
Im Nebel
Er ist da, der Herbst, ganz eindeutig. Seit einigen Wochen liegen dichte morgendliche Bodennebel in Schwaden auf den Feldern, die Sonne muss sich erst mühsam ihren Weg hindurch bahnen. Für mich ist es diese wunderbar melancholische Zeit, in der ich wieder und wieder über das Leben nachdenke.
Doch wir alle wissen, dass das ewige Grübeln über Sinn und Verstehen, Leben und Tod zu wenig führt. Zu leicht bricht ein menschliches Herz am wirklichen Schmerz, ehe es letztgültige Antworten findet. Ich flüchte mich dann oft in Gedichte: Denn sie beschreiben so eindringlich die Emotionen vieler anderer vor mir, großer Denker und Philosophen, die sich ebenfalls irgendwann damit begnügen musste, niemals WISSEN, sondern stets nur GLAUBEN zu können.
Letztens wanderte ich frühmorgens alleine über die Wiesen: Nebel umgab mich, es war still, kein Vogel erhob seine Stimme. Mir kam das bezauberndes Gedicht von Hermann Hesse in den Sinn:
Im Nebel
Seltsam, im Nebel zu wandern,
einsam ist jeder Busch und Stein,
kein Baum kennt den andern,
jeder ist allein.
Und so weiter.
Mich trösteten diese Zeilen auf eine behutsame Art. Das, was uns trennt, sagt mir das Gedicht, ist unser Alleinsein, aber weil es uns alle trennt, verbindet es uns wieder in unserer Erfahrung. Nicht nur ich bin allein, alle sind allein. Ein schönes Gefühl der Verbundenheit.
(geschrieben von Matthias Stöbener)
31.10.2008, 13.46 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Nebensächliches | Tags: Hermann Hesse, Im Nebel, Alleinsein, Herbst,
Wo kluge Leute Bücher kaufen
Auch das kann man untersuchen: Gibt es einen Zusammenhang zwischen Bildung und der Bevorzugung des Versandhandels als Einkaufsort für Bücher? Ja, hat eine Umfrage unter 25.000 Personen ergeben. Ich hatte hier schon öfter über die Untersuchung berichtet. Dabei hat sich herausgestellt, dass vor allem Menschen mit höherer Bildung im Versandhandel Bücher kaufen. Bei Menschen mit Realschulabschluss sind es 15 Prozent mehr als im Durchschnitt, die per Versandhandel an ihre Bücher kommen, unter Menschen mit Abitur sind es 35 Prozent, unter Hochschulabsolventen sind es 52 Prozent mehr als im Durchschnitt. Ähnlich sieht es auch bei Interneteinkäufen aus, ja Akademiker kaufen sogar zu 100 Prozent mehr im Internet-Buchhandel ein als der Durchschnitt der Bevölkerung.
Ob das daran liegt, dass Menschen mit höherer Schulbildung die modernen Medien lieber nutzen? Oder stellen das Internet und der Versandhandel höhere Ansprüche an den Benutzer, denen sich Menschen mit geringerer Schulbildung nicht gewachsen fühlen? Aber möglicherweise ergibt sich das Ergebnis einfach daraus, dass weniger Gebildete auch weniger lesen und deshalb im Versand- oder Internethandel auch weniger Bücher kaufen.
Egal, was die Gründe für die Ergebnisse sind: Ich wusste schon immer, dass Sie als Jokers KundInnen intelligenter als der Durchschnitt sind. Ganz nach unserem Motto: Wo kluge Leute Bücher kaufen!
(geschrieben von Matthias Stöbener)
31.10.2008, 12.36 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Autoren | Tags: Bildung, Versandhandel, Akademiker, Internet-Buchhandel,
Adventsbasteleien
Das Wetter weiß nicht so recht, was es will: Soll uns der Herbst noch ein wenig mit Sonnenschein verwöhnen – oder soll die Schneefallgrenze doch schon auf 600 Meter sinken? Und während wir morgens den Weg zur Arbeit im Zwiebel-Look antreten, wiederholt sich die Unentschlossenheit im Supermarkt: Neben Sonderangeboten zu „Sommermilch“ und „Eisschokolade“ finden sich seit einigen Wochen bereits Lebkuchen und Printen im Sortiment. So weit, so gut, das ist normal.
Was mich aber schon im September überraschte: Dass ich einen Adventskalender in einem Geschäft entdeckte. Einen echten Schoko-Adventskalender! Das geht doch zu weit, dachte ich mir... Als ich nach Hause kam, erwischte ich meine Frau mit Klebstoff und Bastelzeug. Sie war dabei, eigenhändig einen Adventskalender anzufertigen! Im September! Und sie schmunzelte, als ich meiner Empörung freien Lauf ließ. Ein Adventskalender braucht eben Zeit, wenn er selbst gebastelt wird – denn 24 Türchen wollen erst einmal angefertigt und dann ja auch bestückt werden!
