen über Kratzbaum, Polstersessel, Näpfe und Teppiche und besteigt sogar die Höhen des Bücherregals wieder. Blacky und Lucy freut das nicht immer. Und so erwartet Susanne jeden Morgen eine neue Überraschung in Form von umgestürzten Wäscheständern, zerpflückten Büchern, hier und da einem Häufchen Erbrochenem.
Der Kater allerdings, der noch zwei Monate dem Leben zuvor dem Leben Ade zu sagen schien, lebt jetzt seinen xten Frühling aus. Susanne dagegen ist in ihrer Not kurz davor, selbst ein Katzenbuch zu schreiben. Quasi als Ka(ter)tharsis zum Katzentheater um sie herum.

Bücher rund um Katzen

http://www.jokers.de/suche/index.html?com=katzen&f=search.getsearch&tracksearch=true&search.x=0&search.y=0




26.04.2010, 20.55 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Zum Schmunzeln | Tags: Katzen, Dritter Frühling, Katzenbuch,

Tiger Team

Am  06. Mai ist es endlich soweit: Das großartige Detektiv-Trio kommt in die Kinos! Seit langem schon sind die Kinder-Krimis von Thomas Brezina Bestseller unter den Jugend-Büchern: Sie wurden in 26 Sprachen übersetzt und verkauften sich bis heute mehr als 20 Millionen Mal! Vor allem in China ist das Tiger Team der absolute Favorit bei den jungen Lesern – die drei Kinder-Detektive haben dort weitaus mehr Fans als Harry Potter! Kein Wunder, denn die drei Freunde Patrick, Biggi und Luk sind keineswegs nur mutige Helden – im Gegenteil, sie sind manchmal genau so feige, stur und naschsüchtig wie jedes andere Kind auch.
In dem neuen Kino-Highlight führt eine besondere Herausforderung die Kids bis ins ferne China. Zeit haben sie genug, denn es sind Ferien – aber die Rettung der Menschen drängt! Denn die dämonische Q (verkörpert von einer überzeugenden Iris Berben) will sich des sagenumwobenen Zauberelexiers bemächtigen, das ihr Unsterblichkeit und Unbesiegbarkeit verleihen würde. Auf der Jagd nach den legendären Schätzen, die tief im Mondscheinpalast im Berg der 1000 Drachen verborgen liegen, muss das Tiger Team zahlreiche Gefahren überwinden. Und das nur, weil die Drei auf einen mysteriösen Drachen-Schlüssel gestoßen sind und einem uralten chinesischen Mythos auf die Spur kommen wollten…

Thomas Brezina, der erfolgreiche Kinder- und Jugendbuchautor, ist einer der phantasiereichsten Gegenwartschriftsteller mit einem Faible für das Außergewöhnliche: Der gebürtige Wiener sammelt beispielsweise leidenschaftlich Uhren – ein besonderes Exemplar seiner Sammlung zeichnet sich dadurch aus, dass sie rückwärts läuft! Wichtige und witzige Details zu dem sympathischen Mann, von seiner Schuhgröße bis zu seinem Lieblingsbuch als Kind, finden sich unter http://www.thomasbrezina.com.

Nehmen Sie jetzt an unserem Jokers Kinogewinnspiel teil! Es gibt jeweils 3 x das Buch zum Film und ein Filmposter zu gewinnen.

Sie brauchen nur folgende Frage zu beantworten:

Wen spielt Iris Berben in „Tiger Team“?

-    Biggi
-    Q
-    Luk

26.04.2010, 11.30 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: | Tags: Tiger Team, Kinofilm, Gewinnspiel, Thomas Brezina, Detektive,

Pippa Lee

Als „die Tochter oder der Sohn von ...“ kategorisiert zu werden, nervt nicht nur Autoren, Schauspieler und Künstler. Aber wenn der Vater so prominent ist wie der Dramatiker Arthur Miller, tue ich das jetzt auch einmal: Die Autorin, deren Buch ich lobe, ist die Tochter des Pulitzer-Preisträgers, der nicht nur mit seinem Stück „Tod eines Handlungsreisenden“ weltberühmt wurde, sondern auch als Ehemann von Marilyn Monroe.

Aus einer späteren Ehe stammt Rebecca. Sie war zunächst Schauspielerin, Regisseurin und Künstlerin, bevor sie sich dem Schreiben zuwandte. Die Frau hat etwas zu sagen. Ihren Roman „Pippa Lee“ habe ich jedenfalls genossen. Denn die Protagonistin ist ganz schön schräg. Inzwischen eine verheiratete Frau in gesetztem Alter, erfährt man in Rückblenden von allerlei Exzessen in ihrer Jugend – und einen Funken von Wildheit hat sich Pippa Lee offensichtlich bewahrt. Immer auf der Suche nach dem großen Glück und ihren Träumen, fragt sie sich, ob sie tatsächlich im gewünschten Leben gelandet ist.

Als sie sich dabei ertappt, wie sie morgens um zwei Uhr, halb im Schlaf, Kartoffeln kauft und anschließend ihren Wagen samt Schüssel vor der Spätverkaufsstelle stehenlässt, fragt sie sich, ob mit ihrem Leben noch alles in Ordnung ist. Ist es natürlich nicht!

Hinzu kommt, dass ihr Mann sie betrügt und kurz nach der Trennung an einem Schlaganfall stirbt. Pippa erkennt, dass sie nun ihr Leben ändern muss. Die Devise lautet: Jetzt oder nie. Das ist auch ein gutes Motto bei Jokers. „Jetzt zugreifen“ heißt die Devise für Sie, denn „Pippa Lee“ ist richtig gute zeitgenössische amerikanische Literatur zu einem Spitzen-Preis!

http://www.jokers.de/3/15593059-2/buch/pippa-lee.html





23.04.2010, 20.47 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Belletristik | Tags: Arthur Miller, Rebecca Miller, Pippa Lee,

Reisen bildet

14 Tage durch Namibia reisen ich könnte mir Schlimmeres vorstellen. Fremde Kulturen sehen, Tiere beobachten und nachts unter einem Sternenhimmel schlafen, wie man ihn sich im lichtverschmutzten Europa nicht zu träumen wagt. Dass aber aus einem vermeintlichen »Traumurlaub« ein Alptraum werden kann, in dem deutsche Touristen zum Volltrottel werden, Pärchen an den Rand der Verzweiflung getrieben und auch noch Erdmännchen getötet werden, zeigt »Hummeldumm«, der neue Roman von Tommy Jaud.

Darin unternimmt Matze Klein zusammen mit seiner Freundin Sina in einer Reisegruppe mit sieben weiteren Touristen einen »Touri-Trip« durch Namibia. Ähnlich wie in »Vollidiot« wird der Großstädter dabei von Alltagsproblemen wie mangelhaftem Handyempfang, ungeduldigen Immobilienmaklern und Eifersucht gebeutelt. Wer schon einmal eine Pauschalreise im Bus durch ein fremdes Land unternommen hat, findet sich bei Jaud bestätigt. Für alle anderen, die schon immer wussten, dass sie sich in großen Reisegruppen nie wohl fühlen werden, ist das Buch eine nette Bestätigung der eigenen Vorurteile. Ein bisschen Schadenfreude muss auch mal sein.

22.04.2010, 13.13 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: | Tags: Namibia, hummeldumm, Tommy Jaud, Reisegruppen, Vorurteile,

Warum Rentner nie Zeit haben

was_heisst_hier_alt.jpg
Manchmal bleibt einem nur übrig, Dinge zur Kenntnis zu nehmen: Zum Beispiel, dass in weniger als 9 Monaten Weihnachten schon wieder vorbei ist. Dass wieder einmal ein Jahr an mir vorbei gerauscht ist, ohne dass ich es wirklich merkte. Dass meine Nichte nun schon bald von der Unter- in die Mittelstufe wechselt, obwohl es mir so vorkommt, als ob sie erst gestern eingeschult worden wäre.

Geht es Ihnen auch so? Früher war ein Jahr wie eine Ewigkeit, alleine die Sommerferien glichen einem nicht endenden Jahrzehnt… Und heute? Wir schreiben das Jahr 2010, ich erinnere mich aber genau, wie wir alle dem Jahrtausendwechsel schon Jahre zuvor entgegenfieberten.

So ist das mit dem Älterwerden, und die Theorien zum subjektiven Zeitempfinden sind zahlreich: Meine Lieblingsthese ist diese: Je älter wir werden, desto schneller scheint die Zeit zu vergehen. Alleine deswegen, weil wir doch schon einige Erinnerungen und Erfahrungen mehr haben als Kinder – unser Gehirn vergleicht angeblich stets die bereits gelebte Zeit mit eben jener Zeitspanne, die uns gerade bewusst ist. Nehmen wir mal an, Sie sind 45 Jahre alt: Was sind denn schon 12 Monate zu den 540 bereits gelebten Monaten? Treiben Sie das Spiel ruhig weiter und rechnen Sie mal nach, wie viele Wochen, wie viele Tage schon auf Ihr Lebenszeitkonto gehen… Wahrlich: Was sind da schon 24 Stunden?

Nur manchmal wird es mir richtig deutlich, dass ich keine 20 mehr bin: Dann nämlich, wenn ich 20-Jährige sehe und von ihnen als „Kinder“ denke. So jung sehen sie aus, so kindlich verhalten sie sich… Ich in ihren Augen bin hingegen wohl ein Greis, genau so, wie uns früher alle über 30 vorkamen…

Was heißt hier alt?“ von Lo von Gienanth ist eines meiner derzeitigen Lieblingsbücher. Der Untertitel „Anstiftung zum Eigensinn“ spricht für sich und bedarf keiner weiteren Erläuterungen.

Ach, lieber Leser, Älterwerden kann so amüsant sein!

21.04.2010, 10.10 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Belletristik | Tags: Lo von Gienanth, Alter,

ARTHUR UND DIE MINIMOYS 2

arthur_minimoys2.jpg2006 lockte er mit der rasanten Mischung aus Spielfilm und Computeranimation zahlreiche Zuschauer ins Kino: Luc Besson begeisterte nicht nur Kinder, sondern auch ihre Eltern und großen Geschwister mit den wahnwitzigen Abenteuern des Jungen Arthur in "Arthur und die Minimoys".
Wer bis heute nicht weiß, was Minimoys sind, kann sich mit dem zweiten Teil des gewaltigen Fantasy-Epos auf das Laufende bringen: Endlich erscheint der Film, über den alle reden, auf DVD! Ende 2009 zog die Fortsetzung um den Kampf zwischen Gut (die Minimoys, die als winzige Lebewesen den Garten von Arthurs Großmutter bevölkern) und Böse (allen voran der böse M, dem sich Arthur auch nun wieder eine gehörige Schlacht liefert) wieder alle Zuschauer in ihren Bann. Und das nicht nur, weil in der deutschen Synchronisation der Held Arthur von "Tokio Hotel"-Frontmann Bill Kaulitz gesprochen wird.
arthur_minimoys1.jpgWeshalb der Name Arthur für unseren Helden so passend ist, sei an dieser Stelle schon einmal verraten: Genau wie König Arthur lange, lange vor ihm konnte auch unser kleiner Junge ein Schwert aus einem Stein ziehen… Und da steckt es nun, bis Arthur in Teil 2 der Saga ins Land der Minimoys wiederkehrt…
Natürlich ist auch Prinzessin Selenia wieder mit von der Partie: Die Sommerferien neigen sich dem Ende zu, als Arthur ein eiliger Hilferuf erreicht - geschrieben auf einem Reiskorn. Ihm ist natürlich schnell klar, dass der von den Minimoys kommen muss! Arthur begibt sich auf die gefährliche Reise. Kopfüber landet er in Max Bar. Sofort muss er sich mit den Truppen von Kröb, dem neuen Tyrannen der Sieben Königreiche, anlegen, um seinen Freund Beta zu befreien. Als die beiden schließlich im Dorf der Minimoys ankommen, ist Selenia verschwunden. Dahinter kann nur einer stecken: der böse M, der einen finsteren Plan schmiedet... Ob es Arthur und seinen tapferen Mannschaft auch dieses Mal gelingt, gegen das Böse zu siegen? Wird ihm Prinzessin Selenia vielleicht sogar einen zweiten Kuss schenken?
2 Stunden können sich alle Fantasy- und Animationsfreunde an „Arthur und die Minimoys“ auf DVD erfreuen – das umfangreiche Bonusmaterial auf der Scheibe tut ein Übriges, dass dieses Package bei allen „Arthur“-Fans heiß begehrt ist!

Bei Jokers haben Sie die Chance auf diesen tollen Gewinn:

arthur_minimoys3.jpgGewinnfrage:
In welcher Band ist der deutsche Synchronisationssprecher von Arthur Sänger?

a)    Hotel California
b)    Tokio Hotel

Jokers verlost 3 Merchandisingpakete, jeweils bestehend aus: DVD, Hörbuch zum 1.Teil und ein Filmposter.

Schicken Sie die Lösung bitte an jokersrestseller@jokers.de mit dem Betreff "Minimoys".

Teilnahmeschluss ist der 07. Mai 2010.

19.04.2010, 10.16 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: | Tags: Gewinnspiel, DVD, Computeranimation, Kinder, Fantasy,

Die Habenichtse

»Die Habenichtse« das klingt wahrhaftig nicht nach einem Kompliment. Und das soll es auch nicht sein. Wenn Buchpreis-Gewinnerin Katharina Hacker mit der Generation der Mitt- und Enddreißiger abrechnet, dann wird deutlich, dass hier niemand gebauchpinselt wird. Im Gegenteil. Die Hauptpersonen des Romans, Isabelle und Jakob, sind ebenso rastlos wie ratlos, wenn es um die Gestaltung ihres eigenen Lebens geht. Sie sind gebildet, wohlhabend und doch nicht mit sich im reinen. Als frischverheiratetes Paar gehen sie nach London Jakob ist Anwalt, Isabelle Grafikerin und erwarten, dass sich dadurch viele Türen öffnen, sie das Leben irgendwie mitreißt. Stattdessen erleben sie merkwürdige Dinge in der fremden Nachbarschaft und fühlen immer stärkere Entfremdung statt mehr Nähe. Das Viertel, in dem das Paar lebt, ist kein schicker Stadtteil, sondern ein Ort, der etwas latent Gewalttätiges ausstrahlt. Aber selbst das lässt die Protagonisten seltsam unberührt. Manchmal möchte man die beiden am liebsten an den Schultern packen und rufen: »Aufwachen! Lebt doch endlich mal euer Leben, statt nur so distanziert herumzustehen!« Nein, diese emotionalen Habenichtse kommen bei Katharina Hacker nicht gut weg, an ihnen perlt alles ab, was sie tatsächlich berühren könnte.

Dass die beiden sich am 11. September 2001 nach einer früheren Verabredung wiedertreffen, ist hier ein geglückter Kunstgriff, denn bei dieser medial erlebten Katastrophe kann man so gut einen auf betroffen machen, ohne selbst wirklich involviert zu sein. Und genau diese Distanz in allen Lebenslagen passt zu Isabelle und Jakob als typische Vertreter ihrer Generation. Als Leser allerdings muss man damit klarkommen, dass einem die Hauptpersonen so gar nicht ans Herz wachsen wollen. Aber dafür bekommt man einen klugen, wachen, sprachlich ausgefeilten Roman, der am Puls der Zeit und absolut lesenswert ist.

