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Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Kino & Film

Weiße Weihnacht

Jedes Jahr habe ich das Gefühl, dass die Zeit noch ein wenig schneller vergangen ist. Schon wieder befinden wir uns mitten in der Adventszeit, schon wieder duftet es überall nach Lebkuchen, die Straßen sind mit den Christkindlesmärkten hell erleuchtet und wunderbar geschmückt. In den Kaufhäusern und Cafés schmachten die besten Weihnachtssongs, die Kinder laufen jeden Morgen zum Fenster, um zu sehen, ob es denn endlich schneit...

Doch die Vorweihnachtszeit ist für einige auch Stress. Plätzchen müssen gebacken werden, Geschenke besorgt und verpackt werden, der Christbaum ausgesucht und dekoriert werden... Wie begegnen Sie diesen Herausforderungen des Advents? Wie entspannen Sie sich? Jeder hat da ja so seinen Geheimtipp... Bei dem einen ist es ein heißes Fußbad, der andere liest Wintergedichte, der nächste entfacht ein wohliges Kaminfeuer...

Ich habe mir gestern eine CD mit Weihnachtsliedern eingelegt und vor mich hingeträumt. Mein Favorit aus der CD-Box „Christmas Legends“ mit sage und schreibe sechs Scheiben (für nur 9.99 €!) ist „White Christmas“, gesungen von Bing Crosby.


White Christmas

I'm dreaming of a white Christmas

Just like the ones I used to know

Where the treetops glisten and children listen

To hear sleighbells in the snow

I'm dreaming of a white Christmas

With every Christmas card I write

May your days be merry and bright

And may all your Christmases be white

I'm dreaming of a white Christmas

With every Christmas card I write

May your days be merry and bright

And may all your Christmases be white





(Geschrieben von Matthias Stöbener) 

14.12.2009, 15.26 | (0/0) Kommentare | PL

Joe CockerSind Sie auch schon ein bisschen Hippie? Es fällt zur Zeit ja schwer, das Thema „40 Jahre Woodstock“ auszuklammern. Wenn man die verwackelten Bilder des Kultkonzerts sieht, die noch heute legendären Bands und die entrückten Gesichter der Festivalteilnehmer, kann man fast ein wenig neidisch werden. Solche Entspanntheit und pure Lebensfreude strahlt das Ganze bis heute aus!

Eine halbe Million Menschen fanden sich in Bethel im Bundesstaat New York zu diesem Mega-Konzert zusammen und ließen sich auch von Regen, Sturm und chaotischen Verhältnissen nicht den Spaß verderben. Dokumentationen und Filme wurden über das Phänomen „Woodstock“ gedreht und so mancher Musiker – sollte er nicht wie Janis Joplin und Jimi Hendrix übermäßigem Drogenkonsum zum Opfer gefallen sein – zehrt noch heute vom damaligen Ruhm.

Wer Folk, Blues, Soul und Rock liebt, der gerät bei Nennung des Namens „Woodstock“ noch immer ins Schwärmen. Haben Sie mal den Auftritt von Joe Cocker bei diesem Festival gesehen? Ein Herumzappeln und Schreien ist das – da ist so viel Kraft drin, da kommt einem ein Bühnenauftritt vieler anderer heutiger Musiker geradezu lahm dagegen vor.

Ok, Sie möchten das jetzt auch selbst versuchen und mal ein wenig abrocken. Kann ich verstehen und empfehle Ihnen unser Joe Cocker Songbook für Gitarre, Keyboard und Gesang. „Woodstock“ für zu spät Geborene sozusagen ...


(Geschrieben von Matthias Stöbener)

30.09.2009, 09.20 | (0/0) Kommentare | PL

Beam mich in den Urlaub

BossanovaBossa Nova. Klingt nach Sommernacht und kühlen Drinks. Für mich der perfekte Soundtrack für heiße Nächte, genauso wie Bar- und Loungemusik aus Kuba und anderen karibischen Ländern. Der Trend zu den coolen Sounds ist seit einigen Jahren ungebrochen und ich finde, man kann (und will) sich dem auch gar nicht entziehen.