Auch wenn ich denke, dass September viel zu früh ist, um an Weihnachten zu denken, mit einem hat meine Frau Recht: Wer selbst einen Kalender bastelt, kann auf die gekauften Schoko-Kalender verzichten. Vor allem auch deswegen, weil die Schokolade schon Monate in der Pappschachtel verbrachte, bevor sie dann endlich gegessen werden kann ... Das passiert bei dem Präsent meiner Frau sicher nicht. Anregungen für Adventsbasteleien finden Sie in unsrer Fantasie-Werkstatt Advent.
(geschrieben von Matthias Stöbener)
31.10.2008, 09.43 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Nebensächliches | Tags: Advent, Basteln im Advent, Adventswerkstatt,
Halloween-Problem
„Ooonkel, bald ist Halloween!“ tönte meine Nichte kürzlich – und mir kommt es vor, als ob ich erst gestern Kürbisse für ihre Party ausgehöhlt hätte. Und natürlich will sie auch dieses Jahr feiern. Doch mir gehen nach all den langen Jahren des Onkel-Daseins langsam die Ideen für originelle Feiern aus. Also klage ich mein Leid meiner Schwester, der Mutter des Kindes. Sie tröstet mich: „Du hast in deinem Alter aber ein schlechtes Gedächtnis! Weißt du nicht mehr, dass du mir erst neulich „Hallo Halloween“ mitgebracht hast? Da sind doch genug Ideen drin, wie wir so eine Grusel-Fete gestalten können!“Ich erinnerte mich tatsächlich nicht mehr an den hilfreichen Ratgeber, mit dem sich eine Monster-Feier aus dem Hut zaubern lässt. Aber egal – schlussendlich muss ich mir nun meinen Kopf nicht mehr wegen der Kostüm- und Kuchenfrage zerbrechen. Der hat ja schon genug damit zu tun, die ganzen vergangenen Erinnerungen zu behalten …
(geschrieben von Matthias Stöbener)
19.10.2008, 02.29 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Kinder und Jugend | Tags: Halloween, Vorbereitung, Grusel-Fete,
Ein schöner Trost
Diese Woche ist es wieder soweit: Die Frankfurter Buchmesse öffnet ihre Pforten. Die ersten Tage darf nur Fach-Publikum in den weiten Hallen in all den wunderbaren Büchern und Medien stöbern, am Wochenende jedoch öffnet die Buchmesse auch privaten Lesern ihre Pforten. Die Kolleginnen und Kollegen, die hinfahren, sind schon aufgeregt: Nicht nur, weil sie sich auf die vielen Neuerscheinungen freuen, sondern auch, weil dieses Jahr die Türkei als Ehrengast auf die Buchmesse geladen ist.
Fast jeder kennt dieses faszinierende Land aus Urlauben und von Reisen: Die Türkei ist mit ihrer Küsten- und Gebirgslandschaft ausgesprochen vielseitig. So können einige meiner KollegInnen von langen Strandurlauben erzählen, andere erstiegen so manchen Berg. Eine Erinnerung teilen jedoch alle, die schon die Türkei besuchten: Es gibt sagenhaft leckeres Essen dort! Dabei versuchte kaum jemand, eines der schmackhaften Gerichte zu Hause nachzukochen – schließlich gibt es an jeder Ecke einen Döner-Laden.
Türkisches Essen ist aber viel mehr als Fladenbrot mit Raspelfleisch: Werfen Sie doch einmal einen Blick in das etwas andere Kochbuch „Türkische Wochen“ – hier finden Sie zahlreiche Anregungen für türkische Leckereien. So kann ich mich mit exquisiten kulinarischen Köstlichkeiten darüber hinweg trösten, dass ich dieses Mal nicht zur Messe fahre.
(geschrieben von Matthias Stöbener)
14.10.2008, 11.37 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Fachbücher | Tags: Türkisch kochen, Türkische Gerichte, Döner-Laden,
Interview mit der Bremer Filialleiterin
Matthias Stöbener: Liebe Frau Knüppel, ehrlich gesagt, ich war noch nie bei einer Filialeröffnung von Jokers dabei. Wie läuft denn sowas ab?
Birgit Knüppel: Also erst einmal steht da nur der leere Laden, dann kommen täglich neue Handwerker und Ladenbauer und ...! Alles recht chaotisch, doch schon nach wenigen Tagen bekommt man ein ungefähres Bild, was geschieht.
Hinter den Kulissen werden die besten Angebote aus dem Jokers-Programm für die neue Filiale ausgewählt. Ein paar Tage später, die letzten Handwerker sind noch im Laden, kommen Unmengen von Containern, gefüllt mit vielen interessanten Titeln.
Nun beginnen wir mit dem Einräumen: Wohin mit den Krimis? Was ist denn an Fachbuch mitgekommen? Hat jemand die Hörbücher entdeckt? Mit der Hilfe von Kolleginnen aus anderen Filialen und dem Jokers Stammhaus findet alles rasch seinen Platz.
Besonders interessante und spannende Titel verführen uns schon jetzt zum Lesen ... Dann wird noch einmal gemeinsam durchsortiert und nachbestellt. Die Eröffnung ist nun nur noch wenige Tage entfernt. Vorfreude und Spannung wachsen, letzte Handwerkerarbeiten nehmen ihren Lauf. Der neue Laden wird dann noch für die Eröffnung dekoriert, letzter Feinschliff und dann geht´s loooos!