Die Habenichtse zum Jokerspreis

http://www.jokers.de/3/13664534-1/buch/die-habenichtse.html

16.04.2010, 12.07 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Belletristik | Tags: Habenichtse, Katharina Hacker , 11. September, Entfremdung,

Träumereien

als_haett_der_himmel.jpgEs ist Frühling, das ist keine Neuigkeit. Ich würde es auch ohne meine Frau bemerken. Aber mit meiner Frau ist es bedeutend einfacher mitzukriegen, dass es an der Zeit wird, die dicken Jacken und Schals auf dem Dachboden verschwinden zu lassen. Und das liegt keineswegs nur daran, dass sie nun wieder beginnt, sich luftiger zu kleiden.
Nein, den Frühling merke ich bei uns zuhause vor allem daran, dass meine Frau trällernd durch die Zimmer schwebt, Blumen kunstvoll in Vasen arrangiert, abends mit großen Augen auf dem Balkon steht, um den Vollmond zu bewundern – und dass sie sich ein neues Hobby sucht. Alle Jahre wieder.
Ja, Frühling ist Zeit für den Neubeginn, für den Aufbruch, für das Anstrengen neuer Unterfangen. Und er läutet eben auch die Phase ein, in der meine Frau nach einem frischen Zeitvertreib sucht.
Seltsame Tätigkeiten wurden da im Laufe der Zeit schon ausprobiert – ich verstehe immer noch nicht, weshalb sie unbedingt den Schweißerkurs machen musste oder weshalb das Seminar in Wünschelrutengehen nötig war, aber sei´s drum – diese Saison hat sie tatsächlich etwas in meinen Augen sehr Schönes aufgetan: Sie kombiniert nun nämlich ihre Leidenschaft für Poesie mit der Aquarellmalerei.

Ein Beispiel: Sie liebt seit jeher die „Perle der Perlen“, wie Thomas Mann die „Mondnacht“ von Joseph von Eichendorff nannte: Und mit diesen Klängen im Ohr schwingt sie ihren Pinsel, so dass er wie von selbst über das Papier tanzt, und bringt ihre Emotionen, die Eichendorffs Verse in ihr wachrufen, so zum Ausdruck. Traumhaft!

Mondnacht
Es war, als hätt der Himmel
Die Erde still geküßt,
Daß sie im Blütenschimmer
Von ihm nun träumen müßt.
 
Die Luft ging durch die Felder,
Die Ähren wogten sacht,
Es rauschten leis die Wälder,
So sternklar war die Nacht.
 
Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus,
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus.

Für alle, die nicht ganz so begabt mit dem Pinsel sind, haben wir ein wunderschönes Büchlein im Programm: „Als hätt der Himmel die Erde still geküsst“ heißt der Geschenkband, in dem die schönsten Gedichte Eichendorffs von zauberhaften Fotoimpressionen begleitet werden.

16.04.2010, 10.08 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Belletristik | Tags: Gedichte, Hobby, Eichendorff,

Deutsch brachte Twain zum Schwitzen

Wenn Sie wissen, wer Samuel Langhorne Clemens ist, können Sie sich gleich bei »Wer wird Millionär« anmelden. Dass sich hinter diesem Namen der weltberühmte Autor Mark Twain verbirgt, weiß wirklich nicht jeder.

Dieser Tage ist der 100. Todestag des amerikanischen Schriftstellers, der mit seinen Geschichten über Tom Sawyer und Huckleberry Finn aus keinem Kinderzimmer-Buchregal wegzudenken ist.

Was für die Mädchen Pippi Langstrumpf ist, sind für die Jungs die beiden kleinen Abenteurer vom Mississippi: frech, wild und ganz weit weg von jeglicher Autoritätshörigkeit Kinder müssen sie einfach lieben! Weniger bekannt ist, dass der Amerikaner Mark Twain als ruheloser Weltenbummler in seinem Leben viel in Europa unterwegs war und darüber den faszinierenden und humorvollen Bericht »Bummel durch Europa« verfasst hat. Auf mehreren Reisen entdeckte er die »Alte Welt« und hielt sich auch lange in Deutschland auf. Besonders gut gefielen ihm Heidelberg und Berlin, wo er jeweils einige Monate verbrachte.
Twain versuchte sogar sehr eifrig Deutsch zu lernen mit bescheidenem Erfolg, wie er selbst glaubte. Denn die deutsche Sprache habe so viele Fallstricke, dass ein Ausländer niemals in der Lage sein werde, eine deutsche Zeitung zu lesen und zu verstehen. »Die schreckliche deutsche Sprache« heißt daher auch das Buch, in dem er sich mit dem Deutschen und seinen Absonderlichkeiten befasst.

Für uns Muttersprachler ein großes Vergnügen, wenn der Amerikaner sich etwa über die typische Teilung von Verben auslässt, die der Deutsche so schön in seinen Sätzen versteckt, dass der Deutschlernende sie nur mit größter Konzentration finden und zu einem sinnvollen Ganzen zusammenfügen kann. So von außen betrachtet wirkt unsere Sprache wirklich höchst kompliziert ... Allein die zusammengesetzten Wörter wie »Wiederherstellungsbestrebungen« lassen Twain ins Schwitzen geraten und bei den verschiedenen Endungen der Fälle ist dann schließlich der Ofen aus. Und zwar so sehr, dass er für die Abschaffung des Dativs plädiert Bastian Sick, bitte weghören! Aber Mark Twain gibt freimütig zu, dass das Deutsche für die Bereiche Natur, Zuhause und Gemütlichkeit besonders schöne Worte bereithält und richtig gut klingt. Na, immerhin!

Tipp: Mark Twain bei Jokers

15.04.2010, 16.17 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Sachbücher | Tags: Mark Twain, Europa, deutsche Sprache, 100. Todestag,

Schöne neue Spielewelt

So schnell kann´s gehen: Aus einem vermeintlich langweiligen Computerspiel, das mir eine Freundin vor einigen Monaten schenkte, wird auf einmal ein literarisch wertvolles Studienobjekt. Und das nur, weil mein belesener Freund Elmar mal wieder mehr wusste als ich. Bei seinem letzten Besuch fand er das Spiel auf meinem Tisch und meinte: »Ich wusste gar nicht, dass du daddelst.« Dieser Begriff war mir neu, drum wusste ich nur zu erwidern: »Ach das Computerspiel? Das hat mir eine Freundin geschenkt.« »Guter Geschmack. Das basiert ja auf dem Buch `Der Hexer´von Andrzej Sapkowski .« Und schon war ich hellhörig.

Computerspiele sind gut, um aufgestaute Aggressionen abzubauen und basieren auf der Erfindungsgabe von Teenagern. So hatte ich bis dato geglaubt. Dass aber plötzlich ein polnischer Fantasy-Autor hinter einem Computer-Spiel steht, war ein völlig neuer Aspekt für mich. Zwar hatte ich von ihm noch nichts gelesen, erfuhr aber jetzt, dass Sapkowski gern slawische Mythen und Märchen thematisiert. Der Hexer Geralt ist eine seiner bekanntesten Figuren. In einer Art Episodenroman reist er als Monsterjäger durch eine Fantasiewelt voller Märchenfiguren der Gebrüder Grimm und Hans Christian Andersens. Dass auch Computerspiele Bücher weiterentwickeln und neu erfahrbar machen, finde ich klasse. Eine Romanverfilmung macht das Gelesene zwar lebendig, aber nicht direkt erfahrbar. Ein Computerspiel hingegen lässt den »Leser« die Geschichte selbst erleben und durchspielen. Das erschließt ungeahnte Möglichkeiten: Welche wunderbaren Werke man als Computerspiel aufbereiten könnte! Ich dachte gleich an »Schiffbruch mit Tiger« von Yann Martel, »Krieg und Frieden« von Tolstoi oder »Narziss und Goldmund« von Hermann Hesse.

14.04.2010, 15.37 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Poesie | Tags: Andrzej Sapkowski, Der Hexer, Computerspiele,

Spiel mit mir!

Jeder Elternteil oder geplagte Verwandte kennt die leicht trotzig herausgebrachte Aufforderung: „Spiel mit mir!“. Manchmal klingt dieser kleine Satz so gar nicht nach Bitte, sondern kommt einem Befehl gleich. Und es ist ja nur richtig: Denn wie oft bekommen Kinder die tollsten Spiele geschenkt, ohne dass jedoch irgendein Spielgefährte da wäre, der mit ihnen das neueste „Spiel des Jahres“ bis zum Exzess spielen würde?! Ich zähle mich ja auch zu den Spiele-Muffeln: Spätestens nach der 2. Runde „Mau Mau“ geht mir eindeutig die Lust aus.
Deshalb habe ich den Osterhasen dieses Jahr auch bestochen: Schokolade will man als braver und gesundheitsbewusster Onkel ja nicht unbedingt in Massen schenken, aber was sonst? Es ist ja Ostern und der Hase kann nicht so schwer wie das Christkind tragen…
Und so stöberte ich in unserem Programm, bis mir eine zündende Idee kam: Spannung, Spiel und Schokolade mal ganz anders!
Und so wartete heuer etwas im Osternest auf meine kleine Nichte, was nicht so schnell verdaut wie der obligatorische Schokoladenhase ist. „Wo kommt die Schokolade her?“ heißt das Quizz-Buch, das sogar uns Erwachsene manchmal ins Grübeln bringt.
Denn bei Weitem nicht alle der 75 Fragen, die die Autorin Friederike Wilhelmi in ihrem quietschvergnügten Buch zusammenträgt, sind kinderleicht zu beantworten: So wird zum Beispiel nach der Bedeutung von Redensarten („Warum sagt man ‚toi, toi toi'?“), nach Erfindungen („Wer erfand die Turnschuhe/den Klettverschluss/Coca-Cola/Cornflakes…“) und nach naturwissenschaftlichen Themen („Welcher Planet ist der heißeste in unserem Sonnensystem?“, „Wo liegt der tiefste See?“) gefragt – aber es gibt immer 3 Antworten zur Auswahl! Die wissbegierigen Rätselfreunde sollen die richtige aussuchen, auf der Rückseite wird dann die Lösung noch einmal ausführlich erläutert. Doch die „falschen“ Antworten sind nicht leicht herauszufinden: Denn es sind intelligente Lügengeschichten, stimmige Halbwahrheiten oder manchmal auch nur lustiger Quatsch, was manchmal durchaus nach einer plausiblen Antwort klingt …

Und dieses Mal war es doch tatsächlich so, dass ich ständig meine Nichte mit „Spiel mit mir!“ nervte – denn bis man alle 75 Fragen durch hat, nun, das dauert schon einige Zeit …

13.04.2010, 10.01 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Kinder und Jugend | Tags: raten, Quiz, Kinder,

Liebe ist …

…wenn man von seinem Angebeteten eine Musikkassette mit selbst aufgenommenen Liedern bekommt. So ähnlich kicherte letztens eine Freundin, Miriam ist ihr Name, als wir in geselliger Runde zusammen saßen und in Erinnerungen schwelgten: Sie war nämlich frisch verliebt, die Gute, „wie ein Teenager“, stellte sie selbst fest. Tja, und früher war das halt so: Wenn der Andere auch etwas für einen empfand, konnte es schon mal geschehen, dass er den ganzen Freitag Abend vor dem Radio verbrachte, um bei der Hitparade die Songs aufzunehmen, die seiner Ansicht nach seine Gefühle am besten widerspiegelten. Je nachdem, was für ein Bursche er war, mischte sich dann unter „Dreams are my reality“ auch mal ein „Rebell Yell“ oder ein „Wild Boys“ – alles Lieder der tiefsten 80er Jahre eben.
Meistens hielt die kleine Jugend-Romanze sowieso nicht so lange, wenn man Miriam glaubt, es waren eben schnell lebige Zeiten. Und so manche Liebeskummer gequälte Göre versuchte sich dann mit keinem anderen Lied als den „Sad Songs“ von Elton John zu trösten – wir schrieben immer noch Mitte der 1980er.
Die Zeiten ändern sich. Der, von dem sie kürzlich noch eine selbst gebrannte Audio-CD mit echt abgefahrenen Soundtracks bekam, wobei die sagenhafte CD allerdings im MP3-Format war, was wiederum ihr Player nicht lesen konnte, also jener übriggebliebene Romantiker teilte ihr mit, dass er eigentlich schon seit langem vergeben ist. Und was tat Miriam?
Nein, sie suchte nicht ihre alten Elton John Platten raus, denn einen Plattenspieler besitzt sie, wie die meisten Mitmenschen heutzutage, nicht mehr. Stattdessen kramte sie ihre seit Jahren verstaubende Wandergitarre hervor, und schnappte sich ein Heft mit Seltenheitswert: Das „Songbook Elton John“ nämlich. 14 seiner Tophits sind hier für Gitarre, Keyboard oder auch Gesang genauestens aufgeführt. So genau, dass Miriam tatsächlich „Don´t go breaking my heart“ auswendig lernte, auf Gitarre und singenderweise. Und eben dieses Stück gab sie nun im Anschluss an ihre Schwelgereien in besseren Zeiten, als sie noch Kassetten statt CDs bekam, zum Besten.
Ich kann nur sagen. Das Songbuch ist toll, aber letztendlich hängt es vom Interpreten ab, wie gut die Lieder rüber kommen …

13.04.2010, 09.54 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Zum Schmunzeln | Tags: Musik, Elton John, CD, MP3,

Leser sind Meinungsführer

Langendorfs Dienst, ein Wirtschaftsinfo-Dienst speziell für die Buchbranche, zitierte kürzlich eine Umfrage unter 25.000 Menschen, die herausfand: Menschen, die sich als Meinungsführer empfinden, sind bessere Buch- und Hörbuchkäufer als solche Menschen, die sich ihre Meinung lieber von anderen führen lassen.

Das überrascht mich in keiner Weise. Leser, so meine ich, sind immer unabhängiger als Nicht-Leser. Denn Leser lernen selbst zu denken, sich Urteile zu bilden, nicht der Masse hinterherzulaufen. Leser sind schwieriger zu manipulieren als Nicht-Leser, weil sie sich im Laufe der Jahre viele Informationen angeeignet haben, über die andere nicht verfügen und die sie untereinander in Korrelation setzen können.

Lesen ist nämlich etwas anderes als fernsehen oder im Netz surfen. Es ist eine andere Art der Informationsverarbeitung, ich würde sagen: eine gründlichere. Und deshalb speichert das Gehirn erlesene Informationen auch anders ab als Infos, an denen ich vorbeisurfe oder die mir vom Fernsehen in die Augen gefeuert werden, ohne dass ich genügend Zeit habe, sie zu verarbeiten.

Es hat sich gezeigt, dass eine Person desto mehr zum Lesen neigt, je stärker ihre Meinungsführerschaft ausgeprägt ist. Wenn das keine Motivation zum Lesen ist!

31.03.2010, 15.47 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Autoren | Tags: Meinungsführerschaft, Lesen, Buchkauf,

Makroaufnahmen vom Leben

makroaufnahmen_leben.jpgUnbekannte Welten – das klingt nach Raumschiff Enterprise und der Entdeckung seltsamer Aliens. Unser eigener Körper erscheint uns im Großen und Ganzen doch recht bekannt. Wer jedoch ein Buch von Lennart Nilsson aufschlägt, wird eines besseren belehrt. Der Wissenschaftsfotograf hat ganz fremd anmutende, fantastische Gebilde eingefangen, die doch alle zu unserem Körper gehören.

Lennart Nilssons Buch „Ein Kind entsteht“ gehört zu den großen Sachbuch- Klassikern. Ein Weltbestseller, den fast jeder heute erwachsene Mensch kennt.

Unter dem Titel „Leben“ hat der berühmte Fotograf erneut ein Werk vorgelegt, das seinesgleichen sucht: Makroaufnahmen der menschlichen Entwicklung vor der Geburt ebenso wie die Darstellung von Viren und Bakterien lassen den Betrachter staunen über die anmutige und faszinierende Welt in uns.

Wissenschaft trifft Kunst: Blutkörperchen und Killerzellen, Nervenfasern und Hormone, all diese mit dem bloßen Auge nicht erkennbaren Bausteine des Körpers fängt Nilsson mit einem hochmodernen Rasterelektronenmikroskop ein und lässt die dabei entstehenden Bilder einfach für sich selbst sprechen – so kann der Betrachter ungestört in die beeindruckende Schönheit der Fotos eintauchen.

