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Thema: Belletristik
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09.09.2011, 08.02 | (0/0) Kommentare | PL
Menschen, Tiere, Katastrophen - Loriot
Zur Erinnerung an den Großmeister des subtilen Humors: Zeichnungen und Texte von Loriot, gewohnt scharfsinnig und immer mit einer guten Prise Liebenswürdigkeit. Ob "Szenen einer Ehe", "Das Tier als solches" oder "Sport" - Loriot weiß in allen Bereichen des modernen Lebens zu begeistern.
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31.08.2011, 12.05 | (0/0) Kommentare | PL
Neu bei Jokers: Im Sommer des Todes

Peter Robinson, gebürtiger Engländer, hat mit "Im Sommer des Todes" ein Highlight britischer Kriminallitertatur geschrieben. Düster, melancholisch und vielschichtig - der Krimi-Wochentipp aus der Jokers-Redaktion!
Yorkshire 2005: Im Oktober wird Detective Chief Inspector Alan Banks nach Fordham gerufen, wo er den Tod des Musikjournalisten Nick Barber untersuchen soll. Barber wurde leblos im Moorview Cottage gefunden. Vor seinem Tod arbeitete der Journalist an einer Story über eine berühmte Band, die Mad Hatters, die eine Revival-Tour zum 40-jährigen Bestehen starten wollen. Für Banks stellt sich nun die Frage: Gibt es womöglich einen Zusammenhang zwischen dem aktuellen Todesfall und der Ermordung eines Mädchens vor 40 Jahren, während eines Festivals?
"Im Sommer des Todes" ist ein atmosphärisch-dichter Krimi-Leckerbissen, einfühlsam und hart zugleich.
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02.08.2011, 15.40 | (0/0) Kommentare | PL
Das Haus in den Wolken

Eine unkonventionelle Liebe inmitten des Ersten Weltkriegs im idyllischen Irland: Judith Lennox präsentiert mit "Das Haus in den Wolken" einen meisterhaft geschriebenen Gesellschaftsroman, dem es an nichts fehlt.
Es ist eine Liebe gegen alle Konventionen: Richard, der reiche Sohn eines irischen Gutsbesitzers und Frauenschwarm des Ortes, heiratet die schöne und mittellose Isabel, die er aufgrund einer Autopannen kennenlernt.
Liebe trotz Hindernisse
Trotz aller Widrigkeiten führen die beiden eine glückliche Ehe, aus der drei Kinder entstehen. Doch das alles droht zu zerbrechen, als der Erste Weltkrieg die Idylle in Irland einholt. Und da ist auch noch Isabels Geheimnis, dass sie Richard schon längst anvertrauen wollte. Denn eines Tages wird es sie alle einholen...
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13.07.2011, 16.35 | (0/0) Kommentare | PL
Das größere Glück
Mutig, zärtlich, weise: Richard Powers liefert mit "Das grössere Glück" eine wunderbare Liebesgeschichte, die man nicht mehr aus der Hand legen möchte. Sie handelt von Glück und der Selbstbestimmtheit unseres Lebens.
Gibt es so etwas wie ein Glücks-Gen? Wenn ja, dann muss sie es wohl haben: Eine junge Frau, die nur knapp der Gewalt in Algerien entging, lebt in Chicago ein glückliches und befreites Leben, ohne Angs und Zorn, vor Glück nur so strahlend. Kennt sie vielleicht das Geheimnis des Glücks? Laboratorien versuchen, ihrem Wesen auf den Grund zu gehen, TV-Shows reißen sich um sie. Wird es ihnen gelingen, ihr Geheimnis zu lüften?
Richard Powers ist ein wahres Meisterwerk gelungen: ein großer Roman über die Frage, wer oder was unser Leben bestimmt - wir selbst, unsere Eltern oder doch die Sterne?
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24.02.2011, 17.09 | (0/0) Kommentare | PL
Laienspiel - Kommissar Kluftinger ermittelt wieder
Da hat der eigenbrötlerische Kommissar Kluftinger wieder alle Hände voll zu tun: Ein Terror-Verdächtigter hat sich auf der Flucht vor der österreichischen Polizei erschossen. Und das ausgerrechnet, während Kluftinger für das Freilichtspiel "Wilhelm Tell" probt!
Dass das dem Allgäuer Urgestein gar nicht passt, ist klar. Noch viel weniger passt ihm aber, dass er im Rahmen eines eilig zusammengestellten Sonderkommandos unter die Leitung eines Spezialisten für internationalen Terrorismus gestellt wird. Doch schnell wird klar, dass in diesem Fall für persönliche Eitelkeit kein Platz ist: Gemeinsames Handeln ist nun nötig, um die drohende Katastrophe zu verhindern - doch die Zeit läuft gegen Kluftinger und die Ermittler...
