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Thema: Musik
Bossa Nova Cafe - Die Sixties auf CD!
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22.06.2011, 11.22 | (0/0) Kommentare | PL
Hermann-Hesse-Preis
Literaturzeitschriften gibt es viele: Nur wenige werden über einen kleinen Fan-Kreis hinaus bekannt. Der Leipziger „Poet“ ist eine der wenigen Ausnahmen, die das schaffte. Ein Grund mag auch der neuartige Ansatz sein, die Zeitschrift mit einem Internetportal (www.poetenladen.de) zu ergänzen. Das Konzept und der Inhalt treffen den Zeitgeist so sehr, dass der diesjährige Calwer Hermann-Hesse-Preis an die Leipziger Macher des „Poeten“ geht.
Am Geburtstag Hermann Hesses, also am 2.Juli, wird der Preis alle zwei Jahre vergeben. Er ist mit 15.000 Euro dotiert und wird seit 1990 verliehen. Abwechselnd geht er an eine deutschsprachige Literaturzeitschrift und an einen Übersetzer der Werke Hermann Hesses. Getragen wird die Auszeichnung von der Calwer Hermann-Hesse-Stiftung und dem Land Baden-Württemberg. Ausgezeichnete Zeitschriften waren zuletzt „Sprache im technischen Zeitalter“ und „EDIT“.
Der diesjährige Gewinner, die halbjährlich erscheinende Zeitschrift „Poet“, ist die Printausgabe des 2005 gestarteten Literatur-Internetportals poetenladen.de. Die Jury begründet ihre Wahl so: Sowohl die Zeitschrift wie die Webseite seien „eigenständige Foren, die das jeweilige Medium in herausragender Weise nutzen“, zusammen böten sie „ein beispielhaftes Konzept für die Förderung und Verbreitung junger Literatur“. „Es beeindruckt nicht nur durch sein frisches Layout, sondern auch durch seine inhaltliche Konzeption“, teilte Kunststaatssekretär Dietrich Birk (CDU) anlässlich der Preisverleihung mit.
Auch ich finde, dass sich ein Blick in den „Poetenladen“ lohnt. Er ist ein virtueller Raum für Dichtung, in den Regalen findet der Besucher Storys und Gedichte, Erzählungen und Kurzprosa unterschiedlicher Spielart. Ergänzt wird der literarische Teil durch aktuelle Buchkritiken, Essays und Nachrichten zur Poesie, wesentlich für den Internetauftritt ist auch der grafische Bereich, der Illustrationen und Arbeiten darstellender Künstler einschließt. Ich finde es immer wieder schön, auf diese Weise unkonventionelle Lyrik und Texte (noch) unbekannter Nachwuchskünstler zu lesen. Klicken Sie doch auch mal rein!
12.08.2010, 16.30 | (0/0) Kommentare | PL
Paul is still alive
"Und dann habe ich mich einen Nachmittag hingesetzt und einfach mal verschiedene CDs meines Sohnes durchgehört. Die Texte, also wirklich, die waren erschütternd: Nichts als Gejammere und Klagen von postpubertierenden Rotzlöffeln, die noch nichts zum Wohl der Gesellschaft beigetragen haben!" Mein Freund war empört: Von Musik verstehe die junge Generation überhaupt nichts.Ich versuchte ihn mit dem Argument zu besänftigen, dass unsere Eltern dasselbe von uns behaupteten, als wir früher unsere Musik hörten. Im weiteren Gespräch stellten wir fest: Die Bandbreite unseres musikalischen Know-Hows ist tatsächlich weit gefächert. Wir kennen praktisch alle Musikrichtungen, die auch unsere Kinder hören. Denn: Seit den 90er Jahren tut sich reichlich wenig in der Musikbranche.
Auch heute heben die Jugendlichen ihre Idole auf den Pop-Thron wie wir damals. Aber durch die Überflutung mit Nachrichten sind sie vielleicht doch ein wenig „cooler“ geworden. Oder können Sie sich vorstellen, dass heutzutage eine neue Verschwörungstheorie á la "Paul is dead" noch Anhänger fände? 1966 hieß es, dass Paul McCartney, Komponist, Bassist und Sänger der Beatles, bei einem Autounfall ums Leben kam und durch einen Doppelgänger ersetzt wurde. Das war damals die Story in den Zeitungen. Ich denke, heute würde das vielleicht noch eine kurze Meldung unter „Vermischtes“ ergeben und in ein paar Blogs gestreift werden. Damals aber glaubten das Abertausende! Übrigens vertraten damals auch viele noch die These, dass Elvis Presley dafür "still alive" sei.Ob die damalige Stimmungslage – manche nannten sie hysterisch - nun gut oder schlecht war, will ich hier gar nicht beurteilen. Heute jedenfalls können wir festhalten: Paul McCartney feiert heute, am 18. Juni, Geburtstag. 1942 wurde er in Liverpool geboren.