Der schwedische Fotograf gilt als Pionier der mikroskopischen Aufnahmen des menschlichen Körpers und ist mehrfacher Ehrendoktor. Wer sich den Bildband „Leben“ ansieht, weiß warum: so atemberaubend kann kein anderer die Geschehnisse in unserem Körper darstellen.

Und natürlich wären wir nicht Jokers, wenn wir bei diesem spannenden Buch nicht auch einen fantastischen Preis zu bieten hätten ...

30.03.2010, 15.41 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Bücher allgemein | Tags: Lennart Nilsson, Wissenschaftsfotograf, Bausteine des Körpers,

Eine weniger bekannte Seite von Precht

kosmonauten.jpg"Wer bin ich - und wenn ja, wie viele?" Das ist einfach ein genialer Titel, das muss man Autor und Verlag lassen. Gefragt haben wir uns das doch schon alle mal zu dem einen oder anderen Zeitpunkt. Mit dieser scharfsinnigen Frage, hinter der sich ein Bestseller verbirgt, überraschte uns vor drei Jahren der Autor Richard David Precht. Da er nicht nur gut schreiben kann, sondern darüber hinaus ausgesprochen telegen ist, kann man ihn häufig in Talkshows erleben. Dort äußert sich Precht nicht nur druckreif über philosophische Fragen, sondern auch zu Zwischenmenschlichem. „Liebe: Ein unordentliches Gefühl“ ist ein weiterer erfolgreicher Titel des Autors aus Solingen.

Dass sich der promovierte Germanist auch im belletristischen Bereich mit diesem Thema beschäftigt, ist nicht ganz so bekannt – vielleicht weil seine Sachbücher mit ihrer Popularität und Verkaufsstärke alles überstrahlen. Jedenfalls hat Richard David Precht mit „Die Kosmonauten“ eine veritable Liebesgeschichte geschrieben.

Sie spielt zu Beginn der neunziger Jahre in Berlin, wo die Wiedervereinigung mit ihrer ganzen Aufregung und der brodelnden Aufbruchstimmung eine prima Kulisse für die Geschichte zweier Frischverliebter abgibt. Georg und Rosalie sind Ende zwanzig und lernen sich in Köln kennen. Es zieht sie jedoch aus dem Westen der Republik ins pulsierende Nachwende-Berlin, das mehr Bohème, mehr Zeitgeist verspricht. In der Hauptstadt stürzen sie sich mitten hinein ins Leben, treffen auf Künstler, Nachtschwärmer und allerlei wunderliche Gestalten. Ein Leben wie im Rausch. Doch plötzlich stellen Georg und Rosalie fest, dass ihnen das Gefühl füreinander abhanden gekommen ist.

Großstadtroman und Liebesgeschichte in einem, von einem der derzeit angesagtesten deutschen Autoren und das Ganze zum portemonnaiefreundlichen Taschenbuchpreis – was will man mehr?

29.03.2010, 15.34 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Belletristik | Tags: Richard David Precht, Die Kosmonauten, Liebesroman, Nach-Wendezeit,

Thema Veränderung

veraenderung_meistern.jpg"Sich beobachten heißt sich verändern...", sagte der französische Philosoph und Schriftsteller Émile-Auguste Chartier. Unter dem Pseudonym Alain verfasste er unzählige Aphorismen und aphoristische Essays, den so genannten Propos. Wöchentlich gab er seine „Libres Propos“ heraus, auch andere Magazine veröffentlichte er.

Am 3. März 1868 wurde er in Mortagne-au-Perche geboren; am 2. Juni 1951 starb er in Le Vésinet. Seine Texte drehten sich immer wieder um politische Themen. Als Pazifist mit leicht anarchistischen Zügen drückte er sein Misstrauen gegenüber den Mächtigen öfter in seinen Essays aus.

Sich beobachten heißt sich verändern… Oft habe ich mit Freunden über den philosophischen Hintergrund dieses Satzes diskutiert. Ist es nicht so, dass die meisten Menschen Veränderung eher als gefährlich oder bedrohlich empfinden? Auch ich selbst muss das zugeben. Auch sich selbst zu verändern, wer macht das gern? Lieber verharren die meisten Menschen in Stagnation. Sicherheit aufgeben? Nie und nimmer. Ich nehme mich da nicht aus. Schon Seneca, der altrömische Philosoph und Dichter, fasste seine Ansicht so zusammen: „O wie gut erginge es manchen Menschen, wenn sie einmal aus ihrem Geleise herauskämen.” Aber anscheinend ist nur lebendig, wer sich wirklich wandelt. Ganz drastisch formulierte es Richard Wagner: „Wandel und Wechsel liebt, wer lebt.”

Veränderung meistern“ ist der Titel der MP3-CD, die fünf Vorträge während eines Retreats in Leuk / Schweiz, 2005 umfasst. Die Original-Referate des Psychologen und Therapeuten Chuck Spezzano sind auf Englisch mit anschließender Übersetzung. Als Bestsellerautor, Seminarleiter und spiritueller Wegbegleiter hat sich Spezzano weltweit einen Namen gemacht.

28.03.2010, 15.17 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Hörothek | Tags: Veränderung, Wandel, Émile-Auguste Chartier,

Ach, du dickes Ei!

dickes_ei_cd.jpgKaum zu glauben: Bald ist Ostern. Vor kurzem noch schimpften wir über meterhohen Schnee, die ersten Frühlingsstürme zogen schon über unsere Lande hinweg und einige haben sich schon ihren ersten Sonnenbrand des Jahres in der noch zaudernden Frühjahrssonne geholt. Für mich läutet immer Ostern den Frühling ein. Dieses Jahr fällt Ostern zwar sehr früh auf Anfang April, aber auch diesmal werde ich das Osterfest als meinen persönlichen Frühlingsbeginn begehen.

Und mit der Wärme der Sonne traut sich auch die Heiterkeit wieder hinter dem Ofen hervor, wo sie während der langen Wintermonate Zuflucht suchte. Es ist die Zeit der Freude, der Fröhlichkeit, des Witzes, des Charmes. Ringelnatz, der Meister der Heiterkeit, hat Ostern ein eigenes Gedicht gewidmet.

Ostergedicht

Wenn die Schokolade keimt,
wenn nach langem Druck bei Dichterlingen
Glockenklingen sich auf Lenzeschwingen
endlich reimt,
und der Osterhase hinten auch schon presst,
dann kommt bald das Osterfest.

Und wenn wirklich dann mit Glockenklingen
Ostern naht auf Lenzesschwingen, -
dann mit jenen Dichterlingen
und mit deren jugendlichen Bräuten
draußen schwelgen mit berauschten Händen –
ach, das denk ich mir entsetzlich,
außerdem - unter Umständen –
ungesetzlich.

Aber morgens auf dem Frühstückstische
fünf, sechs, sieben flaumweich gelbe frische
Eier. Und dann ganz hineingekniet!
Ha! Da spürt man, wie die Frühlingwärme
durch geheime Gänge und Gedärme
in die Zukunft zieht,
und wie dankbar wir für solchen Segen
sein müssen.
Ach, ich könnte alle Hennen küssen,
die so langgezogene Kugeln legen.

Auch unsere Audio-CD „Ach, du dickes Ei“ steht ganz im Zeichen von Ostern. Kecke und übermütige Texte laden alle Hörer ein, sich einfach nur zu freuen. Über Ostern, über den Frühling, über die Sonne…

27.03.2010, 15.35 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Hörothek | Tags: Osterei, Ostern, Frühling, Freude,

Très bon!

maigret_cote.jpgWaren Sie schon einmal in Belgien? Das kleine Königreich steht ja immer ein wenig im Schatten seiner „großen Schwester“ Frankreich. Dabei hat das Land einen ganz eigenen Reiz. Wer schon einmal in Lüttich war und vielleicht den legendären Flohmarkt direkt am Ufer der Maas besucht hat, weiß, was ich meine.

Es gibt in Belgien tatsächlich nicht nur die – jedenfalls für mich – besten Pommes Frites der Welt, sondern auch den Charme hübsch verfallener Häuser, großartige Backwaren, witzige Comics und natürlich einen der populärsten Krimiautoren überhaupt. Georges Simenon stammt aus Lüttich. Seinen Kommissar Maigret kennt man auch als nicht eingefleischter Krimi-Enthusiast. Und wenn man eine Vorliebe für Krimis hat, dann gehört Maigret in die gleiche Liga wie Wallander oder Kommissar Beck: Wir kennen seine Vorlieben (etwa Bier trinken und Pfeife rauchen) und haben ihn einfach in unser Herz geschlossen.

Seine Fälle löst der Pariser Kommissar meist in Mantel und Hut gewandet, sein Büro am Quai des Orfèvres, dem tatsächlichen Sitz der französischen Kriminalpolizei, teilt er sich mit Inspektor Lucas. Zuweilen ziehen ihn seine Fälle aber aus der Hauptstadt in andere Landesteile Frankreichs. Zum Beispiel an die Côte d’ Azur wie in „Maigret und die Keller des Majestic“. Der Fall einer ermordeten Amerikanerin führt den Kommissar nach Cannes in ein großes Hotel. Die Beschreibung der dortigen Hierarchien und der Abläufe hinter den Hotelkulissen sind brillant.

Für die Ermittlungen in „Maigret und der Spitzel“ wird der Polizist mitten in der Nacht aus seinem wohlverdienten Schlaf gerissen, um den Mörder eines Restaurantbesitzers dingfest zu machen.

Zwei mitreißende Fälle in einem Band, mit französischem Flair und einem gewohnt knurrigen Ermittler. Mehr braucht der Krimi-Fan nicht, um die Nacht durchzulesen. Das Ganze mit dem guten Gefühl, so viel Unterhaltung für einen so attraktiven Preis zu bekommen: Das ist einfach très bon!

27.03.2010, 15.08 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Belletristik | Tags: Belgien, Lüttich, Georges Simenon, Kommissar Maigret,

Ein alternder „Everyman“

RothWie Sie vielleicht wissen, habe ich etwas übrig für Bücher im Original. Deswegen scheue ich mich auch nicht, Ihnen mal ein Reclam-Buch ans Herz zu legen. Der Verlag möge mir verzeihen, aber diese Reihe gehört optisch sicherlich nicht zum Schönsten, was Buchgestaltung angeht. Dafür ist der Preis meist unschlagbar. Und der Inhalt ist sowieso über jeden Zweifel erhaben. So auch bei „Everyman“ von Philip Roth. Dieser Roman über das Altern gehört für mich zum Besten, was ich gelesen habe.

Man weiß nie so recht, ob man ihn mögen oder hassen soll, den namenlosen Mann, dessen Beerdigung am Beginn des Romans steht. In der Rückblende erzählt Roth das Leben des Werbefachmanns, der drei Ehefrauen, drei Kinder und diverse Geliebte hatte. Zu seiner Tochter aus zweiter Ehe hat er ein recht gutes Verhältnis, doch die beiden Söhne aus erster Ehe verachten ihn. Beruflich war er eine zeitlang ganz weit oben. Aber er muss sich eingestehen, dass sein Privatleben kein großer Wurf war: zu viele oberflächliche Liebschaften, erfolglose Ehen, wenig Beziehung zu den Kindern, später Krankheit und Verfall. Komischerweise begegnet dieser einsame amerikanische „Everyman“, der in einem Seniorendorf in New Jersey lebt, all dem mit einer gewissen stoischen Ruhe und – trotz allem – erhobenem Kopf.

Seit Jahrhunderten gibt es dieses Motiv des alten Mannes, der sich mit dem Tod auseinandersetzen muss, in der Literatur. Bereits in mittelalterlichen Moralitätenspielen taucht er auf und noch heute ist „Jedermann“ von Hugo von Hofmannsthal jedes Jahr bei den Salzburger Festspielen vertreten. Es geht also etwas Faszinierendes von diesem Thema aus: Ein alternder Mensch denkt über sein vergangenes Leben nach, über wahre und falsche Freunde, Laster und Freuden, Glück und verpasste Gelegenheiten.

Philip Roth versteht es, diese alte Thematik noch einmal packend neu zu erzählen. Sein Scharfblick und sein großes schriftstellerisches Können machen ein Erlebnis daraus, und Ihre Englischpraxis wird es Ihnen danken ...


(Geschrieben von Matthias Stöbener)

26.03.2010, 16.19 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Englische Bücher | Tags: Philip Roth, Everyman, Jedermann, Hugo von Hofmannsthal,

Raritäten

schoene_briefe.jpg
Das Schreiben stirbt, tönt es immer wieder aus den Reihen von Zeitgenossen: Wer schreibt denn heute noch Briefe? Ja, da haben sie wohl recht: Außerhalb der Geschäftskorrespondenz schreiben tatsächlich nur noch wenige Menschen Briefe. Vielleicht mal eine Karte zu Weihnachten oder zum Geburtstag, aber auch hier sind E-Mails oder SMS deutlich im Vormarsch.

Ja, aber sind denn E-Mails keine Briefe? Gut, sie sind nicht mehr per Hand auf Papier niedergeschrieben, aber sie ähneln doch dem, was Briefe früher waren: Mittel zu dem Zweck, dem Empfänger eine Botschaft zu übermitteln – oder ihm auch einfach nur zu zeigen, dass man an ihn denkt.

Ich sehe es ähnlich, und eigentlich bin ich froh, dass ich nicht mehr allzu viele handgeschriebene Briefe erhalte. Wer schreibt denn heute noch leserlich genug, dass es eine Freude wäre, die Zeilen zu lesen? Über Mails freue ich mich jedoch immer. Die Leserlichkeit ist gewährleistet und Rechtschreibkorrekturprogramme sorgen dafür, dass auch der Orthografie Genüge getan wird.

Einen Nachteil hat das Ganze jedoch: Alles Digitale ist mehr als vergänglich. Wer hebt schon Mails auf, wer legt sie ab, wer liest sie nach Jahren noch einmal? Das war früher anders: Gott sei Dank, sage ich, gab es zu Schillers Zeiten noch keine Computer. Dann hätten wir heute nämlich nicht das Vergnügen, seine zahlreichen Briefwechsel mit großen Persönlichkeiten wie Goethe, Lotte v. Lengefeld und Caroline v. Beulwitz, Gottfried Körner oder Georg Göschen und anderen nachverfolgen zu können. Und da würde uns wirklich etwas entgehen. Über 2.200 Briefe verfasste Schiller!

Ein Brief an Goethe zum Beispiel lautet so – achten Sie auf die wunderbare, ausgefeilte Wortwahl, auf die eloquenten Formulierungen:

Hochwohlgeborner Herr,
Hochzuverehrender Herr Geheimer Rath!

Beiliegendes Blatt enthält den Wunsch einer Sie unbegrenzt hochschätzenden Gesellschaft, die Zeitschrift, von der die Rede ist, mit Ihren Beiträgen zu beehren, über deren Rang und Werth nur Eine Stimme unter uns sein kann. Der Entschluß Euer Hochwohlgeboren, diese Unternehmung durch Ihren Beitritt zu unterstützen, wird für den glücklichen Erfolg derselben entscheidend sein, und mit größter Bereitwilligkeit unterwerfen wir uns allen Bedingungen, unter welchen Sie uns denselben zusagen wollen.

Hier in Jena haben sich die HH. Fichte, Woltmann und von Humboldt zur Herausgabe dieser Zeitschrift mit mir vereinigt, und da, einer nothwendigen Einrichtung gemäß, über alle einlaufenden Manuscripte die Urtheile eines engern Ausschusses eingeholt werden sollen, so würden Ew. Hochwohlgeboren uns unendlich verpflichten, wenn Sie erlauben wollten, daß Ihnen zu Zeiten eins der eingesandten Manuscripte dürfte zur Beurtheilung vorgelegt werden. Je größer und näher der Antheil ist, dessen Sie unsre Unternehmung würdigen, desto mehr wird der Werth derselben bei demjenigen Publicum steigen, dessen Beifall uns der wichtigste ist. Hochachtungsvoll verharre ich

Euer Hochwohlgeboren gehorsamster Diener und aufrichtigster Verehrer
Jena 13. Juni 1794
F. Schiller.

