Jokers Blog Österreich

Get into the groove

GrooveEs gibt Bücher, die lese ich in einem Zug durch. Im Urlaub zum Beispiel. Unterbrochen nur vom Allernötigsten, also vom Gang zur Toilette oder ein paar Stunden Schlaf. Letztes „Zauberwerk“ dieser Klasse war „Herr Jensen steigt aus“ von Jakob Hein.

Und dann gibt es wiederum Bücher, bei denen komme ich einfach nicht in Schwung. Ich hole sie aus dem Regal mit dem festen Vorsatz, sie nicht mehr aus der Hand zu legen, bis ich das ganze Werk gelesen habe. Unangefochtener Rekordhalter ist „Schuld und Sühne“ von Dostojewski. Es dürften mittlerweile 15 Versuche gewesen sein. Doch bis heute bin ich noch nie über Seite 20 hinausgekommen. Ähnlich erging es mir Umberto Ecos „Foucaultschem Pendel“. Es liegt nicht am Grad, wie „schwer“ ein Buch ist oder wie verschachtelt Satzbau oder Inhalt sind. Es liegt auch nicht an der Wortwahl …

Ich nenne es für mich den „Flow“, den „Groove“ oder einfach die Welle, auf der ich genussvoll dem entfernten Buch-Ende entgegen schwimme. Ein sehr schönes Gefühl! Schade, dass sich bei manchen Büchern einfach kein „Groove“, ein „Flow“, keine Welle einstellen mag!

31.01.2008, 09.45 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Belletristik | Tags: Zauberwerke, Buch,

Die Erinnerung neu entdeckt

Ein Mann erwacht in einem fremden Zimmer. Er erinnert sich an nichts. An Möbeln und Wänden hängen Zettel mit Begriffen wie „Wand“, „Schrank“, „Tisch“. Alles ist fremd, sogar die freundliche ältere Dame, die sich rührend um ihn kümmert und sagt, sie kenne ihn schon seit vielen Jahren. Die einfachsten Dinge wie Anziehen, Waschen, der Gang zur Toilette werden unendlich schwer. Und immer wieder sind da diese unbekannten Dinge … Wie heißt nochmal dieses Essenswerkzeug mit den spitzen Zacken?

In seinem neuen Roman „Reisen im Skriptorium“ beschreibt Paul Auster einen Alptraum, der für jeden älteren Menschen nur allzu schnell wahr werden kann. So muss es sein, wenn Alzheimer das Gehirn zersetzt, dachte ich mir, als ich die ersten Seiten las. Erst kürzlich hatte ein Freund gescherzt: „Das Gute am Älterwerden ist, du kannst dir jeden Film immer wieder anschauen und freust dich jedes Mal über die Handlung, als sähest du den Film zum ersten Mal.“ Paul Auster geht an dieses sensible Thema wesentlich eleganter ran: Er spinnt um die Vergesslichkeit seines Protagonisten ein hochintelligentes Vexierspiel aus kleinen und großen Entdeckungen – absolut lesenswert!

30.01.2008, 08.30 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Belletristik | Tags: Alzheimer, Gedächnis, Vexierspiel, Paul Auster,

Der Vorsatz fürs neue Jahr: keinen Vorsatz fassen!

2008Ich habe es aufgegeben. Dieses Jahr beginnt für mich mit einem Novum: keine Vorsätze, keine To-Do-Listen, nichts. Ich werde dieses Jahr leben, wie es mir gefällt und alles genauso begrüßen, wie es kommt. Warum? Ganz einfach: Bisher habe ich die wenigsten Vorsätze durchgehalten. Gut, ich habe es vor vier Jahren geschafft mit dem Rauchen aufzuhören, aber das hatte nichts mit einem Vorsatz zu tun, sondern mit einer Krankheit. Vorsätze nicht durchzuhalten, ist einfach frustrierend.

Ich habe mir also dieses Jahr nicht vorgenommen abzunehmen, mehr zu joggen oder endlich wieder ein Buch zu schreiben. Ich werde es einfach tun! Komme es wie es wolle! Und wenn ich am Jahresende 10 Kilo leichter und supersportlich endlich meinen Bestseller signiere, werde ich glücklich an meinen Nicht-Vorsatz denken und lächeln. Und wissen Sie was? Mein Nicht-Vorsatz scheint schon zu wirken! Vorgestern war ich eine Stunde beim Schwimmen. Einfach so. Und gestern Abend habe ich sogar die ersten zwei Kapitel eines Buches geschrieben …

Falls Sie aber anders denken, was Vorsätze angeht, können Sie noch bis Ende dieses Monats einen fassen und auf unserem Spieleportal an einer kleinen Verlosung teilnehmen: Hier klicken!

29.01.2008, 15.48 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Nebensächliches | Tags: Vorsätze, Novum, Spieleportal, Verlosung,

Bücher für 1 Euro



Fast hätte ich es vergessen hier zu schreiben: Im Moment kann man bei Jokers ein großes Angebot von Büchern für 1 Euro finden. Das Motto ist: „Die Nr. 1 bedankt sich!“ Der Grund für die Aktion ist eine Studie des bekannten Marktforschungsinstituts Innofact, die Ende letzten Jahres veröffentlicht wurde. Innofact hat mehr als 2.500 Buchkäufer zu Image und Bekanntheit von Onlinebuchhändlern befragt. Dabei kam heraus, dass wir von Jokers als der preisgünstigste Online-Buchhändler bewertet werden.

Auf einer 7stufigen Skala von – 3 bis + 3 erreichten wir den Spitzenwert von + 2,07, weit vor dem nächstbesten Onlinebuchhändler, der mit + 1,79 bewertet wurde. Und: Die Befragten halten uns für sehr viel günstiger als Amazon oder Ebay. 2.500 Kundinnen und Kunden können nicht irren! Natürlich wissen wir selbst, dass wir auf breiter Basis der günstigste Onlinebuchhändler sind, schließlich beobachten wir ja die Preise von anderen Händlern, aber dass unsere Anstrengungen jetzt auch von unseren Kundinnen und Kunden gesehen werden, das hat uns so mächtig gefreut, dass wir gleich den Beweis angetreten sind, was wir leisten.

Und deshalb bedanken wir uns bis zum 31. Januar mit einer Riesenauswahl an Büchern für 1 Euro. Auch für Sie ist sicher etwas dabei. Klicken Sie rein:

http://www.jokers.at/nummer1

28.01.2008, 15.45 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Jokers intern | Tags: Jokers, günstige Bücher, Nummer 1, Innofact, Ranking Onlinebuchhandel,

Auf ein Wort

Stil und Etikette sind in wie nie zuvor. Der gute alte Knigge verkauft sich in Neuauflagen für Büro, Heim, Freundeskreis, ja sogar für den Sport so gut wie nie. Und doch scheint es mir, als hätten die Menschen in den letzten Jahren die Rücksicht auf andere verloren. Ein Eindruck, der sich in den letzten Monaten massiv verstärkt hat. Und zwar genau in der Zeit, in der die Menschen doch so besonders gut und freundlich hätten zueinander sein sollen: in der Advents- und Weihnachtszeit.