Weil ich mir in meinem Alter nicht mehr die Nächte in irgendwelchen Clubs um die Ohren schlage, ist es schön, wenn sich die südlichen Klänge auf der heimischen Terrasse ausbreiten und sich der Feierabend irgendwie ein wenig lässiger anfühlt.

Ich kann vom Urlaub träumen oder mir vorstellen, weißer Strand und zart brandendes Meer lägen gleich hinter dem Rasen. Die Tageshektik verschwindet mehr und mehr und macht Platz für Entspannung.

Nun will ich der Art von Musik nicht Unrecht tun und sie komplett in den Hintergrund verweisen, aber man kann natürlich auch wunderbar dazu lesen. Zum Beispiel mal wieder südamerikanische Autoren wie Isabel Allende, Carlos Fuentes oder Mario Vargas Llosa. Die finden Sie natürlich bei Jokers zum kleinen Preis.

Es muss also nicht immer der ganz große Urlaub sein – manchmal bewirkt ein wenig Chillout-Musik in Begleitung eines stimmungsvollen oder spannenden Buches auch schon ganz viel. Probieren Sie es doch einfach mal aus, es kostet ja schließlich nicht viel:

Chillout-Musik

(Geschrieben von Matthias Stöbener) 

31.08.2009, 13.19 | (0/0) Kommentare | PL

Der Technik-Freak am Dirigentenpult

KarajanDie Rede ist von Herbert von Karajan, seinerzeit jüngster Generalmusikdirektor Deutschlands.

Seine Begeisterung für Technik beschränkte sich nicht allein auf die vielen Möglichkeiten, Musik aufzuzeichnen. Karajan liebte schnelle Autos, flog seine Privatflugzeuge selbst und steuerte seine schnittigen Yachten hart am Wind übers Mittelmeer. Als er wieder einmal zu einer Aufführung an der Mailänder „Scala“ erschien, wurde er gefragt: „Kommen Sie noch per Flugzeug oder schon mit dem Untersee-Boot?“

Der Maestro gab sich betont lässig, dirigierte schon mal im Rollkragen-Pullover, was fast als skandalös galt. Sein Umgang mit dem Jetset, seine Villen in St. Tropez und St. Moritz, seine Ehen – es gab Schlagzeilen.

Wer je unter Karajan musizierte, kennt ihn anders: ein besessener Perfektionist, der weder sich selbst noch das Orchester schonte, bis der letzte Klang so saß, wie er es wollte. Über 200 Millionen Tonträger hat Karajan verkauft, der am 16. Juli vor 20 Jahren in Salzburg starb.


(Geschrieben von Peter Konietschke)

30.06.2009, 09.18 | (0/0) Kommentare | PL

Abschied von einer Frau mit Format

Es gibt Prominente, deren Tod mich bewegt. So ging es mir vor 20 Jahren mit Hans Rosenthal, den ich mit seiner Spielshow „Dalli Dalli“ geliebt habe. So ging es mir vor sechs Jahren mit George Harrison. Als ich vom Tod des Beatles-Gitarristen las, wurden meine Augen feucht. Und so ging es mir vor wenigen Tagen, als ich las, dass Evelyn Hamann im Alter von gerade mal 65 Jahren gestorben ist.

TrauerAls charakterstarke Partnerin Loriots war sie von dessen Fernsehcouch nicht weg zu denken. Unvergessen ihre staubtrockene hanseatische Art, mit der sie den missglückten Antrag ihres Gegenübers ertrug („Sie haben da was am Mund!“), mit dem Staubsaugervertreter um die Wette zechte („Es saugt und bläst der Heinzelmann, wo Mutti sonst nur blasen kann.“) oder stoisch-irritiert ihr Jodeldiplom absolvierte („Holleri du dödel du“).

Schon immer bewunderte ich sie für die souveräne Art, wie sie stark, aber nicht aufdringlich emanzipiert ihre Frau stand. Nichts konnte sie, so schien es, aus der Ruhe bringen. Nicht einmal ihre Rolle in der „Schwarzwaldklinik“, in der sie als Dr. Brinkmanns Haushälterin ein bisschen Leben in die ansonsten dröge Bude brachte.