Matthias Stöbener: Klingt nach sehr viel Arbeit. Können Sie uns erzählen, was Sie in den ersten Tagen "Ihrer" Filiale besonders gefreut hat?
Birgit Knüppel: Besonders gefreut haben uns die vielen herzlichen Glückwünsche zur Eröffnung sowie die Freude unserer Kunden, dass Jokers nun auch endlich in "ihrer" Stadt eröffnet hat.
Matthias Stöbener: Sicher gab es nicht nur schöne Erlebnisse ...
Birgit Knüppel: Doch, denn die kleinen Ärgernisse sind in der Freude über einen gelungen Start für unser Team völlig untergegangen..
Matthias Stöbener: Sind Sie mit der Eröffnung zufrieden oder würden Sie von heute aus gesehen etwas anders machen?
Birgit Knüppel: Wir sind super zufrieden. Das Wetter war prima, unser Jokers-Clown hat viele Menschen begeistert und unsere Kunden haben den Laden gut angenommen. Außerdem hatten wir alle im Team viel Spaß während der Eröffnungstage.
Matthias Stöbener: Wie sind Sie zum Buchhandel gekommen und was macht Ihnen in Ihrem Beruf besonders Spaß?
Birgit Knüppel: Meine ursprüngliche Ausbildung habe ich im pädagogischen Bereich absolviert. Sparmaßnahmen und Stellenabbau haben es sehr schwer gemacht hier Fuß zu fassen. Gelesen habe ich immer sehr gern und viel. Mit den Kindern war es immer erstaunlich, wie sehr sie Vorlesen und Geschichten erzählen genossen haben. Und so entstand der Wunsch, den Spaß am Buch, die Lust am Umgang mit großen und kleinen Menschen und das täglich Neue im Buchhandel zu suchen ... Nach 20 Jahren immer noch die richtige Entscheidung!
Matthias Stöbener: Liebe Frau Knüppel, ich wünsche Ihnen viel Spaß bei Jokers und mit ihrem Team! Bleiben wir in Kontakt. Sie können uns immer mit Neuigkeiten aus der Filiale "füttern", mit netten Geschichten rund um Ihre Arbeit oder dem, was Sie den Lesern unseres Jokers Blogs sagen wollen. Schön, dass ich in Ihnen eine so Buch-begeisterte neue Kollegin gefunden habe!
13.10.2008, 08.07 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Jokers intern | Tags: Bremen, Jokers-Filiale, Birgit Knüppel,
Auf Arnies Spuren
Das Ergebnis ließ nicht lange auf sich warten. Schon in den ersten Tagen begannen seine Muskeln überdimensional zu wachsen. Nebenwirkungen wie „Neandertaler-Stirn“, Haarausfall, Leberschäden und schrumpfende Genitalien nahm er in Kauf.
Er trainierte mehrmals am Tag und verschlang täglich bis zu 20 Dosen Thunfisch, vier große Pakete Proteinpulver, zahllose Bananen, Eier ohne Eigelb und gekochte Hühnerbrust in rauen Mengen. Dafür schwoll Davidsons Körper auf beachtliche Maße an. Er nahm um 13 Kilo zu und stemmte auf der Hantelbank schon bald sein eigenes Körpergewicht. Als er nach 16 Wochen das Experiment abbrach, schrumpfte sein Körper in wenigen Tagen zusammen wie ein angestochener Luftballon. Schließlich sah er noch „schlaffer“ aus als zu Beginn des Experiments. Noch dazu waren seine Blutwerte so alarmierend, dass sein Arzt stinksauer ein Patientengespräch abbrach.
Und das alles für den nächsten Roman. Bleibt zu hoffen, dass die Leser das alles auch zu schätzen wissen …
(geschrieben von Matthias Stöbener)
12.10.2008, 21.57 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Sachbücher | Tags: Bodybuilding, Craig Davidson, Roman schreiben, Neandertaler-Stirn,
Ein Abend mit Poe
Kürzlich lud mich ein Freund zu einem Video-Abend mit alten Film-Klassikern ein. Zuerst sahen wir „Die Schatzinsel“, danach „Der Untergang des Hauses Usher“ mit Vincent Price. Beide Filme hatte ich schon vor Urzeiten gesehen, konnte mich aber nicht mehr wirklich an sie erinnern. Umso gefesselter war ich von den Geschichten. Vor allem der subtile Grusel Poes, der fast ohne Schockeffekte, Blut und Gemetzel auskommt, faszinierte mich. So etwas ist man ja heutzutage fast nicht mehr gewohnt! Schon am folgenden Abend kramte ich sämtliche Werke Poes raus, die mein Regal hergab, zündete ein paar Kerzen an und machte es mir auf der Couch mit einem schönen Glas Rotwein gemütlich. Bald stellte sich heraus, dass ich mich von den „subtilen Gruseleffekten“ hatte täuschen lassen. Die Geschichten waren gruseliger, als gedacht. Ich begann den Abend mit „Der Untergang des Hauses Usher“, was ich ja zuvor als Film gesehen hatte. Angenehme Schauer liefen über meinen Rücken und ich schlug „Die Maske des roten Todes“ auf. Ich staunte über die dichte, spannungsgeladene Atmosphäre, die Poe schuf. Dann war „Hopp Frosch“ dran. Vor allem die detaillierten Charakterstudien beeindruckten mich, das grässliche Ende weniger, es war einfach zu vorhersehbar.