Angefangen mit einer guten Bekannten, die plötzlich mit einem gebrochenen Bein an ihre Wohnung im 4. Stock gefesselt wurde. Die Selbständige ist ledig und erzählte mir, dass ihr niemand aus ihrem großen Freundeskreis zu Hilfe kam. Nicht einmal eingekauft hat jemand für sie. Es geht weiter mit einer Bekannten, die plötzlich am Unterleib operiert werden musste - und der genau eine Freundin die Hand hielt. Der Rest scheute sogar das Telefonat.

Ich könnte noch viele weitere Beispiele aufzählen von Menschen in Not, denen nicht die Freunde beistanden, die über genug Zeit, Geld und Ruhe verfügten. Nur Menschen, die selbst wissen, wie hart der Wind des Lebens bläst, kümmern sich manchmal. Die meisten aber verfolgen die Not anderer aus sicherer Distanz. Aus irgendeinem Grund, so scheint es mir, haben sie Angst, das Unglück könnte auch ihnen ihre Gesundheit, ihre Haus, ihren Job oder ihren Lebenspartner rauben.

So ist es kein Zufall, dass zum Jahresende die Selbstmordrate um ein Vielfaches den Jahresdurchschnitt übertrifft. Denn all jene, die zu Weihnachten keine Familie haben, bei der sie bleiben können, haben plötzlich auch keine Freunde mehr, die ihnen zumindest einmal eine Weihnachtskarte schicken. Irgendwie traurig.

28.01.2008, 15.26 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Nachdenkliches | Tags: Hilfbereitschaft, Notsituation, Freundschaft,

Feminine Künste

KuenstlerinnenRubens, Rembrandt, Goya, Picasso kennt jeder – Schiele, Gauguin und Kandinsky auch. Aber wie sieht es mit Carriera, Kauffmann, Valadon und Neshat aus? Haben Sie zu einem dieser Namen ein Bild im Kopf? Wenn nein, dann geht es Ihnen wie den meisten unserer Zeitgenossen: Kaum einer kennt diese eindrucksvollen Künstlerinnen. Denn genau das ist diesen großen, aber unbekannten Namen gemeinsam: Sie gehören den wichtigen kreativen Frauen der letzten fünf Jahrhunderte.

Oder nehmen wir Lavinia Fontana. Die dralle Schönheit war zu ihrer Zeit richtiggehend berühmt, was nicht nur auf ihre wunderbaren Gemälde, sondern auch auf ihre ungewöhnlichen Motive zurückzuführen ist. Die begabte Künstlerin malte Portraits von zeitgenössischen Mitgliedern der elitären Gesellschaft von Bologna, sie fertigte Gruppenportraits an, widmete sich aber auch religiösen Bildnissen. Doch womit sie die damalige Gesellschaft gleichermaßen begeisterte und schockierte, waren ihre Aktbilder: Ihr sehr ästhetisches Werk „Minerva kleidet sich an“ ist zum Beispiel für mich eines der faszinierendsten Aktgemälde und gleichzeitig das letzte bekannte Werk dieser einzigartigen Künstlerin.

Wenn auch Sie sich einmal die feminine Seite der Kunstgeschichte ansehen möchten, haben wir genau das richtige für Sie! Unser dicker Bildband „Die größten Künsterinnen“ widmet sich ausschließlich den kreativen Damen unter den Genies der Kunst – von den Renaissance-Malerinnen bis zu den Multimedia-Künstlerinnen von heute zeigt Ihnen dieses Werk die wichtigsten und bleibenden femininen Kunst-Schöpfungen.


25.01.2008, 12.00 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Kulturgeschichte | Tags: Künsterinnen, Kunstgeschichte,

Platznöte

BuecherwurmMit Büchern kann man Freude schenken, ist meine Devise seit ein paar Jahren. Und auch im neuen Jahr habe ich mir vorgenommen, mit Büchern Freude zu schenken. Ich meine damit nicht, dass ich hin und wieder Bücher kaufe, um sie anderen zu schenken. Es geht noch einfacher: Ich verschenke die Bücher, die ich gelesen habe, an Freunde, Bekannte und Familienmitglieder. Für jeden gibt es das Richtige. Romane schenke ich meiner Mutter, Sachbücher zu Naturthemen meinem Bruder, Auto-Bücher einem befreundeten Autonarren und so weiter.

Natürlich könnte ich die gelesenen Bücher auch bei unserer Jokers Bücherbörse einstellen. Aber dazu bin ich nicht der Typ. Ich habe es zweimal gemacht, es hat auch funktioniert, aber mir ist das zu aufwendig. Die Bücher verpacken, zur Post bringen etc. Mir macht es mehr Freude, wenn ich gelesene Bücher verschenken kann. Und es ist einfacher.

Zugeben muss ich, dass Ich meine Bücher aus einer gewissen Not heraus verschenke. Als ich vor vier Jahren mit meiner Frau und meinem Sohn umzog, gingen diesem Umzug harte Verhandlungen voraus, wo überall in der neuen Wohnung Buchregale aufgestellt werden dürfen. Meine Frau erklärte Wohnzimmer, Küche und Schlafzimmer zu Buchregal-freien Zonen. Ich schaffte es, im Wohnzimmer wenigstens drei kleine Regale mit Büchern unterbringen zu dürfen, aber über mehr ließ meine Frau nicht mit sich reden. Blieben Flur und Arbeitszimmer für Regale. Ein beschränkter Platz. Ein sehr beschränkter Platz! Das merkte ich schon nach ein paar Monaten, als ich trotz Zusammenrückens und Ausnutzen jeden Eckchens in den Regalen einfach keine Bücher mehr unterbrachte. Ich musste also meine bisherige Einstellung zu Büchern ändern.

Bis dahin waren Bücher für mich Mitbewohner, lieb gewordene Mitbewohner. Mich von ihnen zu trennen, sie z. B. nur auszuleihen, fiel mir schwer. Aber nun gebar die Not eine andere Einstellung. Ich fragte mich: Wie oft liest du eigentlich ein Buch? Und ich stellte fest: Meist las ich ein Buch nur einmal. Nur ganz wenige Bücher hatte ich zweimal oder noch öfter gelesen. Also, so sagte ich mir, ist es doch kein Verlust, wenn du die gelesenen Bücher weggibst und dir neue an ihren Platz holst. Und wenn du wirklich mal ein Buch wieder lesen willst, dann kaufst du es dir halt ein zweites Mal. Davon wirst du auch nicht zum Bettler!

Mit dieser Einstellung bekam ich die Platznot in meinen Regalen einigermaßen in den Griff. Meine Frau wacht darüber, dass sich nicht auf dem Sofa oder auf dem Boden meines Arbeitszimmers Bücherstapel breit machen, die in kein Regal passen. Der Deal mit ihr lautet: Nur ein gelesenes Buch wird ersetzt. Diese Radikalität und Unnachsichtigkeit hat anderen schon manche Freude gemacht. Und langsam kann ich mich sogar selbst mit ihr anfreunden, wenn ich auch manchmal noch davon träume, ich könnte mir eine ständig wachsende Bibliothek leisten. Aber das wird wohl ewig ein Traum bleiben.