Anders als ihre gleichaltrigen Kolleginnen wies sie nicht ständig darauf hin, wie schwer es sei, als Frau im Fernsehen in Würde zu altern. Sie hatte schon als junge Schauspielerin Würde, bewies Haltung, als sie 1988 in Ödipussi Bein schwingend „Meine Schwester heißt Polyester“ sang. Bis zuletzt war sie eine durch und durch elegante Frau. Evelyn Hamann war eine Frau von Format. Sie wird mir fehlen.

09.11.2007, 08.47 | (0/0) Kommentare | PL

DVD-Abend, extended Version

Wuestenplanet„Was hältst du davon, wenn wir mal wieder einen Video-Abend machen?“ Mein Freund Gregor war begeistert. „Und als großes Extra schauen wir uns endlich mal den ‚Wüstenplaneten‘ an!“ Gregor und ich sprechen schon seit Jahren von eben diesem Film, hatten ihn aber noch nie gesehen.

Ein paar Tage später saßen wir, Gregor, seine Freundin, meine Frau und ich, beisammen und sahen gespannt dem „legendären Fantasy-Knüller“, wie Gregor den Film nannte, entgegen. Als er die DVD einlegte, verkündete er eine Überraschung: „Wir sehen heute die remastered Version inklusive Szenen, die in Deutschland nie gezeigt wurden!“ Im Klartext hieß das ungeschnittenes Filmvergnügen - über 181 Minuten. Und so saßen wir drei Stunden in Gregors Wohnzimmer und folgten der Handlung, die mal in Deutsch, mal in Englisch mit Untertiteln lief. Denn nachdem der Film auch Szenen beinhaltete, die in Deutschland nicht zu sehen waren, hatte sich niemand die Mühe gemacht, diese nachträglich zu synchronisieren. Auf die Dauer war das Englisch für mich ziemlich anstrengend, zumal die erste Hälfte des Films vor allem bedeutungsvoll gesprochen wurde.

Schon bald übermannte mich der Schlaf. Den Kopf an die Schulter meiner Frau gebettet, schlummerte ich etwa ab Szene 35 ein, wie Gregor mir später erzählte, und träumte süß von meiner eigenen Fantasy-Welt.

Als ich aufwachte, war der Film bereits aus. Nur Gregor war voll in seinem Element und erzählte seinem ermatteten Publikum, warum sich der Regisseur David Lynch nachträglich von seinem Werk distanzierte und wer Alan Smithee ist. Mittlerweile waren ich und meine Frau so müde, dass ich Gregors Insiderinfos kurzerhand beendete. „Schade, dass ich den Film nicht ganz gesehen habe. Aber weißt du was? Ich lese einfach die literarische Vorlage. Dann komme ich vielleicht auch dahinter, um was es in ‚Dune‘ geht.“

Diesen Satz bereute ich schon wenige Sekunden später, denn natürlich besaß Gregor das Buch „Wüstenplanet“ von Frank Herbert. Und so drückte er mir den Dune-Zyklus in die Hand und nahm mir das Versprechen ab, das Werk bis zu unserem nächsten Videoabend zu lesen. Alle sechs Bände … Ich glaube nicht, dass ich mir das aufbürde.

31.10.2007, 08.00 | (0/0) Kommentare | PL

Film

Es war so gegen 20 Uhr, als ich fluchtartig unsere Wohnung verließ: Eine Horde gut gelaunter Frauen stürmte unser Refugium. Hatte ich doch glatt wieder einmal den traditionellen Film-Abend meiner Frau vergessen! Bewaffnet mit Sekt, Nüsschen und DVDs versammelten sich die Damen im Wohnzimmer - Grund genug für mich, mir nur schnell das Portemonnaie zu schnappen und in der nächsten Kneipe zu verschwinden. Die nächsten vier Stunden würden eindeutig unter dem Zeichen von Herzschmerz stehen. Das aber ist nicht ganz nach meinem Geschmack.