Durch meine Textanalysen in Sicherheit gewogen, und überzeugt, keine unangenehmen Horrormomente mehr zu erleiden, schlug ich „Der Fall Waldemar“ auf. Ich hatte mich getäuscht! Die Geschichte packte mich sofort, der grausige Höhepunkt bereitete mir eine Gänsehaut wie schon lange nicht mehr. Und als ich beim Umblättern auch noch von einer detailgenauen Zeichnung des „Falls Waldemar“ überrascht wurde, standen mir die Haare zu Berge. Verunsichert legte ich das Buch weg. Und ließ die Nachtischlampe so lange brennen, bis meine Frau sie ausschaltete. Man sollte die Klassiker nicht unterschätzen.
(geschrieben von Matthias Stöbener)
12.10.2008, 20.40 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Sachbücher | Tags: Edgar Allan Poe, Gruselabend, Schauer,
Ignoranz
Sie wissen es wahrscheinlich: Dieses Jahr ist die Türkei Ehrengast der Frankfurter Buchmesse. Jetzt hat Langendorfs Dienst Buchhändler befragt, was sie sich von dem Gastland-Auftritt erwarten. Nicht besonders viel, so das Ergebnis der Umfrage. Zwar gestalten etwa 30 Prozent der Buchhändler ein Türkei-Schaufenster und 21 Prozent wollen noch mehr Aktionen zu dem Thema machen, aber nur 7 Prozent der Buchhändler nennen die Türkei ein „besonders spannendes“ Gastland und 14 Prozent meinen, dass die türkische Literatur weniger zugkräftig als frühere Ehrengast-Auftritte sei. 28 Prozent der Buchhändler einen, das Thema interessiere keinen von ihren Kunden, 42 Prozent erwarten keinen Umsatzimpuls, lediglich 16 Prozent glauben an ein paar zusätzliche Verkäufe.Das deutet auf eine geringe Resonanz auf das Thema Türkei und die türkische Literatur hin und ich frage mich, woran das liegen kann. Da fahren Millionen deutsche Urlauber in die Türkei, aber niemand interessiert sich für das Land, das sie bereisen, oder für die Literatur dieses Landes? Und Millionen aus der Türkei stammende Menschen leben in Deutschland – und keiner interessiert sich, was es an neuer Literatur in ihrem (früheren) Heimatland gibt? Diese Ignoranz auf beiden Seiten kann ich nicht verstehen. Aber wenn ich ehrlich bin, muss ich mich da selber am Schopf fassen: Denn auch ich habe bislang wenig türkische Literatur gelesen. Die Buchmesse ist für mich ein Anreiz, das schnell zu ändern.
(geschrieben von Matthias Stöbener)
12.10.2008, 15.26 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Fachbücher | Tags: Ehrengast Türkei, Gastland Türkei, türkische Literatur,
Fortschrittliche Bibliotheken
Ich selbst habe es noch nicht ausprobiert, aber es soll funktionieren. Man lädt sich einen bestimmten Titel aus einer digitalen Bibliothek aufs Laptop oder den heimischen Rechner und hat eine bestimmte Leihfrist. Nach dieser Leihfrist löscht sich der Titel automatisch auf dem Rechner des Nutzers. Dabei kann man einen elektronischen Titel nur dann ausleihen, wenn er nicht gerade von einem anderen User der Bibliothek ausgeliehen ist.
Das ist natürlich noch ein aus der Offline-Welt übertragenes Manko, das in der Online-Welt keinen Sinn macht. Da sollte schnell dran gearbeitet werden, dass so viele User ein Buch onleihen können, wie es onleihen wollen. Denn das wäre ja gerade ein Vorteil der Onleihe, dass man nicht warten muss, bis bei einem anderen Leser die Leihfrist eines Buches ausgelaufen ist.
Und überhaupt verstehe ich nicht, warum nur Bibliotheken das Modell der Onleihe eingeführt haben. Das Modell eignet sich doch auch für andere Distribuierer von E-Books, etwa die Verlage. Nicht jeder Leser wird ein E-Book ständig auf seinem Rechner oder Lesegerät haben wollen. Manchen Lesern könnte es doch auch genügen, ein E-Book nur vier Wochen behalten zu dürfen. In so einem Fall würde er einen geringeren Obolus zu entrichten haben als in dem Fall, in dem er das E-Book auf Dauer behalten will.