Auch wenn ich ihm noch nie begegnet bin, gehe aber davon aus, dass er noch lebt und ich nicht seinen Doppelgänger in den Zeitungen und im Fernsehen sehe.
Mehr über die Beatles
18.06.2007, 00.22 | (0/0) Kommentare | PL
Autoren-Band
Schriftsteller und singen. Diese Kombination war mir bislang eher suspekt. Schon mit dem Minnesang konnte ich wenig anfangen. Da war es mir nur recht, dass man von Autoren, die Musik machen, eher selten hört. Ok, Sophie Auster, die Tochter des amerikanischen Schriftstellers Paul Auster, singt - und zwar sehr erfolgreich. Aber das ist ja nur eine indirekte „Schreib-Sing“-Verbindung.Umso überraschter war ich, als ich vor wenigen Tagen von einer Band namens „Rock Bottom Remainders“ las. Frei übersetzt mit „Die kaputte Ramschware“. Sie setzt sich zusammen aus bekannten amerikanischen Autoren und Comiczeichnern. Das wohl berühmteste Mitglied spielt Gitarre und ist der legendäre Horrorbuchautor Stephen King („Es“, „Shining“, „Carrie“).
Nicht weniger populär dürfte Matt Groening sein, der Erfinder der Comic-Serien „Die Simpsons“ und „Futurama“. Bei den „Rock Bottom Remainders“ fungiert er als Backgroundsänger. Die Autorin Amy Tan („The Joy Luck Club“, „Töchter des Himmels“, „Der Geist der Madame Chen“) spielt Schlagzeug und ist Backgroundsängerin.
Außerdem sind in der Band: Scott Turow („Der Befehl“, „Das Gift der Gewissheit“), Greg Iles (sein bekanntester Roman „24 Hours“ wurde als „Trapped“ verfilmt – in den Hauptrollen Charlize Theron und Kevin Bacon), Kathi Kamen Goldmark („And My Shoes Keep Walking Back to You”), der Journalist Mitch Albom, der Kolumnist und Pulitzer-Preisträger Dave Barry, Thrillerautor Ridley Pearson („Die verborgene Schuld“, „Außer Kontrolle“), der Romanautor James McBride („The Color of Water“), sowie Roy Blount Jr.
Zwar hat die Band bislang keine einzige Platte herausgebracht. Bekannt sind sie trotzdem, zumindest in den USA. Ob das aber an ihrem Gesangstalent liegt, wage ich persönlich zu bezweifeln…
29.03.2007, 08.14 | (0/0) Kommentare | PL
Cash in den Ohren
Johnny Cash, die große Countrymusic-Legende wäre vor ein paar Tagen 75 Jahre alt geworden. Ich feierte auch vor ein paar Tagen meinen Geburtstag. Noch höchstlebendig. Diesmal mit einem Ausflug in die kleine Stadt Landsberg am Lech.Irgendwie hat der Italiener, der mir dort in der Eisdiele „Dalmatia“ am Marktplatz den Eisbecher servierte, mitbekommen, dass ich mich mit meiner Frau über Johnny Cash unterhalten habe. Was soll ich sagen? Er mischte sich in unser Gespräch ein. Warum? Er, der Eisdieleninhaber, habe damals dem US-Soldaten Johnny Cash, der in einer Spezialeinheit bei Landsberg stationiert war, auch schon sein italienisches Eis verkauft. Ehrlich! Er könne das beschwören! Alle in Landsberg könnten das bezeugen. Wir sollten nur hinter seine Theke schauen, da würden wir es sofort sehen.
Tatsächlich: Dort hinter dem Tresen hingen alte Schwarzweiß-Fotos vom jungen Johnny-Cash, zusammen mit dem jungen Eisdielen-Besitzer. Salvatore, so sein Name, deutete auf einen älteren Herren, der am Nebentisch in der Eisdiele saß. Er stellte ihn als Country-Musiker Bud Hennessie vor, der in den 1950ern mit Johnny Cash in einer Band gespielt habe. Wir kamen mit Bud Hennessie ins Gespräch. Ja, er habe mit Cash bei einer Band gespielt, die sich „The Landsberg Barbarians“ nannte. Nicht „Landsberg Bavarians“, wie manche behaupten. Und ihm sei damals schon aufgefallen, dass Cash ein hervorragendes musikalisches Gehör besaß.