Als Rarität bieten wir Ihnen einige wenige Exemplare des Werkes „Schöne Briefe“ an: Eine besondere Auswahl von Schillers Briefen wird in dieser luxuriösen und bibliophilen Ausgabe in Faksimiles und Transkriptionen mit Erläuterungen vorgestellt. Ein echtes Fundstück für alle Literaturbegeisterten!

(Geschrieben von Matthias Stöbener)

22.03.2010, 17.18 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Sachbücher | Tags: Schöne Briefe, Schiller, Briefkultur,

Harry heißt jetzt Percy

Wer einmal süchtig war, kennt das Problem sicher: Kaum ist die geliebte Serie oder Buchreihe zu Ende, muss ganz schnell etwas Neues her. Am besten eine neue Serie, die möglichst an der alten anschließt. Im Fernsehen konnte man dieses Phänomen an den „Desperate Housewifes“ als Nachfolger von „Sex and the city“ beobachten. Doch was für Damen um die 30 gilt, trifft Kinder mindestens genauso. So reihen sich derzeit einige Titel im Bücherregal, um die Leere zu füllen, die nach dem Harry-Potter-Ende entstanden war.

Hoch im Trend steht immer noch die zuckersüße Vampir-Romanze von Stephenie Meyer, deren Ende noch lange nicht absehbar ist. Für Fantasy-Fans produziert der Jungautor Christopher Paolini die „Eragon“-Saga. Doch am nächsten dran am legendären Erfolg der Joanne K. Rowling scheinen Rick Riordan und seine Romane um den jungen Halbgott Percy Jackson. Band Eins kam vor wenigen Tagen erst unter dem Titel „Percy Jackson – Diebe im Olymp“ in deutsche Kinos und läuft seitdem ungebrochen erfolgreich.

Als alten Skeptiker verblüffen mich solche Phänomene immer wieder aufs Neue. Denn vom Buchcover her und über den überraschten Spross übermenschlicher Eltern, der auf eine Schule für „Half-Blood“ (Halbblüter) geht, bis hin zum bösartigen Stiefvater sind sich die Geschichten zum Verwechseln ähnlich. Was bei Rowling Zauberer, Hexen und magische Wesen waren, sind bei Jackson griechische Gottheiten. Natürlich muss auch Percy erst seine besonderen Fähigkeiten entdecken und zu bändigen lernen, um schließlich zusammen mit seinen Freunden einen weltbewegenden Kampf gegen das Böse zu führen.

Eines muss man Rick Riordan allerdings lassen: Er unterrichtete 15 Jahre lang amerikanische Schüler in Geschichte und ist ein Spezialist auf dem Gebiet griechischer Historie. So bieten seine Geschichten nicht nur Action und Unterhaltung. Dank detailreicher Kenntnisse können seine Fans auch noch einiges über Zeus, Athene und Co. lernen. Und das Beste: Im Anhang seiner Bücher findet sich ein Glossar mit Quellenangaben, wo es weitere Informationen zum Thema gibt.


21.03.2010, 17.08 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Kinder und Jugend | Tags: Rick Riordan, Joanne K. Rowling, Percy Jackson, Halbgott,

Das Verlangen nach Liebe

das_verlangen_nach_liebe.jpg
Der Valentinstag ist vorbei, der romantische Monat Mai liegt noch in weiter Ferne. Umso wichtiger erscheint es mir, Ihnen in der Zwischenzeit mit ein wenig Literatur zum Thema Liebe die Zeit zu verkürzen. Der absolute Experte in Sachen Liebe ist für mich ein Mann. Das ist insofern bemerkenswert, als man gewöhnlich Frauen auf diesem Gebiet für sachkundiger und verständiger hält.
Aber mit dem vielsagenden Titel „Die große Liebe“ hat sich Hanns-Josef Ortheil bei mir einen sicheren Platz auf dem Gebiet der unkitschigen, sülzfreien, einfach nur tiefromantischen Liebes-Literatur erkämpft. Vielleicht liegt es auch ein wenig daran, dass ich seit geraumer Zeit einen Lesetipp meiner Bekannten Ruth befolge und im Urlaub nun immer Bücher lese, die in meinem aktuellen Urlaubsland spielen. Ich habe das Buch in Italien gelesen. Die Handlung des Titels findet an der Adria statt und lebt davon, dass die Liebe einfach einmal gelingt. Das hat man in Büchern ja sonst nicht so oft, denn unglücklich Liebende sind mit ihren Seelenqualen nun einmal literarisch meist interessanter.
Auch Ortheils Nachfolge-Roman „Das Verlangen nach Liebe“ ist, soviel sei verraten, nichts für Schwarzseher: Nach achtzehn Jahren treffen sich Kunsthistorikerin Judith und Konzertpianist Johannes, früher ein Paar, zufällig in Zürich wieder. Man verabredet sich nun beinahe täglich, berichtet aus seinem Leben, lotet aus, was erneut möglich sein könnte – die alte Anziehung erflammt erneut. Und nein, am Ende erfolgt keine Katastrophe.
Das tut uns Lesern, die wir verzweifelt und unerwidert Liebende in der Literatur so viel häufiger erleben, doch auch mal gut! Wie schön, dass es das Ganze ebenfalls als Hörbuch gibt, so kann man „Das Verlangen nach Liebe“ ganz unmittelbar erleben.
Dass das Hörbuch außerdem ein geradezu unverschämtes Jokers-Schnäppchen ist, traue ich mich fast nicht zu sagen, das klingt so unromantisch ...

(Geschrieben von Matthias Stöbener)

20.03.2010, 17.07 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Sachbücher | Tags: Hanns-Josef Ortheil, Liebe, Hörbuch,

Ein Autor, der in seinen Bann zieht

die_fremde.jpg
Zu den großen Freuden jedes Buchfreundes gehört die (Wieder-)Entdeckung eines Autors. Zum Beispiel diejenige Sándor Márais, der vor gut zehn Jahren durch die Veröffentlichung seines Romans „Die Glut“ erneut beim Lesepublikum präsent wurde. Zwar gehörte Márai bereits in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts zu den wichtigen Autoren seiner Heimat Ungarn, doch geriet er nach seiner Emigration für lange Zeit in Vergessenheit.

Zum Glück für uns Lesehungrige, die wir immer auf der Suche nach neuen Erlebnissen sind, sind die Werke Márais (der übrigens eigentlich Grosschmid hieß) seit Ende der neunziger Jahre wieder auf dem Markt.

Sie eröffnen uns eine Welt, die längst versunken ist, eine Welt der altmodisch-mondänen Hotels, der monokeltragenden Herren und der Damen, die mit Sonnenschirm zum Nachmittagstee flanieren. Hinter dieser großbürgerlichen Fassade des alten Europa lauern bei Sándor Márai aber immer die menschlichen Abgründe, die die Menschen gnadenlos umtreiben, ihnen den Frieden rauben und sie nicht selten ins Verderben ziehen.

Im Roman „Die Fremde“ ist der Autor radikaler als sonst. Der alternde Professor Viktor Askenasi verlässt Frau und Kind und stürzt sich in eine oberflächliche Affäre mit einer Tänzerin. Doch auch dadurch findet er keinen Seelenfrieden, es bleibt eine stets flackernde Unruhe. An der dalmatinischen Küste versucht Askenasi auf Anraten seiner Freunde, durch einen allein verbrachten Urlaub wieder zu sich selbst zu finden. Wie dies gründlich misslingt und schließlich in einer sinnlosen Katastrophe endet, das ist, so komisch das klingt, wunderbar zu lesen. Márai beschreibt den Strudel, in den sein Held gerät, so plastisch, dass man ganz hautnah miterlebt, wie er langsam jegliches Maß verliert und unaufhaltsam in einen unheilvollen Wahn gerät.

Ein faszinierendes Buch und – falls Sie den ungarischen Autor noch nicht kennen – ein perfekter Einstieg in sein Werk. Denn ich prophezeie Ihnen: wenn Sie einmal angefangen haben, werden Sie mehr davon lesen wollen.

In unserer Auswahl von Sándor Márai stöbern.

19.03.2010, 16.56 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Sachbücher | Tags: Sándor Márai, Askenasi, Die Fremde,

Mein Ideal-Castorp

Der ZauberbergEine Traumbesetzung! Christoph Eichhorn als Hans Castorp in der Verfilmung des Thomas-Mann-Romans „Der Zauberberg“. Noch nie hat meine Vorstellung vom Aussehen einer Romanfigur so perfekt zu der Filmfigur gepasst wie in der Verfilmung von Hans W. Geißendörfer.

Meist muss ich bei einer Buchverfilmung erst ein wenig warm werden mit den fremden Personen auf der Leinwand, die jemanden darstellen, der mir im Laufe des Lesens mit einem bestimmten Bild ans Herz gewachsen ist – zumal wenn das Werk von so epochaler Länge ist wie „Der Zauberberg“ mit seinen fast tausend Seiten.

Hier jedoch war das nicht so – Eichhorn, der Schauspieler mit dem eleganten, leicht blasierten Gesichtsausdruck und der schmalsten Nase, die ich kenne, ist mein Ideal-Castorp. Genau so habe ich mir den Hamburger Patriziersohn vorgestellt, der in einem Schweizer Sanatorium statt wie geplant einige Wochen sieben Jahre verbringt, sich dort verliebt und ausdauernde philosophische Diskussionen führt. Er hält sich in dieser wie zeitlos wirkenden, morbiden Welt übrigens auf ohne selbst krank zu sein.

Hans Castorp ist Held eines Bildungsromans, der gleichzeitig den Geist der gesamten Epoche vor dem Ersten Weltkrieg zeichnet. All das in der typisch Mannschen Manier der kunstvollen Schachtelsätze und intellektuellen Reflexionen, der genauen Milieuschilderung und detailverliebten Ausschmückung.

Wer sich dafür begeistern kann, wird auch die 1981 entstandene Verfilmung des Werkes lieben – sie hat den Deutschen Filmpreis erhalten und das zu Recht. Die leicht makabre Stimmung von Krankheit gemischt mit trotziger Lebensfreude, Eleganz und Pracht, die verschiedenen Charaktere der Sanatoriumsbesucher, all das setzt Geißendörfers Film meisterhaft um. Das ist Unterhaltung vom Feinsten! Also: zugreifen, denn diese DVD gehört in jeden gut sortierten Haushalt und unser Preis ist einfach unschlagbar!


(Geschrieben von Matthias Stöbener) 

19.03.2010, 08.41 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: | Tags: Christoph Eichhorn, Hans Castorp, Thomas Mann, Der Zauberberg, Verfilmung,

Tucholsky war nicht nur politisch

Den meisten seiner Texte merkt man seine zerrissene Seele kaum an. Und doch beging Kurt Tucholsky 1935 im schwedischen Exil Selbstmord. Er spaltete die Meinungen der Leser wie kaum ein anderer nicht nur zu Lebzeiten während der Weimarer Republik, sondern weit über seinen Tod hinaus. Wer kennt nicht seinen Ausspruch „Soldaten sind Mörder“? Das Zitat stammt aus Tucholskys Werk Der bewachte Kriegsschauplatz:

Tucholsky„Der Feldgendarm wachte darüber, dass vorn richtig gestorben wurde. Für viele war das gar nicht nötig. Die Hammel trappelten mit der Herde mit, meist wussten sie gar keine Wege und Möglichkeiten, um nach hinten zu kommen, und was hätten sie da auch tun sollen! Sie wären ja doch geklappt worden, und dann: Untersuchungshaft, Kriegsgericht, Zuchthaus, oder, das schlimmste von allem: Strafkompanie. [...] Manche Nationen jagten ihre Zwangsabonnenten auch mit den Maschinengewehren in die Maschinengewehre. So kämpften sie. Da gab es vier Jahre lang ganze Quadratmeilen Landes, auf denen war der Mord obligatorisch, während er eine halbe Stunde davon entfernt ebenso streng verboten war. Sagte ich: Mord? Natürlich Mord. Soldaten sind Mörder.“

Doch Kurt Tucholsky war keineswegs „nur“ ein politischer Journalist. Viele seiner Werke sind geprägt von seinem speziellen Humor, der oft die herrschenden Gesellschaftsverhältnisse kommentiert. Doch auch der Mensch als Individuum bekommt wie der Mensch als Herdentier immer wieder auf ironisch-bezaubernde Weise sein Fett ab. Ganz besonders hat es mir sein Frühlingsgedicht angetan:

Das Lenzsymptom zeigt sich zuerst beim Hunde,
dann im Kalender und dann in der Luft,
und endlich hüllt auch Fräulein Adelgunde
sich in die frisch gewaschene Frühlingskluft.

Ach ja, der Mensch! Was will er nur vom Lenze?
Ist er denn nicht das ganze Jahr in Brunst?
Doch seine Triebe kennen keine Grenze –
dies Uhrwerk hat der liebe Gott verhunzt.

Der Vorgang ist in jedem Jahr derselbe:
Man schwelgt, wo man nur züchtig beten sollt,
und man zerdrückt dem Heiligtum das gelbe
geblümte Kleid – ja, hat das Gott gewollt?

Die ganze Fauna treibt es immer wieder:
Da ist ein Spitz und eine Pudelmaid,
die feine Dame senkt die Augenlider,
der Arbeitsmann hingegen scheint voll Neid.

Durch rau Gebrüll lässt sich das Paar nicht stören,
ein Fußtritt trifft den armen Romeo
mich deucht, hier sollten zwei sich nicht gehören...
Und das geht alle, alle Jahre so.

Komm, Mutter, reich mir meine Mandoline,
stell mir den Kaffee auf den Küchentritt.
Schon dröhnt mein Bass: Sabine, bine, bine ...
Was will man tun? Man macht es schließlich mit.

Selbstverständlich haben wir einen ganzen Fundus an Werken von Kurt Tucholsky in unserem Programm: Stöbern Sie doch einfach mal darin!

(Geschrieben von Matthias Stöbener) 

19.03.2010, 08.07 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: | Tags: Kurt Tucholsky, Soldaten, Mörder, Journalist,

Von goldenen Salamandern und blutenden Lilien

„Hundert Jahre Einsamkeit“ von Gabríel Garcia Márquez ist ein moderner Klassiker. Seit vielen Jahren steht der Roman in meinem Regal. Gelesen habe ich ihn allerdings noch nie. Das lag vor allem daran, dass ich über die Geschichte Lateinamerikas nicht viel weiß und befürchtete, das Buch nicht zu verstehen. Völlig zu Unrecht, wie ich jetzt bemerkte. Denn wie bei so vielen großartigen Romanen sind historische Vorkenntnisse zwar hilfreich, aber nicht zwingend. Wie gute Geschichtslehrer verpacken Autoren im Format eines Garcia Márquez die Historie in so spannende Handlungsfäden, Charakterdarstellungen und Landschaftsbeschreibungen, dass der Leser nicht anders kann, als wie ein Schwamm alles aufzusaugen.

Der kolumbianische Schriftsteller ist fürwahr ein echter Erzählkünstler. Allein, wie er auf den ersten Seiten die verzweifelte Reise durch den Dschungel schildert, machte mich sofort süchtig nach mehr: „In jenem Paradies aus Feuchtigkeit und Schweigen vor dem Sündenfall, wo die Stiefel in dampfenden Ölpfützen versanken und die Buschmesser blutende Lilien und goldene Salamander köpften, wurden die Männer der Expedition von ihren ältesten Erinnerungen heimgesucht.“ Düsterer, bezaubernder und schöner kann man einen Dschungel nicht beschreiben, finde ich. Diesen Stil nennt man „Magischen Realismus“. Er integriert magische Elemente in realistischen Situationen. Als Erfinder gilt Garcia Márquez.