12.10.2008, 14.52 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Poesie | Tags: Bibliotheken, Onleihe, E-Book, Geschäftsmodelle E-Books,
Lesen ist das unbestrafte Laster
Schon vor ewigen Zeiten wollte ich einen Blogbeitrag über das Leipziger Bücherlei schreiben und war deshalb auch schon mit dem Webmaster der Seite in Verbindung. Dann ist der Mailverkehr mit ihm in meinem Account weit nach unten gerutscht, aber heute muss es sein, heute will ich einen Bücherfreak vorstellen.Statt „Mit freundlichen Grüßen“ oder so enden seine Mails mit „Keep reading!“ Klasse, nicht? Schon 1996 begann er mit seiner Webseite „Leipziger Bücherlei“. Sein Anliegen, so schreibt er, ist es, die Liebe zum Buch und zum Lesen – also die Bibliomanie im weiteren Sinn – zu zelebrieren. Markus Kolbeck, so heißt der Mann, ist 1966 in Leipzig geboren, hat dort die verschiedensten schulischen Ausbildungen genossen und begann im Herbst 1989 als Krankenpfleger zu arbeiten, nachdem sich sein Wunsch Theologie zu studieren zerschlug. Als Junggeselle findet er noch genug Zeit, daneben seiner Bücherleidenschaft zu frönen und sein Lebensmotto zu verwirklichen – gemäß Fjodor M. Dostojewski: „Ich habe einen Plan: verrückt zu werden.“
Hoffen wir, dass er seinen Plan nicht allzu schnell umsetzen kann, denn seine Seiten bieten für Bibliomane Lesestoff en masse. Da gibt es zum einen seine Bibliomanen Plaudereien, das Weblog Ex Libris, den Stichwort- und Datenindex, die Fundstücke aus Büchern, bibliomane Zitate, Leselisten und und und …
Es ist unglaublich, was Markus Kolbeck an Informationen über Bibliomanie, Bibliotheken, Verlage, den Buchmarkt und Kurioses gesammelt hat. Am besten man nimmt seine Seite unter die Favoriten und geht seinen Gedanken immer mal wieder nach.
Wer sich in die Seiten eines Bibliomanen vertiefen will, der surft hier vorbei: www.buecherlei.de .
(geschrieben von Matthias Stöbener)
12.10.2008, 14.21 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Autoren | Tags: Bücherlei, Leipziger Bücherlei, Bibliomanie, Markus Kolbeck,
Hellseher oder Genie?
Es gibt Bücher, da kann ich nur noch mit Staunen über die Kreativität der Autoren reagieren. So geht es mir z. B. bei Michael Ende und seiner Fantasie, bei Edgar Allen Poe angesichts des Grusels, den er zu schaffen versteht, oder bei Thomas Harris angesichts der Spannung, die er in seine Zeilen streut.Doch manche Autoren überschreiten alle Grenzen. Wie zum Beispiel Jules Verne. Letztes Wochenende nahm ich seit langer Zeit wieder „20.000 Meilen unter dem Meer“ zur Hand und verfiel sofort der alten Faszination, die mich schon als Kind gepackt hatte. Jules Vernes war seiner Zeit so weit voraus, dass es aus heutiger Sicht an Hellseherei grenzt. Schon 1870 beschrieb er das Atom-U-Boot bis ins kleinste Detail, und das über 80 Jahre, bevor das erste gebaut wurde!
In „Von der Erde zum Mond“ beschrieb er 1865 – also etwa 100 Jahre, bevor das erste Mal ein Mensch seinen Fuß auf den Mond setzte - den Start einer Weltraumrakete so genau, als wäre er mal eben in die Zukunft nach Houston gereist und in Cape Canaveral dabei gewesen.
(geschrieben von Matthias Stöbener)
12.10.2008, 14.15 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Sachbücher | Tags: Jules Verne, Cape Canaveral, Weltraumrakete, Atom-U-Boot,
Wasser – Energie und Leben
Der Mensch besteht bei seiner Geburt zu rund 80 Prozent aus Wasser, als Erwachsener sind es immer noch 60 bis 70 Prozent. Es gibt Lebewesen, deren Wassergehalt bis zu 90 Prozent beträgt. H2O ist die chemische Formel des Lebenselexiers. Über 70 Prozent unseres Planeten ist von dem wertvollen Rohstoff bedeckt, nur etwas mehr als 29 Prozent ist Festland.Allerdings sind von diesen ungeheuren Wassermassen nach Angaben des Umweltbundesamtes nur gut 2,6 Prozent Süßwasser. Oft ist dieses kostbare trinkbare Wasser als Eis fest in den Polkappen gebunden oder steckt als Grundwasser so tief im Erdinneren, dass es nicht gefördert werden kann.
Trinkwasser ist also ein rares Gut, das zudem in manchen Ländern teuer gehandelt wird. Nicht etwa, weil es zu knapp wäre, sondern weil der Staat die Einnahmen aus dem Wasserverkauf zur Subvention von örtlichen Projekten benutzt. Vor allem in Deutschland: Hier muss gut 4 Mal so viel wie in den USA für das Wasser gezahlt werden.
Ich bin froh, dass ich in einem Land lebe, in dem Wasser keine Seltenheit ist. Und da ist es mir auch gleich, wenn ich mehr dafür zu zahlen habe als anderswo. Wir können uns den Luxus erlauben, einfach mal an einem Fluss oder See zu sitzen und seinen Wellen zu lauschen. Und wer in der Stadt wohnt, kann sich einfach eine CD mit Wasserklängen einlegen und abschalten. Probieren Sie´s aus: Zum Beispiel mit unserer Musik-CD „Wasser – Energie und Leben“.