24.01.2008, 15.55 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Bücher allgemein | Tags: Platznot, Buchregal, Buchsucht, Bibliomanie,

Immer wieder samstags

Das SamsWas machen Sie eigentlich am Samstag? Wohnung putzen? Großeinkauf? Wie langweilig! Zumindest, wenn man „Herr Taschenbier“ heißt. Dieser bekommt am Montag Besuch von Herrn Mon. Am Dienstag hat er Dienst. Am Mittwoch, naja, das ist auch für ihn die Mitte der Woche. Am Donnerstag donnert es bei Herrn Taschenbier, woraufhin er am Freitag frei hat. Und am Samstag, da kommt das Sams zu ihm.

Sie kennen das Sams nicht? Dieses grüne, dicke Kerlchen mit den vielen blauen Punkten am Körper, von denen jeder einzelne einen Wunsch erfüllt. Das Sams reimt gerne, macht auch ansonsten viele Faxen, die Herrn Taschenbier in so manche Verlegenheit bringen - und hat natürlich keinerlei Ähnlichkeiten mit einem gewissen rothaarigen Kobold, den einst Ellis Kaut ersann.

Das Sams ist die wohl bekannteste Figur des Kinderbuchautors Paul Maar, der im vergangenen Monat, genauer am 13. Dezember, seinen 70. Geburtstag feierte. Zum ersten Mal tritt das grüne Fabelwesen 1973 in „Eine Woche voller Samstage“ auf. Es folgen weitere Romane wie „Am Samstag kehrt das Sams zurück“, „Neue Punkte für das Sams“, „Ein Sams für Martin Taschenbier“ und „Sams in Gefahr“.

Populär würde die Figur nicht zuletzt durch die Augsburger Puppenkiste, die 1977 und 1980 die ersten beiden Romane mit Marionetten umsetzte.

Das Sams selbst wurde laut Maar von Kindern entworfen, die bis ins Detail festlegten, wie es auszusehen hatte. Vielleicht lässt sich dadurch seine Popularität erklären.

23.01.2008, 15.37 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Kinder und Jugend | Tags: Paul Maar, Das Sams, Augsburger Puppenkiste, Kinderfantasie,

Buchclips

Es war nur eine Frage der Zeit. Und in Amerika, wo die Trends gemacht werden, sind sie schon längst üblich: kurze Filme zu Büchern, Werbevideos von ein paar Sekunden, Trailer, wie man so schön sagt. Jetzt verbreiten sie sich auch in Deutschland. Immer mehr Verlage lassen innovative Buchspots produzieren und es gibt auch schon hier und da Buchhandlungen, die sie im Laden laufen lassen, wenn man dem Börsenblatt, Branchenmagazin des Deutschen Buchhandels, glauben darf.

Lübbe, Ullstein, Random House oder Droemer Knaur sollen schon solche Werbeclips für ihre Bücher produziert haben. Und auf Standdisplays laufen sie in Buchhandlungen. Angeblich mit verkaufssteigernden Effekten. Gleich neben den LCD-Displays hat man die beworbenen Bücher aufgebaut und die Kunden griffen gern zu.

Die produzierten Trailer sind vielfältig einsetzbar: im Fernsehen, im Internet und eben am Point of Sale, wie die Buchhandlung in der Marketingsprache auf Neudeutsch genannt wird. Sicher eine interessante neue Werbeform für das Buch, vor allem natürlich im Zeitalter des Internet und seit es dort sogar einen Buchsender wie Buch-TV gibt.

22.01.2008, 15.36 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Bücher allgemein | Tags: Buchspots, Werbeclips, Lübbe, Ullstein, Random House, Droemer Knaur, Standdisplays, LCD-Displays,

Auszubildende händeringend gesucht

NachwuchsFrüher galt es als chic Buchhändlerin oder Buchhändler zu werden. Selbst für Akademiker war es nicht unter ihrer Würde, nach ihrem Studium eine Ausbildung zum Buchhändler zu machen, entweder aus Neigung oder weil sich nach dem Politologie-Studium nichts Geeigneteres anbot.

Heute, so stellt das Börsenblatt für den deutschen Buchhandel fest, geht die Zahl der Bewerbungen zurück, ja es konnten im Jahr 2007 nicht alle Lehrstellen, die ausgeschrieben waren, besetzt werden. Ein Alarmsignal für die Branche. Auch sonst sei das Interesse an Berufen in der Buchbranche deutlich gesunken.

Woran liegt´s? Meiner Meinung nach an einem Konglomerat von Gründen: Junge Leute sehen die Buchbranche nicht mehr als einen attraktiven Ort der Selbstverwirklichung. Buchhandlungen haben etwas Verstaubtes, im Zeitalter des Internets fragt man sich, welche Zukunft sie auf Dauer haben. Ich würde das als junger Mensch auch tun. Dazu kommt, dass die Löhne in dieser traditionellen Frauenbranche niedrig sind. Mit den gleichen Qualifikationen kann jeder von uns in einer anderen Branche mehr verdienen.

Es scheint, als ob die Buchbranche aufgrund der Demografie und des zunehmenden Ringens um Nachwuchskräfte den Kürzeren ziehen wird. Zwar wollen die Branchenverbände mit Broschüren und verstärkten Marketingmaßnahmen gegen den Trend angehen, doch statt Broschüren zu verteilen, sollten die Firmen mehr zahlen (was sie oft nicht können) und müssten sich die allgemeinen Rahmenbedingungen für das Buch, sprich seine Wertschätzung, ändern.

21.01.2008, 15.23 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Bücher allgemein | Tags: Buchhändler, Ausbildung, Lehrstellen, Buchbranche, Frauenbranche, Nachwuchs,

Schwierige Cover-Fragen

Es ging um das Cover des Goldmann-Titels „Die Hände des Cellisten“ von Ragnhild Moe, einer Norwegerin. Angeblich fühlte sie sich von ihrem Verlag betrogen, als sie das Cover der deutschen Übersetzung ihres norwegischen Werkes sah. Man habe sie in eine Klischee-Ecke gedrängt. Auf dem Cover der deutschen Übersetzung ist eine nackte weibliche Brust zu sehen, auf dem norwegischen Original die nackte Autorin, wie sie auf einer geschwungenen Treppe nach unten kriecht. Der Verlag argumentierte mit anderen deutschen Sehgewohnheiten, um die Änderung des Covers zu rechtfertigen.

Normalerweise schließen viele Verlagsverträge die Mitentscheidung der Coverfrage durch Autoren aus. Der Verlag hat meist das letzte Wort, denn er hat – das hoffen wir doch – die Marktkenntnis, um ein Cover beurteilen zu können. Allerdings muss man sagen, dass sich ein Autor durch ein Cover negativ berührt fühlen kann. Da schreibt er mit Herzblut einen Roman, ringt ihn vielleicht in mühsamer Arbeit über Jahre seiner Seele ab – und dann grinst ihn ein Cover an, bei dem er nicht weiß, ob er lachen oder weinen soll. Ja, das kann vorkommen. Wie ein Text die verschiedensten Interpretationen erfährt, so erfährt er auch die verschiedensten Cover. Die Buddenbrooks sind schon zig Mal anders verpackt worden. Geschmäcker und Stile ändern sich halt.