Während ich meinen Eisbecher auslöffelte und den nostalgischen Erzählungen lauschte, wollte meine Frau von Salvatore wissen, bei welcher Spezialeinheit denn Cash gewesen sei. Salvatore zeigte auf seine Ohren. Wir erfuhren von ihm, dass Johnny Cash während des kalten Krieges in einer Abhörstation eingesetzt war. Aha, sagte ich, das war der richtige Posten für einen Mann mit guten Ohren.
Salvatore verschwand hinter der Theke und legte eine CD ein und wir genossen noch Songs wie „Ring of Fire“ oder „Folsom Prison Blues.“ Wunderbar. Und dann zahlten wir die Rechnung. Cash natürlich!
23.03.2007, 08.49 | (0/0) Kommentare | PL
Kurt Weill
Der Name des provokanten in Augsburg geborenen Autors Bertolt Brecht ist untrennbar mit dem des Komponisten Kurt Weill verbunden. Im Alter von nur 27 Jahren begann der jüdische Musiker, mit "BB" zusammenzuarbeiten: Daraus entstand das wohl bekannteste Stück des kreativen Duos "Die Dreigroschenoper".Kurt Weill, das ergibt seine Biografie, hätte am 3. März Geburtstag gehabt. Geboren wurde er im Jahre 1900, gestorben ist er 1950, und zwar am 3. April. Wie so viele Künstler seiner Zeit emigrierte der vom Naziregime Verfolgte in die USA. In New York ansässig, erhielt Weill im Jahre 1943 sogar die amerikanische Staatsbürgerschaft. Er selbst betonte, dass er zwölf Jahre seines Lebens nur für die amerikanische Bühne komponierte, obgleich er deutscher Herkunft war. Ständig stand er unter Strom, wagte sich an ein musikalisches Abenteuer nach dem anderen. Er befand sich gerade mitten in seiner Arbeit an dem Musical "Huckleberry Finn" nach Mark Twain, als er einem Herzinfarkt erlag.
Weil er dieser Tage Geburtstag hätte, will ich Sie auf eine besondere CD hinweisen: "Piero Odorici Quintet plays Kurt Weill" bringt zehn der schönsten Songs von Kurt Weill.
06.03.2007, 08.43 | (0/0) Kommentare | PL
Kurt überholt Elvis
Der Elvis-Club in Berlin berichtet auf seiner Homepage, dass der Rock'n-Roll-Star Elvis Aaron Presley mit der tollen Tolle nicht mehr der Meistverdiener unter den toten Stars ist. Inzwischen wurde er von einem gewissen Kurt Cobain überholt. Der war Sänger und Texter bei der einstigen Grunge-Band Nirvana. An die 50 Millionen Dollar wurden dem Sänger überwiesen, zu dessen größten Hits der Titel „Smells Like Teen Spirit" gehört. Kurt Cobain war nicht nur Rockmusiker, sondern auch Lyriker, Comic-Zeichner und Maler. Zusammen mit dem Schriftsteller William S. Burroughs brachte er eine CD heraus. Dabei unterlegte Cobain den Borroughs-Text „Priest They Called Him" mit Melodien seiner Gitarre. Kurt Cobain, der drogenabhängig war, erschoss sich am 5. April 1994.Den Erben von Elvis Presley, der bereits vor 30 Jahren von uns gegangen ist, werden für seine Musik, seine Filme und seine Merchandising-Rechte noch satte 40 Millionen US-Dollar in die Kasse gespült.
Das US-Wirtschaftsmagazin „Forbes" listete unter den posthumen Großverdienern weitere Musiker auf. Ein enormes Einkommen nach ihrem Ableben können Ray Charles, Johnny Cash und Bob Marley vorweisen. Kann ich nur hoffen, dass die reichlich bedachten Erben die Gräber der verblichenen Stars mit größter Dankbarkeit hegen und pflegen.
Musik-Links:
Elvis Presley bei Jokers
Bob Marley bei Jokers
Die Beatles bei Jokers
Jonny Cash bei Jokers
Ray Charles bei Jokers
24.11.2006, 08.06 | (0/0) Kommentare | PL



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