Am liebsten würde ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. So begeistert bin ich, nach Rafik Schami wieder einen Schriftsteller gefunden zu haben, der mich fesselt. Und das Beste: „Hundert Jahre Einsamkeit“ ist nicht die einzige Perle, die ungelesen in meinem Regal schlummert. Dort stehen noch „Die Liebe in den Zeiten der Cholera“ und „Chronik eines angekündigten Todes“.

(Geschrieben von Matthias Stöbener)

18.03.2010, 16.36 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Sachbücher | Tags: Hundert Jahre Einsamkeit, Garcia Márquez, magischer Realismus,

Etwas Spätromantisches von Heine

h_heine.jpg
Mehr als 150 Jahre ist er bereits tot und immer noch aktuell: Heinrich Heine, der große deutsche Dichter, geboren 1797 in Düsseldorf, gestorben 1856 in Paris, beeindruckte zahlreiche seiner berühmten Autoren- Kollegen. Die Resonanz war nicht immer positiv, Heines Schriften provozierten jedoch immer starke Reaktionen.

"Heine habe ich mit Tränen in den Augen gelesen", ehrte ihn z. B. Christian Morgenstern. "Eine kleine Probe von Heines politischem Wischiwaschi hab ich ... neulich ... gefunden und großen Ekel dagegen gefasst." Oder "Er ist ein Dichter ganz und gar, aber nit eine Viertelstunde könnt' ich mit ihm leben...", bewertete Eduard Mörike seine Begegnung mit ihm. Friedrich Nietzsche hingegen war begeistert: "Den höchsten Begriff vom Lyriker hat mir Heinrich Heine gegeben ... Er besaß jene göttliche Bosheit, ohne die ich mir das Vollkommene nicht zu denken vermag ... Man wird einmal sagen, dass Heine und ich bei weitem die ersten Artisten der deutschen Sprache gewesen sind ..."

Heinrich Heine war einer der Hauptvertreter des Jungen Deutschland. Empfindungsreichtum ging in seinen spätromantischen Werken und Gedichten mit Skepsis und Ironie („Buch der Lieder“, 1827; „Romanzero“, 1851) Hand in Hand. Sein unterhaltsamer Prosastil („Reisebilder“, 1826 bis 1831) machte ihn zum Begründer des modernen Feuilletonismus.

Jetzt im Monat März fiel mir eines seiner Gedichte wieder in die Hände:

Die Liebe begann im Monat März,
Wo mir erkrankte Sinn und Herz.
Doch als der Mai, der grüne, kam:
Ein Ende all mein Trauern nahm.

Es war am Nachmittag um Drei
Wohl auf der Moosbank der Einsiedelei,
Die hinter der Linde liegt versteckt,
Da hab ich ihr mein Herz entdeckt.

Die Blumen dufteten. Im Baum
Die Nachtigall sang, doch hörten wir kaum
Ein einziges Wort von ihrem Gesinge,
Wir hatten zu reden viel wichtige Dinge.

Wir schwuren uns Treue bis in den Tod.
Die Stunden schwanden, das Abendrot
Erlosch. Doch saßen wir lange Zeit
Und weinten in der Dunkelheit.

Stöbern in unserem Heinrich Heine-Fundus

(Geschrieben von Matthias Stöbener)

17.03.2010, 16.05 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Sachbücher | Tags: Heinrich Heine, Feuilletonismus, Junges Deutschland,

Selbstgewählte Einsamkeit

Zufällig hörte ich neulich im Fernsehen ein paar Zeilen von Emily Dickinson (1830 bis 1886):

„Da ist ein Licht,
das schräg sich neigt
an Wintertagen,
schwer wie das Gewicht
von kathedralen Klängen.
Und wenn es kommt,
hört alle Landschaft zu.
Schatten halten den Atem an,
wenn es vergeht.“

In diesen Tagen, in denen der Hochnebel wie über den Dächern festgefroren wirkt, die Vögel frierend in den Bäumen kauern und von Frühlingserwachen weit und breit keine Spur ist, trifft sie den Nagel auf den Kopf. Jedes Mal, wenn ich über die amerikanische Schriftstellerin nachdenke, die seit ihrem 20. Lebensjahr das Leben einer menschenscheuen Einsiedlerin führte, staune ich. Denn obwohl sie kaum Kontakt zu Menschen pflegte und ihr Zimmer bis zum frühen Tod mit 56 Jahren kaum verließ, schuf Dickinson ein mannigfaltiges Gedankenwerk, das noch heute seinesgleichen sucht: Nach ihrem Tod entdeckte man 40 handgebundene Bücher mit über 800 Gedichten von ihr.

Dieser Gedanke spendet mir immer wieder Trost, wenn ich denke, noch nicht genug von der Welt gesehen zu haben. Denn genau dagegen steht Emily Dickinsons legendärer und wunderschöner Satz: „To make a prairie it takes a clover and a bee, one clover, and a bee, and revery. The revery alone will do, if bees are few.”


(Geschrieben von Matthias Stöbener)

12.03.2010, 02.20 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Sachbücher | Tags: Emily Dickinson, Hochnebel, Gedicht,

Auch bei Kehlmann kann man sparen!

Wissen Sie, worüber ich mich richtig freue? Nach einer langen Flaute gibt es seit einigen Jahren wieder tolle neue deutsche Literatur. So haben etwa alle bisherigen Preisträger des Deutschen Buchpreises Werke abgeliefert, die mir persönlich durch die Bank gefallen. Unter den neuen deutschen Autoren gibt es allerdings einen, der diesen speziellen Literaturpreis gar nicht mag, weil er ihn nicht nur für ein Spektakel hält, sondern auch für eine „Quelle der Sorge und der Depression“ für die Autoren, die sich der Auswahlprozedur unterziehen müssen.

Der dies gesagt hat, ist kein geringerer als Daniel Kehlmann, der mit „Die Vermessung der Welt“ 2005 einen fulminanten Bestseller verfasst hat. Mit 1,5 Millionen verkauften Exemplaren (nur im deutschsprachigen Raum!) und Übersetzungen in etwa 40 Sprachen ist Kehlmann zweifellos in die Kategorie der Bestsellerautoren emporgestiegen. Und das mit dem eher sperrigen Thema der Entstehung der modernen Wissenschaft, dargestellt am Leben des Forschers Alexander von Humboldt und des Mathematikers Carl Friedrich Gauß.

Beide Wissenschaftler bewegen sich ständig zwischen Erfolg und Niederlage, beide sind ein wenig sonderbar und schrullig, aber mit Leib und Seele ihrer Wissenschaft verschrieben. Das Ganze ist voller Fantasie und kommt ebenso abenteuerlich wie philosophisch daher – ein bisschen denken muss man bei der Lektüre also schon...

Bei uns können Sie sich sogar zwischen zwei Ausgaben von Daniel Kehlmanns Weltbestseller entscheiden. Kräftig sparen können Sie bei beiden!

              



(Geschrieben von Matthias Stöbener)

26.02.2010, 17.02 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Sachbücher | Tags: Die Vermessung der Welt, Daniel Kehlmann, Weltbestseller,

Emil entdeckt den Fluss des Lebens

Hermann HesseWie sehr der eigene Perfektionismus oft zum Verhängnis wird, zeigt mir gerade wieder Emil. Seit ein paar Jahren beschäftigt sich mein Freund intensiv mit fernöstlichen Meditationsarten. Dabei versucht er sich aktiv in Tai Chi Chuan, dem chinesischen „Schattenboxen“. Doch je mehr er sich bemüht, umso verzweifelter wird er. „Ich entdecke ständig wieder eine neue Bewegung, die ich nicht kann und auch nicht verstehe. Und am Ende habe ich das Gefühl, überhaupt nichts verstanden zu haben.“ Als Laie auf dem Gebiet meditativer Lehren weiß ich mir wieder einmal nur mit Literatur zu helfen. So empfahl ich den Klassiker, Hermann Hesses „Siddharta“.

Das Buch erzählt vom jungen Brahmanen Siddhartha und seinem Freund Govinda. Beide begeben sich auf die Suche nach dem Atman, dem All-Einen, der obersten Erkenntnis, die in jedem Menschen ruht. Dabei führt der Lebensweg Siddharta vom Asketen und Bettler über den Kaufmann, den Fährmann, den Vater bis hin zum Erleuchteten. Immer wieder begegnet der Suchende dabei einem Fluss. Allmählich beginnt er, vom Rauschen des Flusses zu lernen, der sich im ständigen Wandel befindet und doch immer der Gleiche bleibt.

So wenig ich tatsächlich von fernöstlichen Lehren verstehe, so viel hat mich doch diese Erzählung gelehrt. Wie schon in „Narziss und Goldmund“ zeigt Hesse darin, dass Leben Bewegung und Entwicklung bedeutet. Die endgültige Erleuchtung gibt es, wenn überhaupt, erst nach lebenslangem Streben. Emil selbst hat nach eigenen Angaben „Siddharta“ auf einen Rutsch durchgelesen und übt wieder fleißig Tai Chi Chuan. „Jetzt gewöhne ich mir das Denken einfach ab“, erzählte er mir heute. „Stattdessen folge ich einfach dem Fluss des Lebens und übe weiter.“

(Geschrieben von Matthias Stöbener)  

26.02.2010, 15.01 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Sachbücher | Tags: Siddharta, Hermann Hesse, Fluss des Lebens,

Gewinnspiel: Keine Siege ohne Ziege - bitterböse Satire ab 4. März in den Kinos!

Filmplakat„Männer, die auf Ziegen starren“: Alleine der Titel des Kinoregiedebüts des Schauspielers und Produzenten Grant Heslov deutet darauf hin, dass das Publikum ein ziemlich ungewöhnlicher Film erwartet. Und tatsächlich sucht diese Adaption des gleichnamigen Sachbuchs des britischen Journalisten Jon Ronson ihresgleichen. Die wahre Geschichte um den Versuch des US-Militärs, Soldaten mit übersinnlichen Fähigkeiten auszubilden, ist Futter für eine politisch inspirierte Satire. Schon die Vorlage von Ronson begeisterte mich, obwohl sie ja alles andere als ein Unterhaltungsroman war.

Das Drehbuch hat es in sich: Kleinstadtreporter Bob Wilton (Ewan McGregor) interviewt den bei seiner Mutter wohnenden Frühpensionär Gus Lacey (Stephen Root, Ein verlockendes Spiel). Lacey behauptet, vom Militär in paranormalen Fähigkeiten wie Gedankenlesen, durch Wände gehen und dem Killen durch bloße Blicke geschult worden zu sein.

Maenner die auf Ziegen starrenAls den ungläubigen Reporter seine Frau (Rebecca Mader, Lost) verlässt, geht er als Journalist in den Nahen Osten, um über den Irak-Krieg zu berichten. Doch der begehrte Truppenzugang bleibt ihm verwehrt. Also vertreibt er sich die Zeit in einer Kuwaiter Hotelbar. Dort trifft er auf Lyn Cassady (George Clooney), den er bereits aus Laceys Erzählungen kennt. Cassady gilt als bester Mann der parapsychologisch geschulten Truppe unter Führung des Hippie-Ausbilders Bill Django (Jeff Bridges). So bricht der nichts ahnende Journalist mit dem Alt-Blumenkind zu einer mehr als geheimen Operation in den Irak auf.

„Männer, die auf Ziegen starren“ basiert nur vage auf der Sachbuchvorlage. Drehbuchautor Peter Straughan orientierte sich zwar an echten Begebenheiten, die im Sachbuch geschildert sind, strickte aber seine ureigene und äußerst skurrile Story. Der Sachbuch-Bestseller "The Men Who Stare At Goats" von Guardian-Kolumnist Jon Ronson erschien in Deutschland unter dem Titel "Durch die Wand".


Unsere Gewinnfrage:

Wer ist Drehbuchautor von „Männer, die auf Ziegen starren“?
a)    Peter Straughan
b)    Jon Ronson


Wir verlosen:

3 Verlosungspakete, bestehend aus je 2 Freikarten, Buch zum Film und ein
Filmplakat.


Schicken Sie die Lösung an jokersrestseller@jokers.de  mit dem Betreff
"Männer die auf Ziegen starren." Teilnahmeschluss ist der 05. März 2010.

26.02.2010, 12.25 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Jokers intern | Tags: Gewinnspiel, Männer die auf Ziegen starren,

Verblüffendes rund ums Auto

Es gibt Geschichten, die sind einfach unglaublich. Zum Beispiel die, dass ein Tierarzt plötzlich zum Erfinder des Luftreifens wird. So geschehen anno 1888 im damals sicher noch idyllischen Dublin.

QuizDort lebte nämlich ein kleiner Junge, Johnnie, seines Zeichens Sohn des Tierarztes John Boyd Dunlop und stolzer Besitzer eines gummibereiften Dreirads. Leider jedoch hinterließ dieses Gefährt tiefe Furchen in dem gepflegten Garten des Doktors. Kurzerhand zerschnitt der Tierarzt daraufhin seine Gummischürze und klebte die einzelnen Streifen zu einem Schlauch zusammen, als Ventil bediente er sich eines Babyschnullers. Mit einer Fußballpumpe bläst Dunlop den zum Schutz mit Segelstoff umwickelten Schlauch auf und tauft ihn „Pneu“ (griechisch pneuma = Luft). Ein Glück, dass kurz vorher Carl Benz das Automobil erfunden hatte! Eisenbeschlagene Holzräder waren dafür nicht geeignet, schon bald schwebten die Autos der neuen Generation auf ihren Luftreifen …

Ich habe keine Ahnung, ob diese Anekdote stimmt oder fiktiv ist. Fakt ist allerdings, dass eben jener Tierarzt als Erfinder des Luftreifens gilt: Und noch heute sind ja die „Dunlop“-Reifen sehr beliebt.

Überhaupt: Die Geschichte des Automobils weist zahlreiche unglaubliche Begebenheiten auf. Nicht nur damals, sondern auch in jüngeren Jahren verblüfft uns die Auto-Szene mit erstaunlichen Anekdoten. 180 Fragen und Antworten rund ums Auto finden Sie in dem Quiz „Auto“. Hier sind so manche Aha-Erlebnisse garantiert, zum Beispiel, wenn es um die Frage geht, was „Audi“ bedeutet, was es mit dem „Elchtest“ auf sich hat u.v.m …


(Geschrieben von Matthias Stöbener)

26.02.2010, 09.19 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Nebensächliches | Tags: Automobil, Dunlop, Luftreifen, Elchtest,

Dostojewski, Tolstoi, Puschkin, Weltliteratur, Ausstattungsfilme

Krieg und FriedenWas für ein Winter! Diese Allgegenwart von Schnee und Kälte! Der Anblick von dick vermummten Menschen hat so etwas Russisches, finde ich. Jedenfalls passt derzeit die Lektüre von Dostojewski, Tolstoi, Puschkin und Co. besonders gut in die Landschaft. Beim Blick aus dem Fenster in das Schneetreiben draußen wirken „Schuld und Sühne“, „Krieg und Frieden“ und „Anna Karenina“ einfach noch intensiver.

Und nicht zuletzt sind diese ja meist recht seiten- und personenreichen Werke im Winter besser zu verdauen – flockige Sommerlektüre ist das nicht. Eher etwas für lange Winterabende, an denen man etwa in Dostojewskis „Der Idiot“ den Fürsten Myschkin dabei erlebt, wie er verzweifelt einer unerreichbaren Liebe hinterherhetzt.