Wenn ich als Autor verhindern will, dass ich bei der Coverfrage ausgeschlossen werde, muss ich mir im Verlagsvertrag ein Mitspracherecht bei der Covergestaltung sichern. Das kann ich ja. Ob darauf ein Verlag eingeht, wage ich allerdings für die meisten Fälle zu bezweifeln. Jedenfalls wird er bei unbekannten Autoren kaum auf einen solchen Autorenwunsch eingehen. Wenn ich Rowling heiße, okay, da wird mir der Verlag entgegenkommen müssen. Aber auch wenn der Verlag mir rechtlich nicht entgegenkommen muss, kann ich als Autor sicher das partnerschaftliche Verhältnis nutzen, um auch indirekt mitentscheiden zu können. Jedenfalls gehört es in den meisten Verlagen immer noch zum guten Ton, vor Druck dem Autor ein Layout des Buches oder ein Cover-PDF zu schicken. Und da hindert mich ja niemand, meine Autoren-Meinung kundzutun …

18.01.2008, 15.22 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: In der Presse | Tags: Buchcover, Covergestaltung, Mitbestimmung, Verlagsverträge,

Autoren-Abzocke

Nicht illegal, aber Bauernfängerei nennt das Literaturcafé die neueste Weise, Autorinnen und Autoren zur Kasse zu bitten. Mit Zuschuss-Verlagen hat manche Autorin, mancher Autor schon seine Erfahrungen gemacht und lässt die Hände davon, aber dass nun auch Literatur-Agenten auf das Geld von Autoren scharf sind, ist neu. Eigentlich vermittelt ein Literaturagent Manuskripte an Verlag und versucht, möglichst hohe Autorenhonorare herauszuschlagen, wovon er seinen Anteil bekommt.

Nun ist auf Internetseiten ein Literaturagent unterwegs, der in Foren und auf Literaturseiten Autoren gewinnt und schon nach kurzer Zeit Vermittlungserfolge meldet. Allerdings müsse der Autor vor der Veröffentlichung noch sein Manuskript überarbeiten lassen. Und das natürlich bei einem dem Literaturagenten vertrauten Lektorat, das schon mal Summen in fünfstelliger Höhe kassiert. Manchmal forderte der Literaturagent das kostenpflichtige Lektorat schon im Voraus von den Autoren, da dies ja die Vermittlung des Manuskripts erleichtere.

Nun gut, wenn Autoren meinen, mehr als 10.000 Euro für ein Lektorat zahlen zu müssen, um mit ihrem Werk in einem Verlag unterzukommen, vielleicht in der Hoffnung, so einmal im Leben groß rauszukommen, ist das zum Schmunzeln – jedenfalls für Insider des Buchgeschäfts. Aber dennoch sei hier vor solchen Machenschaften gewarnt, denn nicht jeder werdende Autor kennt ja die Gepflogenheiten im Literaturbetrieb. Und Arglosigkeit schützt leider nicht vor Bauernfängerei.


17.01.2008, 15.12 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Autoren | Tags: Abzocke, Autor, Buch schreiben, Literaturcafe, Manuskript, Autorenhonorar, Lektorat, Arglosigkeit,

Die Nummer 1 beim Preis

Die Pressemitteilung unserer Presseabteilung ist zwar schon zwei Tage alt, aber dennoch will ich sie heute noch einstellen, einfach weil ich ein bisschen stolz bin. Darf ich ja auch mal sein, oder?

Augsburg, 14. Januar 2008

Innofact-Studie: Jokers.de ist die Nummer 1 beim Preis im Online-Buchhandel

Dankeschön-Aktion: Bücher für 1 Euro

Als preisgünstigsten Onlinebuchhändler bewerteten Deutschlands Buchkäufer jetzt Jokers, den Spezialisten für Restauflagen und Sonderausgaben. Das ist das Ergebnis der aktuellen Studie "Onlinebuchhandelsranking 2007" des Marktforschungsinstituts Innofact AG. Aus diesem Anlass startet Jokers unter dem Motto "Die Nummer 1 bedankt sich" eine Dankeschön-Aktion: Vom 14. bis 31. Januar 2008 finden Kunden unter www.jokers.de/nummer1 ein großes Angebot an Büchern zu einem Euro.

Wolfgang Nikrandt, Geschäftsleiter von Jokers: "Das Ergebnis der Studie bestätigt unsere Strategie: Jokers hat in der Buchwelt einen Namen als preisgünstiger Anbieter von hochwertigen Restauflagen und Sonderausgaben. Mit der Aktion wollen wir uns für dieses Vertrauen der Buchkäufer bedanken. Denn was zeigt mehr, dass wir der preisgünstigste Onlinebuchhändler sind, als unser Angebot."

Für das "Onlinebuchhandelsranking 2007" hatte Innofact Ende 2007 mehr als 2.500 Buchkäufer zu Image und Bekanntheit deutscher Onlinebuchhändler befragt*. Bei der Beurteilung des Anbieters mit den günstigsten Preisen kam www.jokers.de auf Platz 1. Auf einer siebenstufigen Skala von minus drei bis plus drei erreichte Jokers den Spitzenwert von plus 2,07. Der nächstbeste Onlinebuchhändler ist mit Weltbild.de ebenfalls ein Onlineshop der Verlagsgruppe Weltbild. "Jokers erscheint den Befragten damit günstiger als Amazon und Ebay. So viele Buchkäufer können nicht irren!", so Wolfgang Nikrandt.

Anhang

*) Auszug "Onlinebuchhandelsranking 2007"/Innofact AG

Internetbuchhänder: Anbieter mit günstigen Preisen

1. jokers.de

2. weltbild.de

3. amazon.de

4. ebay.de

5. zweitausendeins.de

Quelle: Onlinebuchhandelsranking 2007, Innofact AG, Oktober 2007


16.01.2008, 18.09 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Jokers intern | Tags: Online-Buchhandel, Buchhandelsranking,

Reise um die Welt

Eine Reise um die Welt„Die andere Bibliothek“ war eine Institution. Vor kurzem hat die Herausgeberschaft gewechselt. Michael Naumann und Klaus Harpprecht haben den Stab von Hans Magnus Enzensberger übernommen und begannen ihr Wirken mit einem Paukenschlag: dem Folio-Sonderband von Georg Forsters „Reise um die Welt“.

Vor vielen Jahren habe ich dieses klassische Werk aus dem späten 18. Jahrhundert gelesen. Es handelt sich um einen Forschungs- und Reisebericht, der begeistert. Der damals 18-jährige Forster war mit James Cook auf großer Expedition und fertigte zu seinen Berichten reizvolle Pflanzen- und Tierbilder, Aquarelle, die der Weltreisende nach seinem Abenteuer verkaufen musste, um sein Buch finanzieren zu können. Ein ungeheurer Schatz!