Die Frau des LeuchturmwärtersLeider lief bei mir in der Kneipe nicht alles nach Plan: Kein einziger meiner Freunde war dort, es war gerammelt voll und das alkoholfreie Bier war aus. Ein Betrunkener goss mir seinen Schnaps über das Hemd und ein anderer verlor das Gleichgewicht und stürzte auf mich - so heftig, dass wir beide umfielen und ich mir gehörig die Rippen prellte. Sie werden fragen, in welchen Kneipen ich mich rumtreibe … Ohne meinen Anwalt sage ich dazu nichts.

Jedenfalls schlich ich keine zwei Stunden später nach Hause zurück. Die Frauen saßen gebannt vor dem Fernseher - sie hatten gerade die zweite DVD eingelegt. Still setzte ich mich zu ihnen.

Ich hatte dramatische Szenen erwartet, Liebesschwüre unter Palmen, tränenreiche Eifersuchtsszenen oder sowas. Doch was ich sah, fesselte auch mich. In dem Film "Die Frau des Leuchtturmwärters" geht es keineswegs (nur) um die Liebe - der Streifen ist außergewöhnlich. Natürlich steht eine Romanze im Vordergrund, doch der Film bietet mehr. Fantastische Landschaftsaufnahmen, der Kampf des Menschen gegen die Natur, nicht zuletzt die Schlacht, die jeder mit sich selbst ficht: Kann die Liebe als Abenteuer das Verantwortungsgefühl, die Treue, Vorurteile und schlussendlich auch die Ethik überwinden? Kann einem Folterknecht verziehen werden?

Aber ich will nicht zu viel verraten. Wir haben den Film ja in unserem Programm und ich will ihn ja auch noch verkaufen


26.07.2007, 07.27 | (0/0) Kommentare | PL

Rainer Werner Fassbinder – Eine Erinnerung

"Schlafen kann ich, wenn ich tot bin." – Das hat Rainer Werner Fassbinder einmal gesagt. Über 40 Filme drehte der begnadete Filmemacher in nur 15 Jahren - mehr Zeit blieb ihm nicht: Er starb mit nur 37 Jahren am 10. Juni 1982.

Fassbinder, der stets wesentlich älter aussah, als seine jungen Jahre vermuten ließen, war extrem - nicht nur in dem, was er sich und seinen Schauspielern zumutete. Auch in seinen politischen und gesellschaftlichen Aussagen war er radikal. Jedes seiner Werke transportiert seine Gesinnung. Er prangerte den Missbrauch von Gefühlen und Liebe, er prangerte Gewalt, Entfremdung und Macht an. Wir erinnern uns an "Die Ehe der Maria Braun", "Effi Briest" und "Berlin Alexanderplatz".

Angst essen Seelen aufAm 31. Mai 1945 wurde Fassbinder in Bad Wörishofen geboren - ein feiner Kurort in der Nähe von Augsburg, wo der Pfarrer Kneipp seine Heilungen begann. Mit gerade mal 20 Jahren gründete er in München das "Antitheater", Ende der 60er Jahre drehte der geniale Künstler seine ersten Filme. Die von ihm verehrte Schauspielerin Hanna Schygulla beschrieb seine Besessenheit, immer mehr und mehr Filme drehen zu wollen, als eine "Art Geisteskrankheit". Pausen oder Stopps kannte Fassbinder nicht.

In den deutschsprachigen Ländern wurden seine Filme nie Publikumsrenner, in Frankreich und den USA hingegen feierte man ihn als Kultregisseur. Anlässlich seines 60. Geburtstages wurde 2005 eine groß angelegte Ausstellung zu seinen Werken im Pariser Centre Pompidou auf die Beine gestellt, während das "enfant terrible" in Mitteleuropa mehr und mehr in Vergessenheit gerät.

Vielleicht ist es die mitteleuropäische Angst vor der Konfrontation mit dem Elend dieser Welt, die Fassbinder hier zum Schrecken werden ließ: "Angst essen Seele auf" ist eines seiner aufrüttelnden Werke. Und genau diesen Film bieten wir Ihnen anlässlich seines 25. Todestags auf DVD an: ein Melodram der echten Fassbinder-Art.