Den ganz Lesewütigen empfehle ich natürlich das Hauptwerk des 2010-Jubilars Lew Tolstoi – er hat in diesem Jahr den 100. Todestag – „Krieg  und Frieden“, die faszinierende Geschichte dreier Familien vor dem Hintergrund der russisch-napoleonischen Kriege. Ein Meisterwerk der Weltliteratur und ein Reigen an großen Gefühlen, der seinesgleichen sucht: Krieg, Liebe, Hass, Abenteuer – alles dabei. Dass es sich hier auch um starken Filmstoff handelt, ist klar und für Freunde prächtiger Ausstattungsfilme ein echtes Muss!

Bevor also die Tage wieder frühlingshafter werden und Sie das dringende Bedürfnis nach Spaziergängen und Gartenarbeit verspüren (das wird nicht mehr allzu lange dauern ...), lassen Sie doch noch ein wenig russische Seele einwirken – das ist gut fürs Gemüt und schadet trotz des Seitenreichtums auch dem Geldbeutel nicht!


(Geschrieben von Matthias Stöbener)

26.02.2010, 09.09 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Sachbücher | Tags: Russische Literatur: jetzt genau das Richtige!

Bert Brecht und Lion Feuchtwanger

Am 10. Februar 2010 feierten wir Bert Brechts 112. Geburtstag. Was wurde über Eugen Berthold Friedrich Brecht – erst später machte er seinen zweiten Vornamen ohne das „h“ zu seiner „Marke“ – nicht schon alles gesagt und geschrieben! Wir wissen, dass er bei Karl Valentin in die „Schule“ ging, und wir wissen auch, dass er Lion Feuchtwanger auf eine sehr spezielle Weise freundschaftlich verbunden war.

Marta Feuchtwanger erzählt unter anderem vom Beginn dieser ungewöhnlichen Männerfreundschaft, die nicht immer unproblematisch war: „Brechts Vater kam aus Augsburg zu Lion, um ihn um Rat zu bitten. Sein Sohn habe jetzt vor, das Medizinstudium aufzugeben, um Schriftsteller zu werden. Und da wollte er Lion fragen, der doch schließlich schon ein bekannter Autor sei, ob er glaube, dass sein Sohn genügend Talent habe, um es zu etwas zu bringen. Feuchtwanger antwortete: ‚Ich bin sonst nicht der Ansicht, dass man einem jungen Menschen anraten soll, Schriftsteller zu werden. Aber wenn Brecht nicht schreibt – der ist nämlich ein Genie -, wäre es eine Sünde.’ Da hat der Vater gesagt: ‚Schön, ich werde Ihren Rat befolgen und ihm auch weiter seinen Scheck schicken.’ Als er an der Tür war, drehte er sich noch einmal um und sagte: ‚Sehen Sie, ich bin Fabrikant, ich fabriziere wunderbares weißes Papier, und dann bedrucken Sie es.’“

Auch der umfangreiche Briefwechsel zwischen Brecht und Feuchtwanger ist sehr aufschlussreich und informativ (Lion Feuchtwanger. Briefwechsel mit Freunden 1933 – 1958, Band 1. Aufbau-Verlag. Berlin). Der Freundschaft zwischen Brecht und Feuchtwanger entstammen sogar drei gemeinsam erarbeitete Stücke: „Das Leben Eduards II“, „Kalkutta, 4. Mai“ und „Die Geschichte der Simone Machard“.

Dabei wäre die Freundschaft beinahe in die Brüche gegangen, weil sich Brecht in Feuchtwangers Roman „Erfolg“ sehr ungünstig charakterisiert empfand. Dort hat Feuchtwanger mit der Figur des Kaspar Pröckl seinem Freund Bert Brecht ein literarisches Denkmal gesetzt, das diesem ganz und gar nicht gefiel, wie man leicht verstehen kann, wenn man nur einige Stellen in dem wunderbaren Roman, der so etwas wie ein Zeitdokument ist, liest: „Der Kerl roch wirklich wie Soldaten auf dem Marsch“, oder an anderer Stelle: „die anstrengend, unmanierliche, schrille, schreiende Stimme Pröckls“. Brecht soll sogar wiederholt auf Feuchtwanger eingeredet haben, diese Stellen zu entschärfen. Aber Feuchtwanger wollte dies offensichtlich nicht, da es sich schließlich um einen Roman und nicht um eine Dokumentation handelte. Hätte er sich von seinem Freund dazu erweichen lassen, wäre dies gewissermaßen eine Bankrotterklärung seines künstlerischen Schaffens gewesen.

Brecht und Feuchtwanger haben sich zeitlebens gegenseitig sehr viel gegeben, vom politischen Durchblick bis hin zum dramatischen Bewusstsein. Nachzulesen in: „Schatten über München“. Eine Dokumentation von Reinhart Hoffmeister. Langen Müller, München, sowie in Volker Skierka: „Lion Feuchtwanger. Eine Biographie, erschienen im Quadriga Verlag J. Severin, Berlin, oder im oben erwähnten Briefwechsel bzw. in „Nur eine Frau“ von Marta Feuchtwanger. Aufbau-Verlag, Berlin.

Wer mehr über diese seltsam anmutende Seite Brechts erfahren will, dem seien die hier erwähnten Bücher wärmsten ans Herz gelegt. Wenn er nicht bei uns im Shop etwas findet!

http://www.jokers.de/suche/index.html?com=bertolt+brecht&search.x=0&search.y=0&f=search.getsearch&tracksearch=true



(Geschrieben von Matthias Stöbener)

26.02.2010, 08.51 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Sachbücher | Tags: Bertolt Brecht, Lion Feuchtwanger, Freundschaft, Marta Feuchtwanger,

Sidney Sheldon: Nicht nur ein Schriftsteller

Sein Todestag jährte sich gerade zum dritten Mal. Am 11. Februar hätte er Geburtstag gehabt: Der facettenreiche US-Autor Sidney Sheldon wurde an jenem Datum 1917 in Chicago geboren. Seine schriftstellerische Karriere begann mit Theaterstücken und Filmdrehbüchern für die Studios in Hollywood. Unter anderem stammt auch das Drehbuch zum Musical »Annie, Get Your Gun« von 1932 aus seiner Feder. 1947 erhielt er den Oscar für das beste Drehbuch zu »So einfach ist die Liebe nicht«.

Erst als er 50 Jahre alt wurde, schrieb er Bücher, vor allem Krimis: Sie wurden sämtlich zu Weltbestsellern, die meisten wurden verfilmt. Als meistübersetzter Autor unserer Zeit wurde er ins Guinness-Buch eingetragen. Wahrscheinlich kennen auch Sie viele seiner Romane: „Der Zorn der Götter“, einen seiner besten Krimis, haben wir derzeit im Programm. Für alle Freunde originalsprachiger Literatur bieten wir „The Naked Face“ an.

Aber wussten Sie auch, dass Sheldon als Drehbuchautor hinter zahlreichen Fernsehserien steckt, die viele Menschen in ihrer Kindheit fesselten? So stammen sowohl „Hart aber herzlich“ als auch „Bezaubernde Jeannie“ von ihm.

Sidney Sheldon erhielt für seine Filmdrehbücher zahllose Ehrungen und Auszeichnungen, unter anderem den Edgar Allan Poe Award im Jahre 1969. Sein Privatleben fand zwischen seinen Wohnsitzen in Los Angeles, Palm Springs und in London statt. Am 30. Januar 2007 starb Sidney Sheldon an den Folgen einer Lungenentzündung.


(Geschrieben von Matthias Stöbener)  

26.02.2010, 08.51 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Sachbücher | Tags: Sidney Sheldon, Zorn der Götter, The Naked Face,

Gewinnspiel zu „Hier kommt Lola“

Mädchenhelden der Kindheit waren Ronja Räubertochter, Silas oder auch Momo. Doch die Zeiten ändern sich. Heute bekommen die Kleinen vor allem dann große Augen, wenn Kinderstars wie Hannah Montana über die Leinwand flimmern.

Jetzt hat es die deutsche Hannah Montana in die Kinos geschafft. Nach der Kinderromanvorlage von Isabel Abedi träumt die neunjährige Titelheldin Lola von einem aufregenden Leben als Sängerin, Spionin oder Hochzeitsplanerin. Gekonnt werden Wirklichkeit und Traumwelt zu einem wunderbaren Abenteuer verwoben, das ganz auf die großen und kleinen Probleme der Kinder eingeht.

Lola hat einen brasilianischen Vater, eine 80 Zentimeter große Tante und Millionen Fans, wenn sie sich nachts in die berühmte Sängerin Jacky Jones verwandelt. Was Lola allerdings nach ihrem Umzug in die Großstadt besonders fehlt, ist eine beste Freundin – und die wünscht sie sich am allermeisten. In der Schule muss Lola aber neben der nach Fisch stinkenden Flo sitzen, und Annalisa besucht sie ausgerechnet in dem Moment, als Lolas Vater splitterfasernackt und fuchsteufelswild durch die Wohnung stürmt, weil ihn Lola, natürlich aus Versehen, den ganzen Tag im Badezimmer eingesperrt hat. Doch dann lässt Lola bei einem Fest einen Luftballon mit ihrem großen Wunsch steigen – und erhält als Antwort eine geheimnisvolle Flaschenpost.

Das witzige Kinderbuch wurde mit dem "Paderborner Hasen 2006" und der "Nordstemmer Zuckerrübe 2007" ausgezeichnet. Nach den WILDEN HÜHNERN, TKKG und BIBI BLOCKSBERG produziert Uschi Reich nun HIER KOMMT LOLA!. Die Erwachsenen- Hauptrollen spielen Julia Jentsch, Nora Tschirner, Fernando Spengler, Margareta Broich und Axel Prahl. Die Kinderrollen sind mit neuen jungen Talenten besetzt. Die aufgeweckte Lola wird von Meira Durand verkörpert. HIER KOMMT LOLA! ist eine Produktion der Bavaria Filmverleih- und Produktions GmbH in Co-Produktion mit Constantin Film und Kiddinx. Co-Produzent ist Martin Moszkowicz, Vorstand Film und Fernsehen der Constantin Film AG.

Lolas Abenteuer sind mit einer Auflage von über einer Million nicht nur hierzulande längst Bestseller, sondern auch international erfolgreich. Sie wurden bereits in dreizehn Sprachen übersetzt.

Unsere Gewinnfrage an Sie:
Aus welchem Land stammt Lolas Vater?
a)    Italien
b)    Brasilien

Schicken Sie die Lösung an jokersrestseller@jokers.de mit dem Betreff
"Lola" Teilnahmeschluss ist der 05. Februar 2010.

26.02.2010, 08.15 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: | Tags: Gewinnspiel, Lola,

Die Welt der verbrannten Bücher

Das Buch der verbrannten BücherErich Kästner gehört zu den deutschen Kinderbuch-Autoren, die in der ganzen Welt bis heute am meisten gelesen werden. Seine bekanntesten Werke “Emil und die Detektive”, “Pünktchen und Anton” und “Das doppelte Lottchen” wurden in über 100 Sprachen übersetzt und teilweise mehrfach verfilmt.

Doch seine bezaubernden Kinderbücher, die auch noch Erwachsene verzücken, waren nicht immer so beliebt, wie sie heute sind: In der Nazizeit hatte der deutsche Literat nicht nur Publikationsverbot, seine Bücher wurden sogar verbrannt. Es lag sicher auch an seinen Antikriegs-Gedichten, die trefflich die kalte Sinnlosigkeit von Waffengewalt beschreiben. Das folgende Gedicht sollte man kennen:



Kennst Du das Land, wo die Kanonen blühn


Kennst Du das Land, wo die Kanonen blühn?
Du kennst es nicht? Du wirst es kennenlernen!
Dort stehn die Prokuristen stolz und kühn
in den Büros, als wären es Kasernen.

Dort wachsen unterm Schlips Gefreitenknöpfe.
Und unsichtbare Helme trägt man dort.
Gesichter hat man dort, doch keine Köpfe.
Und wer zu Bett geht, pflanzt sich auch schon fort!

Wenn dort ein Vorgesetzter etwas will
- und es ist sein Beruf etwas zu wollen -
steht der Verstand erst stramm und zweitens still.
Die Augen rechts! Und mit dem Rückgrat rollen!

Die Kinder kommen dort mit kleinen Sporen
und mit gezognem Scheitel auf die Welt.
Dort wird man nicht als Zivilist geboren.
Dort wird befördert, wer die Schnauze hält.

Kennst Du das Land? Es könnte glücklich sein.
Es könnte glücklich sein und glücklich machen?
Dort gibt es Äcker, Kohle, Stahl und Stein.
und Fleiß und Kraft und andre schöne Sachen.

Selbst Geist und Güte gibt's dort dann und wann!
Und wahres Heldentum. Doch nicht bei vielen.
Dort steckt ein Kind in jedem zweiten Mann.
Das will mit Bleisoldaten spielen.

Dort reift die Freiheit nicht. Dort bleibt sie grün.
Was man auch baut - es werden stets Kasernen.
Kennst du das Land, wo die Kanonen blühn?
Du kennst es nicht? Du wirst es kennenlernen!

Unser heutiges Angebot „Das Buch der verbrannten Bücher“ sollte in ihrem Regal nicht fehlen: Es bewahrt Dutzende von Texten, die einst dem Flammentod zum Opfer fielen. Volker Weidermann hat diese einmaligen Schriftstücke, die gleichsam ein Porträt ihrer Zeit sind, gesammelt. Klassiker finden sich hier neben wieder zu entdeckenden Schätzen.


(Geschrieben von Matthias Stöbener) 

19.02.2010, 02.03 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Sachbücher | Tags: Bücherverbrennung, verfemte Autoren, Erich Kästner,

Eine Wiederentdeckung

Als Avantgardistin der modernen amerikanischen Literatur galt sie: Gertrude Stein, die die Dinge immer ein wenig anders betrachtete als ihr Umfeld, ist für mich eine der größten US-Autorinnen überhaupt. Das, was Menschen von Tieren unterscheide, sei nur das Geld, stellte sie einmal in einem ihrer Prosatexte fest. Sie hatte den hohen Anspruch, „Stücke wie Landschaften“ zu schreiben. Am 3. Februar 1874 in Allegheny, heute Pittsburgh, Pennsylvania, wurde sie geboren. Sie starb am 27. Juli 1946 in Paris. Dort war es auch, wo sie ihren berühmten Salon unterhielt.

Sie war Sprössling einer deutsch-jüdischen Familie. Ab 1902 lebte sie in Paris. Steins Salon wurde zum Treffpunkt von Malern der Moderne (Matisse, Picasso) und US-Schriftstellern (John Dos Passos, Ernest Hemingway). Gertrude Stein übte mit ihren sprachlich gewagten Experimenten (Klangspiele, keine Interpunktion etc.) einen bedeutenden Einfluss auf ihre Kollegen aus.

Gertrude SteinIhr Leben war mehr als ungewöhnlich: In Cambridge studierte sie Biologie und Philosophie am Radcliffe College, dem Harvard-Ableger für Frauen. Als Hörerin des Psychologen und Philosophen William James beeindruckte dessen Begriff Bewusstseinsstrom (stream of consciousness) die gelehrige Studentin sehr. Ab 1897 nahm Gertrude Stein deshalb ein Studium der Psychologie und Medizin an der Johns Hopkins Medical School in Baltimore auf und bezog mit ihrem Bruder Leo eine gemeinsame Wohnung. Baltimore sollte ihr Leben grundlegend beeinflussen. Denn dort begann sie in einem Kreis von Gleichgesinnten die ästhetischen und moralischen Regeln des puritanischen Bürgertums zu hinterfragen und schließlich abzulehnen.

Die Jahre in Baltimore waren ebenso von ihrer langen Beziehung zu einer Kommilitonin geprägt: Gertrude Stein hatte ein Verhältnis mit May Bookstaver. Mary war diejenige, die Gertrude zu dem kurzen Roman Q. E. D. (Quod Erat Demonstrandum), 1903 verfasst, inspirierte. Posthum wurde er im Jahr 1950 unter dem Titel The Things as They Are veröffentlicht. Literaturkritiker betrachten den Roman, thematisch eine Dreierbeziehung, als Autobiografie.