Aus dem Buch tritt uns die damalige Zeit entgegen, eine Zeit der geistigen Revolution in der Folge der Aufklärung. Und man liest sich in die Gedanken eines Weltbürgers ein, der schon damals sagte, er sei Weltbürger, Europäer und dann ein Deutscher – in dieser Reihenfolge. Sein Blick war neugierig, die Welt zu entdecken und kritischer als etwa so fantasievolle Reiseberichte wie der von Capitaine Bougainville. Und was am meisten fasziniert: Entgegen der damaligen Zeitströmung äußerte er schon Zweifel, ob Europäer überhaupt das Recht haben, die eigenen Vorstellungen von Kultur und Zivilisation auf andere Völker zu übertragen.

Es gibt also viele Gründe, sich mit Georg Forster auf die Reise um die Welt zu begeben …

16.01.2008, 15.07 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Kulturgeschichte | Tags: Georg Forster, Die andere Bibliothek,

Bestsellerlisten

bestsellerAuch der Buchhandel hat seine Charts. Schwarzer-Bestsellerliste, hr2-Hörbuchbestenliste, Bestsellerlisten von SPIEGEL, FOCUS, STERN, MANAGER MAGAZIN, ELTERN, GONG und anderen. Sie verraten einiges über Trends und Themen, die gerade angesagt sind. Modedesigner, Fooddesigner, Lektoren, Unternehmer – sie alle können etwas aus ihnen lernen.

Die meisten dieser Rankings beruhen auf der Erhebung von Verkaufszahlen. Die einzelne Erhebungsbasis mag unterschiedlich sein, aber es bleibt nichts unverborgen. Die Scanner-Kassen registrieren, egal, wo sie aufgestellt sind, objektiv den Erfolg von Autoren und Titeln. Bestechlich sind sie kaum.

Für viele Verlage haben sich die verschiedenen Bestsellerlisten längst zu einem Bestsellerdruck verdichtet. Man gibt große Summen in den verschiedenen Verlagshäusern aus, um ganz oben auf das Treppchen zu kommen. Ist man nämlich erst mal dort, bleibt man meist auch länger dort. Denn der Platz auf dem Bestseller-Treppchen erzeugt natürlich wieder neue Nachfrage. Und die Buchhändler legen die Bestseller-Ware gleich am Eingang stapelweise aus, damit ihr niemand entgeht. Es gibt kaum noch Buchhändler, die sich bei ihren Einkäufen nicht an den Bestsellerlisten orientieren, oder an Empfehlungen von Fernsehgrößen des Literaturbetriebs.

Was aber, wenn sich bei manchen Titeln die Hunderttausende von Euros, die für die Werbung ausgegeben werden, nicht rechnen? Dann kann ein Verlag nur hoffen, dass andere Bücher des eigenen Hauses die Verluste im Bestseller-Marketing wieder einspielen, unverhofft. Jedenfalls haben Bestsellerlisten den Kampf um den Kunden nicht einfacher gemacht, ja, sie haben den Lebenszyklus der meisten Bücher verkürzt. Denn die Bücher, die keinen Erfolg haben, werden schon bald von Buchhändlern und Verlagen ausgelistet. Remittenden.

Was bei den Bestsellerlisten überhaupt keine Rolle spielt, ist literarische Qualität. Die lässt sich leider oder Gott sei Dank immer noch nicht über den demokratischen Weg der Scanner-Kassen eruieren. Einzig die monatlich erscheinende SWR-Bestenliste, die es seit 1975 gibt, wird von 30 deutschen Literaturkritikern auf Grund von Qualität bestückt. Ein kleiner Hoffnungsschimmer für die deutschsprachige Literaturlandschaft.

15.01.2008, 16.30 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Bücher allgemein | Tags: Bestsellerlisten, Verkaufszahlen, Marketing,

Clemens Spankler

RollenspielDarf ich Ihnen Clemens Spankler vorstellen? Er ist 38 Jahre alt, gelernter Stuntman, lebt aber hauptberuflich vom Schmuggel verbotener, intergalaktischer Zauber-Blumen. Er beherrscht wie kein anderer das kernspaltende Lichtschwert in Grün, ist ein engagierter Kämpfer für das Gute und hat ein heimliches Faible für rosa-farbene Pudel. Und Clemens ist die Hauptfigur eines neuen Rollenspiels, zu dem mich Gregor mitnehmen möchte.

Denn jüngst eröffnete mir mein alter Freund eine völlig neue Art, Geschichten selbst zu schreiben. Er erzählte mir von seiner Rollenspieler-Gruppe und lud mich ein, doch auch einmal an ihren Abenteuern teilzunehmen.

Zunächst war ich etwas irritiert. Als Rollenspieler kannte ich bis dahin nur albern verkleidete Herr-der-Ringe-Fans, die mit „Orks“ kämpfend durch Wälder stürmen. Doch Gregor beruhigte mich. Einmal im Monat träfe er sich mit seinen Spielerfreunden Hannes und Emil zu rein fiktiven Abenteuern am Spieltisch. Alles, was sie dazu brauchen sind ein Block, ein Bleistift und ein paar Würfel.

Am liebsten tummeln sie sich in „Cyber-Punk“-Welten. Irgendwo in naher Zukunft kämpfen sie gegen Mutanten und fliegen mit Raumschiffen durch die Landschaft. Dabei denken sich die Spieler immer wieder neue Geschichten aus, neue Geheimnisse, neue Schätze, neue Monster. Und das nur mit Papier und Bleistift! Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Und so kann das Spieler-Grüppchen auch ins Mittelalter, in die Steinzeit, ins übernächste Jahrtausend reisen oder einfach in der Gegenwart bleiben.

Das Spannendste ist, dass jeder Spieler in eine völlig neue Rolle schlüpfen kann. Je nachdem, welche Figur er sich ausdenkt. So wurde in meinem Fall Clemens Spankler geboren. Bis jetzt ist er noch nicht zum Einsatz gekommen, aber demnächst, wenn mich Gregor mit zur Spielerrunde nimmt. Wer weiß, vielleicht kommen mir beim Spielen ein paar zündende Ideen für den Abenteuer-Roman, den ich seit Urzeiten schon schreiben will – die Hauptrolle spielt natürlich Clemens Spankler …

14.01.2008, 15.44 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Nebensächliches | Tags: Rollenspiel, Fantasie, „Cyber-Punk“-Welten,

Liebe und Trennung

Liebe Und TrennungDen statistischen Angaben zufolge steigen im Urlaub die Trennungsraten rapide an. Besonders in der Zeit zwischen den Jahren: Die Paare bemerken "plötzlich", dass sie außerhalb des Alltags, der sich um Arbeit und Versorgung dreht, wenig miteinander anzufangen wissen.