26.06.2007, 08.56 | (0/0) Kommentare | PL

Vollidiot im Kino

Ich kann zwar eigentlich nicht mitreden, aber aus vielen Gesprächen hat sich mir der Eindruck aufgedrängt: Wer Single in einer Großstadt ist, muss ein harter Brocken sein. Doch wer hat es schwerer, Frauen oder Männer?

Locker-flockige Großstadtsingle-Romane in der Frauen-Liga gibt es mittlerweile so viele, dass es den Rahmen dieses Blogs sprengen würde, sie alle aufzuzählen. Die bekanntesten Autorinnen dieser neuen Art von Frauenromanen sind wohl Helen Fielding („Bridget Jones – Schokolade zum Frühstück“) und Marian Keyes („Pusteblume“, „Wassermelone“, „Rachel im Wunderland“).

Film Die Männer-Liga führt Tommy Jaud mit „Vollidiot“ an. Insofern ein Novum, als es dieses Mal ein berufstätiger Mann um die 30 ist, der in einer Großstadt seinen Traumpartner sucht. In diesen Tagen ist bereits die „Vollidiot“-Verfilmung in manchen Kinos angelaufen. Die Hauptrolle spielt Oliver Pocher. Ein deutscher Comedian, der nicht gerade für seine sensible Lebensphilosophie bekannt ist, sondern eher für brachialen Hau-Drauf-Humor. Unvergessen sein Auftritt bei „Wetten dass“, als er das unvorteilhafte Aussehen einer Dame im Publikum bewitzelte.

Mit diesem Repräsentanten des männlichen Großstadtsingles möchte ich lieber nicht in Berührung kommen. Und deshalb bleibe ich lieber bei der literarischen Vorlage des Films und spar mir den Kino-Besuch...

30.04.2007, 00.45 | (0/0) Kommentare | PL

Bollywood ist angesagt

Shilpa Shetty - Star aus Bollywood-FilmenAm Kiosk kann ich oft beobachten, welcher Trend gerade im Kommen ist. Neue Trends ziehen schnell neue Spezial-Zeitungen nach sich. Neulich habe ich zwischen diversen Musik- und Filmmagazinen auch ein Magazin mit dem Namen „Bollywood" entdeckt.

Es beschäftigt sich vor allem mit den Filmen aus Indien. Genauer gesagt, mit den bunten und kitschigen Flimmerstreifen aus Bombay. Mit viel Musik und Tanz. Und mit viel Liebe, Drama und am Schluss meistens eine Hochzeit. Dort, in Bombay, ist Indiens gigantische Filmindustrie angesiedelt.

Aber in dem Magazin werden nicht nur die gefragtesten Kult-Filme aus Bollywood präsentiert. Vorgeschlagen werden dem geneigten Leser auch Bollywood-Partys mit Gleichgesinnten. Da wird dann zwischen bunter Indien-Deko auf die Soundtracks aus Bollywood-Streifen mächtig abgetanzt.

Dazu werden auch die farbenprächtigen Saris der Inderinnen angezogen. Der dunkle Schönheitsfleck auf der Stirn ist dabei natürlich Pflicht. Die Stärkung zwischendrin erfolgt mit asiatischem Fingerfood. Inzwischen gibt es in einigen Städten zwischen Sylt und Tirol schon einige Tanzschulen, die Tanzstunden für Bollywood-Dance geben.

In Indien ist ein Kino-Abend ein längeres Erlebnis. Bollywood-Filme dauern oft vier Stunden. Eine Scheu vor Pathos gibt es nicht. Für uns eigentlich eine peinliche Angelegenheit - aber gerade die überbordenden Gefühle, das fasziniert die jungen Leuten im Westen.

In Bollywood ist die Welt immer eine hoffnungsvolle Gegend, in der das Gute über das Böse siegt. Bei uns hieß das früher mal Heimatfilm. Und die von den Förstertöchtern angeschmachteten Wilderer tanzten darin einen zünftigen Schuhplattler. In Bombay werden jährlich an die 800 Filme produziert. Gut doppelt so viele wie in Hollywood, das den Namen „Bollywood“ inspiriert hat.

08.03.2007, 22.20 | (0/0) Kommentare | PL

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