Zu ihrem Geburtstag haben wir z. B. „Porträts und Stücke“ von Gertrude Stein im Angebot: Viele Werke der großartigen Literatin sind hier zusammengefasst.


12.02.2010, 23.01 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Sachbücher | Tags: Gertrude Stein, Avantgardistin, Literatin,

Hilfe, Liebeskummer!

Anna GabaldaSusanne wird von Liebeskummer geplagt. Als guten Freund fragte sie mich, welche Bücher ich ihr empfehlen kann. Bekanntlich soll gute Literatur ja jede Not lindern. Spontan fiel mir Judith Hermanns „Nichts als Gespenster“ ein. Das Folgewerk des vom Feuilleton viel gepriesenen „Sommerhaus, später“ behandelt in sieben Kurzgeschichten die unglückliche Liebe und die Verlorenheit im Leben. Ich meinte es gut und empfahl ihr das Buch. Kurze Zeit später gab sie es mir zurück, noch niedergeschlagener als zuvor. „Zu deprimierend“, war ihr Urteil.

Da legte ich ihr „Kannst du“ von Benjamin Lebert ans Herz. Allerdings konnte auch die Geschichte um zwei seelisch schwer belastete Jugendliche, die auf Interrail-Reise durch Skandinavien gehen, nicht trösten. Im Gegenteil. „Mit 35 können mich die Liebesgeschichten von Menschen Anfang 20 doch nur noch niederschmettern“, erklärte sie.

Als ich meiner Frau von Susannes Kummer erzählte, empfahl sie mir „Alles Glück kommt nie“ von Anna Gavalda. Nach dem Erfolgsroman „Zusammen ist man weniger allein“ handelt das neue Werk der Autorin vom 46-jährigen Großstädter Charles Balanda. Von der Midlife-Krise gebeutelt, erfährt er, dass seine große Liebe überraschend gestorben ist. Anouk war die Mutter seines Freundes - und gute 20 Jahre älter. Er begibt sich auf Spurensuche nach seiner früheren Geliebten. Dabei nimmt sein Leben eine völlig neue, glückliche Wendung.

Mit diesem Buch traf ich bei Susanne ins Schwarze. „Das ist es!“ berichtete sie mir. „Wenn bei Liebeskummer etwas hilft, dann Bücher, die Hoffnung machen. Hoffnung, dass man sein Leben in Krisenzeiten zum Besseren wenden kann – oder dass das Gute nur auf einen wartet. Natürlich mit Happy End.“ Anna Gavalda sei Dank!


(Geschrieben von Matthias Stöbener) 

12.02.2010, 09.27 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Naturwissenschaften | Tags: Anna Gabalda, Liebeskummer, Bücher, Hilfe,

Ein Gedicht zum Auswendiglernen

Erich KästnerAm 23. Februar diesen Jahres würde Erich Kästner 111 Jahre alt: Wenn diese Schnapszahl nicht ein besonderer Geburtstag ist! In Dresden geboren, studierte der weltbekannte deutsche Autor nach dem Ersten Weltkrieg Germanistik, Geschichte und Philosophie. Im Jahre 1925 promovierte er in Philosophie, 1927 übersiedelte er nach Berlin.

Auch als Theaterkritiker und als freier Mitarbeiter bei verschiedenen Zeitungen war Kästner tätig. Doch seinen Ruhm erlangte er sicherlich mit seinen in mehr als einhundert Sprachen übersetzten Kinderbüchern. Doch er war auch ein Schriftsteller für „große“ Leser: Viele seiner Romane wurden auch verfilmt. Drei Männer im Schnee, Der kleine Grenzverkehr, Notabene, Die Schule der Diktatoren, Kurz und bündig, Die kleine Freiheit, Die verschwundene Miniatur, Fabian, Gesang zwischen den Stühlen, Ein Mann gibt Auskunft, Lärm im Spiegel, Herz auf Taille hießen die Verfilmungen.

Die „Lyrische Hausapotheke“ ist einer meiner Lieblingsgedichtbände von Kästner: Wir bieten sie Ihnen jetzt als besonderen Hörgenuss auf CD an. Hier ein kleiner Vorgeschmack auf die Verse des einzigartigen deutschen Autors:

Sachliche Romanze

Als sie einander acht Jahre kannten
(und man darf sagen, sie kannten sich gut),
kam ihre Liebe plötzlich abhanden.
Wie anderen Leuten ein Stock oder Hut.

Sie waren traurig, betrugen sich heiter,
versuchten Küsse, als ob nichts sei,
und sahen sich an und wussten nicht weiter.
Da weinte sie schließlich. Und er stand dabei.

Vom Fenster aus konnte man Schiffen winken.
Er sagte, es wäre schon Viertel nach Vier
und Zeit, irgendwo Kaffee zu trinken. –
Nebenan übte ein Mensch Klavier.

Sie gingen ins kleinste Café am Ort
und rührten in ihren Tassen.
Am Abend saßen sie immer noch dort.
Sie saßen allein, und sie sprachen kein Wort
und konnten es einfach nicht fassen.



(Geschrieben von Matthias Stöbener) 

12.02.2010, 09.11 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Hörothek | Tags: Erich Kästner, Sachliche Romanze, Lyrische Hausapotheke,

Füße hoch und genießen!

Das Auge liest mit – also ich jedenfalls freue mich immer, wenn ein Buch ein besonders schönes Cover hat. Wenn der Inhalt dann auch noch richtig gut ist, handelt es sich um einen Glücksfall und löst bei mir sofort den Kauf- und Leseimpuls aus.

Annie ProulxUm einen solchen Glücksfall handelt es sich zweifellos bei „Hinterland“ von Annie Proulx. Auf dem Cover zwei riesige Kuhköpfe, im Innern herrliche Geschichten aus Wyoming, einem amerikanischen Bundesstaat, den man so gar nicht mit der Coolness New Yorks oder dem ausgeflippten Hippietum San Franciscos verbinden mag. Wyoming klingt nämlich ganz stark nach Kaff, Hinterwäldlertum und sehr, sehr viel Gegend. (Nur mal so am Rande: Wyoming ist so groß wie Rumänien, hat aber nur so viele Einwohner wie Hannover – noch Fragen?)

In dieser ländlichen Einsamkeit lebt die Autorin Annie Proulx seit einigen Jahren selbst. Man darf also annehmen, dass sie genau weiß, wie es dort zugeht, unter all den Farmern, Cowboys, Kühen und Lebenskünstlern. Und sie kann so lakonisch, schnörkellos und wunderbar komisch davon erzählen, dass die elf Geschichten sich weglesen wie nichts. Es lohnt sich, das spleenige Personal dieses ganz speziellen „Hinterlands“ kennenzulernen, etwa den Wildhüter, der einen Wilderer stellt, der vor seinen Augen buchstäblich im Höllenschlund versinkt. Oder das Ehepaar, das plötzlich in der Einöde feststellt, dass es gar nicht zusammenpasst.

Die Pulitzerpreisträgerin ist Spezialistin für interessante Gestalten – denken Sie an „Schiffsmeldungen“, ihren ersten Welterfolg, oder an „Brokeback Mountain“, das 2005 mit Heath Ledger und Jake Gyllenhaal verfilmt wurde und viele Auszeichnungen erhielt. Ich empfehle Ihnen also: Setzen Sie sich in den imaginären Schaukelstuhl auf Ihrer Veranda, blicken Sie in die endlose Weite, legen Sie die Cowboystiefel hoch, freuen Sie sich über Ihr preiswertes Jokers-Schnäppchen und genießen Sie „Hinterland“!


(Geschrieben von Matthias Stöbener) 

12.02.2010, 08.20 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Sachbücher | Tags: Annie Proulx, Wyoming, Hinterland,

Handlung in drei Aufzügen

Tristan und IsoldeVor wenigen Jahren (2006) wurde die große Sage von Tristan und Isolde in die Kinos gebracht. Regisseur war Kevin Reynolds („Robin Hood: König der Diebe"), in den Hauptrollen waren James Franco („Spider Man") und Sophia Myles („Underworld") zu sehen. Ausführender Produzent war Ridley Scott, der sich mit den Kino-Hits „Königreich der Himmel" und „Gladiator" einen Namen machte.

Die Inhaltsangabe des Films wurde folgendermaßen publiziert: Nach dem Ende des römischen Reichs sind die Stämme Englands mit Irland verfeindet. Einer ihrer Führer, Lord Marke, zieht mit dem jungen Kämpfer Tristan, den er wie seinen eigenen Sohn liebt, in eine große Schlacht. Sie werden vernichtend geschlagen. Tristan selbst wird verwundet und vorschnell für tot erklärt. Sein vermeintlicher Leichnam wird, wie es die Tradition für Könige verlangt, mit einem Boot aufs Meer geschickt. Er strandet an der Küste Irlands und wird dort von Isolde, der Tochter des irischen Königs Donnchadh gefunden. Sie pflegt ihn heimlich gesund und zwischen ihnen entwickelt sich eine innige Liebe. Doch Irland ist zu gefährlich für Tristan und so kehrt er zurück nach England und zu Lord Marke. Die Rückkehr des Totgeglaubten wird begeistert gefeiert, aber Tristans Herz gehört von nun an Isolde. Und als Isolde als Teil eines Friedensvertrags mit Lord Marke vermählt wird, sind sich die Liebenden plötzlich wieder nah und doch so fern, denn ihre Liebe darf nicht sein. Doch je mehr sie versuchen, ihre Gefühle füreinander zu unterdrücken, desto stärker brennt die Leidenschaft in ihnen und so riskieren sie alles für einen letzten Moment in den Armen des anderen. Ohne es zu ahnen beschwören sie großes Unheil herauf. Heldenhafte Schlachten, königliche Intrigen und eine große Liebe unter einem schlechten Stern: Das ist die große Sage von Tristan & Isolde.

Noch bekannter als der Film und die Sage in Schriftform ist allerdings die große Oper von Richard Wagner. Tristan und Isolde wurde von Richard Wagner selbst als „Handlung in drei Aufzügen“ bezeichnet. Die Uraufführung fand am 10. Juni 1865 im Königlichen Hof- und Nationaltheater in München statt, Hans von Bülow leitete die Inszenierung.

Für nur 1.99 EUR bieten wir Ihnen die keltische Sage aus dem König-Artus-Kreis nun als besonderes Hörspiel an: Spielszenen und Original-Opern-Musik begeistern nicht nur eingefleischte Opern-Fans, sondern bringen auch Kindern das wunderbare Stück näher.


(Geschrieben von Matthias Stöbener) 

05.02.2010, 10.41 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Hörothek | Tags: Tristan und Isolde, Richard Wagner,

Psychologie-Klassiker

PsychologieAn wen denken Sie, wenn Sie „Psychotherapie“ und „Analyse“ hören? Natürlich: An Sigmund Freud, den österreichischen Begründer der Psychoanalyse. „Wir streben mehr danach, Schmerz zu vermeiden als Freude zu gewinnen.“, stellte Sigmund Freud treffsicher fest.

Doch auch seine Schüler und Mitarbeiter machten von sich reden: Alfred Adler beispielsweise hinterließ ebenso bedeutende Schriften und Erkenntnisse. Der Psychologe und Psychiater lebte von 1870 bis 1937, eines seiner bekanntesten Zitate ist: „Die größte Gefahr im Leben ist, dass man zu vorsichtig wird.“

Und wenn Sie an die neueren Forschungsergebnisse der Psychologie denken? Welche Themen, welche Namen fallen Ihnen dazu ein? Sicherlich darf auf dieser Liste ein amerikanischer Wissenschaftler nicht fehlen: Martin Seligman. Der Forscher beschäftigte sich eingehend mit dem Phänomen des Glücks. Mit seiner entwickelten Strategie schaffen es angeblich sogar die ärgsten Pessimisten (die wohl gemerkt eine kürzere Lebenserwartung als Optimisten haben), dem Leben positive Seiten abzugewinnen.

Wenn Sie sich dafür interessieren, wie Gefühle, eben auch das Glücklichsein, entstehen und weshalb sie manchmal so schwer zu kontrollieren sind: Auch dann ist unser Werk „50 Klassiker der Psychologie“ für Sie bares Gold wert. Aber nein, keine Bange, teuer ist dieses „Must have“ überhaupt nicht: Für weniger als 8 Euro haben Sie die wichtigsten Werke und Erkenntnisse aus über 150 Jahren Psychologie-Geschichte von den Anfängen der Psychoanalyse bis zu modernsten Erkenntnissen der Neurologie bei sich zu Hause.


(Geschrieben von Matthias Stöbener) 

05.02.2010, 10.18 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Nachdenkliches | Tags: Klassiker der Psychologie, Sigmund Freud, Alfred Adler, Martin Seligman,

Die weiße Nacht des Todes

Die weiße Nacht des TodesWaren Sie schon einmal in Finnland? Ich sage Ihnen, es lohnt sich! Vor allem im Sommer, wenn es in den so genannten „weißen Nächten“ gar nicht richtig dunkel wird und die sonst eher schweigsamen Finnen vor Freude über ihren lang ersehnten Sommer richtig strahlen. Dann wird Tango getanzt und gefeiert bis zum frühen Morgen. Und bei all dem fühlt man sich stets sicher, denn trotz der sommerlichen Ausgelassenheit wirkt sogar die Hauptstadt Helsinki so ruhig, als könne einem hier schier gar nichts passieren. Doch der Volksmund weiß ja schon: Stille Wasser sind tief und so lauert hinter der friedlichen Fassade doch das Verbrechen ...

„Die weiße Nacht des Todes“, die in einer hellen Juninacht die Polizei von Helsinki aufrüttelt, hat es jedenfalls in sich: Eine verkohlte Leiche in einem ausgebrannten Lastwagen führt Kommissar Takamäki in das Drogenmilieu der finnischen Großstadt. Um dort ermitteln zu können, benötigt die Polizei die Mitarbeit von verdeckten Ermittlern – eine gefährliche Angelegenheit, wie sich erweist. Schließlich sind auch Polizisten nur Menschen und damit dem Reiz ausgesetzt, die eigene Position persönlich auszunutzen. Die Berufsehre des Undercover-Ermittlers wird auf eine harte Probe gestellt und damit die Lösung des grausigen Falls erschwert.

Man merkt, dass Autor Jarkko Sipilä weiß, wovon er schreibt, hat er doch viele Jahre als Polizeireporter gearbeitet und gehört nun zu den führenden Krimi- und Drehbuchautoren des Landes.

Ein typischer nordischer Krimi mit viel Lokalkolorit – voller Spannung und unerwarteter Wendungen, so ein richtig schöner Schmöker für kalte Winterabende und alle, die mehr als Schweden kriminologisch entdecken möchten.


(Geschrieben von Matthias Stöbener)

29.01.2010, 14.54 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Sachbücher | Tags: Finnland, Helsinki, Leiche, Jarkko Sipilä,

Familie im Focus

Leben mit verwirrten älteren Menschen„Dieses so kostbare Leben“ – ein Titel, der eigentlich schon alles Wesentliche sagt. Eine Frau begleitet ihren alten Vater beim Sterben und lässt sein langes Leben Revue passieren. In einer Mischung aus Dankbarkeit, Pflichtgefühl und manchmal auch Angst kümmert sie sich um den 96-Jährigen und beschreibt, wie schwer es ist, dem starrsinnigen alten Mann seine Würde zu lassen und nicht mehr zu versuchen ihn zu ändern, sondern ihn so zu akzeptieren, wie er ist – mit all seinen Fehlern und Unzulänglichkeiten. Auch die Schwägerin der Erzählerin liegt im Sterben. Ein Buch also, das ganz eindeutig vom Tod handelt. Deprimierend? Nein. Eher ein Loblied auf die Familie, auf Zusammenhalt und eben auf das „so kostbare Leben“.