Heutzutage ist eine Trennung kein wirklich großes Problem mehr - und dennoch lästig und teuer. Doch was wären unsere modernen Zeiten, wenn sich nicht auch hier virtuell Abhilfe schaffen ließe? Australien ist hier das Land mit der eindeutigen Vorreiterrolle. Dort können trennungswillige Paare die gesetzlich vorgeschriebene Paartherapie via Chat erledigen. Per Tastatur wird festgestellt, dass sich keine Einigung mehr erzielen lässt, der Scheidung steht nun nichts mehr im Weg. Auch in Deutschland bieten schon einige Scheidungsanwälte die Trennung per Internet an. Billiger als das herkömmliche Verfahren ist es auf alle Fälle.

Doch das, was hinter dem Scheitern einer Beziehung steht, geht nicht nur an den Geldbeutel, sondern auch an die Nieren, sind es doch stets individuelle Leidensgeschichten, die schließlich "XY gegen XY" auslösen. "Liebe und Trennung" nennt sich die Sammlung von Liebesgeschichten des Nobelpreisträgers S. J. Agnon. Lesen Sie, zu welchen Absurditäten Liebe führen kann!

11.01.2008, 15.19 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Nachdenkliches | Tags: Liebe, Absurditäten, Trennung, Beziehungen,

2007 im Buchhandel

Aus der Fülle von Nachrichten des Jahres 2007 seien ein paar wichtige Daten erinnert.

Auch im Jahr 2007 setzte sich die Konzentration im Buchhandel fort. Ketten wie die DBH, Thalie, die Mayersche, Heymann, Osiander, Herwig, Wittwer, Rupprecht, Schweitzer und andere bauten ihre Standorte weiter aus, während so mancher kleine Buchhändler weichen musste oder an eine der Ketten verkaufte. Eine Entwicklung, die in anderen Einzelhandelsbranchen entweder schon hinter den Marktteilnehmern liegt oder aber auch im Gange ist.

Trotz dieser Konzentration auf Handelsseite wurden auch 2007 wieder Verlage neu gegründet: Fahrenheit, Weissbooks GmbH sollen als Beispiel genannt werden.

Während des gesamten Jahres war die BAG, die Buchhändlerische Abrechnungsgesellschaft, eine Clearing-Firma für Buchhändler und Verleger, in Schieflage. Die Schulden beliefen sich auf über 10 Mio. Immer noch ist die Branche dabei dieses Unternehmen zu sanieren, das für alle Branchenmitglieder unersetzlich scheint.

Ebenfalls große Veränderungen haben sich im Bereich Zwischenbuchhandel ergeben. Die so genannten Barsortimente wie KNV und Libri oder Umbreit und Könemann bieten immer mehr Servicedienstleistungen für den Buchhandel an, wollen sogar teilweise die Bestückung für Buchhändler übernehmen. Auch der Anteil der Nonbook-Artikel hat sich in ihren Auslieferungen erhöht. Die Buchhändler reagieren auf die Angebote der Grossisten unterschiedlich: Mal empfinden sie diese als Einmischung, mal nehmen sie die Zusatzdienste dankbar an, helfen sie doch bei der Rationalisierung der Branche.

Auch im Bereich Digitalisierung erlebte die Branche 2007 Umwälzungen. Die Workflows in den Verlagen wurden weiter digitalisiert, es startete mit Libreka ein Volltextdienst der Branche, von dem man noch nicht sagen kann, ob er sich gegen Google durchsetzen kann, Amazon brachte Kindle, einen E-Book-Reader auf den Markt und immer mehr Verlage erkennen, dass sie Paid Content im Internet nicht durchsetzen können, weshalb sie auf freien Content, finanziert durch Werbung, setzen.

In der Schweiz fiel die Buchpreisbindung und es ist kaum glaubhaft, dass sie dort je wieder eingeführt wird. Das könnte auf die Dauer auch zur Aufweichung der Buchpreisbindung in Deutschland und Österreich führen. Noch ist es zu früh, um klar erkennen zu können, welche Auswirkungen der Fall der Buchpreisbindung hat.

Ich bin sicher, 2008 wird für die Buchbranche wieder ein interessantes Jahr.

10.01.2008, 15.30 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Bücher allgemein | Tags: Buchhandelskonzentration, Ketten, Verlagsgründungen, Zwischenbuchhandel, Nonbook-Artikel,

Literatur-TÜV

In der Frankfurter Rundschau ist vor wenigen Tagen ein Artikel erschienen, der den Einfluss von Literaturprämierungen auf die verkaufte Auflage von Büchern beschreibt. Fazit: In den meisten Fällen kommen prämierte Autoren in die Bestsellerlisten und da ganz nach oben. Aber fangen wir mit einem Gegenbeispiel an: Daniel Kehlmanns Roman "Die Vermessung der Welt" hat sich zunächst ohne Auszeichnung zum Erfolg entwickelt. Erst nach dem Erfolg in den Bestsellerlisten kamen die Literaturpreise. Das spricht dafür, dass wohl „virales Marketing“, also die Weiterempfehlung durch Freunde und Bekannte gerade bei Büchern durch nichts zu ersetzen ist. Und das „virale Marketing“ spielt auch bei den „ausgezeichneten“ Werken eine große Rolle, denn allein die Ehrung durch eine Jury macht es nicht. Wenn die Leser nicht zu einer weiterempfehlenden Jury werden, kommt ein Titel kaum in die Bestseller-Regionen.

Unter den deutschen Literaturpreisen, die Bestseller zu machen imstande sind, greift die FR zwei heraus, den Preis der Leipziger Buchmesse und den Deutschen Buchpreis. Und sie zeigt an Hand von ein paar Beispielen, was mit Büchern passieren kann, die ausgezeichnet werden. Etwa mit Ilija Trojanows Roman "Der Weltensammler". Vor dem Preis der Leipziger Buchmesse hatte sich das Buch gerade mal 5.000 mal verkauft, heute schon 330.000 mal. Oder „Die Mittagsfrau“ von Julia Franck, im Oktober dieses Jahres mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet. Der Verlag will bis Ende dieses Jahres 300.000 Exemplare verkauft haben, obwohl bis Oktober erst 20.000 Exemplare verkauft wurden.

Die FR führt noch weitere Beispiele dafür an, dass Literaturpreise heutzutage funktionieren. Im Gegensatz zu früher, als sie eher eine finanzielle Unterstützung für Autoren waren, die sich mit ihrem Schreiben kaum über Wasser halten konnten, weniger ein Marketinggewinn.

Ich habe mich gefragt, warum heute Literaturpreise solche Wellen schlagen. Zum einen denke ich, hat man es im Alten Europa nun auch gelernt, Literaturpreise zu inszenieren – nicht nur drüben jenseits des Großen Teichs. Zum anderen meine ich schätzt der heutige Leser Orientierung. In der Überfülle des Angebots vertraut er sich gerne Institutionen und Jurys an, die vorselektieren und Gütesiegel vergeben – sozusagen als Literatur-TÜV fungieren. Ich brauche ja heute nur in eine der großen Buchhandlungen zu gehen. Da springen mich die Jahrhundertwerke, die einzigartigen Würfe, die besten Bücher dieses Leseherbstes, dieses Lesewinters so aggressiv an, dass ich am liebsten oft rückwärts wieder das Buchkaufhaus verlassen würde, so desorientiert bin ich.