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17.02.2011, 16.21 | (0/0) Kommentare | PL
Stendal und Stendha
Stendal ist eine kleine Hansestadt in Sachsen-Anhalt unweit von Magdeburg und hat besonders geringe Niederschlagsmengen. Ansonsten scheint es sich um ein nicht sonderlich auffälliges Städtchen im Osten der Republik zu handeln. Aber es hat doch eine besondere Bewandtnis mit Stendal. Denn dieser Ort ist die Geburtsstadt des Begründers der deutschen Archäologie Johann Joachim Winckelmann.
Bevor Sie gleich anfangen zu gähnen: Der berühmte französische Autor Stendhal benannte sich nach dieser Stadt in der Altmark, möglicherweise war er ein Bewunderer Winckelmanns. Und Stendhal verfasste so wichtige Romane der Weltliteratur wie „Rot und Schwarz“ oder „Die Kartause von Parma“. Einer der großen Franzosen der Literatur des 19. Jahrhunderts.
Eigentlich hieß der französische Schriftsteller Marie-Henri Beyle und stammte aus Grenoble. Sein Werk „Die Kartause von Parma“ blieb das einzige Buch Stendhals, das noch zu seinen Lebzeiten Erfolg hatte. Und es ist auch wirklich ein großartiges Stück Literatur – nicht nur sein Zeitgenosse Honoré de Balzac äußerte sich begeistert über dieses in nur gut 50 Tagen niedergeschriebene Werk Stendhals.
Der junge Adlige Fabrizio del Dongo bringt es in der Zeit der napoleonischen Kriege zu einigem: er nimmt an der Schlacht von Waterloo teil, entschließt sich aber schließlich, eine kirchliche Laufbahn einzuschlagen, weil eine militärische Karriere in diesen Zeiten wenig erfolgversprechend scheint. Durch eine Intrige landet er in der Festung von Parma, wo er sich in die Tochter des Kerkermeisters verliebt. Die verheiratete Frau und der Geistliche haben einen Sohn miteinander, der jedoch ebenso stirbt wie seine Mutter. Daraufhin zieht sich Fabrizio del Dongo in die Kartause von Parma zurück.
Warum ein Kloster in Italien und nicht etwa in Frankreich, wo doch die erste Kartause, ein Kloster des Kartäuserordens, gegründet wurde? Stendhal liebte Italien und sah in der damaligen italienischen Gesellschaft mehr Möglichkeiten als in seiner französischen Heimat. Den interessanten französischen Autor mit dem deutschen Namen und der Vorliebe für Italien sollten Sie sich merken, wie ich finde. Sein vielschichtiges Buch „Die Kartause von Parma“ können Sie hier bei uns entdecken.
„Die Kartause von Parma“ bei Jokers
Bild Stendhal: wikimedia
17.08.2010, 12.12 | (0/0) Kommentare | PL
Jane Austen und die Zombies
Ich gebe zu: Auch ich habe eine dunkle Seite. Zu meinem Faible literarische Experimente gesellt sich eine leicht anarchische Ader. Diese bekam jüngst neues Futter, als ich von „Stolz und Vorurteil und Zombies“ las. Wie der Titel des gruselig gestalteten Buches vermuten lässt, stützt sich das Werk auf Jane Austens „Stolz und Vorurteil“. In schönster Mash-up-Technik vermischt Seth Grahame-Smith, der sich bislang nur als Drehbuchautor verdient gemacht hat, den Klassiker der Weltliteratur mit Horror- und Splatter-Elementen zu einem Zombie-Roman erster Güte. Der Grund für diese freche, aber witzige Kombination liegt nach Angaben des Autors in seiner Jugend, in der er den Klassiker widerwillig als Pflichtlektüre lesen musste.
Wohl als Rache posthum bereicherte er jetzt die Handlung, die er selbst als „langsam und freudlos“ empfand, um trashige Handlungsstränge. Anstatt mit Eheversprechen, Standesproblemen und Rollenverteilung kämpfen die Hauptakteure Elisabeth Bennet und Fitzwilliam Darcy nun gegen Untote. Aus einem leisen und anspruchsvollen Entwicklungsroman wird ein Action-Abenteuer in Splatter-Manier.
Damit trifft Grahame-Smith zumindest in Amerika den Nerv der Jugend und landete spontan einen Bestseller. Auch ein Autor namens Ben H. Winters hat mit „Sense and sensibility and seamonsters“ und „Android Karenina“ literarischen Klassikern neues „Leben“ eingehaucht. Dem Anspruch des Buchmarktes scheint diese Form der Anarchie jedoch nicht zu schaden. Wie Spiegel online schreibt, steigt in den USA auch die Nachfrage nach Austens Originalromanen.