(geschrieben von Matthias Stöbener)
12.10.2008, 14.11 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Hörothek | Tags: Wasser, Wassergehalt, Lebenselexier, Wasser-Musik,
Kinder und Religion
Laut einer Onlinezeitung, die ich lese, soll das theologische Werk von Papst Benedikt XVI. „Jesus von Nazareth“ erfolgreicher als Harry Potter Band 7 sein. Und das, obwohl Potter in Insiderkreisen als eines der erfolgreichsten Bücher aller Zeiten gilt! Aber ganz ehrlich: So verblüffend finde ich das gar nicht. Schlussendlich lässt sich auch der Lesermarkt in ein unterschiedliches Publikum aufteilen: Der, der einen Ratgeber zur Reparatur seines Oldie-Käfers sucht, ist nicht unbedingt an einem Liebesroman interessiert. Sprich: Der Mensch, der ein Fantasy-Epos verschlingt, gähnt vielleicht bei einem religiösem Traktat vor Langeweile. Und umgekehrt.Klar ist, dass Potter vor allem Kinder und Jugendliche begeisterte, ebenso selbstverständlich ist, dass Religion nicht nur etwas für „die Großen“ ist. Dennoch denke ich (ich habe ja nicht umsonst Theologie studiert!), dass das Christentum und andere Religionen zu wertvoll sind, um sie nicht auch kindgerecht darzustellen: Sicher wird kein Achtjähriger seine Nase in „Jesus von Nazareth“ stecken, trotzdem kann er sich für die Religionsgeschichte begeistern. Es bedarf vielleicht nur einer anderen Vermittlungsweise.
„Tamar und ihre Freunde erzählen von Jesus“ ist ein solches Kinderbuch, das ich empfehlen kann: Aus der Perspektive der jungen Menschen wird in diesem reich bebilderten Werk erzählt, wie sie Jesus in seiner Zeit erlebten.
(geschrieben von Matthias Stöbener)
12.10.2008, 14.08 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Kinder und Jugend | Tags: Bibel kindgerecht, Harry Potter, Jesus von Nazareth,
Mutig, mutig
Warum lässt sich ein Verlag heute noch auf ein solches wirtschaftliches Risiko ein? Ohne dass man den Glauben an einen monetären Gewinn hat, wird das nicht gehen. Aber welche Argumente lassen den Verlag daran glauben, dass sein Werk dem Online-Lexikon überlegen ist? Das Börsenblatt zitiert den Berliner Germanisten Prof. Ernst Osterkampf. Er sagt, das Lexikon sei auf dem neuesten Stand, kompetent gesichert und deshalb auch heute noch unverzichtbar. Es stünden darin Facherkenntnisse, die nicht über Wikipedia oder Google einzuholen wären. Darüber hinaus inspiriere das gedruckte Werk, weil es auch Lücken in der Wissenschaft benenne und damit Forschung anrege.
Ob die aufgeführten Vorteile der Printausgabe eines solchen Werkes den Weg in die Regale der Germanisten und Kultur- wie Sozialwissenschaftler ebnen, kann heute nur gemutmaßt werden. Schlimm für unsere Wissenschaft und Kultur wäre es aber, wenn es keine so mutigen Verlage wie de Gruyter mehr gäbe.
(geschrieben von Matthias Stöbener)
12.10.2008, 14.06 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: In der Presse | Tags: De Gruyter, Killy, Germanistik, Germanistiklexikon,
Der E-Book-Zug gerät ins Rollen
Ein wichtiges Argument für die E-Book-Downloads ist – wie sollte es anders sein – der Preis: Viele Neuerscheinungen sind als E-Book weitaus günstiger als die Printversion.
Weil sich viele Verlage auf zukünftige technische Entwicklungen vorbereiten wollen, ziehen sie nach. Noch weiß natürlich niemand, ob sich das Buchlesen auf elektronischen Geräten durchsetzen wird bzw. wie schnell es sich auf breiter Basis durchsetzt, aber die Verlage werden schon deshalb ein Interesse haben, die elektronische Form des Lesens durchzusetzen, weil sie so unabhängiger vom Handel werden.Denn heute ist es ja so, dass nur ein kleiner Teil des Buchpreises bei einem Verlag hängen bleibt. Der Zwischenhandel, die Logistikunternehmen und der Buchhändler wollen ebenfalls an einem Buch verdienen. Der Verkauf eines E-Books braucht keinen Zwischenhandel, kein Fuhrunternehmen und keinen Buchhändler mehr. Sprich: Würde das E-Book allgemein akzeptiert, bedeutete das gewaltige Umwälzungen, die wir heute in ihren kompletten Auswirkungen noch nicht überblicken können.