09.01.2008, 15.45 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: In der Presse | Tags: Literaturpreise, Bestsellerlisten,

Pornos aus vier Jahrhunderten

Anscheinend hat es die Pariser Nationalbibliothek nötig: Dieser Tage zeigte sie zum ersten Mal schlüpfrige Texte, derbe und obszöne erotische Darstellungen, ja sogar Pornographisches aus vier Jahrhunderten. Bis Anfang März 08 können alle Pornographen unter den Lesern dieses Blogs noch nach Paris zur ehrwürdigen Pariser Nationalbibliothek pilgern und sich in der Ausstellung „Eros im Geheimen“ ergötzen. Sie sehen Zeugnisse einer Leidenschaft, die 150 Jahre lang als sittenwidrig galt und in den Giftschränken der Bücherstätte verwahrt wurden. Meist wurden diese Werke in den vergangenen Jahrhunderten von der Sittenpolizei beschlagnahmt – oft von heute anerkannten Autoren wie z. B. Verlaine oder Baudelaire.

Zu bestaunen sind unter anderem die Original-Manuskripte von Marquis de Sade oder frühe pornografische Fotografien, die tief blicken lassen: Ob man deshalb aber den weiten Weg nach Paris auf sich nehmen muss? Pornographie umgibt uns qua Internet im letzten Dorfstübchen. Was also soll eine solch überflüssige Ausstellung?

08.01.2008, 15.07 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: In der Presse | Tags: Porno, Nationalbibliothek,

Die Rauhnächte

RauhnachtKennen Sie noch die „Rauhnächte“? Dieser Brauch geriet in den letzten Jahrzehnten immer mehr in Vergessenheit. Früher feierte man je nach deutscher oder österreichischer Region bis zu 12 Rauhnächte. Voller Magie und Mystik sind die Thomasnacht (21. 12.), die Christnacht, die Silvesternacht und die Nacht vom 5. auf den 6. Januar (Dreikönig).

Es sind die Nächte, in denen Tiere sprechen, in denen die Zukunft entschieden wird, in denen Orakel und Weissagungen besondere Macht haben, in denen schließlich auch geräuchert wird … Manche leiten daher auch den Begriff „Rauhnacht“ her, was aber falsch ist, denn die Bezeichnung geht auf das mittelhochdeutsche Wort für „haarig“ zurück. Die Rauhnächte waren bei unseren Vorfahren die Nächte, in denen sie heidnische Rituale rund um das Nutzvieh abhielten.

Im Volksglauben kann das Glück durch Spenden an Bedürftige (unsere „Dreikönigssinger“) herbeigerufen werden, durch Gaben an das Vieh sollte Unheil abgewendet werden. In der Zeit zwischen den Rauhnächten sollte keine Wäsche vors Haus gehängt werden, auch durfte früher weder gesponnen noch genäht werden, denn das würde, so glaubte man, die böse Frau Holle, die germanische Göttin Hel, herbeirufen und dem Haus entweder Ungeziefer oder Streit für das ganze Jahr bringen.

Manch älterer Mitbürger erzählt, dass in seiner Jugend noch jeder Obstbaum im Garten in jeder der zwölf „rauen“ Nächte berührt und geschüttelt werden musste. Dabei rief man: „Bäumchen, bleibe wach, schlafe nicht, Frau Harre kommt!“ Frau Harre ist eine regionale Bezeichnung für Frau Holle, die der germanischen Sage nach gar nicht so lieb ist, wie wir uns die Dauendecken schüttelnde alte Frau oft vorstellen: Hel flößte mit ihren feuerroten Augen Menschen Furcht ein, weshalb sie angeblich vor allem von Hexen angebetet wurden.

07.01.2008, 15.39 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Kulturgeschichte | Tags: Brauch, Volksglauben, Rauhnächte,

Der Jöölboom

WehnachtsternJeder kennt und manche lieben ihn: den Christbaum. Hierzulande sind es meist Tannen, die für den heiligen Abend gefällt werden, um dann im heimischen Wohnzimmer prachtvoll geschmückt zu werden. Weihnachten wird überall gefeiert, nur wachsen nicht überall Tannen! Wie behelfen sich zum Beispiel die Bewohner der nordischen Inseln? Wie kommen z. B. die Sylter zu ihrem Christbaum?

Heute werden natürlich Tannen auf die Insel verschifft – doch noch bis 1900 mussten sich die Sylter anders behelfen. Und aus der Not wurde ein wunderschöner Weihnachtsbrauch geboren. Man verwendete einen Besenstil, um Weihnachten in die Stuben zu zaubern. Salzteigfiguren, Grünzeug und Früchte wurden kunstvoll um den Besenstil drapiert, jede der Figuren hatte ihre eigene symbolische Bedeutung. Den Sockel des Jöölbooms, wie man diesen Tannenbaum-Ersatz nannte, bildeten Adam und Eva mit einer Schlange, darüber befanden sich ein Pferd, ein Hund und an der Spitze ein Hahn. Adam und Eva mit der Schlange sind Symbol für die Erkenntnis. Das Pferd ist Ausdruck für Kraft, Ausdauer und Schnelligkeit, der Hund symbolisiert die Treue. Der Hahn steht für Wachsamkeit.

Heute können die Sylter wieder wählen, ob sie eine Tanne oder ihren Jöölboom schmücken möchten. Immer mehr Touristen erwerben einen der außergewöhnlichen Jöölboome, die heute allerdings nicht mehr aus einem Besenstil bestehen. Möglich, dass es nicht mehr lange dauert, bis japanische Christen Weihnachten mit einem Jöölboom feiern …

06.01.2008, 21.26 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Kulturgeschichte | Tags: Weihnachten, Brauch,

Ein junger Brauch

WeihnachtsbaumBräuche sind oft viele Jahrhunderte alt: Einer unserer beliebtesten Weihnachtsbräuche, das Aufstellen des Christbaums, gehört zu den jüngeren. Bis vor ungefähr 400 Jahren waren es keine Nadelbäume, die für den Heiligabend geschmückt wurden, sondern man befestigte zur Weihnachtszeit immergrüne Zweige an den Decken der Räume. Erst im 17 Jahrhundert fanden die Christbäume ihren Platz, den sie bis heute haben: Meist stellt man sie mitten in den Raum und putzt sie mit buntem Schmuck heraus. Früher bestand die Dekoration aus roten Äpfeln (ein Fruchtbarkeitssymbol zur Erinnerung an Adam und Eva), duftenden Lebkuchen, die für ein langes und unbeschwertes Leben standen, und aus Seide wurden Blüten in Form von Rosen angefertigt, um den Christbaum erblühen zu lassen. Die Krippe mit der nachgestellten Bibelszene bildete den Mittelpunkt des Geschehens. Sie wurde unter dem geschmückten Baum aufgestellt.

Doch auch wenn der Christbaum als Tanne, Fichte oder Föhre ab dem 19. Jahrhundert weite Verbreitung fand, gibt es auch heute noch Ausnahmen: Was zum Beispiel die Sylter am Weihnachtstag in ihren Zimmern schmücken, lesen Sie im nächsten Blog.