Stolz und Vorurteil und Zombies bei Jokers
Bild Zombiekatze: Peter Ochsenkühn/pixelio
13.08.2010, 11.24 | (0/0) Kommentare | PL
Kommissar Beck ermittelt
Zugegebenermaßen bin ich nicht der Welt größter Krimifan, aber ein gut gemachter Kriminalroman kann mich trotzdem immer begeistern. Zumal wenn der Ermittler einer vom Schlag des Kommissar Martin Beck ist. So lakonisch, nachdenklich und mit einer so eigenen traurigen Familiengeschichte. Das gefällt mir, und offenbar nicht nur mir: Die inzwischen riesige Fangemeinde des kauzigen Kriminalers kann schließlich nicht irren.
Wenn Kommissar Beck im kühlen Stockholm ermittelt, muss man einfach dranbleiben. Denn hinter den Fällen des Schweden menschelt es oft gewaltig. Da tun sich Abgründe auf in der so heil scheinenden Welt der Nordlichter.
Zwar erschien Martin Beck schon Mitte der sechziger Jahre auf dem Markt, aber erst seit einigen Jahren – mit dem Boom der Schwedenkrimis – wird der Ahnherr dieses Krimi-Genres richtig gewürdigt. Das liegt sicherlich auch an der gut gemachten und erfolgreichen Fernsehserie mit Peter Haber in der Rolle von Kommissar Martin Beck. Hier werden immer auch die Schattenseiten der perfekt wirkenden schwedischen Gesellschaft kritisch thematisiert und Beck selbst ist oft zerknirscht und ratlos – einfach menschlich eben. Das Autorenpaar Per Wahlöö und Maj Sjöwall hat hier wirklich ganze Arbeit geleistet.
Dass die Bücher um Martin Beck so einen Spaß machen, liegt auch am Ermittlungsteam. Der rüpelhafte und nicht sonderlich beliebte Gunvald Larsson etwa ist einer dieser Charaktere, mit denen man sich als Leser gern beschäftigt. Oder als Hörer. Denn den Kommissar aus dem hohen Norden gibt es auch als Hörbuch. Ein Genuss – immerhin geben sich hier Kultsprecher wie Christian Brückner oder Hannelore Hoger ein Stelldichein.
Die heutige Devise lautet also: kaufen, hören, feinsten Krimistoff genießen!
http://www.jokers.de/3/16165495-1/hoerbuch/die-neuen-faelle-kommissar-beck-ermittelt-6-audio-cds.html
16.07.2010, 13.26 | (0/0) Kommentare | PL
Am besten, man beginnt mit dem Anfang
Noch nie waren Thriller so angesagt wie heute. Je mehr Horror, Splatter, Gore und Blut drin vorkommt, umso besser lässt sich ein Buch anscheinend verkaufen. Nachdem auch ich erst vor wenigen Jahren mein Interesse an diesem Genre entdeckt hatte, nahm ich mir den Autor Nr. 1 auf diesem Gebiet vor: Simon Beckett. Doch bald hatte ich alle seine Werke durch und war auf der Suche nach frischem Material. Dabei stieß ich zufällig auf „Das Böse in uns“ von Cody McFadyen und griff zu.
Auch dieser amerikanische Autor ist ein Meister auf seinem Gebiet. Allerdings beging ich unbewusst einen fatalen Fehler: Ich stieg mitten in der Reihe ein anstatt mit „Die Blutlinie“ zu beginnen, und erst nach „Der Todeskünstler“ den dritten Thriller zu lesen. Ohne Vorkenntnisse fiel mir schnell auf, wie unrealistisch mitgenommen die Protagonisten waren. Denn die Hauptfigur, Agentin Smoky Barrett, hatte bereits mehr durchgemacht, als ein normaler Mensch in drei Leben. Sie hat Tochter und Ehemann verloren, wurde von üblen Psychopathen mehrfach gefoltert und schließlich aufs Grausigste entstellt. Und dennoch arbeitet sie weiter und jagt Mörder.
Sicher wäre mir der Widerspruch zur Realität nicht aufgefallen, hätte ich, wie bei Beckett, McFadyens Werk chronologisch gelesen. So aber nahm diese Realitätsfremde der Geschichte fast jede Faszination. Natürlich las ich das Buch dennoch bis zum Ende durch. Allerdings lerne ich Agentin Barrett jetzt noch mal ganz neu kennen. Und zwar mit dem ersten Band der Thrillerreihe.
„Die Blutlinie“ auf Englisch: „Shadow Man“ bei Jokers
http://www.jokers.de/3/14188140-1/buch/shadow-man.html
08.07.2010, 16.51 | (0/0) Kommentare | PL



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