Wie ein E-Book-Verkauf organisiert sein könnte, sieht man auf der Webseite von Droemer Knaur:
http://www.knaur-ebooks.de
12.10.2008, 14.03 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: | Tags: Knaur, E-Books, Zwischenhandel, E-Book-Download,
E-Book-Preise
Noch hat in den deutschsprachigen Ländern das Geschäft mit E-Books nicht begonnen, da hat die Buchbranche schon wieder ein Thema, über das sich trefflich streiten lässt: Soll es eine Preisbindung für Bücher geben oder kann jeder Händler seine E-Book-Preise so gestalten, wie er will?Die Branchenverbände meinen, die Gesetze bestimmen, dass die Substitute von Büchern der Preisbindung unterliegen. Und E-Books seien Substitute von Büchern. Aber sind nicht auch Hörbücher Substitute von Büchern? Die unterliegen aber keiner Preisbindung. Und Filme könnte man auch als Substitute von Büchern sehen, weil sie ja oft Bücherverfilmungen sind. Aber auch sie unterliegen nicht der Preisbindung.
Die Branchenverbände hätten natürlich gerne eine Preisbindung bei E-Books, damit dadurch nicht die Ladenpreise von Büchern gedrückt werden. Und auch, um dadurch auch die ganz Großen der Branche wie Amazon bei der Preisgestaltung Vorgaben machen zu können.
Auf der anderen Seite könnte die Preisbindung natürlich auch die Entwicklung der Lesegeräte behindern. Und es müssen Fragen geklärt werden wie: Was ist denn ein E-Book? Auch eine Word-Datei? Der Sinn der Preisbindung bei Büchern ist die Sicherung eines möglichst großen Netzes an Buchverkaufsstellen, damit jeder die Möglichkeit hat, schnell an Bücher zu kommen. Aber im Internet entfällt dieser Sinn der Preisbindung. Hier würde die Preisbindung von E-Books nur den Wettbewerb ausschalten.
Ich bin gespannt, in welche Richtung sich die Diskussion bewegt.
(geschrieben von Matthias Stöbener)
12.10.2008, 13.37 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Autoren | Tags: E-Book, Preisbindung E-Books, Branchenverbände, Preisgestaltung,
Wenn Rüpelrapper Bücher schreiben
Beide schafften es in den vergangenen Jahren, sich durch höchst aggressive und gewalthaltige Raptexte aus dem Harz-VI-Proletariat an die Spitze der deutschen Charts zu rappen. Nach zig Alben ist jetzt, so scheint es, der Zenit des Künstlerstatus erreicht. Und was machen Prominente wie Oliver Kahn, Dieter Bohlen, Naddel und Co. an just dieser Stelle? Eben, sie schreiben ihre Memoiren.
Doch liegt hier, so fragte das Magazin, nicht ein Widerspruch? Hochaggressives, drogendealendes und kleinkriminelles Proletariat, zu dem sich die beiden Rapper ja eindeutig zählen, auf der einen Seite und Literatur auf der anderen? Die Chancen stehen schlecht, dass die Fans der beiden diese Bücher tatsächlich kaufen. Vielmehr werden die Bücher eher von der bürgerlichen Mittelschicht gelesen werden. Aus reiner Faszination an einer Welt, in die man sonst nicht blicken könnte. Resultat: eine neue Art der Freakshow. Büchermissbrauch, wie ich finde.
(geschrieben von Matthias Stöbener)
12.10.2008, 02.23 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: In der Presse | Tags: Bushido, Sido, Rapper,
Für Dummies
Doch das allein brachte mich noch nicht aus der Fassung. Erst als ich las, wie der Jungunternehmer schon im zarten Alter von acht Jahren sein späteres Erfolgsrezept fand, kam ich ins Grübeln: Schon früh vom unbezähmbaren Bedürfnis getrieben, den Dingen auf den Grund zu gehen, legte sich der achtjährige Zuckerberg mit seinem ersten Computer auch gleich das Buch „C++ für Dummies“ zu. So erarbeitete er sich sein Wissen über die wichtigste Programmiersprache der Welt
„Wenn das bei einem Achtjährigen funktioniert, wieso dann nicht auch bei mir“, dachte ich und spazierte bei nächster Gelegenheit in den Buchladen um die Ecke. Nach wenigen Sekunden stand ich auch schon vor dem Regal mit der „Für Dummies“-Reihe. Eigentlich war es schon kein Regal mehr, vielmehr eine ganze Wand. Von „Grundlagen der Mathematik für Dummies“ über „Angstfrei Leben für Dummies“ bis hin zu „Sex für Dummies“ gibt es wohl kein Thema, das nicht auch für „Dummies“ aufbereitet werden könnte.
Ich griff mir die Bücher zu C++ und neurolinguistischem Programmieren. Zum Glück bremste meine Frau die Euphorie. „Denk trotzdem daran, dass es sich immer noch um Programmiersprachen handelt!. Du weißt doch noch, dass Mathematik in der Schule dein schwaches Fach war.“ Sie hatte Recht. Vielleicht sollte ich lieber selbst ein „Für Dummies“-Buch schreiben. Wie wär´s mit „Bücherkauf für Dummies“?