06.01.2008, 21.12 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Kulturgeschichte | Tags: Weihnachten, Brauch,

Silvester-Wodka

WodkaWie haben Sie Silvester verbracht? Ich hatte dieses Mal beschlossen, die allgemeine Panik um die Nacht der Nächte zu boykottieren und igelte mich ganz einfach mit meiner Frau zu Hause ein. Unser einziges Ziel war, nichts, rein gar nichts, was an Silvester erinnerte, in unsere vier Wände zu lassen: Wir schmausten kein Fondue, wir sahen nicht "Dinner for One", wir stellten keinen Sekt kalt. Stattdessen genossen wir ein Wok-Gericht, legten eine Hörbuch-CD ein und tranken... Wodka-Red Bull.

Weshalb wir ausgerechnet bei diesem alkoholischen Erfrischungsgetränk landeten? Das stand in direktem Zusammenhang mit dem Hörgenuss, den wir uns gönnten. Wer "N a Sdorowje - Die Russen und ihr Wodka" lauscht, sollte dies nicht ohne Wodka tun. Schließlich erzählen die gesammelten Anekdoten auf dieser CD erfrischend heiter, wie es Russland gelang, die USA von der gesundheitsfördernden Wirkung ihres Nationalgetränks zu überzeugen... So lange ist das gar nicht her. Um 1970 konnte der Physiologe Nikolai Wolowitsch nämlich medizinisch nachweisen, dass Wodka das Blut reinigt!

Möglicherweise hat der Wodka noch andere gute Wirkungen, denn ich wachte am ersten Januar weitaus frischer und mit weniger Kopfschmerzen als die Jahre zuvor auf!


05.01.2008, 15.12 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Nebensächliches | Tags: Wodka, Russen, Nationalgetränk, Hörbuch,

Neue Welten entdeckt

DampfDas Leben bleibt spannend. In letzter Zeit entdecke ich immer mehr Literatur-Genres, die mir bislang völlig unbekannt waren. Wie zum Beispiel den Steampunk. Auf diese Art von Literatur stieß ich, als mich meine Frau mal wieder ins Kino mitnahm. Wir sahen „Der goldene Kompass“, woran mich vor allem die Romanvorlage von Philip Pullman interessierte. Als ich mich über seine Fantasy-Trilogie „His Dark Materials“ informierte, die Vorlage des Kinderfilms war, las ich zum ersten Mal den Begriff Steampunk.

Ich erfuhr, dass es sich dabei um fiktive Geschichten in einer Alternativwelt handelt, die stark an das viktorianische Zeitalter erinnert. Total erstaunt war ich aber, als ich las, dass die Romane von Jules Verne und H.G. Wells „Zeitmaschine“ als Ursprung dieser speziellen Variante von Science-Fiction gelten.

Den Begriff Steam, also Dampf, trägt das Genre, weil in diesen Welten Dampf eine ähnliche Rolle spielt, wie hierzulande Strom oder Benzin. Sämtliche Maschinen wie etwa Raumschiffe, Fahrzeuge und sogar Computer werden mit Dampf betrieben.

Als ich las, dass Steampunk eine Antithese zum Cyberpunk darstellt, stieg ich allerdings aus. Spätestens an diesem Punkt fühlte ich mich wie ein (literarischer) Goldgräber, der auf ein unterirdisches Labyrinth voll geheimnisvoller Räume und Tunnel stößt. Ich muss mich erst langsam in dieses Themenreich vortasten.

04.01.2008, 15.20 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Autoren | Tags: Steampunk, Jules Verne, Zeitmaschine,

Santa Lucia

WeihnachtsbrauchEin hierzulande eher unbekannter Brauch ist der Tag der Santa Lucia. In Italien und Schweden hingegen wird der 13. Dezember oft noch groß in der Familie gefeiert. In Deutschland feiern ihn nur manche Kirchengemeinden.

In Schweden trägt ein weiß gekleidetes Mädchen, die Lussibrud (Lucienbraut), einen Kranz mit brennenden Kerzen auf dem Kopf und weckt in der Familie die Schlafenden. Dabei bringt sie ihnen Gebäck. In christlichen Gemeinden verbreitet oft ein ebenfalls weiß gekleidetes Mädchen mit dem Lichterkranz in einer dunklen Kirche den Glanz der Kerzen – die Zeit des Lichts bricht also an.

Hintergrund dieses zauberhaften Brauchs ist die Figur der jungen Lucia, einer Christin, die in der Zeit der Christenverfolgung geflüchteten Christen Nahrung in die dunklen Katakomben brachte. Um beide Hände zum Transport des Essens frei zu haben, trug sie einen Kerzenkranz auf dem Kopf, brachte so also Licht in die Dunkelheit der Katakombengewölbe. Ihr Verlobter jedoch verriet Lucia, als sie mit dem Gedanken spielte Nonne zu werden. Lucia sollte von Ochsen zu Tode geschleift werden. Die Tiere jedoch waren nicht dazu zu bringen auch nur einen Schritt zu tun, um Lucia zu töten. Soldaten mussten sie schließlich erstechen, berichtet die Legende.

03.01.2008, 15.52 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Kulturgeschichte | Tags: Weihnachten, Brauch,

Kölner Leserattentreff

Lit.CologneDa muss ich Urlaub nehmen! Vom 29. Februar bis 9. März läuft in Köln die Lit.Cologne. Zum achten Mal. Und sie scheint zu wachsen, denn 2007 waren mehr als 60.000 Besucher gekommen. Vielleicht ist dies ein Grund, warum sich berühmte Schriftstellerinnen und Schriftsteller angesagt haben. Nick Hornby z. B. oder Martin Walser, Julia Franck, Sven Regener, um nur ein paar zu nennen. Wichtig ist den Veranstaltern aber auch der Sachbuchbereich. So sind etwa der Soziologe Richard Sennett oder die Psychoanalytikerin Margarete Mitscherlich eingeladen.

Interessant finde ich noch zwei andere Fakten: Fünf junge Literaturmagazine wollen einige Abende gestalten, auf denen sich Architekten, Film- und Theaterschaffende, Philosophen, Musiker und Autoren treffen. Und zweitens: Es gibt eine so genannte Lit.Kid.Cologne, die sich an Kinder und Jugendliche wendet und ein prima Programm ausrichtet. So gibt es insgesamt 56 Lesungen für diese „Zielgruppe“, schon für Kinder ab fünf Jahren. Ich will hoffen, dass der „Leseteufel“ in die Kinder und Jugendlichen fährt.

Aber auch alte angegraute Leser wie ich kommen bei insgesamt 150 Lesungen im Lauf der Tage auf ihre Kosten. Es juckt mich wirklich. Gerade habe ich mir das Programm von der Webseite runter geladen. Tickets vorbestellen kann man auch schon …

http://www.litcologne.de

03.01.2008, 14.54 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Bücher allgemein | Tags: Lit.Cologne, Lesungen,

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