Margaret Forsters Bücher wie „Familiengeheimnisse“ und „Das Vermächtnis meiner Mutter“ sind nicht umsonst Bestseller. Alle sind gefühlvolle Schilderungen des Kosmos Familie, in dem sich jeder von uns befindet. Die britische Autorin lotet sie aus, die ganzen Verstrickungen und Geheimnisse, das Unausgesprochene und die vielfältigen Verbindungen, die jede Familie ausmachen. Wir alle stecken mitten drin und genau das macht Margaret Forsters Titel so spannend für jeden, der sich für mitreißende Familiengeschichten, die oft über Generationen reichen, interessieren.

Bei „Dieses so kostbare Leben kommt hinzu, dass es sich bei dem Buch um eine autobiographische Schilderung handelt, was die Intensität dieses Themas noch steigert. Also der Tipp: sich nicht abschrecken lassen von einem Titel, der von Krankheit und dem Sterben handelt. Die Autorin schreibt so behutsam und klug darüber und entdeckt neben der Tragik auch so komische Momente, dass man sich darauf mit Gewinn einlassen kann.


(Geschrieben von Matthias Stöbener)

29.01.2010, 13.52 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: | Tags: Familiengeheimnisse, Familie, Margaret Forster,

Weg mit dem Gerümpel!

Seit Neujahr beutelt meine Familie ein seltsames Fieber: das so genannte Entrümpelungs-Fieber. Seinen Mittelpunkt fand es in meinem Schwager, der vor einiger Zeit „Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags“ von Karen Kingston entdeckte. Nachdem er sich die Ratschläge darin streng zu Herzen genommen hatte, wollte er auch die Familie an seiner neuen Erkenntnis Teil haben lassen und verschenkte das Buch zu Weihnachten an seine Verwandten. Seitdem wird reihum fleißig entrümpelt, aussortiert, weggeschmissen. Es ist die wahre Freude.

Selbst meine Mutter, die eine Überflutung im Keller vor drei Jahren unfreiwillig zum Entrümpeln zwang, kriegt vom Wegschmeißen derzeit nicht genug. Auch ich entmiste fleißig. So fleißig, dass schon am ersten Tag, nachdem ich Schreibtisch, Kommoden, Küchenschränke und Kleiderschrank durchforstete, die Mülltonne im Hof fast überquoll. Ich staune selbst, wie leicht ich mich nach der Lektüre von meinen Habseligkeiten trenne.

Liebgewonnenes aus über drei Jahrzehnten, darunter alte Fotos, Briefe, CDs, DVDs, selbst gestaltete Musikkassetten und sogar Bücher habe ich entsorgt. Ja, tatsächlich, ich habe auch meinen Bücherschrank aussortiert und viele Bücher dem Papiermüll übergeben: veraltete Lexika, Romane, die mir nie gefallen haben, geschenkte Bücher, die ich nie zu lesen gedenke. Bislang schien mir das Wegwerfen von Büchern ein Frevel. Doch der neu gewonnene Platz für gute Bücher, die ich längst in zweiter Reihe oder oberhalb des Regals gestapelt hatte, entschädigt mich für alles. Nun herrscht in Regalen, Schränken und Schubladen wieder mehr Platz.

Erstaunlicherweise fühle ich mich, als hätte ich auch meinen Kopf entrümpelt. Frisch, erleichtert und so, als bekäme ich nach jahrelanger Bedrückung durch zu viel Gerümpel wieder Luft.

(Geschrieben von Matthias Stöbener)

29.01.2010, 11.11 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Bücher allgemein | Tags: Feng Shui, Gerümpel, entrümpeln,

Familie im Focus

Dieses so kostbare Leben„Dieses so kostbare Leben“ – ein Titel, der eigentlich schon alles Wesentliche sagt. Eine Frau begleitet ihren alten Vater beim Sterben und lässt sein langes Leben Revue passieren. In einer Mischung aus Dankbarkeit, Pflichtgefühl und manchmal auch Angst kümmert sie sich um den 96-Jährigen und beschreibt, wie schwer es ist, dem starrsinnigen alten Mann seine Würde zu lassen und nicht mehr zu versuchen ihn zu ändern, sondern ihn so zu akzeptieren, wie er ist – mit all seinen Fehlern und Unzulänglichkeiten. Auch die Schwägerin der Erzählerin liegt im Sterben. Ein Buch also, das ganz eindeutig vom Tod handelt. Deprimierend? Nein. Eher ein Loblied auf die Familie, auf Zusammenhalt und eben auf das „so kostbare Leben“.

Margaret Forsters Bücher wie „Familiengeheimnisse“ und „Das Vermächtnis meiner Mutter“ sind nicht umsonst Bestseller. Alle sind gefühlvolle Schilderungen des Kosmos Familie, in dem sich jeder von uns befindet. Die britische Autorin lotet sie aus, die ganzen Verstrickungen und Geheimnisse, das Unausgesprochene und die vielfältigen Verbindungen, die jede Familie ausmachen. Wir alle stecken mitten drin und genau das macht Margaret Forsters Titel so spannend für jeden, der sich für mitreißende Familiengeschichten, die oft über Generationen reichen, interessieren.

Bei „Dieses so kostbare Leben“ kommt hinzu, dass es sich bei dem Buch um eine autobiographische Schilderung handelt, was die Intensität dieses Themas noch steigert. Also der Tipp: sich nicht abschrecken lassen von einem Titel, der von Krankheit und dem Sterben handelt. Die Autorin schreibt so behutsam und klug darüber und entdeckt neben der Tragik auch so komische Momente, dass man sich darauf mit Gewinn einlassen kann.


(Geschrieben von Matthias Stöbener) 

29.01.2010, 08.58 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Sachbücher | Tags: Familiengeheimnisse, Familie, Margaret Forster,

Neu: Literatur-Podcast von Jokers.de

Audio-Magazin informiert aktuell über den Literatur-Betrieb

Augsburg, 25.01.2010
Jokers, der Spezialist für Restauflagen und Sonderausgaben, bietet Bücherfreunden unter www.jokers.de/podcast einen neuen Literatur-Podcast. Das kostenlose Audio-Magazin wird von René Wagner (Hörbuchmagazin „hoerothek.de“) produziert und befasst sich mit Themen rund ums Lesen, die Literatur und die Bücherwelt. Die erste Ausgabe des Literatur-Podcasts steht ab sofort kostenlos zum Download bereit. Sie liefert 25 Minuten lang interessanten und unterhaltsamen Hörstoff zu den wichtigsten Events des Literatur-Frühlings – zur Leipziger Buchmesse und zum Kölner Literaturfestival lit.COLOGNE, deren jeweilige Macher direkt im Podcast zu Wort kommen, sowie zum Münchner Krimifestival. Außerdem wurde für den Literatur-Podast Verleger Klaus Humann, Chef des Carlsen-Verlags, interviewt. Das Fachmagazin „BuchMarkt“ wählte Humann zum Verleger des Jahres 2009. Mit Jokers spricht er über die neuen Bestseller der Jugendliteratur und wagt einen Blick in die Zukunft des Buchmarkts: „Die Attraktivität des Buches ist ungebrochen“, so Humann im Literatur-Podcast von Jokers.

„Unser neuer Literatur-Podcast stellt Menschen aus der Branche und besondere Ereignisse rund ums Buch in den Mittelpunkt“, so Wolf Nikrandt, Geschäftsleitung Jokers: „Zusätzlich liefert er interessante Tipps und Hintergründe und stellt auch neue Trends wie etwa das eBook vor. Dieser Podcast ist kein Werbe-Podcast, sondern ein Audio-Magazin, das Jokers eigens für seine Kunden produziert. Der große Vorteil unseres Literatur-Podcasts ist, dass man ihn komfortabel immer dann hören kann, wenn man persönlich Zeit und Lust dazu hat – zum Beispiel beim Joggen, Bügeln oder auf dem Weg zur Arbeit.“

Der kostenlose Literatur-Podcast von Jokers kann unter www.jokers.de/podcast als MP3 oder als RealAudio-Datei heruntergeladen werden. Interessierte können sich über einen eigenen Download-Newsletter informieren lassen, wann eine neue Ausgabe des Audio-Magazins zur Verfügung steht, oder den Podcast ganz komfortabel abonnieren, zum Beispiel über iTunes.

Über Jokers: Der Buchversender Jokers, Spezialanbieter für hochwertige Restauflagen und Sonderausgaben und Marktführer in diesem Segment des Buchhandels, wurde im Jahr 1999 gegründet. Jokers gehört zur Augsburger Verlagsgruppe Weltbild GmbH.


Kontakt:
Jokers in der Verlagsgruppe Weltbild GmbH
Matthias Stöbener
Tel.: 0821 / 70 04-90 52

25.01.2010, 10.30 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Jokers intern | Tags: Podcast, Literatur-Podcast,

Stille Zeile Sechs

Monika MaronEin bisschen stolz bin ich schon, dass ich es geschafft habe. Uwe Tellkamps Roman „Der Turm“ mit seinen fast tausend Seiten. Ein mitreißendes Panorama der letzten Jahre der DDR, wirklich faszinierend. Viele der dort beschriebenen Themen und Details waren mir neu und ich fand es spannend, sich als Wessi in diesen Kosmos zu begeben.

Mehr als zwanzig Jahre nach der Wende ist es immer noch interessant, die Welt der DDR in den 1980er Jahren zu entdecken. Mit dieser Welt beschäftigt sich auch Monika Maron in „Stille Zeile Sechs“: Die Historikerin Rosalind Polkowski kündigt ihre Arbeitsstelle und lässt sich vom ehemaligen Funktionär Herbert Beerenbaum anstellen, der seine Memoiren aufschreiben lassen möchte.

Rosalind Polkowski sieht in Beerenbaum einen Täter, einen skrupellosen bildungsfeindlichen Parteigenossen, der in ihren Augen auch an der Verurteilung eines ihrer Freunde Schuld trägt. Sie konfrontiert ihn mit Vorwürfen. Der alte Mann erleidet einen Schlaganfall. Erneut also Schuld und Täterschaft – diesmal auf Seite der Historikerin, die in ihrer unbändigen Wut keine Rücksicht auf die angeschlagene Gesundheit Beerenbaums nimmt.

Monika Maron war in der ehemaligen DDR als Regieassistentin und Journalistin tätig, bevor sie Schriftstellerin wurde und schließlich 1988 in den Westen Deutschlands ging. Die Autorin soll selbst einige Jahre für die Staatssicherheit tätig gewesen sein – aber wie dem auch sei, „Stille Zeile Sechs“ ist in jedem Fall eine fesselnde Auseinandersetzung mit dem Leben in der DDR.

Wenn man die Geschichte des eigenen Landes auf eine so gefühlsintensive Weise (und, ganz nebenbei, zu einem solch attraktiven Preis) präsentiert bekommt, kann ich nur sagen: unbedingt zugreifen!


(Geschrieben von Matthias Stöbener)

22.01.2010, 10.28 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: | Tags: Der Turm, Tellkamp, Stille Zeile Sechs, Monika Maron,

Woody Allen

Woody Allen„Whatever works“ heißt der neue Kinoerfolg des genialen Komikers, der fast zeitgleich zu seinem Geburstag auf die Leinwände kam. Am 1.12. feierte er seinen 74. Geburtstag. Im Jahre 1935 wurde er als Allan Stewart Konigsberg in Brooklyn, New York, geboren. Was auch immer er anfasst, es verwandelt sich in Gold: Die Talente von Woody Allen sind fast nicht aufzuzählen. So hat er als Komiker, Filmregisseur, Autor, Schauspieler und Musiker große internationale Auftritte.

Dabei hat er selbst sein Können stets vortrefflich aufs Korn genommen. Eines seiner berühmtesten Zitate ist: „Ich habe keine Ahnung, was ich da tue ... Aber Inkompetenz hat mich auch noch nie von etwas abgehalten...“

Über 50 Filme hat er als Drehbuchschreiber und Regisseur gemacht. Daneben schrieb er zahlreiche Erzählungen, Theaterstücke und Kolumnen und auch als Jazzmusiker kann er sich sehen bzw. hören lassen.

Woody Allen ist Balsam für die geschundene Alltags-Seele. Seine Filme umgeben den Zuschauer mit einer ganz bestimmten Gravitation. Angezogen von diesem unendlich erscheinenden Universum voller Melancholie, Verzweiflung und Leidenschaft, Absurdität und tiefer Wahrheit. Woody Allen nimmt uns durch seine Filme in eine Zelluloid-Familie auf und gibt uns eine cineastische Heimat. Jeder findet in Woodys intellektuellem Krieg der Dialoge eine Rechtfertigung- auch für die allerletzte menschliche Regung. Woodys Filme sind Antidepressiva, Aufputschmittel und Seelen-Tankstelle zugleich. Man könnte sich verlieben- in diese Art des Filmemachens. Seine Filme machen glücklich. Zumindest für 90 Minuten.“, heißt es auf der Seite www.woody-allen.de .

Zu Ehren seines Geburtstages haben wir Werke zu dem Künstler ins Angebot genommen.


(Geschrieben von Matthias Stöbener)

08.01.2010, 19.30 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: | Tags: Woody Allen, Filme, Geburtstag, Biographie,

Ach, Shakespeare!

Bei kaum einem anderen Autor gerate ich so ins Schwärmen wie bei dem englischen Dramatiker und Dichter. Wer einmal die wunderbaren Sonette oder eines seiner intelligenten Dramen gelesen hat, ist für immer ein Fan. Das behaupte ich jetzt einfach mal und hoffe, dass Sie in der Schule nicht mit einer Shakespeareschen Tragödie gequält wurden, die Sie im Englischunterricht zu Tode interpretieren mussten. Und wenn es doch so war: Geben Sie dem Mann noch eine Chance, sein Werk hat sie wahrhaftig verdient!

ShakespeareUnglaublich, wie viele der Redewendungen aus seinen Stücken in unsere Alltagssprache übergegangen sind. Denken Sie nur an „Sein oder nicht sein, das ist hier die Frage“ und „Der Rest ist Schweigen“ (Hamlet) oder „Gut gebrüllt, Löwe!“ (Ein Sommernachtstraum) Also mich macht so etwas neugierig, ich will dann auch wissen, was um die noch heute bekannten Aussagen herum passiert. Welche Ränke, Irrungen und Wirrungen um seine charismatischen Figuren sich der Autor hat einfallen lassen.

Dass die Werke Shakespeares inzwischen vierhundert Jahre alt sind, macht diese literarische Entdeckungsreise noch faszinierender, finde ich. Die großen Gefühle wie Rache, Eifersucht, Machtgier und enttäuschte Liebe sind bei ihm ebenso zu finden wie lustige Verwechslungen, Liebeshändel und romantische Verstrickungen. In eleganter Sprache, genau beobachtet und zweifellos noch immer gültig. Die Menschen haben sich seit dem 16. Jahrhundert offenbar nicht grundlegend geändert ...

Der Autor selbst ist noch immer von einem Hauch Geheimnis umweht, denn es heißt ja immer wieder, er habe die berühmten Werke gar nicht selbst verfasst. Fest steht, dass er bereits zu Lebzeiten ein berühmter und angesehener Mann war, der es mit seinen Werken und als Miteigentümer des Londoner Globe-Theaters zu einigem Wohlstand gebracht hat.

Wer Spaß an kunstvoller Sprache und ausgefeilten Charakterstudien hat, ist bei Shakespeare absolut richtig. Hier bei Jokers finden Sie eine schöne Auswahl seiner Werke: als Buch – auf Deutsch und im englischen Original – und als Film. Die Preise sind allesamt fantastisch, wie Sie es von uns kennen!


(Geschrieben von Matthias Stöbener)

08.01.2010, 19.26 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Sachbücher | Tags: Shakespeare, Dramatiker, Globe, Redewendungen,

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