(geschrieben von Matthias Stöbener)
12.10.2008, 02.04 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Zum Schmunzeln | Tags: Für Dummies, Facebookgründer, Mark Zuckerberg, Bücherkauf,
Glückwunsch an die Stiftung Lesen
„Lesefreude wecken, um Lesekompetenz zu vermitteln: Das ist das Ziel der Stiftung Lesen. Seit 1988 entwickelt sie zahlreiche Projekte, um das Lesen in der Medienkultur zu stärken. Dafür hat die gemeinnützige Organisation viele Medienpartner und Kultursponsoren gewonnen. Traditionell steht die Stiftung Lesen unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Zweck der Stiftung Lesen ist die Förderung von Buch, Zeitschrift und Zeitung in allen Bevölkerungskreisen sowie die Pflege und Erhaltung einer zeitgemäßen Lese- und Sprachkultur, nicht zuletzt in den neuen Medien.“
Als eine ihrer Aufgaben sieht die Stiftung Lesung, Empfehlungen für die fast 90.000 jährlichen Neuerscheinungen auf dem deutschen Buchmarkt auszusprechen.
Der Geschäftsführer der Stiftung Lesen, Heinrich Kreibich, wurde im Jahre 2007 sogar von Bundespräsident Professor Dr. Horst Köhler mit dem Verdienstkreuz am Bande für sein langjähriges Bemühen um die Leseförderung ausgezeichnet.
Wie hoch die Stiftung auch in der Politik geachtet ist, zeigt die Tatsache, dass sogar Kanzlerin Merkel ein Grußwort an die Stiftung richtet:
http://www.stiftunglesen.de/grusswort/default.aspx
Auch wir von Jokers möchten an dieser Stelle der Stiftung herzlich zu ihrem runden Geburtstag gratulieren!
(geschrieben von Matthias Stöbener)
12.10.2008, 01.51 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Autoren | Tags: Stiftung Lesen, Leseförderung, Heinrich Kreibich,
Eintauchen!
Diese traumhaften Erinnerungen trage ich wie ein kostbares Gut in mir und rufe sie mir immer dann wach, wenn ich gestresst bin. Ich schließe kurz die Augen und entsinne mich jener zauberhaften, magischen Momente. Neulich kam ein Freund aus seinem Jahresurlaub zurück. Im Gepäck hatte er zahlreiche Fotografien der australischen Unterwasserwelt. Hatte er doch spontan einen Tauchkurs am Great Barrier Reef gebucht! Gemeinsam gingen wir die Aufnahmen durch – und, siehe da, er hatte sogar einige Nachttauchgänge gemacht! Leider war das leuchtende Plankton auf den Hobby-Aufnahmen nicht zu erkennen, aber auch so ist das Great Barrier Reef nicht umsonst das berühmteste Riff der Welt.
Leider kann ich Sie, lieber Leser, nicht an den farbenprächtigen Bildern meines Freunds teilhaben lassen. Dafür habe ich aber einen besonderen Bildband im Jokers Programm entdeckt, den ich Ihnen empfehlen kann: „Great Barrier Reef“ zeigt unzählige faszinierende Aufnahmen der Unterwasser-Welt am Riff. Schauen Sie sich unbedingt die sagenhaften Detailinfo-Bilder an!
(geschrieben von Matthias Stöbener)
05.10.2008, 14.31 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: | Tags: Great Barrier Reef, David Doubilet, Tauchkurs, Plankton,
Je m'appelle Stöbener
Ich erinnere mich gut an meine ersten Gymnasialjahre. Besonders spannend fand ich, dass wir alle zwei Jahre eine neue Fremdsprache als Unterrichtsfach dazu bekamen. Ich hatte den neusprachlichen Zweig belegt und begann als Fünftklässler mit Latein.
Heute ist das alles ja ein wenig anders, die Kleinsten lernen bereits im Kindergarten Englisch und statt 9 Jahren drücken die Schüler nur noch 8 Jahre die Bänke eines Gymnasiums – zumindest in Deutschland.
Ich liebte Sprachen. Nach Latein bekam ich Englisch dazu und dann Französisch. Da war es dann plötzlich aus mit meiner Begeisterung: Da, wo vorher junge und motivierte Referendare uns die fremden Laute schmackhaft machten, plagte sich nun eine griesgrämige Lehrerin, uns die Intonation des Französischen beizubringen. Ich hatte eine Phase, in der ich nicht einmal französische Seife kaufte, so sehr vergeigte mir die Lehrerin den Spaß an der melodiösen Sprache.Nun allerdings bekommt der Spross meiner Nachbarn Französisch im Unterricht. Und die liebenswerten Leute, die selbst nie mehr als Englisch lernten, wandten sich Hilfe suchend an mich: Ob ich nicht ab und zu bei Bedarf ein wenig unterstützend dem Jungen beistehen könnte?
Sonst noch was, dachte ich. Und so kramte ich bei uns im Lager und fand ein geniales Übungsbuch für den Schüler: „Einfach besser – Französisch im 1. Lernjahr“ heißt der Retter in Buchform. Ich habe gleich mal selbst meine Nase rein gesteckt: Je m'appelle Stöbener. Mon prénom est Matthias. J´aime livres. Wenn ich nicht zu beschäftigt wäre, bekäme ich glatt selbst wieder Lust …
(geschrieben von Matthias Stöbener)
05.10.2008, 14.18 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Kinder und Jugend | Tags: Französisch, 1. Lernjahr, Gymnasium,



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